Auswahl von Zeitungsartikeln aus Tschechien zum Thema Energie vom 20.3.2025:
Gutes Einkommen für den Staatshaushalt: CEZ hat in 30 Jahren seiner Existenz dem Staat mehr als eine Billion Kronen geschickt
20.3.2025 HN Jan Broz Seite 8
In Zeiten der Not kann sich der tschechische Staat darauf verlassen, dass er in den orangefarbenen Umschlag greifen kann, wenn er Geld gerade braucht. Darauf steht in großen Lettern CEZ geschrieben. Das war auch der Fall nach der globalen Finanzkrise, die durch den Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers im Jahre 2008 ausgelöst wurde, und während der anhaltenden Energiekrise, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurde.
Gerade in diesen schwierigen Zeiten sind die Beiträge des halbstaatlichen Unternehmens zu dem Staatshaushalt deutlich gestiegen. Insgesamt hat CEZ seit seiner Gründung im Jahr 1992 eine Summe in Höhe von 1,124 Billionen Kronen in Form von Steuern, Dividenden und Emissionszertifikaten an den tschechischen Staat gezahlt. Dies geht aus den Jahresberichten von CEZ und Daten hervor, die das halbstaatliche Unternehmen auf Anfrage von HN zur Verfügung gestellt hat.
Der Energiekonzern hat die symbolische Billionengrenze schon im Jahr 2023 überschritten, als er mit 176,3 Mrd. Kronen den höchsten Gesamtbetrag in einem Jahr an den Staat überwies. Zu Beginn dieses Jahres rechnete dabei die Unternehmensleitung damit, den größten Betrag in der Geschichte an den Staat zu überweisen. Die Firmenleitung rechnete jedoch "nur" mit einem Betrag von über 100 Milliarden.
Der damalige Rekord bestand vor allem aus einer Dividende von 54,4 Milliarden, die darauf beruhte, dass der Staat rund 70 Prozent der Aktien hält und CEZ im Jahr zuvor aufgrund der stark gestiegenen Strompreise einen Rekordgewinn erzielt hatte, der zudem ungewöhnlicherweise zu fast 100 Prozent an die Aktionäre verteilt wurde. Aber auch die Einnahmen aus den laufenden Steuern stiegen sprunghaft um 57,2 Milliarden an, wofür der Energiekonzern von Finanzminister Zbynek Stanjura (ODS) die Auszeichnung als wichtigster Steuerzahler erhielt. In der Rangliste stand CEZ vor Skoda Auto und dem Energiehändler EP Commodities des Milliardärs Daniel Kretinsky.
Hinter der Zeremonie bleibt jedoch die Verbitterung der Minderheitsaktionäre über das Fortbestehen der außerordentlichen Windfall-Tax (WFT), mit der der Staat in den letzten zwei Jahren 61 Mrd. Krone aus CEZ herausgeholt hat, auf Kosten einer Dividende, die allen Wertpapierinhabern und nicht nur den Steuereintreibern zugute gekommen wäre.
Die WFT wurde ursprünglich durch eine Abgabe auf überschüssige Produktionsverkäufe ergänzt, die dem Staat über die üblichen Einnahmen hinaus bis 2023 weitere zehn Milliarden einbrachte. Im Gegensatz zur WFT war diese Steuer jedoch nur für ein Jahr in Kraft. "Ein positiver Faktor ist die Abschaffung der Mehrerlösabgabe. Wir hatten sie für das Jahr 2023, aber nicht für 2024, was im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung von 10 Milliarden brachte", kommentierte CEZ-Finanzchef Martin Novak bei der Vorstellung der letztjährigen Ergebnisse.
Der Klarheit halber sei hinzugefügt, dass CEZ zu den staatlichen Abgaben auch die Ausgaben für den Kauf von Emissionszertifikaten für seine heimischen fossilen Energiequellen zählt. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen 107 Mrd. Kronen für Emissionszertifikate ausgegeben, und deren Preis und damit die Ausgaben der CEZ-Gruppe sind vor allem in den letzten Jahren gestiegen. In gewisser Weise handelt es sich auch um eine Steuer, die eine Einnahme für den Haushalt darstellt, und der Staat kann dieses Geld dann zur Finanzierung der Entwicklung emissionsfreier Energie verwenden. Sie wurde zum Beispiel teilweise zur Deckung von Subventionen für Photovoltaik-Kraftwerke verwendet, die auch von CEZ betrieben werden, und das Geld fließt daher zum Teil an CEZ zurück.
Natürlich lagen die Einnahmen des Staates aus CEZ nicht immer im zweistelligen Milliardenbereich. In den 1990er Jahren zahlte der Konzern nur ein paar Milliarden Steuern und schüttete im Jahre 2001 erstmals eine Dividende von zwei Kronen pro Aktie aus. Zum Vergleich: Der historische Höchstwert für das Jahr 2022 lag bei 145 Kronen pro Aktie, und die Ausschüttung aus den Gewinnen des letzten Jahres sollte dann zwischen 35 und 47 Kronen pro Aktie liegen, was den üblichen 60 bis 80 Prozent der Gewinne entspricht.
Die Einnahmen des Staates aus dem Energiekonzern wuchsen jedoch im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts allmählich an, und während der Finanzkrise haben sie die Staatskasse bereits beträchtlich entlastet. Für das Jahr 2008 bedeutete die Kombination aus Steuern und Dividenden von CEZ einen zusätzlichen Betrag von 47,9 Milliarden Kronen für den Staat (ohne Zulagen).
Es folgte eine Ära stabiler und aus heutiger Sicht relativ niedriger Strompreise, in der die Einnahmen des Staates aus dem Energiekonzern zwar nicht gering, aber auch nicht extrem hoch waren. Die Rekordabgabe von 2008 wurde erst im Jahr 2022 gebrochen, als der Strompreis pro Megawattstunde an den Börsen über 1 000 Euro lag. Heute liegt er wieder bei weniger als 90 Euro.
Wie viel CEZ an den Staat gezahlt hat (1992-2024)
Quelle. CEZ - insgesamt 1.124 Billionen Kronen(1992-2024)
autori@hn.cz
/gr/
Es sieht nicht nach einem guten Atomdeal mit den Koreanern aus
Petr Barton, Datenökonom- Kommentar
19. März 2025 HN
Das Kernkraftwerk Dukovany ist seit 35 Jahren in Betrieb. Nach Temelín, das im Jahre 2002 fertiggestellt wurde, hat es die zweithöchste Leistung in der Tschechischen Republik. Es verfügt über vier Reaktoren und wurde in den letzten Jahren teilweise modernisiert.
Die Regierung verhandelt weiterhin mit den Koreanern, um die Beteiligung tschechischer Unternehmen an dem Nuklearauftrag zumindest in die Nähe der 60 Prozent zu bringen, mit denen sie sich bei der Bekanntgabe des Gewinners geprahlt hatte. Bisher befindet sie sich nach den vorliegenden Informationen nur bei etwa 10 Prozent des vereinbarten Prozentsatzes, der irgendwie durch die Gesetzen der Physik automatisch garantiert ist. Ich glaube nicht, dass KHNP Wasser für die Betonproduktion aus Südkorea importieren will. Jeder weitere Tag solcher Verhandlungen ist wichtig. Vielleicht können wir wenigstens die Hälfte der ursprünglich zugesagten „Beteiligung“ erreichen. Erst bei diesen Prozentsätzen würde es erst anfangen, es interessant zu sein.
Erst dann wären es nämlich Verträge, die wir tatsächlich wertschätzen könnten, weil sie einen höheren Mehrwert haben. Nicht nur das, wir liefern dann auch wertvollere Dinge mit einer besseren Marge, die in der Wirtschaft bleibt. In der Tat sind die niedrigen Margen unserer Exporte ein chronisches Problem, das uns daran hindert, uns als echte „Exportwirtschaft“ zu bezeichnen, wie die Politiker uns nennen. Der wichtigste Punkt ist, dass eine größere Beteiligung tschechischer Unternehmen an den wirklich „nuklearen“ Aspekten des Baus ihnen die Tür öffnen würde, um nukleare Quellen auch anderswo in Europa mitzubauen.
Der koreanische Gewinner wird jedoch wahrscheinlich in absehbarer Zeit keine weiteren europäischen Kernkraftwerke bauen. Der französische Bieter konnte offenbar auch eine 60-prozentige Mitbeteiligung anbieten - und darüber hinaus längerfristige Arbeiten an anderen französischen Standorten. Wir sind immer noch eines der wenigen europäischen Länder mit Atomkrafterfahrungen.
Aber irgendwie hat die Regierung ihre Entscheidung getroffen, und als reiner Ökonom habe ich keinen Zugang zu den tatsächlichen Angeboten. Ich kann nur darauf hinweisen, dass es so etwas wie einen Prozentsatz nicht gibt. Nicht einmal den theoretischen, geschweige denn den, der trotz Zusagen noch nicht mit den Koreanern ausgehandelt wurde. Auf welcher Grundlage die Regierung ihre Entscheidung getroffen hat, wissen wir nicht. Wie das Amt für Wettbewerbsschutz wahrscheinlich entscheiden wird, war die Atomausschreibung nicht an die Vergaberegeln gebunden, so dass die Nichterfüllung der Bedingung des geistigen Eigentums durch Korea nicht zum Ausschluss führen kann, und die Regierung musste möglicherweise ohnehin nicht das günstigste Angebot annehmen. Wenn sie die anderen Aufträge in Europa nicht haben wollte, könnte sie hoffentlich zumindest den größten Teil des fehlenden koreanischen Versprechens aushandeln, bevor die Antimonopolbehörde ihre Entscheidung getroffen hat..
Quelle: https://archiv.hn.cz/c1-67667540-na-skv ... o-nevypada
/gr/
Svitavy und die umliegenden Gemeinden werden Angebote für Windenergie bewerten
20.3.2025 Nas region Seite 10
Bis Ende März möchte die Stadt Svitavy und andere Gemeinden in der Region die Angebote von Investoren in die Windenergie in der Region geklärt haben. Die Firma CEZ Obnovitelné zdroje (Erneuerbare Energien) und fünf weitere Unternehmen streben den Bau von Windkraftanlagen in der Region an.
Die Gemeinde Detrichov hat im vergangenen Jahr einen Kooperationsvertrag mit der Energiefirma CEZ unterzeichnet, und in diesem Jahr ist Opatovec hinzugekommen, sagte der Bürgermeister von Svitavy, David Simek.
/gr/
Frankreich vergibt Darlehen an EDF für neue Kernkraftwerke, ähnlich wie es in der Tschechischen Republik der Fall ist
20.3.2025 oenergetice.cz
Eduard Majling
Frankreich plant, wie andere europäische Länder auch, den Bau neuer Kernkraftwerke, und die Frage der Finanzierung ist der Schlüssel zu den Gesamtkosten. Die französische Regierung hat angekündigt, dass sie dem inzwischen vollständig in Staatsbesitz befindlichen Unternehmen EDF Darlehen für den Bau gewähren wird. Es wurde jedoch noch keine offizielle Entscheidung über den Bau getroffen, wobei eine endgültige Investitionsentscheidung bis Mitte des nächsten Jahres erwartet wird.
Frankreich ist seit langem Europas größter Akteur bei der Stromerzeugung aus Kernenergie, die seit langem den größten Teil des französischen Stromverbrauchs deckt. Die französische Kernkraftwerksflotte ist jedoch in die Jahre gekommen, und es sind keine neuen Blöcke in Sicht, um sie zu ersetzen. Der letzte Kernkraftwerksblock, der in Frankreich bisher in Betrieb genommen wurde, ist der neue EPR-Block im Kraftwerk Flamanville. Sein Bau hat sich jedoch um etwa 12 Jahre verzögert und das Budget wurde mehrfach überschritten.
Ursprünglich hatte Frankreich geplant, den Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung schrittweise auf 50 % zu reduzieren, doch wurde dieser Plan angesichts der Energiekrise aufgegeben. In den letzten Monaten wurde jedoch der Bau von sechs neuen EPR-Blöcken diskutiert. Wie bei anderen neuen Kernkraftwerksprojekten ist jedoch die Finanzierung die entscheidende Frage.
Eine vorläufige Vereinbarung liegt auf dem Tisch, aber die Details sind nicht bekannt.
Das Büro von Präsident Emmanuel Macron teilte jedoch am Montag laut Reuters mit, dass die Regierung eine vorläufige Einigung mit EDF über die Finanzierung erzielt habe. Ein zinsgünstiges Darlehen des Staates würde mindestens die Hälfte der Kosten für den Bau der neuen Kraftwerke abdecken, genaue Einzelheiten sind jedoch noch nicht bekannt. Die Verhandlungen zwischen der Regierung und EDF über die Finanzierung sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.
Der französische Staatspräsident hatte bereits im Jahre 2022 angekündigt, dass sechs neue Blöcke mit einer Gesamtleistung von bis zu 10 GW gebaut werden sollen. Im Jahre 2027 sollte mit dem Bau begonnen werden, wobei es aber unklar war, wie die Finanzierung der neen AKW-Blöcke gesichert werden soll. Die Gesamtkosten werden sich voraussichtlich auf einen zweistelligen Euro - Milliardenbetrag belaufen.
Nach Angaben von Reuters hat sich EDF nicht zu den Ergebnissen der jüngsten Verhandlungen geäußert. Das Unternehmen sagte jedoch, dass die Höhe der zu erwartenden Kosten innerhalb weniger Monate bekannt sein dürfte und dass man davon ausgeht, sie der Regierung bis Ende des Jahres vorlegen zu können. Das zur Diskussion stehende Modell ähnelt jedoch stark dem Modell, das für die Finanzierung eines neuen Kernkraftwerksblocks in der Tschechischen Republik geplant ist, der ebenfalls durch ein zinsgünstiges Darlehen des Staates finanziert werden soll, zumindest für die Dauer des Baus des Blocks.
Quelle:
https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... a-byt-v-cr
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Regierung berät über die Erhöhung der Ausgaben für erneuerbare Energien um 20 Milliarden Kronen in diesem Jahr
19 März 2025, oenergetice,cz
CTK
Die Regierung wird heute über eine Erhöhung der Ausgaben für geförderte Energiequellen um rund 20 Milliarden auf insgesamt 28,57 Milliarden Kronen beraten. Der Staat soll dafür vor allem Gelder aus Haushaltsreserven und nicht ausgegebene Ausgaben verwenden, sagte Marek Vosahlik, Sprecher des Ministeriums für Industrie und Handel heute gegenüber der CTK-Agentur. Auch Finanzminister Zbynek Stanjura (ODS) wird den Vorschlag des Industrieministeriums unterstützen, da er das geplante Defizit im Staatshaushalt nicht erhöhen wird, so der Minister.
Der Staat zahlt seit dem Jahr 2006 Subventionen für die geförderten Energiequellen und hat bis zum Jahr 2023 insgesamt über 538 Milliarden Kronen daran ausgezahlt. Weitere Hunderte von Milliarden haben die Stromverbraucher mit ihren Zahlungen für die Stromversorgung gezahlt; nach Berechnungen des XTB-Analysten Jiří Tylecek waren dies rund 364 Milliarden Kronen ohne Mehrwertsteuer.
"Es handelt sich um einen Vorschlag, die Mittel für die erwartete Deckung der Kosten der Betriebsunterstützung aus den geförderten Energiequellen für das Jahr 2025 auf 28,57 Mrd. Kronen zu erhöhen und gleichzeitig sechs Mrd. Kronen aus der Haushaltsreserve bereitzustellen. Im Falle einer Genehmigung wird die Finanzierung aus der genannten Reserve, den bereits zugewiesenen und dem Industrieministerium zur Verfügung stehenden Mitteln und den nicht ausgegebenen Mitteln des Ministeriums gedeckt", sagte Vosahlik zum Vorschlag des Ministeriums.
Im vergangenen Herbst beschloss die Regierung, in diesem Jahr 8,5 Mrd. Kronen aus dem Staatshaushalt bereitzustellen, was der gleichen Summe wie im vergangenen Jahr entsprechen würde. Ursprünglich hatte das Ministerium für Industrie und Handel mit 31,2 Mrd. Kronen für das Jahr 2025 nach den geltenden Regeln gerechnet. Die Regierung plante jedoch, die Kosten des Staates für die Förderung erneuerbarer Energiequellen zu senken, indem sie beispielsweise die Rentabilität ihres Betriebs besser bewertet und die Kontrollen verschärft.
Nun zeigt sich jedoch, dass der ursprünglich für erneuerbare Energien ausgegebene Betrag in diesem Jahr nicht ausreichen wird. Der Vorschlag des Industrieministeiums wird vom Finanzministerium unterstützt. Laut Stanjura wird dies das geplante Defizit im Staatshaushalt für dieses Jahr nicht gefährden. "Es gilt, was jedes Jahr gilt. Es sind Ausgaben geplant, aber einige davon werden nicht umgesetzt. Der Betrag ist hoch, etwa hundert Milliarden Kronen jedes Jahr. Die gleiche Situation wird auch im Jahr 2025 eintreten. Also ja, wir werden das für 2025 geplante Haushaltsdefizit beibehalten", sagte Stanjura.
In diesem Jahr hat die Abgeordnetenkammer eine Änderung des Energiegesetzes verabschiedet, die unter anderem neue Anforderungen für Betreiber von inländischen Solarenergiequellen einführt. Solarkraftwerke mit einer Leistung von mehr als 30 Kilowatt, die in den Jahren 2009 und 2010 in Betrieb genommen werden, unterliegen nun einer individuellen Wirtschaftlichkeitsprüfung. Stanjura hatte sich von der Novelle eine Kostenreduzierung erhofft.
"Es stimmt nicht, dass es keine Einsparungen geben wird. Wir haben ein neues Gesetz verabschiedet, wir denken, dass sicherlich einige Mittel eingespart werden können. Das Gesetz war nicht nur auf das Jahr 2025, sondern auch auf den Zeitraum bis zum Jahr 2030 ausgerichtet, die Einsparungen können sich in anderen Haushalten niederschlagen", sagte Stanjura.
Andererseits wurde die Novelle von Vertretern der Solarindustrie kritisiert, da sie die weitere Entwicklung der erneuerbaren Energien in der Tschechischen Republik gefährde und das Vertrauen der Investoren schwäche. Nach Angaben des Solarverbandes bereiten einige ausländische Investoren bereits eine Klage gegen den Staat vor einem internationalen Schiedsgericht wegen der geänderten Bedingungen vor.
Quelle: https://oenergetice.cz/obnovitelne-zdro ... iard-korun
/gr/
Schweden: EU muss Energiesicherheit gewährleisten, Atomkraft kann helfen
19 März 2025, oenergetice.cz
Eduard Majling
Die Europäische Kommission sollte die Voraussetzungen schaffen, um die Energieunabhängigkeit Europas zu gewährleisten, sagte Schwedens Energie- und Industrieministerin. Neue Grundlastquellen, einschließlich Kernkraftwerke, sollten dazu beitragen, sagte sie. Die Ministerin hat wiederholt kritisiert, dass sich Europa zu sehr auf erneuerbare Energiequellen konzentriert.
Auch wenn die Energiekrise allmählich abgeklungen ist, bleiben die Erdgas- und Strompreise in Europa volatil. Starke Preisschwankungen sind vor allem auf den kurzfristigen Märkten zu beobachten, die von der schwankenden Produktion der erneuerbaren Energien beeinflusst werden. Angesichts des allmählichen Rückgangs der konventionellen Energie in vielen europäischen Ländern können die Strompreise in Zeiten geringer Wind- und Solarproduktion in schwindelerregende Höhen steigen.
Im Zuge der Energiekrise haben einige europäische Regierungen begonnen, ihre Haltung zur Kernenergie zu überdenken. Ein Beispiel dafür ist Schweden, das über umfangreiche Erfahrungen mit der Kernenergie verfügt.
Quelle: https://oenergetice.cz/zahranicni/sveds ... ze-i-jadro
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
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Auswahl von Zeitungsartikeln aus Tschechien aus dem Energiesektor vom 21.3.2025:
Der Oberste Gerichtshof wies die Eisenbahnverwaltung in einem Streit über nicht abgenommenen Strom ab und kam der Firma CEZ entgegen
21.3.2025 oenergetice.cz CTK
Thema: Gesetzgebung der Tschechischen Republik
Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat die Berufung der Eisenbahnverwaltung gegen ein Urteil zurückgewiesen, wonach CEZ Prodej/Verkauf Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von fast 727 Millionen Kronen zuzüglich Zinsen für nicht abgeholten Bahnstrom hat. Andererseits gab das Gericht der Berufung von CEZ Prodej teilweise statt und wies das Oberste Gericht in Prag an, sich mit dem Rest der Forderung, d.h. dem Betrag von rund 130 Mio. Kronen, zu befassen. Die Agentur CTK erfuhr dies von der Amtstafel, wo das Urteil vorübergehend verfügbar ist.
Das Oberste Gericht hat die Schadensersatzforderung von CEZ Prodej zwar anerkannt, den Betrag aber um etwa 15 Prozent gekürzt. Es kam zu dem Schluss, dass der Vertrag zwischen den beiden Unternehmen eine Korrektur von bis zu 15 Prozent der entnommenen Energiemenge zulässt. Die Parteien waren sich jedoch uneinig über die Auslegung des Vertrages. Der Oberste Gerichtshof sollte daher nun die tatsächliche Absicht, d. h. die Absichten der Parteien, genauer untersuchen.
"Auch die im Vertrag festgehaltene Sprache selbst wurde nicht einer angemessenen sprachlichen, systematischen und logischen Auslegung unterzogen. Er hat daher die sich aus der Rechtsprechung ergebenden Anforderungen nicht erfüllt und seine rechtliche Beurteilung ist daher unrichtig", heißt es in der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, der bereits im Jahre 2023 dem Antrag der Eisenbahnverwaltung auf Aussetzung der Vollstreckung des Urteils zumindest in dem Teil stattgegeben hat, in dem es um die Hunderttausende Kronen an Zinsen geht.
Es hat nun aber zwei Dutzend Rechtsfragen zurückgewiesen, die in der Berufung der Bahnverwaltung aufgeworfen wurden.
Die vertraglich vereinbarte Leistung sollte allen Beförderern auf der Schiene dienen. In den Jahren 2010 und 2011 hat die Bahnverwaltung jedoch deutlich weniger Strom abgenommen, als sie ursprünglich zugesagt hatte. In der Zwischenzeit wurde die Gesetzgebung dahingehend geändert, dass die Verkehrsunternehmen den Strom direkt kaufen können. Nach den damals geltenden Preisen war dies sogar billiger.
Es folgten jahrelange Streitigkeiten mit CEZ Prodej in mehreren Bereichen. Gerichte aller Ebenen entschieden wiederholt zugunsten des Energieunternehmens, das die geforderten Beträge als entgangene Gewinne betrachtete.
Ende des letzten Jahres wies das Verfassungsgericht die Klage der Eisenbahnverwaltung in einem parallelen Streitfall ab, bei dem es um mehr als 700 Mio. Kronen plus Zinsen ging. Die Eisenbahnverwaltung argumentierte beispielsweise, dass sie, wenn sie der Tschechischen Eisenbahn die unabhängige Stromabnahme gestattete, nur einer neuen rechtlichen Verpflichtung nachkam, die sich aus dem Gesetz und den Durchführungsbestimmungen ergab. In der Beschwerde wurde auch darauf hingewiesen, dass der Vertrag zwischen der Eisenbahnverwaltung und der Firma CEZ Prodej eine einseitige Festlegung des Umfangs des Stromverbrauchs erlaube. Die Verfassungsrichter befanden die Beschwerde als offensichtlich unbegründet.
Quelle: https://oenergetice.cz/elektrina/ns-ve- ... cez-prodej
/gr/
Energieexpedition unterhält Lehrer und Kinder
18.3.2025 Lehrerzeitung / Ucitelske noviny Seite 13
Wie kann man den Mathe- und Physikunterricht für die heutigen Social-Media-süchtigen Kinder attraktiver gestalten? Vielleicht durch ein interaktives Lernprogramm, das die Online-Umgebung effektiv nutzt und die SchülerInnen dazu anregt, selbstständig und in Teams zu arbeiten.
Das Projekt "Energieexpedition" ist großartig, weil es uns spielerisch beibringt, wie man Strom und Gas sparen kann. Es beinhaltete interessante Aufgaben zum Energieverbrauch und zu möglichen Einsparungen. Das Beste war die Arbeit in Trainingsfamilien, als wir eine fiktive Wohnung einrichteten und den Jahresverbrauch unseres Haushalts berechneten", so die SchülerInnen der 8. A.Klasse aus der Grundschule Mozartova in Olomouc.
Das Bildungsprogramm Energieexpedition vertieft die Energiekompetenz von Schülern der Klassen 7 bis 9 der Grundschulen. Es ist kostenlos und verwendet interaktive Werkzeuge wie die Online-Expeditionskarte, Arbeitsbücher, Aufkleber und Online-Energierechner, um Kindern die Welt der Energie näher zu bringen. Es ist Teil der Bildungsaktivitäten der Stiftung "Energie hilft" und wird mit finanzieller Unterstützung und dem Branchen-Know-how des tschechischen Energieversorgers CENTROPOL ENERGY durchgeführt.
Die Qualitäten des Programms wurden vom Bildungsministerium und vom Ministerium für Industrie und Handel anerkannt, die im Jahre 2024 die Schirmherrschaft über das Programm übernommen haben. Die Energieexpedition ist auch in den methodischen Materialien auf dem methodischen Portal des Nationalen Pädagogischen Instituts rvp.cz zu finden. Sie kooperiert auch mit der gemeinnützigen Organisation Elixir für Schulen und das Fachwissen wurde von RNDr. Irena Dvorakova, Ph. D., und ihrem Ehemann Doc. RNDr. Leos Dvorak, CSc. zur Verfügung gestellt, die derzeit an der Fakultät für Mathematik und Physik der Karlsuniversität lehren und in ihrem Gebiet führend sind.
"Wir glauben, dass die Energiekompetenz neben der Finanzkompetenz eine immer wichtigere Fähigkeit für alle ist und sein wird. Sie wird auch in Zukunft eines der Hauptthemen in der Gesellschaft sein, wenn es um einen vernünftigen Umgang mit Energie in Bezug auf das Familienbudget und mögliche Einsparungen sowie die Umwelt geht", sagt Lenka Graf, die Gründerin der Stiftung Energie hilft.
Wie funktioniert die Energie-Expedition?
Das Bildungsprogramm ist kostenlos, dauert zwei Monate, ist in zwei Projekttage aufgeteilt und beinhaltet eigenständige Hausaufgaben. Während des gesamten Programms erfüllen die Kinder Aufgaben auf der interaktiven Expeditionskarte, für die sie Punkte erhalten. Am ersten Expeditionstag lernen sie etwas über den Stromverbrauch, was auf einer Rechnung zu lesen ist oder wie man den Haushaltsverbrauch berechnet. Die meiste Zeit des Tages arbeiten sie in Gruppen, um Haushalte zu simulieren.
Es folgt eine achtwöchige Hauserkundung, in der die SchülerInnen selbstständig spielerische Aufgaben lösen, praktische Beispiele berechnen und, wiederum in Gruppen, ein kurzes Video drehen. Alle Aufgaben werden sofort und automatisch in einem interaktiven Online-Kartensystem ausgewertet und bewertet.
Höhepunkt des Programms ist der zweite Expeditionstag, an dem die Kinder ihr erworbenes Wissen überprüfen und gemeinsam das beste Video bewerten, dessen Autoren interessante Preise vom Projektpartner Immax erhalten. Die Energieexpedition endet mit der Bekanntgabe des Gesamtsiegers mit der höchsten Punktzahl und der Verleihung des Hauptpreises.
Bereitstellung von Lehrmaterial
Nach der Anmeldung zum Programm hat der Pädagoge Zugang zum Helpdesk, um sich beraten zu lassen, und erhält vollständige Unterrichtsmaterialien in elektronischer Form: - ein Arbeitsheft für jeden Expeditionstag - einen Grundriss der Trainingswohnung - Geräteaufkleber für die Ausstattung der Trainingswohnung - Interaktive Expeditionskarte, ein Handbuch mit einer kurzen Beschreibung der einzelnen Schritte der Energieexpedition, einschließlich der Ergebnisse der Berechnungen und der Antworten auf die Quizfragen.
Was die TeilnehmerInnen denken
Mehr als 70 Schulen in der gesamten Tschechischen Republik nehmen derzeit an der Energieexpedition teil. Das positive Feedback der teilnehmenden Schulen und Pädagogen findet in der Branche und in den öffentlichen Medien Widerhall in Form von Empfehlungen, Austausch von Erfahrungen und Ergebnissen und anderen Reaktionen.
/gr/
Nicht nur Bodenschätze. Auch ein Atomkraftwerk ist attraktiv
21.3.2025 Pravo Lenka Korkova, CTK
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gestern während eines Besuchs in Norwegen bestritten, mit dem Chef des Weißen Hauses, Donald Trump, über den möglichen amerikanischen Besitz des Kernkraftwerks Saporischschja, dem größten Kraftwerk seiner Art in Europa, gesprochen zu haben.
Er sagte, er habe Trump gesagt, dass die Atomanlage nicht funktionieren würde, wenn sie nicht unter ukrainischer Kontrolle stünde. Selenskyj betonte auch, dass es bei dem Telefonat nur um das Kraftwerk Saporischschja ging, das jetzt unter der Kontrolle der russischen Besatzungstruppen steht und alle sechs Reaktoren abgeschaltet sind.
Nach dem Telefonat mit Trump am Mittwoch sagte Selenskyj, die Ukraine führe Gespräche mit den USA über eine mögliche Unterstützung bei der Wiederherstellung des Kernkraftwerks Saporischschja. Laut dem ukrainischen Präsidenten würde sich dadurch die Situation, in der das besetzte Kraftwerk keinen Strom produziert, grundlegend ändern.
"Die Wasserversorgung, das technische Personal und viele andere Schritte werden unternommen, um sicherzustellen, dass in eineinhalb oder zweieinhalb Jahren das Kraftwerk wieder beginnt , das Geld und Strom zu den Menschen wieder zu bringen, das ist meine Vision." sagte Selenskyj.
Die amerikanische Seite veröffentlichte eine etwas andere Interpretation des Gesagten. "Der Präsident Trump sprach auch über die Stromversorgung in der Ukraine und Atomkraftwerke. Er sagte, dass die Vereinigten Staaten bei der Verwaltung dieser Anlagen sehr hilfreich sein könnten – mit ihrem Know-how im Bereich Strom und Versorgungsdientleistungen. Das Eigentum der USA an diesen Kraftwerken wäre der beste Schutz für diese Infrastruktur und die Unterstützung der ukrainischen Energieinfrastruktur", zitierte Sky News eine gemeinsame Erklärung, die von US-Außenminister Marco Rubio und dem Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz auf Trumps Befehl veröffentlicht wurde.
Der Besitz dieser Kraftwerke durch die USA wäre der beste Schutz für die ukrainische Infrastruktur, Quelle: US-Erklärung
/gr/
Trumps neue Ambition: Warum er das größte Atomkraftwerk Europas will
21.3.2025 Seznam Zpravy Katerina Krovakova
Die Eroberung des Kernkraftwerks Saporoschje würde der Ukraine, die mit Angriffen auf ihren Energiesektor konfrontiert ist, einen erheblichen Vorteil verschaffen. Der Verlust der Anlage würde von Russland jedoch wahrscheinlich als Niederlage empfunden. Es würde wahrscheinlich auf die Atomanlage nur dann verzichten, wenn die USA ihm dafür etwas anderes anbieten, schätzen Experten.
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Nachdem monatelang befürchtet wurde, dass das ukrainische Kernkraftwerk Saporoschje zu einem Schauplatz einer nuklearen Katastrophe werden könnte, ist die Diskussion darüber verstummt. Doch in den letzten Tagen ist die Atomanlage wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt.
Nach einem Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch schlug der US-Präsident Donald Trump vor, dass die Vereinigten Staaten im Rahmen eines zwischen Moskau und Kiew ausgehandelten Waffenstillstands die Kontrolle über die ukrainischen Atomanlagen übernehmen könnten.
"Die Vereinigten Staaten könnten beim Betrieb dieser Anlagen mit ihrem Fachwissen in den Bereichen Elektrizität und Energieversorgung sehr hilfreich sein. Das amerikanische Eigentum an diesen Anlagen wäre der beste Schutz für diese Infrastruktur", erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt.
Später milderte Kiew diese Aussagen ab. Selenskyj erklärte, er und der US-Staatschef hätten "nur über ein Kraftwerk gesprochen, das sich unter russischer Besatzung befindet", und meinte damit das Kraftwerk in Saporoshje.
Das Telefonat mit Selenskyj fand statt, nachdem der russische Präsident bei einem Telefongespräch mit Trump zugestimmt hatte, die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine vorübergehend einzustellen. Trump kündigte im Voraus an, dass eines der Hauptthemen des Gesprächs neben dem Territorium auch Kraftwerke sein würden. Keiner der beiden Staatsoberhäupter sagte jedoch später, ob er und Wladimir Putin auch über das Atomkraftwerk Saporischschja gesprochen haben.
Washington signalisierte am Mittwoch, dass sein Interesse über frühere Bemühungen um einen Rohstoff-Deal gegen US-Militärhilfe hinausgeht. "Wir konzentrieren uns jetzt auf ein langfristiges Friedensabkommen", sagte die Sprecherin von Trump. "Wir sind über eine wirtschaftliche Rohstoff-Vereinbarung hinausgegangen", fügte sie hinzu.
Die Verbindung zu Trumps Rohstoff-Deal?
Die New York Times zitiert jedoch ukrainische Quellen, die mit dem Fortschritt der Verhandlungen auf der Achse Kiew-Washington vertraut sind, und vermutet, dass der Rohstoff-Deal einer der Gründe sein könnte, warum das Kernkraftwerk Saporischschja wieder auf dem Tisch liegt.
Schließlich wird für den Abbau und die Verarbeitung der Rohstoffe, zu denen die USA durch das Abkommen Zugang erhalten würden, viel Energie benötigt. Das Kernkraftwerk Saporoschje, das mit seinen sechs Reaktoren das größte seiner Art in Europa ist und in der Nähe mehrerer Vorkommen seltener Metalle liegt, könnte sie produzieren.
Quelle: https://www.seznamzpravy.cz/clanek/zahr ... ici-272183
/gr/
Selenskyj erklärt dem EU-Gipfel: Russland greift den ukrainischen Energiesektor weiter an
20. März 2025 oenergetice.cz
REUTERS
Brüssel, 20. März (Reuters) - Russland greift weiterhin die Energieinfrastruktur der Ukraine an. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut der Agentur AFP den Teilnehmern des heutigen EU-Gipfels in Brüssel. Er sagte, der versprochene 30-tägige Stopp der Moskauer Angriffe auf das ukrainische Energiesystem habe nichts gebracht. Er forderte den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, seine Versprechen einzuhalten. Die EU-Länder wurden durch den ukrainischen Präsidenten außerdem aufgefördert, fünf Milliarden Euro (etwa 125 Milliarden Kronen) für den Kauf von Artilleriemunition zu bewilligen.
Nach einem Telefongespräch zwischen dem US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag hat Moskau nach eigenen Angaben eine Einstellung der Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor angeordnet.
"Es hat sich nichts geändert", betonte Selenskyj.
Er nahm aus der Ferne an dem EU-Gipfeltreffen teil und sprach mit den EU-Staats- und Regierungschefs, die in Brüssel tagten. Er sagte, das russische Militär habe am Mittwochabend einen neuen Angriff auf die ukrainische Energieinfrastruktur gestartet. "Wir in der Ukraine sind jeden Tag und jede Nacht damit konfrontiert", sagte Selenskyj gegenüber der Agentur AFP.
"Putin muss aufhören, unnötige Forderungen zu stellen, die den Krieg nur verlängern, und anfangen zu erfüllen, was er der Welt versprochen hat", sagte Selenskyj weiter.
Er forderte die Europäische Union auf, die gegen Russland wegen des Krieges verhängten Sanktionen so lange aufrechtzuerhalten, bis die russische Armee mit dem Rückzug aus dem ukrainischen Hoheitsgebiet beginnt und bis Russland "den durch seine Aggression verursachten Schaden in vollem Umfang ersetzt."
Quelle: https://oenergetice.cz/zahranicni/rusko ... summitu-eu
/gr/
Selenskyj lehnt Diskussion über Eigentumsverhältnisse an Atomkraftwerken in der Ukraine ab, Trump schlug vor, sie durch die USA zu übernehmen
20.03.2025 hnonline.sk, energyhub.eu
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Donnerstag ausgeschlossen, über das Eigentum an dem besetzten Kernkraftwerk Saporischschja zu sprechen, das auf Vorschlag von US-Präsident Donald Trump von Washington übernommen werden könnte. Dieses Kraftwerk befindet sich bei der Stadt Enerhodar in den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine. Das berichtete die Agentur AFP.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113293 ... vzatie-usa
/gr/
Südkorea stellt Containerschiff mit modularem Reaktor vor
20. März 2025 oenergetice.cz
Jiri Salavec
Ein südkoreanisches Unternehmen hat ein Modell eines Containerschiffs vorgestellt, das mit einem kleinen modularen Kernreaktor (SMR) angetrieben wird. Der neue Antrieb soll den Kohlenstoff-Fußabdruck der Containerschifffahrt verringern. Die Schifffahrtsindustrie verbraucht weltweit rund 350 Millionen Tonnen fossile Brennstoffe pro Jahr und ist für etwa 3 % der weltweiten Kohlenstoffemissionen verantwortlich.
Korea Shipbuilding & Offshore Engineering (HD KSOE) aus Südkorea stellte auf dem US-Gipfel im Februar das Modell eines Containerschiffs vor, das mit einem kleinen modularen Reaktor angetrieben wird. Das Schiff soll 15.000 TEU (20-Fuß-Container) transportieren können.
"HD KSOE verstärkt die Zusammenarbeit nicht nur mit den großen Klassifikationsgesellschaften, sondern auch mit internationalen Regulierungsbehörden, um die für die Kommerzialisierung von Schiffen mit Nuklearantrieb erforderlichen internationalen Vorschriften zu entwickeln", sagte Park Sangmin, Forschungsleiter bei HD KSOE.
Nach Angaben von HD KSOE zeichnet sich das neu eingeführte Modell durch erhöhte Wirtschaftlichkeit und Sicherheit aus. Im Gegensatz zu konventionellen Schiffen benötigen nuklearbetriebene Schiffe keine Abgassysteme oder Treibstofftanks. So konnte das Unternehmen den Raum, der normalerweise von der Maschinenraumausrüstung beansprucht wird, für die Unterbringung zusätzlicher Container optimieren und so die Wirtschaftlichkeit erhöhen.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... -reaktorem
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
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E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
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Der Oberste Gerichtshof wies die Eisenbahnverwaltung in einem Streit über nicht abgenommenen Strom ab und kam der Firma CEZ entgegen
21.3.2025 oenergetice.cz CTK
Thema: Gesetzgebung der Tschechischen Republik
Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat die Berufung der Eisenbahnverwaltung gegen ein Urteil zurückgewiesen, wonach CEZ Prodej/Verkauf Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von fast 727 Millionen Kronen zuzüglich Zinsen für nicht abgeholten Bahnstrom hat. Andererseits gab das Gericht der Berufung von CEZ Prodej teilweise statt und wies das Oberste Gericht in Prag an, sich mit dem Rest der Forderung, d.h. dem Betrag von rund 130 Mio. Kronen, zu befassen. Die Agentur CTK erfuhr dies von der Amtstafel, wo das Urteil vorübergehend verfügbar ist.
Das Oberste Gericht hat die Schadensersatzforderung von CEZ Prodej zwar anerkannt, den Betrag aber um etwa 15 Prozent gekürzt. Es kam zu dem Schluss, dass der Vertrag zwischen den beiden Unternehmen eine Korrektur von bis zu 15 Prozent der entnommenen Energiemenge zulässt. Die Parteien waren sich jedoch uneinig über die Auslegung des Vertrages. Der Oberste Gerichtshof sollte daher nun die tatsächliche Absicht, d. h. die Absichten der Parteien, genauer untersuchen.
"Auch die im Vertrag festgehaltene Sprache selbst wurde nicht einer angemessenen sprachlichen, systematischen und logischen Auslegung unterzogen. Er hat daher die sich aus der Rechtsprechung ergebenden Anforderungen nicht erfüllt und seine rechtliche Beurteilung ist daher unrichtig", heißt es in der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, der bereits im Jahre 2023 dem Antrag der Eisenbahnverwaltung auf Aussetzung der Vollstreckung des Urteils zumindest in dem Teil stattgegeben hat, in dem es um die Hunderttausende Kronen an Zinsen geht.
Es hat nun aber zwei Dutzend Rechtsfragen zurückgewiesen, die in der Berufung der Bahnverwaltung aufgeworfen wurden.
Die vertraglich vereinbarte Leistung sollte allen Beförderern auf der Schiene dienen. In den Jahren 2010 und 2011 hat die Bahnverwaltung jedoch deutlich weniger Strom abgenommen, als sie ursprünglich zugesagt hatte. In der Zwischenzeit wurde die Gesetzgebung dahingehend geändert, dass die Verkehrsunternehmen den Strom direkt kaufen können. Nach den damals geltenden Preisen war dies sogar billiger.
Es folgten jahrelange Streitigkeiten mit CEZ Prodej in mehreren Bereichen. Gerichte aller Ebenen entschieden wiederholt zugunsten des Energieunternehmens, das die geforderten Beträge als entgangene Gewinne betrachtete.
Ende des letzten Jahres wies das Verfassungsgericht die Klage der Eisenbahnverwaltung in einem parallelen Streitfall ab, bei dem es um mehr als 700 Mio. Kronen plus Zinsen ging. Die Eisenbahnverwaltung argumentierte beispielsweise, dass sie, wenn sie der Tschechischen Eisenbahn die unabhängige Stromabnahme gestattete, nur einer neuen rechtlichen Verpflichtung nachkam, die sich aus dem Gesetz und den Durchführungsbestimmungen ergab. In der Beschwerde wurde auch darauf hingewiesen, dass der Vertrag zwischen der Eisenbahnverwaltung und der Firma CEZ Prodej eine einseitige Festlegung des Umfangs des Stromverbrauchs erlaube. Die Verfassungsrichter befanden die Beschwerde als offensichtlich unbegründet.
Quelle: https://oenergetice.cz/elektrina/ns-ve- ... cez-prodej
/gr/
Energieexpedition unterhält Lehrer und Kinder
18.3.2025 Lehrerzeitung / Ucitelske noviny Seite 13
Wie kann man den Mathe- und Physikunterricht für die heutigen Social-Media-süchtigen Kinder attraktiver gestalten? Vielleicht durch ein interaktives Lernprogramm, das die Online-Umgebung effektiv nutzt und die SchülerInnen dazu anregt, selbstständig und in Teams zu arbeiten.
Das Projekt "Energieexpedition" ist großartig, weil es uns spielerisch beibringt, wie man Strom und Gas sparen kann. Es beinhaltete interessante Aufgaben zum Energieverbrauch und zu möglichen Einsparungen. Das Beste war die Arbeit in Trainingsfamilien, als wir eine fiktive Wohnung einrichteten und den Jahresverbrauch unseres Haushalts berechneten", so die SchülerInnen der 8. A.Klasse aus der Grundschule Mozartova in Olomouc.
Das Bildungsprogramm Energieexpedition vertieft die Energiekompetenz von Schülern der Klassen 7 bis 9 der Grundschulen. Es ist kostenlos und verwendet interaktive Werkzeuge wie die Online-Expeditionskarte, Arbeitsbücher, Aufkleber und Online-Energierechner, um Kindern die Welt der Energie näher zu bringen. Es ist Teil der Bildungsaktivitäten der Stiftung "Energie hilft" und wird mit finanzieller Unterstützung und dem Branchen-Know-how des tschechischen Energieversorgers CENTROPOL ENERGY durchgeführt.
Die Qualitäten des Programms wurden vom Bildungsministerium und vom Ministerium für Industrie und Handel anerkannt, die im Jahre 2024 die Schirmherrschaft über das Programm übernommen haben. Die Energieexpedition ist auch in den methodischen Materialien auf dem methodischen Portal des Nationalen Pädagogischen Instituts rvp.cz zu finden. Sie kooperiert auch mit der gemeinnützigen Organisation Elixir für Schulen und das Fachwissen wurde von RNDr. Irena Dvorakova, Ph. D., und ihrem Ehemann Doc. RNDr. Leos Dvorak, CSc. zur Verfügung gestellt, die derzeit an der Fakultät für Mathematik und Physik der Karlsuniversität lehren und in ihrem Gebiet führend sind.
"Wir glauben, dass die Energiekompetenz neben der Finanzkompetenz eine immer wichtigere Fähigkeit für alle ist und sein wird. Sie wird auch in Zukunft eines der Hauptthemen in der Gesellschaft sein, wenn es um einen vernünftigen Umgang mit Energie in Bezug auf das Familienbudget und mögliche Einsparungen sowie die Umwelt geht", sagt Lenka Graf, die Gründerin der Stiftung Energie hilft.
Wie funktioniert die Energie-Expedition?
Das Bildungsprogramm ist kostenlos, dauert zwei Monate, ist in zwei Projekttage aufgeteilt und beinhaltet eigenständige Hausaufgaben. Während des gesamten Programms erfüllen die Kinder Aufgaben auf der interaktiven Expeditionskarte, für die sie Punkte erhalten. Am ersten Expeditionstag lernen sie etwas über den Stromverbrauch, was auf einer Rechnung zu lesen ist oder wie man den Haushaltsverbrauch berechnet. Die meiste Zeit des Tages arbeiten sie in Gruppen, um Haushalte zu simulieren.
Es folgt eine achtwöchige Hauserkundung, in der die SchülerInnen selbstständig spielerische Aufgaben lösen, praktische Beispiele berechnen und, wiederum in Gruppen, ein kurzes Video drehen. Alle Aufgaben werden sofort und automatisch in einem interaktiven Online-Kartensystem ausgewertet und bewertet.
Höhepunkt des Programms ist der zweite Expeditionstag, an dem die Kinder ihr erworbenes Wissen überprüfen und gemeinsam das beste Video bewerten, dessen Autoren interessante Preise vom Projektpartner Immax erhalten. Die Energieexpedition endet mit der Bekanntgabe des Gesamtsiegers mit der höchsten Punktzahl und der Verleihung des Hauptpreises.
Bereitstellung von Lehrmaterial
Nach der Anmeldung zum Programm hat der Pädagoge Zugang zum Helpdesk, um sich beraten zu lassen, und erhält vollständige Unterrichtsmaterialien in elektronischer Form: - ein Arbeitsheft für jeden Expeditionstag - einen Grundriss der Trainingswohnung - Geräteaufkleber für die Ausstattung der Trainingswohnung - Interaktive Expeditionskarte, ein Handbuch mit einer kurzen Beschreibung der einzelnen Schritte der Energieexpedition, einschließlich der Ergebnisse der Berechnungen und der Antworten auf die Quizfragen.
Was die TeilnehmerInnen denken
Mehr als 70 Schulen in der gesamten Tschechischen Republik nehmen derzeit an der Energieexpedition teil. Das positive Feedback der teilnehmenden Schulen und Pädagogen findet in der Branche und in den öffentlichen Medien Widerhall in Form von Empfehlungen, Austausch von Erfahrungen und Ergebnissen und anderen Reaktionen.
/gr/
Nicht nur Bodenschätze. Auch ein Atomkraftwerk ist attraktiv
21.3.2025 Pravo Lenka Korkova, CTK
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gestern während eines Besuchs in Norwegen bestritten, mit dem Chef des Weißen Hauses, Donald Trump, über den möglichen amerikanischen Besitz des Kernkraftwerks Saporischschja, dem größten Kraftwerk seiner Art in Europa, gesprochen zu haben.
Er sagte, er habe Trump gesagt, dass die Atomanlage nicht funktionieren würde, wenn sie nicht unter ukrainischer Kontrolle stünde. Selenskyj betonte auch, dass es bei dem Telefonat nur um das Kraftwerk Saporischschja ging, das jetzt unter der Kontrolle der russischen Besatzungstruppen steht und alle sechs Reaktoren abgeschaltet sind.
Nach dem Telefonat mit Trump am Mittwoch sagte Selenskyj, die Ukraine führe Gespräche mit den USA über eine mögliche Unterstützung bei der Wiederherstellung des Kernkraftwerks Saporischschja. Laut dem ukrainischen Präsidenten würde sich dadurch die Situation, in der das besetzte Kraftwerk keinen Strom produziert, grundlegend ändern.
"Die Wasserversorgung, das technische Personal und viele andere Schritte werden unternommen, um sicherzustellen, dass in eineinhalb oder zweieinhalb Jahren das Kraftwerk wieder beginnt , das Geld und Strom zu den Menschen wieder zu bringen, das ist meine Vision." sagte Selenskyj.
Die amerikanische Seite veröffentlichte eine etwas andere Interpretation des Gesagten. "Der Präsident Trump sprach auch über die Stromversorgung in der Ukraine und Atomkraftwerke. Er sagte, dass die Vereinigten Staaten bei der Verwaltung dieser Anlagen sehr hilfreich sein könnten – mit ihrem Know-how im Bereich Strom und Versorgungsdientleistungen. Das Eigentum der USA an diesen Kraftwerken wäre der beste Schutz für diese Infrastruktur und die Unterstützung der ukrainischen Energieinfrastruktur", zitierte Sky News eine gemeinsame Erklärung, die von US-Außenminister Marco Rubio und dem Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz auf Trumps Befehl veröffentlicht wurde.
Der Besitz dieser Kraftwerke durch die USA wäre der beste Schutz für die ukrainische Infrastruktur, Quelle: US-Erklärung
/gr/
Trumps neue Ambition: Warum er das größte Atomkraftwerk Europas will
21.3.2025 Seznam Zpravy Katerina Krovakova
Die Eroberung des Kernkraftwerks Saporoschje würde der Ukraine, die mit Angriffen auf ihren Energiesektor konfrontiert ist, einen erheblichen Vorteil verschaffen. Der Verlust der Anlage würde von Russland jedoch wahrscheinlich als Niederlage empfunden. Es würde wahrscheinlich auf die Atomanlage nur dann verzichten, wenn die USA ihm dafür etwas anderes anbieten, schätzen Experten.
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Nachdem monatelang befürchtet wurde, dass das ukrainische Kernkraftwerk Saporoschje zu einem Schauplatz einer nuklearen Katastrophe werden könnte, ist die Diskussion darüber verstummt. Doch in den letzten Tagen ist die Atomanlage wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt.
Nach einem Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch schlug der US-Präsident Donald Trump vor, dass die Vereinigten Staaten im Rahmen eines zwischen Moskau und Kiew ausgehandelten Waffenstillstands die Kontrolle über die ukrainischen Atomanlagen übernehmen könnten.
"Die Vereinigten Staaten könnten beim Betrieb dieser Anlagen mit ihrem Fachwissen in den Bereichen Elektrizität und Energieversorgung sehr hilfreich sein. Das amerikanische Eigentum an diesen Anlagen wäre der beste Schutz für diese Infrastruktur", erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt.
Später milderte Kiew diese Aussagen ab. Selenskyj erklärte, er und der US-Staatschef hätten "nur über ein Kraftwerk gesprochen, das sich unter russischer Besatzung befindet", und meinte damit das Kraftwerk in Saporoshje.
Das Telefonat mit Selenskyj fand statt, nachdem der russische Präsident bei einem Telefongespräch mit Trump zugestimmt hatte, die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine vorübergehend einzustellen. Trump kündigte im Voraus an, dass eines der Hauptthemen des Gesprächs neben dem Territorium auch Kraftwerke sein würden. Keiner der beiden Staatsoberhäupter sagte jedoch später, ob er und Wladimir Putin auch über das Atomkraftwerk Saporischschja gesprochen haben.
Washington signalisierte am Mittwoch, dass sein Interesse über frühere Bemühungen um einen Rohstoff-Deal gegen US-Militärhilfe hinausgeht. "Wir konzentrieren uns jetzt auf ein langfristiges Friedensabkommen", sagte die Sprecherin von Trump. "Wir sind über eine wirtschaftliche Rohstoff-Vereinbarung hinausgegangen", fügte sie hinzu.
Die Verbindung zu Trumps Rohstoff-Deal?
Die New York Times zitiert jedoch ukrainische Quellen, die mit dem Fortschritt der Verhandlungen auf der Achse Kiew-Washington vertraut sind, und vermutet, dass der Rohstoff-Deal einer der Gründe sein könnte, warum das Kernkraftwerk Saporischschja wieder auf dem Tisch liegt.
Schließlich wird für den Abbau und die Verarbeitung der Rohstoffe, zu denen die USA durch das Abkommen Zugang erhalten würden, viel Energie benötigt. Das Kernkraftwerk Saporoschje, das mit seinen sechs Reaktoren das größte seiner Art in Europa ist und in der Nähe mehrerer Vorkommen seltener Metalle liegt, könnte sie produzieren.
Quelle: https://www.seznamzpravy.cz/clanek/zahr ... ici-272183
/gr/
Selenskyj erklärt dem EU-Gipfel: Russland greift den ukrainischen Energiesektor weiter an
20. März 2025 oenergetice.cz
REUTERS
Brüssel, 20. März (Reuters) - Russland greift weiterhin die Energieinfrastruktur der Ukraine an. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut der Agentur AFP den Teilnehmern des heutigen EU-Gipfels in Brüssel. Er sagte, der versprochene 30-tägige Stopp der Moskauer Angriffe auf das ukrainische Energiesystem habe nichts gebracht. Er forderte den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, seine Versprechen einzuhalten. Die EU-Länder wurden durch den ukrainischen Präsidenten außerdem aufgefördert, fünf Milliarden Euro (etwa 125 Milliarden Kronen) für den Kauf von Artilleriemunition zu bewilligen.
Nach einem Telefongespräch zwischen dem US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag hat Moskau nach eigenen Angaben eine Einstellung der Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor angeordnet.
"Es hat sich nichts geändert", betonte Selenskyj.
Er nahm aus der Ferne an dem EU-Gipfeltreffen teil und sprach mit den EU-Staats- und Regierungschefs, die in Brüssel tagten. Er sagte, das russische Militär habe am Mittwochabend einen neuen Angriff auf die ukrainische Energieinfrastruktur gestartet. "Wir in der Ukraine sind jeden Tag und jede Nacht damit konfrontiert", sagte Selenskyj gegenüber der Agentur AFP.
"Putin muss aufhören, unnötige Forderungen zu stellen, die den Krieg nur verlängern, und anfangen zu erfüllen, was er der Welt versprochen hat", sagte Selenskyj weiter.
Er forderte die Europäische Union auf, die gegen Russland wegen des Krieges verhängten Sanktionen so lange aufrechtzuerhalten, bis die russische Armee mit dem Rückzug aus dem ukrainischen Hoheitsgebiet beginnt und bis Russland "den durch seine Aggression verursachten Schaden in vollem Umfang ersetzt."
Quelle: https://oenergetice.cz/zahranicni/rusko ... summitu-eu
/gr/
Selenskyj lehnt Diskussion über Eigentumsverhältnisse an Atomkraftwerken in der Ukraine ab, Trump schlug vor, sie durch die USA zu übernehmen
20.03.2025 hnonline.sk, energyhub.eu
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Donnerstag ausgeschlossen, über das Eigentum an dem besetzten Kernkraftwerk Saporischschja zu sprechen, das auf Vorschlag von US-Präsident Donald Trump von Washington übernommen werden könnte. Dieses Kraftwerk befindet sich bei der Stadt Enerhodar in den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine. Das berichtete die Agentur AFP.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113293 ... vzatie-usa
/gr/
Südkorea stellt Containerschiff mit modularem Reaktor vor
20. März 2025 oenergetice.cz
Jiri Salavec
Ein südkoreanisches Unternehmen hat ein Modell eines Containerschiffs vorgestellt, das mit einem kleinen modularen Kernreaktor (SMR) angetrieben wird. Der neue Antrieb soll den Kohlenstoff-Fußabdruck der Containerschifffahrt verringern. Die Schifffahrtsindustrie verbraucht weltweit rund 350 Millionen Tonnen fossile Brennstoffe pro Jahr und ist für etwa 3 % der weltweiten Kohlenstoffemissionen verantwortlich.
Korea Shipbuilding & Offshore Engineering (HD KSOE) aus Südkorea stellte auf dem US-Gipfel im Februar das Modell eines Containerschiffs vor, das mit einem kleinen modularen Reaktor angetrieben wird. Das Schiff soll 15.000 TEU (20-Fuß-Container) transportieren können.
"HD KSOE verstärkt die Zusammenarbeit nicht nur mit den großen Klassifikationsgesellschaften, sondern auch mit internationalen Regulierungsbehörden, um die für die Kommerzialisierung von Schiffen mit Nuklearantrieb erforderlichen internationalen Vorschriften zu entwickeln", sagte Park Sangmin, Forschungsleiter bei HD KSOE.
Nach Angaben von HD KSOE zeichnet sich das neu eingeführte Modell durch erhöhte Wirtschaftlichkeit und Sicherheit aus. Im Gegensatz zu konventionellen Schiffen benötigen nuklearbetriebene Schiffe keine Abgassysteme oder Treibstofftanks. So konnte das Unternehmen den Raum, der normalerweise von der Maschinenraumausrüstung beansprucht wird, für die Unterbringung zusätzlicher Container optimieren und so die Wirtschaftlichkeit erhöhen.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... -reaktorem
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von Zeitungsartikeln aus Tschechien zur Kernkraft vom 24.3.2025:
Block 4 in Dukovany liefert wegen Reparatur keinen Strom, Block 3 wird abgeschaltet
21. März 2025, oenergetice.cz
CTK
Block 4 im Kernkraftwerk Dukovany liefert keinen Strom, er ist seit dem 13. März wegen Reparaturen an zwei Ventilen im nichtnuklearen Teil der Anlage vom Netz getrennt. Die Stromversorgung sollte im Laufe des Wochenendes, spätestens am Montag, erneuert werden, sagte der Sprecher des Kraftwerks, Jiri Bezdek, heute gegenüber der Agentur CTK. Er sagte, der Block sei nicht abgeschaltet, sondern befinde sich in der so genannten warmen Reserve. Für heute ist geplant, den dritten Block in Dukovany abzuschalten, um einen Teil des Brennstoffs auszutauschen und die Block-Ausrüstung zu warten. Die Abschaltung wird voraussichtlich Anfang Juni beendet werden. Das Kraftwerk hat vier Blöcke.
Es wird erwartet, dass die Operateure den Reaktor des dritten Blocks heute Abend abschalten werden. "Über das Wochenende werden wir den Block abkühlen. Gleichzeitig beenden wir die Arbeiten am vierten Block, der nach der Inbetriebnahme kurzzeitig vom Netz genommen wurde, um zwei Ventile im nichtnuklearen Teil der Anlage zu reparieren und zu überprüfen", sagte Roman Havlin, Direktor des Kraftwerks.
Der geplante Stillstand des vierten Blocks endete am 6. März. Die Notwendigkeit von Reparaturen wurde bei abschließenden Tests nach dem Stillstand festgestellt, sagte der Sprecher.
Der Stillstand von Block 3 ist für 76 Tage geplant. Der tatsächliche Umfang wird von den Energietechnikern nach den Ergebnissen der Tests und Inspektionen festgelegt. Anschließend werden CEZ und die Mitarbeiter von Auftragnehmern 60 Investitionsmaßnahmen in dem stillgelegten Block durchführen und einen Teil des Brennstoffs durch neuen Brennstoff ersetzen.
Die Tschechische Republik verfügt über sechs Nuklearblöcke in zwei Kraftwerken. Das Atomkraftwerk Dukovany lieferte im vergangenen Jahr 14,7 Terawattstunden (TWh) Strom in das Übertragungsnetz, während Temelín 15 TWh Strom produzierte.
Quelle: https://oenergetice.cz/elektrina/v-duko ... ude-3-blok
/gr/
KHNP zieht sich aus dem niederländischen Kernkraftwerksprojekt Borssele zurück
22. März 2025, oenergetice.cz
Autor: Jiri Puchnar
Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP) hat beschlossen, sich aus dem Verfahren zur Auswahl eines Lieferanten für zwei neue Reaktoren am Kernkraftwerksstandort Borssele in den Niederlanden zurückzuziehen. Dieser Schritt folgt auf die jüngste Entscheidung des Unternehmens, sich nicht an ähnlichen Ausschreibungen in Schweden und Slowenien zu beteiligen.
Im Dezember 2021 stellte die niederländische Regierung die Kernkraft in den Mittelpunkt ihrer Klima- und Energiepolitik. Vorläufige Pläne sehen vor, dass um das Jahr 2035 zwei neue Reaktoren mit einer installierten Leistung von jeweils 1.000 bis 1.650 MWe fertiggestellt werden sollen. Diese Reaktoren dürften im Jahr 2035 etwa 9-13 % der niederländischen Stromerzeugung abdecken. Im Dezember 2022 gab die niederländische Regierung bekannt, dass der Standort Borssele für den Bau der Reaktoren am besten geeignet sei.
Machbarkeitsstudie und Zusammenarbeit mit KHNP
KHNP bekam im Dezember 2023 einen Kontrakt für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für den Bau von zwei koreanischen Reaktoren in Borssele. Diese Vereinbarung folgte auf ein Memorandum über die Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie zwischen der südkoreanischen und der niederländischen Regierung.
Ähnliche Vereinbarungen über Durchführbarkeitsstudien wurden auch mit dem französischen Unternehmen EDF und dem amerikanischen Unternehmen Westinghouse geschlossen. Mit den Studien sollte geprüft werden, ob die Auslegung der Reaktoren den niederländischen Rechtsvorschriften entspricht, ob sie für den ausgewählten Standort Borssele geeignet sind und ob eine detaillierte Schätzung der finanziellen Kosten und der Dauer des Baus möglich ist. Die Studien befassten sich auch mit der Bewertung der potenziellen Umweltauswirkungen. Das US-Unternehmen Amentum wurde im November beauftragt, die Studien zu prüfen und die niederländische Regierung zu beraten.
Gründe für den Rückzug von KHNP
„Die Studien sind abgeschlossen, die abschließenden Gespräche haben stattgefunden und die Verträge wurden geschlossen“, erklärte die niederländische Ministerin für Klima und grünes Wachstum, Sophie Hermans, am 17. März in einem Schreiben an das Unterhaus des niederländischen Parlaments.
"Im Rahmen dieser Gespräche hat die koreanische Firma KHNP leider angekündigt, dass sie nicht als Technologielieferant für den Bau neuer Kraftwerke in den Niederlanden auftreten kann. Die Firma KHNP erklärte, sie habe diese Entscheidung aufgrund eigener strategischer Überlegungen getroffen, die nicht die Bedingungen oder die Art des niederländischen Projekts betreffen. Diese Entscheidung folgt ähnlichen Schritten von KHNP in anderen europäischen Ländern wie Schweden und Slowenien", so Hermans weiter.
Auswirkungen auf das Projekt und nächste Schritte
Die Ministerin betonte auch, dass die Entscheidung der Firma KHNP keinen Einfluss auf die Vorbereitung der offenen Ausschreibung haben wird und dass die Vorbereitungen für den Bau der neuen Kernkraftwerke ohne Verzögerung fortgesetzt werden. Westinghouse und EDF haben signalisiert, dass sie an weiteren aktiven Verhandlungen interessiert sind, um ihre Technologien in das niederländische Projekt zu integrieren, sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht.
Die Regierung plant, das Unterhaus Anfang Mai über die Ergebnisse der technischen Machbarkeitsstudien und deren unabhängige Überprüfung zu informieren. "In diesem Schreiben wird die Regierung auch die weiteren Fortschritte bei dem Projekt, einschließlich der Finanzierung, des Projektmanagements und der Verwaltung, darlegen. Außerdem wird sie erläutern, wie das Technologieauswahlverfahren ablaufen wird", sagte Ministerin Hermans.
Europäische Projekte und Streitigkeiten über geistiges Eigentum
Letztes Jahr haben sich Westinghouse, EDF und KHNP auch an der tschechischen Ausschreibung für die Fertigstellung neuer Blöcke im KKW Dukovany beteiligt. KHNP hat die Ausschreibung gewonnen, und der EPC-Vertrag soll bis Ende März unterzeichnet werden. Der Einspruch von EDF und Westinghouse gegen die Entscheidung dürfte die Unterzeichnung des Vertrags nicht beeinträchtigen. Außerdem hat Westinghouse kürzlich seine Stellungnahme zur tschechischen Ausschreibung zurückgezogen.
Kürzlich wurde bekannt gegeben, dass Westinghouse, KHNP und Korea Electric Power Cooperation eine Einigung über Streitigkeiten über geistiges Eigentum erzielt haben, die Gegenstand eines Rechtsstreits in den USA waren. Obwohl die Einzelheiten der Vereinbarung vertraulich sind, erklärten die Unternehmen, dass "die Vereinbarung auch die Voraussetzungen für eine künftige Zusammenarbeit bei neuen Nuklearprojekten in der ganzen Welt schafft.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... y-borssele
/gr/
Block 4 liefert derzeit aufgrund von Reparaturen keinen Strom
22.03.2025 Mlada fronta DNES CTK Seite 12
Dukovany - Im Kernkraftwerk Dukovany liefert Block 4, der seit dem 13. März aufgrund der Reparatur von zwei Ventilen im nicht-nuklearen Teil der Anlage vom Netz genommen wurde, keinen Strom. "Die Stromversorgung wird am Wochenende, spätestens am Montag, wiederhergestellt", sagte Jiri Bezdek, der Sprecher des Kraftwerks, gestern und fügte hinzu, dass der Block nicht abgeschaltet sei, sondern sich in der sogenannten „heißen Reserve“ befinde.
Gestern haben die Energieingenieure planmäßig den dritten Block von Dukovany abgeschaltet, da ein Teil des Kraftstoffs ausgetauscht und die Ausrüstung gewartet werden muss. Diese geplante Block - Betriebspause soll Anfang Juni enden. Das Kraftwerk besteht aus vier Blöcken. "Wir werden Block 3 am Wochenende kühlen. Gleichzeitig schließen wir die Arbeiten an Block 4 ab", sagte Roman Havlín, Direktor des Kraftwerks.
/gr/
Die Hälfte von Dukovany liefert wegen notwendigen Wartungsarbeiten keinen Strom ins Netz
22.03.2025 Mlada fronta DNES CTK Seite 10
Kernenergie - Der Block 4 des Kernkraftwerks Dukovany liefert keinen Strom ins Netz und ist seit dem 13. März aufgrund von Reparaturen an zwei Ventilen im nichtnuklearen Teil des Kraftwerks vom Stromnetz getrennt. Die Stromversorgung sollte über das Wochenende, spätestens am Montag, wiederhergestellt werden. Gestern haben die Energieingenieure planmäßig den dritten Block von Dukovany abgeschaltet, da ein Teil des Kernbrennstoffs ausgetauscht und die Ausrüstung gewartet werden soll,
/gr/
Der Bahnverwaltung droht eine Nachzahlung von Hunderten Millionen an die CEZ zahlen zu müssen
24.03.2025 Hospodarsk noviny Marek Pokorny Seite: 4
Der Eisenbahnverwaltung droht die Rückzahlung von bis zu einer halben Milliarde Kronen für Strom, den sie vor 15 Jahren von CEZ gekauft, aber letztlich nicht abgenommen hat. In der Vergangenheit hat sie bereits mehr als 2,7 Milliarden für diesen nicht abgenommenen Strom gezahlt, einschließlich Zinsen. Der Oberste Gerichtshof hat den Fall jedoch am Donnerstag zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen. Der Grund dafür ist, dass das Oberste Gericht nicht ausreichend begründet hat, warum es den Betrag von über drei Milliarden, den das erstinstanzliche Gericht dem Energieunternehmen vor drei Jahren zugesprochen hatte, reduziert hat.
Der Fall begann Ende des Jahres 2008, als die Eisenbahnverwaltung Strom für die Bahngesellschaft für drei Jahre im Voraus bestellte. Am Ende nahm sie ihn aber nur für ein Jahr ab. Als die Preise nach unten fielen, beschloss die Eisenbahnverwaltung, den Strom für die nächsten Jahre selbst zu kaufen, und zwar fast zum halben Preis. Dabei kam ihnen auch eine Änderung des Energiegesetzes zugute, die es den Verkehrsunternehmen neu erlaubte, Strom direkt zu kaufen, und die Eisenbahnverwaltung wurde verpflichtet, diesen individuell erworbenen Strom an ihr Netz anzuschließen. Bisher war dies nicht möglich, und die Eisenbahn musste den Strom vom Bahnverwalter kaufen.
Daher nahm die Eisenbahnverwaltung in den Jahren 2010 und 2011 nur einen Bruchteil des bei der Firma CEZ bestellten Stroms ab - weniger als zwei Prozent. Das Energieunternehmen reichte daher zwei Klagen ein und verlangte von der Eisenbahnverwaltung die Zahlung entgangener Gewinne - die Differenz zwischen dem Preis, zu dem es im Jahre 2008 Strom bestellt hatte, und dem Preis, zu dem die CEZ ihn anschließend an die Tschechischen Bahnen und andere Verkehrsunternehmen verkaufte. Für das Jahr 2010 handelte es sich 805 Mio. CZK, für das Jahr 2011 858 um Mio. CZK.
Dies ist schon das 16. Jahr, in dem sich die Gerichte mit diesem Fall befassen. Zunächst wiesen sie die Klagen immer wieder mit dem Argument ab, dass höhere Gewalt vorliege, d. h. eine Gesetzesänderung, die es den Unternehmen erlaubte, Strom ohne Zwischenhändler zu kaufen. Doch zweimal verwies der Oberste Gerichtshof den Fall zur erneuten Prüfung zurück.
Beim dritten Mal sprach das Gericht dem Stromversorger praktisch den gesamten geforderten Betrag zu, der sich einschließlich Zinsen auf 3,2 Milliarden für beide Jahre belief. Der Hauptgrund dafür war, dass die Eisenbahnverwaltung zu proaktiv vorgegangen war, indem sie den Verkehrsunternehmen die Möglichkeit gab, sich über virtuelle Entnahmestellen an ihr Netz anzuschließen. Damit habe sie gegen ihre Pflicht zur Schadensverhütung verstoßen.
Das Obere Gericht in Prag reduzierte daraufhin den geforderten Betrag in beiden Fällen um 15 Prozent und wies darauf hin, dass der ursprüngliche Vertrag die Möglichkeit vorsah, den geforderten Betrag um bis zu 15 Prozent nach oben und unten zu "präzisieren". Wegen dieser Kürzung verwies der Oberste Gerichtshof den Fall jedoch zur dritten Verhandlung zurück. Denn das Obere Gericht habe dies nicht ausreichend begründet. "Es hat lediglich seine Vorstellungen über den Inhalt des Vertrages mitgeteilt, ohne seine Schlussfolgerung auf dessen richtige Auslegung zu stützen", sagte er. Er sagte, der Oberste Gerichtshof solle auch prüfen, wie und ob die Eisenbahnverwaltung über die besagte "Klarstellung" informiert habe.
Das Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Donnerstag bezieht sich auf den strittigen Betrag für das Jahr 2011. CEZ hat jedoch auch gegen die genannte Kürzung für das Jahr 2010 Berufung eingelegt. "Darüber hat der Oberste Gerichtshof noch nicht entschieden", sagte der CEZ-Sprecher Ladislav Kriz. Es ist davon auszugehen, dass in der Schwestersache die gleiche Entscheidung getroffen wird.
Nach Angaben ihres Sprechers Dusan Gavenda hat die Eisenbahnverwaltung selbst die Entscheidung noch nicht erhalten und kann sie daher noch nicht kommentieren. "Jegliche Stellungnahme der Eisenbahnverwaltung wird daher erst möglich sein, wenn sie vom Gericht eine schriftliche Kopie des Urteils erhalten hat, die es dann im Detail lesen kann", sagte er.
Während CEZ also noch mehr bekommen kann, hat die Bahnverwaltung die Hoffnung bereits verloren. Ihre Klage, für nicht abgenommenen Strom zahlen zu müssen, wurde vom Verfassungsgericht im vergangenen November abgewiesen.
Seit 16 Jahren beschäftigen sich die Gerichte mit dem Fall des nicht abgenommenen Stroms für die Eisenbahn.
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Cash Only: Das Atomabkommen ist ein Wahlkampftrumpf. Die Regierung braucht die Unterschrift
Autorin: Zuzana Kubatova
24.3.2025 Seznam Zpravy
Nach den Versprechungen der Regierung sollte EDU II aus der CEZ-Gruppe bis Ende März einen Vertrag mit dem koreanischen Unternehmen KHNP über den Bau eines neuen Kernkraftwerks in Dukovany unterzeichnen. Die Unterzeichnung verzögert sich jedoch, und es ist unklar, ob sie rechtzeitig vor den Wahlen abgeschlossen sein wird.
Für die heutige Regierungskoalition ist der Dukovany - Vertrag äußerst wichtig. Die Kernkraft ist in unserem Land populär, die Öffentlichkeit setzt große Hoffnungen in das neue Kernkraftwerk, und die Wähler werden es begrüßen, wenn das Projekt in die Umsetzungsphase kommt. Die Fiala-Regierung hat nicht viele Trümpfe in der Hand, die sie im Wahlkampf ausspielen kann.
Sollte es ihr nicht gelingen, den Vertrag bis zum Ende ihrer Amtszeit auf den Weg zu bringen, so wäre dies ein großzügiges Geschenk an die Opposition. Andrej Babis muss unendlich verlockt sein von der Vorstellung, den Wählern zu versprechen, ein strategisches Projekt zu retten, das seine Vorgänger so verpfuscht haben.
Und so werden in den nächsten Wochen die Lobbyisten und Hinterzimmerakteure aller Interessenparteien zum Zuge kommen. Es ist zu erwarten, dass das Amt für Wettbewerbsschutz, dem eine Beschwerde der französischen Firma EDF vorliegt, die bei der Dukovany-Ausschreibung gescheitert ist (eine vorläufige Maßnahme des Amtes für Wettbewerbsschutz hat die Unterzeichnung bisher verhindert), unter Druck geraten wird. Die Beamten der Europäischen Kommission, die sich ebenfalls mit den französischen Einwänden befassen, stehen sicherlich auch unter demselben Druck. Die Streitigkeiten über den Anteil der tschechischen Lieferungen am Bau von neuen Dukovany - Blöcke und die Einzelheiten der Verträge zwischen CEZ und dem Ministerium für Industrie und Handel gewinnen an Gewicht.
Hinzu kommt das Problem der Notifizierung, d.h. der Genehmigung der öffentlichen Förderung des Projekts durch die Europäische Kommission. Erst vor einer Woche, fast ein Jahr nach dem Urteil, hat die Europäische Kommission den Text der Notifizierungsentscheidung für den ersten neuen Block in Dukovany auf ihrer Website veröffentlicht.
Darin heißt es ausdrücklich: "Die tschechischen Behörden verpflichten sich, dass die Tschechische Republik, falls eine staatliche Beihilfe für die anderen drei Kernkraftwerksblöcke (zusätzlich zum fünften Reaktor am Standort Dukovany) für notwendig erachtet wird, diese Beihilfe bei der Europäischen Kommission anmelden und vor der Umsetzung deren Genehmigung abwarten wird."
Wie Tschechiens Industrieminister Lukas Vlcek kürzlich in einem Interview mit der SZ Byznys bestätigte, hat die Regierung definitiv beschlossen, nicht nur einen, sondern zwei Blöcke in Dukovany bei KHNP zu bestellen, mit einer Option für zwei weitere Reaktoren in Temelin. Kurz vor Weihnachten hat sie ein neues Finanz- und Investorenmodell für den Bau des Kernkraftwerks genehmigt. Das bedeutet, dass vor der Umsetzung eine neue Notifizierungsentscheidung abgewartet werden muss".
Die tschechische Seite hat noch keinen offiziellen Antrag auf eine neue Notifizierung gestellt. Laut Minister Vlcek werden die Verhandlungen "auf Arbeitsebene" geführt. Er behauptet, die fehlende Notifizierung sei kein Problem und CEZ könne den Vertrag mit KHNP unterzeichnen. Er sagt, dass das neue Verfahren in Brüssel weder den Zeitplan des Projekts noch die Wirtschaftlichkeit der Reaktoren beeinflussen wird.
Der neu veröffentlichte Text der Notifizierung von Dukovany 5 zeigt jedoch, wie kompliziert die Verhandlungen mit der Europäischen Kommission waren. Sie dauerten mehr als zwei Jahre, in denen die Tschechische Republik eine Reihe von ursprünglichen Ideen, die Brüssel nicht gefielen, zurücknehmen musste.
Zur Erinnerung - die genehmigte Unterstützung für den neuen Block besteht aus drei Maßnahmen. Erstens erhält die Investorengesellschaft EDU II ein zinsgünstiges Darlehen des Staates, das 100 Prozent der Baukosten abdeckt. Zweitens wird der Staat den Strom aus dem neuen Block 40 Jahre lang zu einem Preis abnehmen, der dem Investor eine Kapitalrendite sichert. Und drittens übernimmt der Staat die Risiken möglicher gesetzlicher oder politischer Änderungen in vollem Umfang.
In der Notifizierungsentscheidung werden alle Aspekte beschrieben, in denen die Tschechische Republik das ursprünglich vorgeschlagene Fördermodell nach den Zweifeln der Europäischen Kommission ändern musste. Zum Beispiel wurde die Dauer der garantierten Stromabnahme durch den Staat um ein Drittel verkürzt, von 60 auf 40 Jahre.
Außerdem wurde der Plan fallen gelassen, dass der tschechische Staat den Strom aus dem neuen Kraftwerk Dukovany zu einem Festpreis zwischen 50 und 60 EUR pro Megawattstunde abnimmt, was das Kraftwerk zu einer Maximierung seiner Leistung motivieren sollte. Stattdessen hat die Tschechische Republik eine Formel zur Berechnung eines variablen Abnahmepreises akzeptiert, der die Schwankungen der Strompreise auf dem Spotmarkt berücksichtigt.
Quelle: https://www.seznamzpravy.cz/clanek/ekon ... uje-272304
/gr/
Block 3 von Dukovany geht in den Stillstand
21.03.2025 energyhub.eu Quelle: CEZ, Jiri Bezdek
Der Block 3 von Dukovany arbeitet im sogenannten Temperatur- und Leistungsmodus. Der Borsäuregehalt im Primärkreislauf ist nahezu null, und für den weiteren Betrieb nutzen die Bblock- Operateure die Reaktivität, die sie durch eine sehr allmähliche Reduzierung der Leistung und der Temperatur erhalten. Die Leistung des Reaktors ist bis Freitag um etwa 0,6 % pro Tag gesunken. Dies dient der Vorbereitung auf die geplante Abschaltung und auch dem effizienten Betrieb - wir haben den Brennstoff voll ausgenutzt.
Die Block - Operateure werden den Reaktor voraussichtlich am Freitagabend bei einer Leistung von etwa 95,2 % abschalten. CEZ und die Mitarbeiter des Auftragnehmers werden dann nicht nur den Brennstoffwechsel, sondern beispielsweise auch 60 Investitionsprojekte während der geplanten Betriebspause durchführen müssen.
"Die Vorbereitungsarbeiten sind bereits im Gange, und wir werden die Kühlung des Blocks über das Wochenende abschließen. Gleichzeitig beenden wir die Arbeiten an Block 4, der nach dem Anfahren kurzzeitig vom Netz genommen wurde, um zwei Ventile im nichtnuklearen Teil der Anlage zu reparieren und zu revidieren", sagt Roman Havlín, Direktor des Kraftwerks Dukovany.
Im Allgemeinen versuchen die AKW-Energietechniker, Wochenenden und Zeiten mit geringerem Verbrauch und höherer Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen für die Abschaltung großer Kernkraftwerke zu nutzen.
"Wir versuchen immer, die Abschaltungen der größten tschechischen Blöcke in Temelin auf Zeiten mit geringerem Verbrauch zu legen, aber gleichzeitig müssen wir die Länge der Brennstoffzyklen sowohl in Temelin als auch in Dukovany berücksichtigen. Gleichzeitig regulieren wir häufig die Leistung, vor allem an Wochenenden am Nachmittag, aufgrund des geringeren Verbrauchs und der höheren Leistung, insbesondere der Photovoltaik", sagte Bohdan Zronek, Mitglied des Verwaltungsrats und Direktor der Kernkraftabteilung bei CEZ.
Nach den vorläufigen Plänen soll der Stillstand des dritten Blocks 76 Tage dauern, wobei der tatsächliche Umfang des laufenden Blockstillstands von den Energietechnikern je nach den Ergebnissen der Tests und Inspektionen festgelegt wird. Der dritte Kraftwerksblock soll Anfang Juni nach der Überprüfung der Armaturen wieder an das Übertragungsnetz angeschlossen werden.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113328 ... o-odstavky
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
Block 4 in Dukovany liefert wegen Reparatur keinen Strom, Block 3 wird abgeschaltet
21. März 2025, oenergetice.cz
CTK
Block 4 im Kernkraftwerk Dukovany liefert keinen Strom, er ist seit dem 13. März wegen Reparaturen an zwei Ventilen im nichtnuklearen Teil der Anlage vom Netz getrennt. Die Stromversorgung sollte im Laufe des Wochenendes, spätestens am Montag, erneuert werden, sagte der Sprecher des Kraftwerks, Jiri Bezdek, heute gegenüber der Agentur CTK. Er sagte, der Block sei nicht abgeschaltet, sondern befinde sich in der so genannten warmen Reserve. Für heute ist geplant, den dritten Block in Dukovany abzuschalten, um einen Teil des Brennstoffs auszutauschen und die Block-Ausrüstung zu warten. Die Abschaltung wird voraussichtlich Anfang Juni beendet werden. Das Kraftwerk hat vier Blöcke.
Es wird erwartet, dass die Operateure den Reaktor des dritten Blocks heute Abend abschalten werden. "Über das Wochenende werden wir den Block abkühlen. Gleichzeitig beenden wir die Arbeiten am vierten Block, der nach der Inbetriebnahme kurzzeitig vom Netz genommen wurde, um zwei Ventile im nichtnuklearen Teil der Anlage zu reparieren und zu überprüfen", sagte Roman Havlin, Direktor des Kraftwerks.
Der geplante Stillstand des vierten Blocks endete am 6. März. Die Notwendigkeit von Reparaturen wurde bei abschließenden Tests nach dem Stillstand festgestellt, sagte der Sprecher.
Der Stillstand von Block 3 ist für 76 Tage geplant. Der tatsächliche Umfang wird von den Energietechnikern nach den Ergebnissen der Tests und Inspektionen festgelegt. Anschließend werden CEZ und die Mitarbeiter von Auftragnehmern 60 Investitionsmaßnahmen in dem stillgelegten Block durchführen und einen Teil des Brennstoffs durch neuen Brennstoff ersetzen.
Die Tschechische Republik verfügt über sechs Nuklearblöcke in zwei Kraftwerken. Das Atomkraftwerk Dukovany lieferte im vergangenen Jahr 14,7 Terawattstunden (TWh) Strom in das Übertragungsnetz, während Temelín 15 TWh Strom produzierte.
Quelle: https://oenergetice.cz/elektrina/v-duko ... ude-3-blok
/gr/
KHNP zieht sich aus dem niederländischen Kernkraftwerksprojekt Borssele zurück
22. März 2025, oenergetice.cz
Autor: Jiri Puchnar
Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP) hat beschlossen, sich aus dem Verfahren zur Auswahl eines Lieferanten für zwei neue Reaktoren am Kernkraftwerksstandort Borssele in den Niederlanden zurückzuziehen. Dieser Schritt folgt auf die jüngste Entscheidung des Unternehmens, sich nicht an ähnlichen Ausschreibungen in Schweden und Slowenien zu beteiligen.
Im Dezember 2021 stellte die niederländische Regierung die Kernkraft in den Mittelpunkt ihrer Klima- und Energiepolitik. Vorläufige Pläne sehen vor, dass um das Jahr 2035 zwei neue Reaktoren mit einer installierten Leistung von jeweils 1.000 bis 1.650 MWe fertiggestellt werden sollen. Diese Reaktoren dürften im Jahr 2035 etwa 9-13 % der niederländischen Stromerzeugung abdecken. Im Dezember 2022 gab die niederländische Regierung bekannt, dass der Standort Borssele für den Bau der Reaktoren am besten geeignet sei.
Machbarkeitsstudie und Zusammenarbeit mit KHNP
KHNP bekam im Dezember 2023 einen Kontrakt für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für den Bau von zwei koreanischen Reaktoren in Borssele. Diese Vereinbarung folgte auf ein Memorandum über die Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie zwischen der südkoreanischen und der niederländischen Regierung.
Ähnliche Vereinbarungen über Durchführbarkeitsstudien wurden auch mit dem französischen Unternehmen EDF und dem amerikanischen Unternehmen Westinghouse geschlossen. Mit den Studien sollte geprüft werden, ob die Auslegung der Reaktoren den niederländischen Rechtsvorschriften entspricht, ob sie für den ausgewählten Standort Borssele geeignet sind und ob eine detaillierte Schätzung der finanziellen Kosten und der Dauer des Baus möglich ist. Die Studien befassten sich auch mit der Bewertung der potenziellen Umweltauswirkungen. Das US-Unternehmen Amentum wurde im November beauftragt, die Studien zu prüfen und die niederländische Regierung zu beraten.
Gründe für den Rückzug von KHNP
„Die Studien sind abgeschlossen, die abschließenden Gespräche haben stattgefunden und die Verträge wurden geschlossen“, erklärte die niederländische Ministerin für Klima und grünes Wachstum, Sophie Hermans, am 17. März in einem Schreiben an das Unterhaus des niederländischen Parlaments.
"Im Rahmen dieser Gespräche hat die koreanische Firma KHNP leider angekündigt, dass sie nicht als Technologielieferant für den Bau neuer Kraftwerke in den Niederlanden auftreten kann. Die Firma KHNP erklärte, sie habe diese Entscheidung aufgrund eigener strategischer Überlegungen getroffen, die nicht die Bedingungen oder die Art des niederländischen Projekts betreffen. Diese Entscheidung folgt ähnlichen Schritten von KHNP in anderen europäischen Ländern wie Schweden und Slowenien", so Hermans weiter.
Auswirkungen auf das Projekt und nächste Schritte
Die Ministerin betonte auch, dass die Entscheidung der Firma KHNP keinen Einfluss auf die Vorbereitung der offenen Ausschreibung haben wird und dass die Vorbereitungen für den Bau der neuen Kernkraftwerke ohne Verzögerung fortgesetzt werden. Westinghouse und EDF haben signalisiert, dass sie an weiteren aktiven Verhandlungen interessiert sind, um ihre Technologien in das niederländische Projekt zu integrieren, sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht.
Die Regierung plant, das Unterhaus Anfang Mai über die Ergebnisse der technischen Machbarkeitsstudien und deren unabhängige Überprüfung zu informieren. "In diesem Schreiben wird die Regierung auch die weiteren Fortschritte bei dem Projekt, einschließlich der Finanzierung, des Projektmanagements und der Verwaltung, darlegen. Außerdem wird sie erläutern, wie das Technologieauswahlverfahren ablaufen wird", sagte Ministerin Hermans.
Europäische Projekte und Streitigkeiten über geistiges Eigentum
Letztes Jahr haben sich Westinghouse, EDF und KHNP auch an der tschechischen Ausschreibung für die Fertigstellung neuer Blöcke im KKW Dukovany beteiligt. KHNP hat die Ausschreibung gewonnen, und der EPC-Vertrag soll bis Ende März unterzeichnet werden. Der Einspruch von EDF und Westinghouse gegen die Entscheidung dürfte die Unterzeichnung des Vertrags nicht beeinträchtigen. Außerdem hat Westinghouse kürzlich seine Stellungnahme zur tschechischen Ausschreibung zurückgezogen.
Kürzlich wurde bekannt gegeben, dass Westinghouse, KHNP und Korea Electric Power Cooperation eine Einigung über Streitigkeiten über geistiges Eigentum erzielt haben, die Gegenstand eines Rechtsstreits in den USA waren. Obwohl die Einzelheiten der Vereinbarung vertraulich sind, erklärten die Unternehmen, dass "die Vereinbarung auch die Voraussetzungen für eine künftige Zusammenarbeit bei neuen Nuklearprojekten in der ganzen Welt schafft.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... y-borssele
/gr/
Block 4 liefert derzeit aufgrund von Reparaturen keinen Strom
22.03.2025 Mlada fronta DNES CTK Seite 12
Dukovany - Im Kernkraftwerk Dukovany liefert Block 4, der seit dem 13. März aufgrund der Reparatur von zwei Ventilen im nicht-nuklearen Teil der Anlage vom Netz genommen wurde, keinen Strom. "Die Stromversorgung wird am Wochenende, spätestens am Montag, wiederhergestellt", sagte Jiri Bezdek, der Sprecher des Kraftwerks, gestern und fügte hinzu, dass der Block nicht abgeschaltet sei, sondern sich in der sogenannten „heißen Reserve“ befinde.
Gestern haben die Energieingenieure planmäßig den dritten Block von Dukovany abgeschaltet, da ein Teil des Kraftstoffs ausgetauscht und die Ausrüstung gewartet werden muss. Diese geplante Block - Betriebspause soll Anfang Juni enden. Das Kraftwerk besteht aus vier Blöcken. "Wir werden Block 3 am Wochenende kühlen. Gleichzeitig schließen wir die Arbeiten an Block 4 ab", sagte Roman Havlín, Direktor des Kraftwerks.
/gr/
Die Hälfte von Dukovany liefert wegen notwendigen Wartungsarbeiten keinen Strom ins Netz
22.03.2025 Mlada fronta DNES CTK Seite 10
Kernenergie - Der Block 4 des Kernkraftwerks Dukovany liefert keinen Strom ins Netz und ist seit dem 13. März aufgrund von Reparaturen an zwei Ventilen im nichtnuklearen Teil des Kraftwerks vom Stromnetz getrennt. Die Stromversorgung sollte über das Wochenende, spätestens am Montag, wiederhergestellt werden. Gestern haben die Energieingenieure planmäßig den dritten Block von Dukovany abgeschaltet, da ein Teil des Kernbrennstoffs ausgetauscht und die Ausrüstung gewartet werden soll,
/gr/
Der Bahnverwaltung droht eine Nachzahlung von Hunderten Millionen an die CEZ zahlen zu müssen
24.03.2025 Hospodarsk noviny Marek Pokorny Seite: 4
Der Eisenbahnverwaltung droht die Rückzahlung von bis zu einer halben Milliarde Kronen für Strom, den sie vor 15 Jahren von CEZ gekauft, aber letztlich nicht abgenommen hat. In der Vergangenheit hat sie bereits mehr als 2,7 Milliarden für diesen nicht abgenommenen Strom gezahlt, einschließlich Zinsen. Der Oberste Gerichtshof hat den Fall jedoch am Donnerstag zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen. Der Grund dafür ist, dass das Oberste Gericht nicht ausreichend begründet hat, warum es den Betrag von über drei Milliarden, den das erstinstanzliche Gericht dem Energieunternehmen vor drei Jahren zugesprochen hatte, reduziert hat.
Der Fall begann Ende des Jahres 2008, als die Eisenbahnverwaltung Strom für die Bahngesellschaft für drei Jahre im Voraus bestellte. Am Ende nahm sie ihn aber nur für ein Jahr ab. Als die Preise nach unten fielen, beschloss die Eisenbahnverwaltung, den Strom für die nächsten Jahre selbst zu kaufen, und zwar fast zum halben Preis. Dabei kam ihnen auch eine Änderung des Energiegesetzes zugute, die es den Verkehrsunternehmen neu erlaubte, Strom direkt zu kaufen, und die Eisenbahnverwaltung wurde verpflichtet, diesen individuell erworbenen Strom an ihr Netz anzuschließen. Bisher war dies nicht möglich, und die Eisenbahn musste den Strom vom Bahnverwalter kaufen.
Daher nahm die Eisenbahnverwaltung in den Jahren 2010 und 2011 nur einen Bruchteil des bei der Firma CEZ bestellten Stroms ab - weniger als zwei Prozent. Das Energieunternehmen reichte daher zwei Klagen ein und verlangte von der Eisenbahnverwaltung die Zahlung entgangener Gewinne - die Differenz zwischen dem Preis, zu dem es im Jahre 2008 Strom bestellt hatte, und dem Preis, zu dem die CEZ ihn anschließend an die Tschechischen Bahnen und andere Verkehrsunternehmen verkaufte. Für das Jahr 2010 handelte es sich 805 Mio. CZK, für das Jahr 2011 858 um Mio. CZK.
Dies ist schon das 16. Jahr, in dem sich die Gerichte mit diesem Fall befassen. Zunächst wiesen sie die Klagen immer wieder mit dem Argument ab, dass höhere Gewalt vorliege, d. h. eine Gesetzesänderung, die es den Unternehmen erlaubte, Strom ohne Zwischenhändler zu kaufen. Doch zweimal verwies der Oberste Gerichtshof den Fall zur erneuten Prüfung zurück.
Beim dritten Mal sprach das Gericht dem Stromversorger praktisch den gesamten geforderten Betrag zu, der sich einschließlich Zinsen auf 3,2 Milliarden für beide Jahre belief. Der Hauptgrund dafür war, dass die Eisenbahnverwaltung zu proaktiv vorgegangen war, indem sie den Verkehrsunternehmen die Möglichkeit gab, sich über virtuelle Entnahmestellen an ihr Netz anzuschließen. Damit habe sie gegen ihre Pflicht zur Schadensverhütung verstoßen.
Das Obere Gericht in Prag reduzierte daraufhin den geforderten Betrag in beiden Fällen um 15 Prozent und wies darauf hin, dass der ursprüngliche Vertrag die Möglichkeit vorsah, den geforderten Betrag um bis zu 15 Prozent nach oben und unten zu "präzisieren". Wegen dieser Kürzung verwies der Oberste Gerichtshof den Fall jedoch zur dritten Verhandlung zurück. Denn das Obere Gericht habe dies nicht ausreichend begründet. "Es hat lediglich seine Vorstellungen über den Inhalt des Vertrages mitgeteilt, ohne seine Schlussfolgerung auf dessen richtige Auslegung zu stützen", sagte er. Er sagte, der Oberste Gerichtshof solle auch prüfen, wie und ob die Eisenbahnverwaltung über die besagte "Klarstellung" informiert habe.
Das Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Donnerstag bezieht sich auf den strittigen Betrag für das Jahr 2011. CEZ hat jedoch auch gegen die genannte Kürzung für das Jahr 2010 Berufung eingelegt. "Darüber hat der Oberste Gerichtshof noch nicht entschieden", sagte der CEZ-Sprecher Ladislav Kriz. Es ist davon auszugehen, dass in der Schwestersache die gleiche Entscheidung getroffen wird.
Nach Angaben ihres Sprechers Dusan Gavenda hat die Eisenbahnverwaltung selbst die Entscheidung noch nicht erhalten und kann sie daher noch nicht kommentieren. "Jegliche Stellungnahme der Eisenbahnverwaltung wird daher erst möglich sein, wenn sie vom Gericht eine schriftliche Kopie des Urteils erhalten hat, die es dann im Detail lesen kann", sagte er.
Während CEZ also noch mehr bekommen kann, hat die Bahnverwaltung die Hoffnung bereits verloren. Ihre Klage, für nicht abgenommenen Strom zahlen zu müssen, wurde vom Verfassungsgericht im vergangenen November abgewiesen.
Seit 16 Jahren beschäftigen sich die Gerichte mit dem Fall des nicht abgenommenen Stroms für die Eisenbahn.
/gr/
Cash Only: Das Atomabkommen ist ein Wahlkampftrumpf. Die Regierung braucht die Unterschrift
Autorin: Zuzana Kubatova
24.3.2025 Seznam Zpravy
Nach den Versprechungen der Regierung sollte EDU II aus der CEZ-Gruppe bis Ende März einen Vertrag mit dem koreanischen Unternehmen KHNP über den Bau eines neuen Kernkraftwerks in Dukovany unterzeichnen. Die Unterzeichnung verzögert sich jedoch, und es ist unklar, ob sie rechtzeitig vor den Wahlen abgeschlossen sein wird.
Für die heutige Regierungskoalition ist der Dukovany - Vertrag äußerst wichtig. Die Kernkraft ist in unserem Land populär, die Öffentlichkeit setzt große Hoffnungen in das neue Kernkraftwerk, und die Wähler werden es begrüßen, wenn das Projekt in die Umsetzungsphase kommt. Die Fiala-Regierung hat nicht viele Trümpfe in der Hand, die sie im Wahlkampf ausspielen kann.
Sollte es ihr nicht gelingen, den Vertrag bis zum Ende ihrer Amtszeit auf den Weg zu bringen, so wäre dies ein großzügiges Geschenk an die Opposition. Andrej Babis muss unendlich verlockt sein von der Vorstellung, den Wählern zu versprechen, ein strategisches Projekt zu retten, das seine Vorgänger so verpfuscht haben.
Und so werden in den nächsten Wochen die Lobbyisten und Hinterzimmerakteure aller Interessenparteien zum Zuge kommen. Es ist zu erwarten, dass das Amt für Wettbewerbsschutz, dem eine Beschwerde der französischen Firma EDF vorliegt, die bei der Dukovany-Ausschreibung gescheitert ist (eine vorläufige Maßnahme des Amtes für Wettbewerbsschutz hat die Unterzeichnung bisher verhindert), unter Druck geraten wird. Die Beamten der Europäischen Kommission, die sich ebenfalls mit den französischen Einwänden befassen, stehen sicherlich auch unter demselben Druck. Die Streitigkeiten über den Anteil der tschechischen Lieferungen am Bau von neuen Dukovany - Blöcke und die Einzelheiten der Verträge zwischen CEZ und dem Ministerium für Industrie und Handel gewinnen an Gewicht.
Hinzu kommt das Problem der Notifizierung, d.h. der Genehmigung der öffentlichen Förderung des Projekts durch die Europäische Kommission. Erst vor einer Woche, fast ein Jahr nach dem Urteil, hat die Europäische Kommission den Text der Notifizierungsentscheidung für den ersten neuen Block in Dukovany auf ihrer Website veröffentlicht.
Darin heißt es ausdrücklich: "Die tschechischen Behörden verpflichten sich, dass die Tschechische Republik, falls eine staatliche Beihilfe für die anderen drei Kernkraftwerksblöcke (zusätzlich zum fünften Reaktor am Standort Dukovany) für notwendig erachtet wird, diese Beihilfe bei der Europäischen Kommission anmelden und vor der Umsetzung deren Genehmigung abwarten wird."
Wie Tschechiens Industrieminister Lukas Vlcek kürzlich in einem Interview mit der SZ Byznys bestätigte, hat die Regierung definitiv beschlossen, nicht nur einen, sondern zwei Blöcke in Dukovany bei KHNP zu bestellen, mit einer Option für zwei weitere Reaktoren in Temelin. Kurz vor Weihnachten hat sie ein neues Finanz- und Investorenmodell für den Bau des Kernkraftwerks genehmigt. Das bedeutet, dass vor der Umsetzung eine neue Notifizierungsentscheidung abgewartet werden muss".
Die tschechische Seite hat noch keinen offiziellen Antrag auf eine neue Notifizierung gestellt. Laut Minister Vlcek werden die Verhandlungen "auf Arbeitsebene" geführt. Er behauptet, die fehlende Notifizierung sei kein Problem und CEZ könne den Vertrag mit KHNP unterzeichnen. Er sagt, dass das neue Verfahren in Brüssel weder den Zeitplan des Projekts noch die Wirtschaftlichkeit der Reaktoren beeinflussen wird.
Der neu veröffentlichte Text der Notifizierung von Dukovany 5 zeigt jedoch, wie kompliziert die Verhandlungen mit der Europäischen Kommission waren. Sie dauerten mehr als zwei Jahre, in denen die Tschechische Republik eine Reihe von ursprünglichen Ideen, die Brüssel nicht gefielen, zurücknehmen musste.
Zur Erinnerung - die genehmigte Unterstützung für den neuen Block besteht aus drei Maßnahmen. Erstens erhält die Investorengesellschaft EDU II ein zinsgünstiges Darlehen des Staates, das 100 Prozent der Baukosten abdeckt. Zweitens wird der Staat den Strom aus dem neuen Block 40 Jahre lang zu einem Preis abnehmen, der dem Investor eine Kapitalrendite sichert. Und drittens übernimmt der Staat die Risiken möglicher gesetzlicher oder politischer Änderungen in vollem Umfang.
In der Notifizierungsentscheidung werden alle Aspekte beschrieben, in denen die Tschechische Republik das ursprünglich vorgeschlagene Fördermodell nach den Zweifeln der Europäischen Kommission ändern musste. Zum Beispiel wurde die Dauer der garantierten Stromabnahme durch den Staat um ein Drittel verkürzt, von 60 auf 40 Jahre.
Außerdem wurde der Plan fallen gelassen, dass der tschechische Staat den Strom aus dem neuen Kraftwerk Dukovany zu einem Festpreis zwischen 50 und 60 EUR pro Megawattstunde abnimmt, was das Kraftwerk zu einer Maximierung seiner Leistung motivieren sollte. Stattdessen hat die Tschechische Republik eine Formel zur Berechnung eines variablen Abnahmepreises akzeptiert, der die Schwankungen der Strompreise auf dem Spotmarkt berücksichtigt.
Quelle: https://www.seznamzpravy.cz/clanek/ekon ... uje-272304
/gr/
Block 3 von Dukovany geht in den Stillstand
21.03.2025 energyhub.eu Quelle: CEZ, Jiri Bezdek
Der Block 3 von Dukovany arbeitet im sogenannten Temperatur- und Leistungsmodus. Der Borsäuregehalt im Primärkreislauf ist nahezu null, und für den weiteren Betrieb nutzen die Bblock- Operateure die Reaktivität, die sie durch eine sehr allmähliche Reduzierung der Leistung und der Temperatur erhalten. Die Leistung des Reaktors ist bis Freitag um etwa 0,6 % pro Tag gesunken. Dies dient der Vorbereitung auf die geplante Abschaltung und auch dem effizienten Betrieb - wir haben den Brennstoff voll ausgenutzt.
Die Block - Operateure werden den Reaktor voraussichtlich am Freitagabend bei einer Leistung von etwa 95,2 % abschalten. CEZ und die Mitarbeiter des Auftragnehmers werden dann nicht nur den Brennstoffwechsel, sondern beispielsweise auch 60 Investitionsprojekte während der geplanten Betriebspause durchführen müssen.
"Die Vorbereitungsarbeiten sind bereits im Gange, und wir werden die Kühlung des Blocks über das Wochenende abschließen. Gleichzeitig beenden wir die Arbeiten an Block 4, der nach dem Anfahren kurzzeitig vom Netz genommen wurde, um zwei Ventile im nichtnuklearen Teil der Anlage zu reparieren und zu revidieren", sagt Roman Havlín, Direktor des Kraftwerks Dukovany.
Im Allgemeinen versuchen die AKW-Energietechniker, Wochenenden und Zeiten mit geringerem Verbrauch und höherer Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen für die Abschaltung großer Kernkraftwerke zu nutzen.
"Wir versuchen immer, die Abschaltungen der größten tschechischen Blöcke in Temelin auf Zeiten mit geringerem Verbrauch zu legen, aber gleichzeitig müssen wir die Länge der Brennstoffzyklen sowohl in Temelin als auch in Dukovany berücksichtigen. Gleichzeitig regulieren wir häufig die Leistung, vor allem an Wochenenden am Nachmittag, aufgrund des geringeren Verbrauchs und der höheren Leistung, insbesondere der Photovoltaik", sagte Bohdan Zronek, Mitglied des Verwaltungsrats und Direktor der Kernkraftabteilung bei CEZ.
Nach den vorläufigen Plänen soll der Stillstand des dritten Blocks 76 Tage dauern, wobei der tatsächliche Umfang des laufenden Blockstillstands von den Energietechnikern je nach den Ergebnissen der Tests und Inspektionen festgelegt wird. Der dritte Kraftwerksblock soll Anfang Juni nach der Überprüfung der Armaturen wieder an das Übertragungsnetz angeschlossen werden.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113328 ... o-odstavky
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von relevanten Zeitungsartikeln aus Tschechien zum Thema Atomkraft vom 25.3.2025:
Senat billigte eine schnelle Genehmigung für den Bau von Atomkraftwerken
25.3.2025 Technicky tydenik /Technische Wochenzeitung/ Seite 2
Die Atomgesetz - Änderung ist von entscheidender Bedeutung für die Umstellung von umweltschädlichen Strom- und Wärmequellen auf solche, mit denen unser Energiemix langfristig gesichert werden kann.
Die Genehmigung für den Bau neuer Kernkraftwerke, einschließlich kleiner modularer Reaktoren, in der Tschechischen Republik sollte einfacher und schneller erfolgen. Der rechtliche Rahmen für die Kernenergie sollte für die Einführung neuer Technologien bereit sein. Dies ist in der von der Regierung vorgeschlagenen Änderung des Atomgesetzes vorgesehen, die vom Senat gebilligt wurde. Sie wird jetzt dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt.
Nach den derzeitigen Plänen des Staates soll die Kernenergie neben den erneuerbaren Energiequellen die Hauptquelle des tschechischen Energiemixes sein. Der Staat bereitet daher den Bau neuer Reaktoren und kleiner modularer Blöcke vor. Die Änderungen im Gesetz zielen in erster Linie darauf ab, den Regelungsaufwand bei der Überprüfung von Bauvorhaben durch die staatliche Verwaltung zu verringern. Es handelt sich hauptsächlich um technische Änderungen. Nach Angaben der Regierung sah das bestehende Gesetz beispielsweise kleine modulare Reaktoren bisher nicht vor. Außerdem wird es ab jetzt möglich sein, das Staatsamt für nukleare Sicherheit (SUJB) um Vorabinformationen zur Bewertung von Anträgen zu bitten. Außerdem werden Ausnahmen von den Anforderungen des Gesetzes möglich sein.
Mit der Änderung wird als eines der neuen Institute ein Ersuchen um Vorabinformationen an SUJB eingeführt. Damit soll eine Klärung oder Konsultation über die Art und Weise, wie die Behörde entscheiden wird, beantragt werden. Die Regierung begründet diese Neuerung damit, dass das schnelle Aufkommen neuer Technologien eine Reihe von technischen und technologischen Unsicherheiten mit sich bringt. Es ist daher notwendig, dass vor dem jeweiligen Verfahren geklärt werden kann, ob die Informationen, Unterlagen, Technologien und Einrichtungen geeignet sind. Die Behörde gibt dann an, ob sie z. B. zusätzliche Bedingungen verlangt oder auf welcher Grundlage sie den Antrag beurteilt.
Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, eine Ausnahme von den Anforderungen des Gesetzes durch eine Entscheidung der SUJB zu genehmigen. Das Gesetz sieht bereits einige Ausnahmen vor: die Möglichkeit, die Kategorie des Arbeitsplatzes oder die Quelle der ionisierenden Strahlung zu ändern. Ein Antrag an die Behörde muss die entsprechenden Gründe angeben und die im Gesetz festgelegten Voraussetzungen erfüllen. Die Regierung begründet die Notwendigkeit einer Ausnahmeregelung mit der sehr schnellen Entwicklung neuer Technologien, deren genaue Parameter nicht bekannt sind, da sie sich noch in der Entwicklung befinden.
Nach Angaben der Regierung beruht die Änderung auf den Erfahrungen mit der Funktionsweise des neuen Atomgesetzes. Einige Vorgehensweisen könnten nach Ansicht des Kabinetts effizienter gestaltet werden.
Mit der Verabschiedung der Atomgesetz - Novelle akzeptierte das Abgeordnetenhaus den Änderungsantrag eines Abgeordneten und senkte die Obergrenze für die Gebühren, die an die Verwaltung für die Endlagerung radioaktiver Abfälle SURAO zu zahlen sind. Demnach sollen Kernkraftwerke maximal 120 CZK/MWh und Kernforschungseinrichtungen oder Kernkraft-Heizungsanlagen 80 CZK/MWh zahlen. Die Abgeordneten begründeten ihren Vorschlag für eine Senkung damit, dass die vorgeschlagene Gebührenerhöhung für einen Steuerzahler, der ein Kernkraftwerk betreibt, nicht akzeptabel sei.
Nach Angaben der Regierung basiert die Gesetz - Änderung auf den Erfahrungen mit dem Funktionieren des neuen Atomgesetzes aus dem Jahr 2017. Einige Vorgehensweisen könnten effektiver gestaltet werden, meint das Kabinett. Die Anpassungen sollen demnach vor allem den Regelungsaufwand bei der Prüfung von Bauvorhaben durch die Staatsverwaltung verringern. Es handelt sich vor allem um technische Änderungen. Das aktuelle Atomgesetz ist seit dem 1. Januar 2017 in Kraft. Es regelt die friedliche Nutzung von Kernenergie und ionisierender Strahlung und deckt alle Teile des Lebenszyklus von kerntechnischen Anlagen von der Wiege bis zur Bahre ab.
/gr/
30, 50, 60... Wie viel Prozent des Projekts Dukovany werden an tschechische Unternehmen gehen
24.3.2025
Seznam Zpravy
Autorin: Sofie Kryzova
Tschechische Unternehmen wollen am Projekt Dukovany mitmachen. Es ist fast klar, dass der Sekundärkreislauf in der Tschechischen Republik bleiben wird. Und über viele andere Lieferungen wird in den kommenden Jahren entschieden werden. Die tschechische Beteiligung an anderen KHNP-Projekten in Europa ist aber sehr unsicher.
Eine ausreichende Beteiligung tschechischer Unternehmen am Bau neuer AKW-Blöcke ist sowohl für den Staat als auch für die Vertreter der lokalen Industrie eine unüberwindbare „rote Linie“ in dem gigantischen Vertrag. Tschechische Unternehmen, die in der Tschechischen Republik produzieren, Steuer und Versicherung zahlen, sehen den Bau des fünften und sechsten Blocks in Dukovany als große Chance - schließlich wird der Dukovany-Ausbau als Jahrhundertprojekt gehandelt.
Über die Beteiligung tschechischer Unternehmen an dem 200-Milliarden-Kronen-Projekt (der Preis für einen Block ohne Finanzierungskosten) entscheiden Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP), die CEZ-Gruppe und vor allem die tschechischen Unternehmen selbst. Einige von ihnen haben sich den Auftrag bereits so gut wie gesichert, andere werden sich in den nächsten Jahren bei Ausschreibungen, die sich aus dem Projektplan ergeben werden, um die Teilnahme bewerben. Der eigentliche Bau des ersten Blocks soll im Jahre 2029 beginnen, der Probebetrieb im 2036.
Die Analyse des Ministeriums für Industrie und Handel über die Möglichkeiten der Beteiligung der tschechischen Industrie am Bau neuer Kernkraftwerksblöcke geht davon aus, dass eine 50-prozentige Beteiligung einheimischer Unternehmen realistisch ist. Die maximal mögliche Beteiligung der Tschechen liegt bei 70 bis 75 Prozent. Der Analyse zufolge sind diese Zahlen jedoch „als deutlich indikativ“ zu betrachten.
Die meisten Unternehmen haben Erfahrung mit der Belieferung ausländischer und tschechischer Kernkraftwerke, darunter das slowakische Mochovce oder Temelín, das Ende der 1980er Jahre gebaut wurde und seit dem Jahr 2002 in Betrieb ist.
Der Staat und Vertreter der tschechischen Industrie fordern eine 60-prozentige Beteiligung tschechischer Unternehmen, seit die südkoreanische Firma KHNP als bevorzugter Lieferant für beide Blöcke ausgewählt wurde. Und die Koreaner haben wiederholt versichert, dass sie diese Forderung erfüllen werden. Und auch der künftige Betreiber des Kraftwerks, CEZ, rechnet mit diesem Anteil.
„Wir haben von Anfang an mit einer 60-prozentigen Beteiligung tschechischer Unternehmen gerechnet, und ich kann bestätigen, dass diese Erklärung erreichbar ist“, sagte Petr Zavodsky, Generaldirektor von Elektrarna Dukovany II.
Die tschechische Seite will schon jetzt die Beteiligung der heimischen Industrie an dem Riesenprojekt so weit wie möglich sicherstellen. Obwohl das europäische Recht die Verankerung bestimmter Lieferungen im Hauptvertrag zwischen CEZ und KHNP nicht direkt zulässt, gibt es für tschechische Unternehmen andere Möglichkeiten, sich einen Teil des Vertrags zu sichern, bevor der Vertrag unterzeichnet wird.
Ende Februar forderte Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek (STAN) die KHNP auf, mindestens 30 Prozent der Lieferungen noch vor der Unterzeichnung zu sichern, zum Beispiel durch den Abschluss von Verträgen über künftige Aufträge.
Ein Teil der versprochene 30 Prozent ist bereits von den Koreanern gelöst worden, die die Lieferung des Sekundärkreislaufs des Kraftwerks an Doosan Skoda Power in Plzen übertragen haben. "Ich bin froh, dass die Idee der Übergabe der Turbineninsel auch von der KHNP-Leitung auf dem Februar-Forum über die tschechisch-koreanische Zusammenarbeit im Nuklearbereich erwähnt wurde. Meiner Meinung nach wird sie einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des geforderten Volumens von 30 % leisten", so Vlcek.
Der Maschinenraum könnte in der Nähe des 20-Prozent-Anteils liegen. "Wir gehen davon aus, dass sein Umfang den gesamten Konstruktionsteil, alle zugehörigen Kontroll- und Steuerungssysteme, die Feldinstrumentierung und die elektrischen Teile, einschließlich aller mechanischen Lieferungen, umfasst. Bisher sind wir in den Verhandlungen noch nicht einmal in die Nähe dieses Anteils gekommen", sagt Josef Perlik, Geschäftsführer der Czech Energy Alliance.
Zwei tschechische Unternehmen, MICo und Chemcomex, könnten auch Lieferungen Sekundärkreislauf liefern. "Da Doosan Skoda Power aus Pilsen einer unserer bestehenden Kunden ist, glauben wir, dass wir die Möglichkeit haben werden, Wärmetauscher wie Kondensatoren, die wir in der Vergangenheit an ihre Turbinen geliefert haben, auch im Falle der neuen Dukovany-Blöcke zu liefern. Ebenso wären wir in der Lage, die Rohrleitungssysteme für den Maschinenraum zu installieren, da wir durch den Ausbau des slowakischen Kernkraftwerks Mochovce über neue Erfahrungen in diesem Bereich verfügen", so Marián Lipovský, Generaldirektor von MICo und Chemcomex.
Bis zur Vertragsunterzeichnung muss die Firma KHNP auch einen klaren Plan vorlegen, wie sie den Rest der versprochenen 60 Prozent der tschechischen Lieferungen erfüllen will. Wer von den Vertretern der heimischen Industrie letztendlich die Milliarden Kronen von Dukovany in die Hand bekommt, wird sich in den nächsten Jahren entscheiden.
„Wir werden Gewissheit haben, ob wir uns an der Lieferung für EDU II beteiligen werden, erst wenn wir zumindest einen Vertrag über den zukünftigen Vertrag unterzeichnet haben, wovon aber nicht einmal konkrete Verhandlungen mit einer der koreanischen Firmen angefangen haben“, sagt Lipovský.
Auch die Preise für die Lieferungen sind nicht bekannt. Zumindest können sie von den potenziellen Lieferanten selbst geschätzt werden. „Die Lieferungen für unsere beiden Unternehmen könnten sich auf mehrere hundert Millionen Kronen belaufen“, fügt Lipovský hinzu.
Laut Lukas Zednik, Mitglied des Ausschusses der Energieallianz und stellvertretender Direktor des Werks 8 der Firma Metrostav DIZ, ist davon auszugehen, dass der Umfang des Bauabschnitts in dieser Phase in mehrere Kategorien unterteilt werden muss, denen der Preis zugeordnet werden könnte.
„In den meisten Fällen versucht der Auftragnehmer, gegen Ende der Ausschreibung eine Situation zu erreichen, in der die wichtigsten Lieferungen durch Verträge über künftige Verträge oder andere verbindliche Formen gesichert sind“, erklärt Zedník.
So ist der Verband der Bauunternehmer überzeugt, dass heimische Baufirmen in der Lage sind, alle Bauarbeiten in Dukovany zu erbringen. "Wenn das Ergebnis von guter Qualität sein soll, braucht es Zeit für die Vorbereitung. Deshalb bemühen wir uns, zumindest Verträge über künftige Aufträge abzuschließen - damit die tschechischen Unternehmen wissen, was sie zu erwarten haben und in welchem Zeitrahmen", sagt Jiri Nouza, der Vorsitzende des Verbands.
Die Beteiligung der tschechischen Industrie an dem gesamten Projekt ist für die Tschechische Republik nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, sondern auch für die Zukunft von strategischer Bedeutung. Die Firma CEZ soll entscheiden, wie sie die Kernkraftwerksblöcke warten will, damit die Unternehmen Wartung und Ersatzteile bereitstellen können.
"Wir wollen, dass der spätere Betrieb und die Wartung für mehr als 60 Jahre in ähnlicher Weise wie heute für die sechs Blöcke durchgeführt wird, d.h. in erster Linie durch tschechische Unternehmen. Wir arbeiten seit langem hervorragend mit ihnen zusammen und möchten, dass dies auch bei den neuen Blöcken der Fall ist", sagte Tomas Pleskac, Direktor der Abteilung Neue Energie bei CEZ.
Andere KHNP-Projekte sind passé
KHNP hat bereits erklärt, dass es bereit wäre, mit tschechischen Subunternehmern an seinen anderen Projekten im Ausland zu arbeiten. Die Tschechen sollten sich jedoch nicht zu sehr darauf verlassen, denn es sieht so aus, als ob sich KHNP aus Europa zurückzieht und den lokalen Markt dem US-Unternehmen Westinghouse überlässt, auch wenn es dies bestreitet.
Trotzdem hat sich das koreanische Unternehmen seit Anfang des Jahres aus drei Ausschreibungen für den Bau von Kernkraftwerken zurückgezogen - in Schweden, Slowenien und den Niederlanden. Dies könnte tschechische Unternehmen daran hindern, sich an weiteren Projekten von KHNP zu beteiligen, das nun weitere Projekte in Asien plant, wo die Anforderungen nicht so streng sind wie in der EU.
Quelle:
https://www.seznamzpravy.cz/clanek/ekon ... rmy-272313
/gr/
Arbeiten an der Studie über den Standort des SMR-Reaktors in Vresova sind wegen der US-Politik unterbrochen
25.3.2025 Technicky tydenik /Technische Wchenzeitung/ Seite 16
Die Vorbereitung einer Studie über den Standort eines kleinen modularen Kernreaktors (SMR) auf dem Gelände Vresova der Firmen Sokolovska uhelna und SUAS-Gruppe wurde nach den entsprechenden Dekreten des US-Präsidenten Donald Trump ausgesetzt.
"Die Vorbereitung der Machbarkeitsstudie, die im Rahmen unseres Projekts zur Ansiedlung eines kleinen modularen Reaktors (SMR) in Vresova entwickelt wird, wurde derzeit von amerikanischen Beratern gestoppt. Im Rahmen von Exekutivverordnungen der US-Präsidialverwaltung wurde beschlossen, dieses Programm vorerst für 90 Tage auszusetzen. Die Kommunikation mit unserem Staat wird jedoch fortgesetzt, um die Bedingungen für den Atomstandort zu gewährleisten, was eine Voraussetzung für die nächsten Phasen des Projekts ist", sagte David Najvar, Vorstandsvorsitzender der SUAS Group, in Bezug auf die Aussetzung des Zuschusses des US-Außenministeriums aus dem Phoenix-Programm, in dessen Rahmen die Tschechische Republik der Umsetzung von SMRs einen Schritt näher kommen könnte.
Das Unternehmen hätte bis zu 1,5 Mio. USD (ca. 34,5 Mio. Kronen) für die Erstellung der Machbarkeitsstudie erhalten können. Ihre Beteiligung sollte etwa 0,5 Mio. USD (11,5 Mio. Kronen) betragen. Das Prinzip der Finanzierung besteht darin, dass mit dem Stipendium die Arbeit amerikanischer Berater finanziert wird, die die Studie vorbereiten.
Nach Angaben von Sokolovska uhelna und der SUAS-Gruppe ist die Arbeit an der Studie etwa zur Hälfte abgeschlossen. Laut ursprünglicher Vereinbarung sollte sie bis Ende dieses Jahres fertiggestellt sein. Ob das US-Subventionsprogramm verlängert wird, in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt, ist derzeit ungewiss.
Die Berater der amerikanischen Firmen Jensen Hughes und Excel Services bewerteten in der Lokalität Vresova beispielsweise die Eignung des Standorts in Bezug auf die Kühlung des Atomreaktors, die Leistung, die Zusammensetzung des Untergrunds und andere technische Aspekte des Betriebs. Der in Betracht gezogene SMR-Reaktor könnte eine Leistung von etwa 400 bis 500 MWe haben. Die Überlegungen über den Standort für den SMR in Vresova sind Teil der Aktivitäten von Sokolovska uhelna und der SUAS-Gruppe bei der Suche nach neuen Energiequellen nach dem Ende des Braunkohlebergbaus und der Braunkohleverarbeitung.
/gr/
In Belgien kam es zum Übereinkommen, den Betrieb von zwei Reaktoren zu verlängern
25.03.2025 Technische Wochenzeitung – Technicky tydenik Seite: 16
Das französische Energieunternehmen Engie hat sich mit dem belgischen Staat darauf geeinigt, den Betrieb von zwei belgischen Kernreaktoren zu verlängern. Die Anlagen Tihange 3 und Doel 4 werden für die nächsten 10 Jahre in Betrieb bleiben.
Das französische Unternehmen Engie hat auf seiner Website über die Verlängerung des Betriebs der belgischen Kernreaktoren Tihange 3 und Doel 4 informiert. Alle Verpflichtungen für nukleare Abfälle sollen auf die belgische Regierung übertragen werden. Engie wird sich nicht mit zukünftigen Kosten im Zusammenhang mit der Abfallverarbeitung auseinandersetzen müssen.
Der Reaktor Tihange 3 befindet sich im Osten Belgiens und hat eine Leistung von 1.038 MW. Doel 4 mit einer Leistung von 1.039 MW befindet sich in der Nähe der belgischen Hafenstadt Antwerpen. Die Reaktoren wurden im Jahre 1985 in Betrieb genommen.
Belgien hatte ursprünglich geplant, bis zum Jahr 2025 vollständig aus der Kernenergie auszusteigen und stärker auf Erdgas zu setzen. Infolge der russischen Invasion in der Ukraine hat sie ihre Pläne jedoch überdacht.
Auch die Niederlande, Schweden, Polen, die Slowakei, Ungarn und Tschechien planen den Bau neuer Reaktoren. Frankreich ist traditionell ein großer Befürworter von Kernkraftwerken und plant den Bau von mindestens sechs neuen Reaktoren und die Verlängerung der Lebensdauer älterer Reaktoren.
Auch einige deutsche Politiker würden gerne wieder Energie aus der Atomkraft gewinnen. So fordert der bayerische Ministerpräsident Markus Söder die Wiedereröffnung von drei Atomkraftwerken, die vor zwei Jahren abgeschaltet wurden.
Die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Mai 2011 als Reaktion auf den Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Merkels konservative CDU, deren derzeitiger Vorsitzender Friedrich Merz wahrscheinlich der nächste Kanzler werden wird, hält dies nun für einen Fehler.
/gr/
Die Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme von Three Mile Island schreiten schneller voran als erwartet
25.03.2025 Technische Wochenzeitung – Technicky tydenik Seite: 17
Die Wiederinbetriebnahme des stillgelegten ersten Blocks des Kernkraftwerks Three Mile Island im US-Bundesstaat Pennsylvania nimmt Fahrt auf. Das Unternehmen Constellation, das sich auf die Wiederaufnahme der Produktion in dem 835-MW-Block vorbereitet, hat seine ersten Meilensteine früher als geplant erreicht.
Die Vorbereitungsarbeiten für das Projekt Crane Clean Energy Center begannen, nachdem Constellation den Kauf von Strom mit Microsoft vereinbart hatte.
Das US-Energieunternehmen Constellation hat bekannt gegeben, dass die Anfangsphase der Wiederinbetriebnahme des stillgelegten Kernkraftwerks Three Mile Island 1 die Erwartungen übertroffen hat. Bereits in der Vorbereitungsphase wurden eine Reihe von Operationen früher als geplant abgeschlossen. Das Projekt des Kraftwerks, das in Crane Clean Energy Center umbenannt wird, wird sich auf die Einstellung der Mitarbeiter, die Inspektion von Geräten, die Modernisierung von Gebäuden sowie die Gewinnung von Genehmigungen und Lizenzen konzentrieren.
"Jeder neue Meilenstein bestätigt unsere Überzeugung, dass das Crane Clean Energy Center besser als je zuvor wieder in Betrieb genommen werden kann. Das Ziel ist es, die emissionsfreie Stromerzeugung von 835 MW zu einem kritischen Zeitpunkt für Pennsylvania und unser Land wieder aufzunehmen", sagte Joe Dominguez, President und Generaldirektor von Constellation.
Das Kraftwerk Three Mile Island verfügte zwischen den Jahren 1974 und 1978 über zwei DWR-Kernkraftwerke. Block 2 produzierte jedoch nur drei Monate lang Strom, bevor er einen Unfall erlitt, nach dem er nicht wieder in Betrieb genommen wurde. Block 1 hatte 45 Jahre lang Strom erzeugt, aber Constellation hat ihn im September 2019 abgeschaltet, weil er Verluste machte.
"Umfangreiche Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten finden früher als geplant statt. Gleichzeitig haben wir neue Geräte bestellt und machen enorme Fortschritte bei der Einstellung und Ausbildung einer neuen Generation von Facharbeitern, um die Anlage wie bisher auf einem Weltklasse-Sicherheits- und Leistungsniveau zu betreiben", fügte Dominguez hinzu.
Verbindung mit Microsoft
Die Idee, den stillgelegten Kernkraftwerksblock in Betrieb zu nehmen, wurde von der amerikanischen Firma Microsoft unterstützt, die sich mit Constellation über den Verbrauch von Strom aus dem Kraftwerk einigte. Konkret handelt es sich um einen zwanzigjährigen Vertrag, der die Finanzstabilität gewährleisten wird. Gleichzeitig kann der Betreiber rund 1,6 Mrd. USD (ca. 37 Mrd. Kronen) in die Inbetriebnahme der Technologie investieren.
Auch andere IT-Unternehmen wie Google, Amazon und Meta sind am Wiederanfahren von anderen Atomkraftwerken beteiligt. Das liegt vor allem an der Bereitstellung von emissionsfreiem Strom für Rechenzentren und deren steigendem Verbrauch mit dem Aufkommen von Künstlicher Intelligenz.
Constellation hat bereits 200 Mitarbeiter eingestellt und wird im Rahmen der Startphase weitere 400 Fachleute benötigen. Laut einer unabhängigen Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen wird der Neustart 3.400 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen und ein BIP von 16 Milliarden US-Dollar generieren. Nach aktuellen Planungen soll die Anlage im Jahr 2028 wieder in Betrieb genommen werden.
/gr/
Nach der Transaktion mit PPF übernimmt Kretinsky die vollständige Kontrolle über die deutsche Kohle
25.03.2025 Hospodarske noviny Jan Broz Seite: 2
Nach neun Jahren ist die Allianz, die am Anfang der Expansion des Milliardärs Daniel Kretinsky in den Energiesektor in Westeuropa stand, beendet. Im Jahr 2016 kaufte die Kretinsky Holding EPH in Zusammenarbeit mit der PPF-Gruppe Braunkohletagebaue und Kraftwerke in der Lausitz vom schwedischen Unternehmen Vattenfall. Nun haben beide Parteien bekannt gegeben, dass sich PPF endgültig aus dem Joint Venture zurückzieht und den restlichen Anteil an die Kretinsky-Gruppe verkauft.
Konkret ist sie der Käufer eines 30-prozentigen Anteils an dem deutschen Energiekonzern, der heute unter der Marke LEAG firmiert, EP Energy Transition (EPETr), eine Tochtergesellschaft der EP-Gruppe von Kretinsky. Eine Minderheitsbeteiligung an EPETr wird ebenfalls von J&T Capital Partners von Patrik Tkac gehalten. Über den Preis der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart, sie steht aber laut Mitteilung beider Parteien nicht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Antimonopolbehörden.
Ursprünglich hatten beide Parteien den gleichen Anteil von fünfzig Prozent an der LEAG. Das Team um Daniel Kretinsky war jedoch für das Management der Geschäftsführung zuständig. PPF hat sich schon vor zwei Jahren von einem Fünftelanteil an der LEAG getrennt. Erwähnenswert ist, dass EPETr laut der Tageszeitung E15 nur einen Euro für einen Teil des damals hochprofitablen Unternehmens zahlte, obwohl der Buchwert der Aktie mehr als 10 Milliarden Kronen betrug.
PPF begründete den niedrigen Preis seinerzeit mit der Instabilität der Energiemärkte und der Tatsache, dass sie sich nach der Vereinbarung nicht mehr an der Finanzierung der LEAG beteiligen würde. Gleichzeitig fügte der Sprecher der Gruppe, Leos Rousek, hinzu, dass die restlichen 30 Prozent zum Marktpreis verkauft werden können.
Zur LEAG gehören mehrere Kohlekraftwerke mit einer Leistung von acht Gigawatt mit angrenzenden Bergwerken. Von fossilen Brennstoffen profitierten die Eigentümer vor allem während der Energiekrise, die mit einem starken Anstieg der Strompreise verbunden war. Der Nettogewinn der LEAG erreichte damit im Jahr 2022 1,6 Mrd. € und ein Jahr später sogar 2,4 Mrd. €, d. h. 60 Mrd. Kronen. Wie Firmenchef Thorsten Kramer im vergangenen Jahr in einem Interview mit der Zeitung HN sagte, zahlten die tschechischen Eigentümer jedoch nie eine Dividende von dem deutschen Energiekonzern und alle Gewinne blieben im Unternehmen.
Nach deutschem Recht wird das letzte Kohlekraftwerk im Jahr 2038 keinen Strom mehr produzieren. Vor zwei Jahren kündigte die LAEG daher einen Plan für Großinvestitionen in grüne Energie in Höhe von insgesamt 10 Milliarden Euro, also 250 Milliarden Kronen, an. Bis zum Jahr 2040 sollen auf den Flächen nach dem Abbau Windräder und Solarparks mit einer Leistung von bis zu 14 Gigawatt entstehen. Parallel dazu baut und betreibt die LEAG Batterien mit großen Kapazitäten und bereitet Gas- und Wasserstoffprojekte vor.
/gr/
Block 4 in Dukovany liefert wieder Strom, er wurde wegen Reparaturen vom Netz genommen
24. März 2025 oenergetice.cz
ctk
Im Kernkraftwerk Dukovany liefert Block 4 wieder Strom. Seit dem 13. März war es aufgrund der Reparatur und Revision von zwei Ventilen im nicht-nuklearen Teil der Anlage vom Netz getrennt. Die Stromversorgung wurde heute um 19:23 Uhr wiederhergestellt, nachdem die Turbine angeschlossen wurde. Dies berichtete der Sprecher des Kraftwerks, Jiri Bezdek, gegenüber der tschechischen Nachrichtenagentur CTK. Von Freitag bis heute produzierten zwei der vier Dukovany-Blöcke keinen Strom, weil die geplante Betriebspause von Block drei begann. Diese Betriebspause soll Anfang Juni enden.
Die geplante Abstellung des vierten Blocks in Dukovany wurde am 6. März abgeschlossen. Die Notwendigkeit, zwei Ventile im nicht-nuklearen Teil des Kraftwerks zu reparieren, resultierte aus den abschließenden Tests, nachdem der Block nach der geplanten Abstellung wieder in Betrieb genommen wurde, sagte der AKW-Sprecher.
Die Kettenspaltungsreaktion wurde am Samstag in Block 4 wieder aufgenommen. Bis Dienstagmorgen soll die elektrische Leistung auf 500 Megawattstunden (MWh) steigen, die es vor der Blockabstellung hatte. Nach einer Reihe weiterer Steuerungstests soll Block 4 Ende dieser Woche eine neue höhere Leistungssteigerung von 512 MWh erreichen. Die übrigen drei Dukovany-Blöcke haben eine ähnliche Leistungssteigerung bereits im Vorjahr erreicht.
Block 3 in Dukovany wurde am Freitag wie geplant abgeschaltet, da die Ausrüstung regelmäßig überprüft und ein Teil des Brennstoffs durch frischen Brennstoff ersetzt werden müssen. Seit Freitag, 18.53 Uhr, hat der Block 3 keinen Strom mehr in das Verteilungsnetz eingespeist. Über das Wochenende haben die Techniker den Block gekühlt und heute mit den Inspektionen und Tests der Ausrüstung begonnen. Sie werden auch 60 Investitionsprojekte in diesem Block im Rahmen der geplanten Betriebspause durchführen. Zu den Hauptaufgaben gehöre eine achtjährige Revision des Reaktors, sagte der Direktor des Kraftwerks, Roman Havlín.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... uli-oprave
/gr/
--
Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
Senat billigte eine schnelle Genehmigung für den Bau von Atomkraftwerken
25.3.2025 Technicky tydenik /Technische Wochenzeitung/ Seite 2
Die Atomgesetz - Änderung ist von entscheidender Bedeutung für die Umstellung von umweltschädlichen Strom- und Wärmequellen auf solche, mit denen unser Energiemix langfristig gesichert werden kann.
Die Genehmigung für den Bau neuer Kernkraftwerke, einschließlich kleiner modularer Reaktoren, in der Tschechischen Republik sollte einfacher und schneller erfolgen. Der rechtliche Rahmen für die Kernenergie sollte für die Einführung neuer Technologien bereit sein. Dies ist in der von der Regierung vorgeschlagenen Änderung des Atomgesetzes vorgesehen, die vom Senat gebilligt wurde. Sie wird jetzt dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt.
Nach den derzeitigen Plänen des Staates soll die Kernenergie neben den erneuerbaren Energiequellen die Hauptquelle des tschechischen Energiemixes sein. Der Staat bereitet daher den Bau neuer Reaktoren und kleiner modularer Blöcke vor. Die Änderungen im Gesetz zielen in erster Linie darauf ab, den Regelungsaufwand bei der Überprüfung von Bauvorhaben durch die staatliche Verwaltung zu verringern. Es handelt sich hauptsächlich um technische Änderungen. Nach Angaben der Regierung sah das bestehende Gesetz beispielsweise kleine modulare Reaktoren bisher nicht vor. Außerdem wird es ab jetzt möglich sein, das Staatsamt für nukleare Sicherheit (SUJB) um Vorabinformationen zur Bewertung von Anträgen zu bitten. Außerdem werden Ausnahmen von den Anforderungen des Gesetzes möglich sein.
Mit der Änderung wird als eines der neuen Institute ein Ersuchen um Vorabinformationen an SUJB eingeführt. Damit soll eine Klärung oder Konsultation über die Art und Weise, wie die Behörde entscheiden wird, beantragt werden. Die Regierung begründet diese Neuerung damit, dass das schnelle Aufkommen neuer Technologien eine Reihe von technischen und technologischen Unsicherheiten mit sich bringt. Es ist daher notwendig, dass vor dem jeweiligen Verfahren geklärt werden kann, ob die Informationen, Unterlagen, Technologien und Einrichtungen geeignet sind. Die Behörde gibt dann an, ob sie z. B. zusätzliche Bedingungen verlangt oder auf welcher Grundlage sie den Antrag beurteilt.
Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, eine Ausnahme von den Anforderungen des Gesetzes durch eine Entscheidung der SUJB zu genehmigen. Das Gesetz sieht bereits einige Ausnahmen vor: die Möglichkeit, die Kategorie des Arbeitsplatzes oder die Quelle der ionisierenden Strahlung zu ändern. Ein Antrag an die Behörde muss die entsprechenden Gründe angeben und die im Gesetz festgelegten Voraussetzungen erfüllen. Die Regierung begründet die Notwendigkeit einer Ausnahmeregelung mit der sehr schnellen Entwicklung neuer Technologien, deren genaue Parameter nicht bekannt sind, da sie sich noch in der Entwicklung befinden.
Nach Angaben der Regierung beruht die Änderung auf den Erfahrungen mit der Funktionsweise des neuen Atomgesetzes. Einige Vorgehensweisen könnten nach Ansicht des Kabinetts effizienter gestaltet werden.
Mit der Verabschiedung der Atomgesetz - Novelle akzeptierte das Abgeordnetenhaus den Änderungsantrag eines Abgeordneten und senkte die Obergrenze für die Gebühren, die an die Verwaltung für die Endlagerung radioaktiver Abfälle SURAO zu zahlen sind. Demnach sollen Kernkraftwerke maximal 120 CZK/MWh und Kernforschungseinrichtungen oder Kernkraft-Heizungsanlagen 80 CZK/MWh zahlen. Die Abgeordneten begründeten ihren Vorschlag für eine Senkung damit, dass die vorgeschlagene Gebührenerhöhung für einen Steuerzahler, der ein Kernkraftwerk betreibt, nicht akzeptabel sei.
Nach Angaben der Regierung basiert die Gesetz - Änderung auf den Erfahrungen mit dem Funktionieren des neuen Atomgesetzes aus dem Jahr 2017. Einige Vorgehensweisen könnten effektiver gestaltet werden, meint das Kabinett. Die Anpassungen sollen demnach vor allem den Regelungsaufwand bei der Prüfung von Bauvorhaben durch die Staatsverwaltung verringern. Es handelt sich vor allem um technische Änderungen. Das aktuelle Atomgesetz ist seit dem 1. Januar 2017 in Kraft. Es regelt die friedliche Nutzung von Kernenergie und ionisierender Strahlung und deckt alle Teile des Lebenszyklus von kerntechnischen Anlagen von der Wiege bis zur Bahre ab.
/gr/
30, 50, 60... Wie viel Prozent des Projekts Dukovany werden an tschechische Unternehmen gehen
24.3.2025
Seznam Zpravy
Autorin: Sofie Kryzova
Tschechische Unternehmen wollen am Projekt Dukovany mitmachen. Es ist fast klar, dass der Sekundärkreislauf in der Tschechischen Republik bleiben wird. Und über viele andere Lieferungen wird in den kommenden Jahren entschieden werden. Die tschechische Beteiligung an anderen KHNP-Projekten in Europa ist aber sehr unsicher.
Eine ausreichende Beteiligung tschechischer Unternehmen am Bau neuer AKW-Blöcke ist sowohl für den Staat als auch für die Vertreter der lokalen Industrie eine unüberwindbare „rote Linie“ in dem gigantischen Vertrag. Tschechische Unternehmen, die in der Tschechischen Republik produzieren, Steuer und Versicherung zahlen, sehen den Bau des fünften und sechsten Blocks in Dukovany als große Chance - schließlich wird der Dukovany-Ausbau als Jahrhundertprojekt gehandelt.
Über die Beteiligung tschechischer Unternehmen an dem 200-Milliarden-Kronen-Projekt (der Preis für einen Block ohne Finanzierungskosten) entscheiden Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP), die CEZ-Gruppe und vor allem die tschechischen Unternehmen selbst. Einige von ihnen haben sich den Auftrag bereits so gut wie gesichert, andere werden sich in den nächsten Jahren bei Ausschreibungen, die sich aus dem Projektplan ergeben werden, um die Teilnahme bewerben. Der eigentliche Bau des ersten Blocks soll im Jahre 2029 beginnen, der Probebetrieb im 2036.
Die Analyse des Ministeriums für Industrie und Handel über die Möglichkeiten der Beteiligung der tschechischen Industrie am Bau neuer Kernkraftwerksblöcke geht davon aus, dass eine 50-prozentige Beteiligung einheimischer Unternehmen realistisch ist. Die maximal mögliche Beteiligung der Tschechen liegt bei 70 bis 75 Prozent. Der Analyse zufolge sind diese Zahlen jedoch „als deutlich indikativ“ zu betrachten.
Die meisten Unternehmen haben Erfahrung mit der Belieferung ausländischer und tschechischer Kernkraftwerke, darunter das slowakische Mochovce oder Temelín, das Ende der 1980er Jahre gebaut wurde und seit dem Jahr 2002 in Betrieb ist.
Der Staat und Vertreter der tschechischen Industrie fordern eine 60-prozentige Beteiligung tschechischer Unternehmen, seit die südkoreanische Firma KHNP als bevorzugter Lieferant für beide Blöcke ausgewählt wurde. Und die Koreaner haben wiederholt versichert, dass sie diese Forderung erfüllen werden. Und auch der künftige Betreiber des Kraftwerks, CEZ, rechnet mit diesem Anteil.
„Wir haben von Anfang an mit einer 60-prozentigen Beteiligung tschechischer Unternehmen gerechnet, und ich kann bestätigen, dass diese Erklärung erreichbar ist“, sagte Petr Zavodsky, Generaldirektor von Elektrarna Dukovany II.
Die tschechische Seite will schon jetzt die Beteiligung der heimischen Industrie an dem Riesenprojekt so weit wie möglich sicherstellen. Obwohl das europäische Recht die Verankerung bestimmter Lieferungen im Hauptvertrag zwischen CEZ und KHNP nicht direkt zulässt, gibt es für tschechische Unternehmen andere Möglichkeiten, sich einen Teil des Vertrags zu sichern, bevor der Vertrag unterzeichnet wird.
Ende Februar forderte Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek (STAN) die KHNP auf, mindestens 30 Prozent der Lieferungen noch vor der Unterzeichnung zu sichern, zum Beispiel durch den Abschluss von Verträgen über künftige Aufträge.
Ein Teil der versprochene 30 Prozent ist bereits von den Koreanern gelöst worden, die die Lieferung des Sekundärkreislaufs des Kraftwerks an Doosan Skoda Power in Plzen übertragen haben. "Ich bin froh, dass die Idee der Übergabe der Turbineninsel auch von der KHNP-Leitung auf dem Februar-Forum über die tschechisch-koreanische Zusammenarbeit im Nuklearbereich erwähnt wurde. Meiner Meinung nach wird sie einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des geforderten Volumens von 30 % leisten", so Vlcek.
Der Maschinenraum könnte in der Nähe des 20-Prozent-Anteils liegen. "Wir gehen davon aus, dass sein Umfang den gesamten Konstruktionsteil, alle zugehörigen Kontroll- und Steuerungssysteme, die Feldinstrumentierung und die elektrischen Teile, einschließlich aller mechanischen Lieferungen, umfasst. Bisher sind wir in den Verhandlungen noch nicht einmal in die Nähe dieses Anteils gekommen", sagt Josef Perlik, Geschäftsführer der Czech Energy Alliance.
Zwei tschechische Unternehmen, MICo und Chemcomex, könnten auch Lieferungen Sekundärkreislauf liefern. "Da Doosan Skoda Power aus Pilsen einer unserer bestehenden Kunden ist, glauben wir, dass wir die Möglichkeit haben werden, Wärmetauscher wie Kondensatoren, die wir in der Vergangenheit an ihre Turbinen geliefert haben, auch im Falle der neuen Dukovany-Blöcke zu liefern. Ebenso wären wir in der Lage, die Rohrleitungssysteme für den Maschinenraum zu installieren, da wir durch den Ausbau des slowakischen Kernkraftwerks Mochovce über neue Erfahrungen in diesem Bereich verfügen", so Marián Lipovský, Generaldirektor von MICo und Chemcomex.
Bis zur Vertragsunterzeichnung muss die Firma KHNP auch einen klaren Plan vorlegen, wie sie den Rest der versprochenen 60 Prozent der tschechischen Lieferungen erfüllen will. Wer von den Vertretern der heimischen Industrie letztendlich die Milliarden Kronen von Dukovany in die Hand bekommt, wird sich in den nächsten Jahren entscheiden.
„Wir werden Gewissheit haben, ob wir uns an der Lieferung für EDU II beteiligen werden, erst wenn wir zumindest einen Vertrag über den zukünftigen Vertrag unterzeichnet haben, wovon aber nicht einmal konkrete Verhandlungen mit einer der koreanischen Firmen angefangen haben“, sagt Lipovský.
Auch die Preise für die Lieferungen sind nicht bekannt. Zumindest können sie von den potenziellen Lieferanten selbst geschätzt werden. „Die Lieferungen für unsere beiden Unternehmen könnten sich auf mehrere hundert Millionen Kronen belaufen“, fügt Lipovský hinzu.
Laut Lukas Zednik, Mitglied des Ausschusses der Energieallianz und stellvertretender Direktor des Werks 8 der Firma Metrostav DIZ, ist davon auszugehen, dass der Umfang des Bauabschnitts in dieser Phase in mehrere Kategorien unterteilt werden muss, denen der Preis zugeordnet werden könnte.
„In den meisten Fällen versucht der Auftragnehmer, gegen Ende der Ausschreibung eine Situation zu erreichen, in der die wichtigsten Lieferungen durch Verträge über künftige Verträge oder andere verbindliche Formen gesichert sind“, erklärt Zedník.
So ist der Verband der Bauunternehmer überzeugt, dass heimische Baufirmen in der Lage sind, alle Bauarbeiten in Dukovany zu erbringen. "Wenn das Ergebnis von guter Qualität sein soll, braucht es Zeit für die Vorbereitung. Deshalb bemühen wir uns, zumindest Verträge über künftige Aufträge abzuschließen - damit die tschechischen Unternehmen wissen, was sie zu erwarten haben und in welchem Zeitrahmen", sagt Jiri Nouza, der Vorsitzende des Verbands.
Die Beteiligung der tschechischen Industrie an dem gesamten Projekt ist für die Tschechische Republik nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, sondern auch für die Zukunft von strategischer Bedeutung. Die Firma CEZ soll entscheiden, wie sie die Kernkraftwerksblöcke warten will, damit die Unternehmen Wartung und Ersatzteile bereitstellen können.
"Wir wollen, dass der spätere Betrieb und die Wartung für mehr als 60 Jahre in ähnlicher Weise wie heute für die sechs Blöcke durchgeführt wird, d.h. in erster Linie durch tschechische Unternehmen. Wir arbeiten seit langem hervorragend mit ihnen zusammen und möchten, dass dies auch bei den neuen Blöcken der Fall ist", sagte Tomas Pleskac, Direktor der Abteilung Neue Energie bei CEZ.
Andere KHNP-Projekte sind passé
KHNP hat bereits erklärt, dass es bereit wäre, mit tschechischen Subunternehmern an seinen anderen Projekten im Ausland zu arbeiten. Die Tschechen sollten sich jedoch nicht zu sehr darauf verlassen, denn es sieht so aus, als ob sich KHNP aus Europa zurückzieht und den lokalen Markt dem US-Unternehmen Westinghouse überlässt, auch wenn es dies bestreitet.
Trotzdem hat sich das koreanische Unternehmen seit Anfang des Jahres aus drei Ausschreibungen für den Bau von Kernkraftwerken zurückgezogen - in Schweden, Slowenien und den Niederlanden. Dies könnte tschechische Unternehmen daran hindern, sich an weiteren Projekten von KHNP zu beteiligen, das nun weitere Projekte in Asien plant, wo die Anforderungen nicht so streng sind wie in der EU.
Quelle:
https://www.seznamzpravy.cz/clanek/ekon ... rmy-272313
/gr/
Arbeiten an der Studie über den Standort des SMR-Reaktors in Vresova sind wegen der US-Politik unterbrochen
25.3.2025 Technicky tydenik /Technische Wchenzeitung/ Seite 16
Die Vorbereitung einer Studie über den Standort eines kleinen modularen Kernreaktors (SMR) auf dem Gelände Vresova der Firmen Sokolovska uhelna und SUAS-Gruppe wurde nach den entsprechenden Dekreten des US-Präsidenten Donald Trump ausgesetzt.
"Die Vorbereitung der Machbarkeitsstudie, die im Rahmen unseres Projekts zur Ansiedlung eines kleinen modularen Reaktors (SMR) in Vresova entwickelt wird, wurde derzeit von amerikanischen Beratern gestoppt. Im Rahmen von Exekutivverordnungen der US-Präsidialverwaltung wurde beschlossen, dieses Programm vorerst für 90 Tage auszusetzen. Die Kommunikation mit unserem Staat wird jedoch fortgesetzt, um die Bedingungen für den Atomstandort zu gewährleisten, was eine Voraussetzung für die nächsten Phasen des Projekts ist", sagte David Najvar, Vorstandsvorsitzender der SUAS Group, in Bezug auf die Aussetzung des Zuschusses des US-Außenministeriums aus dem Phoenix-Programm, in dessen Rahmen die Tschechische Republik der Umsetzung von SMRs einen Schritt näher kommen könnte.
Das Unternehmen hätte bis zu 1,5 Mio. USD (ca. 34,5 Mio. Kronen) für die Erstellung der Machbarkeitsstudie erhalten können. Ihre Beteiligung sollte etwa 0,5 Mio. USD (11,5 Mio. Kronen) betragen. Das Prinzip der Finanzierung besteht darin, dass mit dem Stipendium die Arbeit amerikanischer Berater finanziert wird, die die Studie vorbereiten.
Nach Angaben von Sokolovska uhelna und der SUAS-Gruppe ist die Arbeit an der Studie etwa zur Hälfte abgeschlossen. Laut ursprünglicher Vereinbarung sollte sie bis Ende dieses Jahres fertiggestellt sein. Ob das US-Subventionsprogramm verlängert wird, in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt, ist derzeit ungewiss.
Die Berater der amerikanischen Firmen Jensen Hughes und Excel Services bewerteten in der Lokalität Vresova beispielsweise die Eignung des Standorts in Bezug auf die Kühlung des Atomreaktors, die Leistung, die Zusammensetzung des Untergrunds und andere technische Aspekte des Betriebs. Der in Betracht gezogene SMR-Reaktor könnte eine Leistung von etwa 400 bis 500 MWe haben. Die Überlegungen über den Standort für den SMR in Vresova sind Teil der Aktivitäten von Sokolovska uhelna und der SUAS-Gruppe bei der Suche nach neuen Energiequellen nach dem Ende des Braunkohlebergbaus und der Braunkohleverarbeitung.
/gr/
In Belgien kam es zum Übereinkommen, den Betrieb von zwei Reaktoren zu verlängern
25.03.2025 Technische Wochenzeitung – Technicky tydenik Seite: 16
Das französische Energieunternehmen Engie hat sich mit dem belgischen Staat darauf geeinigt, den Betrieb von zwei belgischen Kernreaktoren zu verlängern. Die Anlagen Tihange 3 und Doel 4 werden für die nächsten 10 Jahre in Betrieb bleiben.
Das französische Unternehmen Engie hat auf seiner Website über die Verlängerung des Betriebs der belgischen Kernreaktoren Tihange 3 und Doel 4 informiert. Alle Verpflichtungen für nukleare Abfälle sollen auf die belgische Regierung übertragen werden. Engie wird sich nicht mit zukünftigen Kosten im Zusammenhang mit der Abfallverarbeitung auseinandersetzen müssen.
Der Reaktor Tihange 3 befindet sich im Osten Belgiens und hat eine Leistung von 1.038 MW. Doel 4 mit einer Leistung von 1.039 MW befindet sich in der Nähe der belgischen Hafenstadt Antwerpen. Die Reaktoren wurden im Jahre 1985 in Betrieb genommen.
Belgien hatte ursprünglich geplant, bis zum Jahr 2025 vollständig aus der Kernenergie auszusteigen und stärker auf Erdgas zu setzen. Infolge der russischen Invasion in der Ukraine hat sie ihre Pläne jedoch überdacht.
Auch die Niederlande, Schweden, Polen, die Slowakei, Ungarn und Tschechien planen den Bau neuer Reaktoren. Frankreich ist traditionell ein großer Befürworter von Kernkraftwerken und plant den Bau von mindestens sechs neuen Reaktoren und die Verlängerung der Lebensdauer älterer Reaktoren.
Auch einige deutsche Politiker würden gerne wieder Energie aus der Atomkraft gewinnen. So fordert der bayerische Ministerpräsident Markus Söder die Wiedereröffnung von drei Atomkraftwerken, die vor zwei Jahren abgeschaltet wurden.
Die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Mai 2011 als Reaktion auf den Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Merkels konservative CDU, deren derzeitiger Vorsitzender Friedrich Merz wahrscheinlich der nächste Kanzler werden wird, hält dies nun für einen Fehler.
/gr/
Die Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme von Three Mile Island schreiten schneller voran als erwartet
25.03.2025 Technische Wochenzeitung – Technicky tydenik Seite: 17
Die Wiederinbetriebnahme des stillgelegten ersten Blocks des Kernkraftwerks Three Mile Island im US-Bundesstaat Pennsylvania nimmt Fahrt auf. Das Unternehmen Constellation, das sich auf die Wiederaufnahme der Produktion in dem 835-MW-Block vorbereitet, hat seine ersten Meilensteine früher als geplant erreicht.
Die Vorbereitungsarbeiten für das Projekt Crane Clean Energy Center begannen, nachdem Constellation den Kauf von Strom mit Microsoft vereinbart hatte.
Das US-Energieunternehmen Constellation hat bekannt gegeben, dass die Anfangsphase der Wiederinbetriebnahme des stillgelegten Kernkraftwerks Three Mile Island 1 die Erwartungen übertroffen hat. Bereits in der Vorbereitungsphase wurden eine Reihe von Operationen früher als geplant abgeschlossen. Das Projekt des Kraftwerks, das in Crane Clean Energy Center umbenannt wird, wird sich auf die Einstellung der Mitarbeiter, die Inspektion von Geräten, die Modernisierung von Gebäuden sowie die Gewinnung von Genehmigungen und Lizenzen konzentrieren.
"Jeder neue Meilenstein bestätigt unsere Überzeugung, dass das Crane Clean Energy Center besser als je zuvor wieder in Betrieb genommen werden kann. Das Ziel ist es, die emissionsfreie Stromerzeugung von 835 MW zu einem kritischen Zeitpunkt für Pennsylvania und unser Land wieder aufzunehmen", sagte Joe Dominguez, President und Generaldirektor von Constellation.
Das Kraftwerk Three Mile Island verfügte zwischen den Jahren 1974 und 1978 über zwei DWR-Kernkraftwerke. Block 2 produzierte jedoch nur drei Monate lang Strom, bevor er einen Unfall erlitt, nach dem er nicht wieder in Betrieb genommen wurde. Block 1 hatte 45 Jahre lang Strom erzeugt, aber Constellation hat ihn im September 2019 abgeschaltet, weil er Verluste machte.
"Umfangreiche Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten finden früher als geplant statt. Gleichzeitig haben wir neue Geräte bestellt und machen enorme Fortschritte bei der Einstellung und Ausbildung einer neuen Generation von Facharbeitern, um die Anlage wie bisher auf einem Weltklasse-Sicherheits- und Leistungsniveau zu betreiben", fügte Dominguez hinzu.
Verbindung mit Microsoft
Die Idee, den stillgelegten Kernkraftwerksblock in Betrieb zu nehmen, wurde von der amerikanischen Firma Microsoft unterstützt, die sich mit Constellation über den Verbrauch von Strom aus dem Kraftwerk einigte. Konkret handelt es sich um einen zwanzigjährigen Vertrag, der die Finanzstabilität gewährleisten wird. Gleichzeitig kann der Betreiber rund 1,6 Mrd. USD (ca. 37 Mrd. Kronen) in die Inbetriebnahme der Technologie investieren.
Auch andere IT-Unternehmen wie Google, Amazon und Meta sind am Wiederanfahren von anderen Atomkraftwerken beteiligt. Das liegt vor allem an der Bereitstellung von emissionsfreiem Strom für Rechenzentren und deren steigendem Verbrauch mit dem Aufkommen von Künstlicher Intelligenz.
Constellation hat bereits 200 Mitarbeiter eingestellt und wird im Rahmen der Startphase weitere 400 Fachleute benötigen. Laut einer unabhängigen Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen wird der Neustart 3.400 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen und ein BIP von 16 Milliarden US-Dollar generieren. Nach aktuellen Planungen soll die Anlage im Jahr 2028 wieder in Betrieb genommen werden.
/gr/
Nach der Transaktion mit PPF übernimmt Kretinsky die vollständige Kontrolle über die deutsche Kohle
25.03.2025 Hospodarske noviny Jan Broz Seite: 2
Nach neun Jahren ist die Allianz, die am Anfang der Expansion des Milliardärs Daniel Kretinsky in den Energiesektor in Westeuropa stand, beendet. Im Jahr 2016 kaufte die Kretinsky Holding EPH in Zusammenarbeit mit der PPF-Gruppe Braunkohletagebaue und Kraftwerke in der Lausitz vom schwedischen Unternehmen Vattenfall. Nun haben beide Parteien bekannt gegeben, dass sich PPF endgültig aus dem Joint Venture zurückzieht und den restlichen Anteil an die Kretinsky-Gruppe verkauft.
Konkret ist sie der Käufer eines 30-prozentigen Anteils an dem deutschen Energiekonzern, der heute unter der Marke LEAG firmiert, EP Energy Transition (EPETr), eine Tochtergesellschaft der EP-Gruppe von Kretinsky. Eine Minderheitsbeteiligung an EPETr wird ebenfalls von J&T Capital Partners von Patrik Tkac gehalten. Über den Preis der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart, sie steht aber laut Mitteilung beider Parteien nicht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Antimonopolbehörden.
Ursprünglich hatten beide Parteien den gleichen Anteil von fünfzig Prozent an der LEAG. Das Team um Daniel Kretinsky war jedoch für das Management der Geschäftsführung zuständig. PPF hat sich schon vor zwei Jahren von einem Fünftelanteil an der LEAG getrennt. Erwähnenswert ist, dass EPETr laut der Tageszeitung E15 nur einen Euro für einen Teil des damals hochprofitablen Unternehmens zahlte, obwohl der Buchwert der Aktie mehr als 10 Milliarden Kronen betrug.
PPF begründete den niedrigen Preis seinerzeit mit der Instabilität der Energiemärkte und der Tatsache, dass sie sich nach der Vereinbarung nicht mehr an der Finanzierung der LEAG beteiligen würde. Gleichzeitig fügte der Sprecher der Gruppe, Leos Rousek, hinzu, dass die restlichen 30 Prozent zum Marktpreis verkauft werden können.
Zur LEAG gehören mehrere Kohlekraftwerke mit einer Leistung von acht Gigawatt mit angrenzenden Bergwerken. Von fossilen Brennstoffen profitierten die Eigentümer vor allem während der Energiekrise, die mit einem starken Anstieg der Strompreise verbunden war. Der Nettogewinn der LEAG erreichte damit im Jahr 2022 1,6 Mrd. € und ein Jahr später sogar 2,4 Mrd. €, d. h. 60 Mrd. Kronen. Wie Firmenchef Thorsten Kramer im vergangenen Jahr in einem Interview mit der Zeitung HN sagte, zahlten die tschechischen Eigentümer jedoch nie eine Dividende von dem deutschen Energiekonzern und alle Gewinne blieben im Unternehmen.
Nach deutschem Recht wird das letzte Kohlekraftwerk im Jahr 2038 keinen Strom mehr produzieren. Vor zwei Jahren kündigte die LAEG daher einen Plan für Großinvestitionen in grüne Energie in Höhe von insgesamt 10 Milliarden Euro, also 250 Milliarden Kronen, an. Bis zum Jahr 2040 sollen auf den Flächen nach dem Abbau Windräder und Solarparks mit einer Leistung von bis zu 14 Gigawatt entstehen. Parallel dazu baut und betreibt die LEAG Batterien mit großen Kapazitäten und bereitet Gas- und Wasserstoffprojekte vor.
/gr/
Block 4 in Dukovany liefert wieder Strom, er wurde wegen Reparaturen vom Netz genommen
24. März 2025 oenergetice.cz
ctk
Im Kernkraftwerk Dukovany liefert Block 4 wieder Strom. Seit dem 13. März war es aufgrund der Reparatur und Revision von zwei Ventilen im nicht-nuklearen Teil der Anlage vom Netz getrennt. Die Stromversorgung wurde heute um 19:23 Uhr wiederhergestellt, nachdem die Turbine angeschlossen wurde. Dies berichtete der Sprecher des Kraftwerks, Jiri Bezdek, gegenüber der tschechischen Nachrichtenagentur CTK. Von Freitag bis heute produzierten zwei der vier Dukovany-Blöcke keinen Strom, weil die geplante Betriebspause von Block drei begann. Diese Betriebspause soll Anfang Juni enden.
Die geplante Abstellung des vierten Blocks in Dukovany wurde am 6. März abgeschlossen. Die Notwendigkeit, zwei Ventile im nicht-nuklearen Teil des Kraftwerks zu reparieren, resultierte aus den abschließenden Tests, nachdem der Block nach der geplanten Abstellung wieder in Betrieb genommen wurde, sagte der AKW-Sprecher.
Die Kettenspaltungsreaktion wurde am Samstag in Block 4 wieder aufgenommen. Bis Dienstagmorgen soll die elektrische Leistung auf 500 Megawattstunden (MWh) steigen, die es vor der Blockabstellung hatte. Nach einer Reihe weiterer Steuerungstests soll Block 4 Ende dieser Woche eine neue höhere Leistungssteigerung von 512 MWh erreichen. Die übrigen drei Dukovany-Blöcke haben eine ähnliche Leistungssteigerung bereits im Vorjahr erreicht.
Block 3 in Dukovany wurde am Freitag wie geplant abgeschaltet, da die Ausrüstung regelmäßig überprüft und ein Teil des Brennstoffs durch frischen Brennstoff ersetzt werden müssen. Seit Freitag, 18.53 Uhr, hat der Block 3 keinen Strom mehr in das Verteilungsnetz eingespeist. Über das Wochenende haben die Techniker den Block gekühlt und heute mit den Inspektionen und Tests der Ausrüstung begonnen. Sie werden auch 60 Investitionsprojekte in diesem Block im Rahmen der geplanten Betriebspause durchführen. Zu den Hauptaufgaben gehöre eine achtjährige Revision des Reaktors, sagte der Direktor des Kraftwerks, Roman Havlín.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... uli-oprave
/gr/
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Gabriela Reitingerova
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von Zeitungsartikeln aus Tchechien aus dem Energiebereich vom 26.3.2025:
KHNP strebt maximale Beteiligung der tschechischen Industrie am Dukovany-Ausbau an
Unterstützung für tschechische Unternehmen
26.03.2025 Hospodarske noviny Seite: 7
Die südkoreanische Firma KHNP plant, tschechische Unternehmen so weit wie möglich an der Fertigstellung neuer Blöcke in Dukovany zu beteiligen. Die ersten Aufträge sollen bereits im Jahre 2025 vergeben werden, mit dem Ziel, bis zum Jahr 2039 einen Anteil von 60 % tschechischer Lieferanten zu erreichen. Die Schlüsselrolle könnte Doosan Skoda Power aus Pilsen spielen, das nicht nur über die Lieferung der Turbine, sondern auch des gesamten Maschinenhauses verhandelt.
Darüber hinaus eröffnet die KHNP ein Unterstützungszentrum für die Lokalisierung und richtet einen speziellen Fonds ein, um tschechischen Unternehmen den Zugang zu Verträgen zu erleichtern. Verträge mit tschechischen Zulieferern werden schrittweise hinzukommen - die ersten im Jahr 2025 und die anderen in den nächsten 14 Jahren. Die Firma KHNP hat in ihrem Angebot bereits eine Reihe potenzieller Unterauftragnehmer identifiziert. Die Ausschreibungen werden so angelegt sein, dass Transparenz und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Bieter gewährleistet sind. Damit will KHNP nicht nur die einheimische Industrie unterstützen, sondern auch eine qualitativ hochwertige und termingerechte Projektdurchführung sicherstellen.
Turbinenhalle von einem tschechischen Auftragnehmer ….
Die Firma KHNP hat bereits einen Vertrag mit dem in Pilsen ansässigen Unternehmen Doosan Skoda Power geschlossen, der die Lieferung der Turbine vorsieht. Derzeit laufen Verhandlungen mit dem Pilsener Unternehmen über die Lieferung nicht nur der Turbine, sondern der gesamten Turbinenhalle. Die Turbine ist einer der beiden Grundbestandteile des Kernkraftwerks und macht daher einen wesentlichen Teil des gesamten Auftrags aus.
Darüber hinaus werden durch den Vertrag mit Doosan Skoda Power Dutzende anderer tschechischer Unterauftragnehmer in das Projekt eingebunden sein. Die Lieferung der gesamten Turbinenhalle ist also ein weiterer wichtiger Schritt zur Erhöhung des Anteils tschechischer Unternehmen.
"Doosan Skoda Power ist ein Unternehmen mit großer Erfahrung, dessen Turbinen weltweit eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit mit Doosan Skoda Power wird uns nicht nur dabei helfen, das Projekt rechtzeitig abzuschließen, sondern auch sicherzustellen, dass möglichst viele tschechische Zulieferer an dem Projekt teilnehmen können", so Jooho Whang, Präsident und Generaldirektor von KHNP.
Nach Unterzeichnung des EPC-Vertrags wird KHNP schrittweise transparente Ausschreibungen durchführen, um die Beteiligung tschechischer Unternehmen weiter zu erhöhen. Dieses Verfahren wird gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Bieter gewährleisten und die Auswahl der hochwertigsten und effizientesten Subunternehmer ermöglichen, die wesentlich zur erfolgreichen Durchführung des Projekts beitragen werden. Um die tschechische Industrie so weit wie möglich einzubeziehen, wird KHNP ein Unterstützungszentrum für Lokalisierung in Prag eröffnen. Dieses wird als Kommunikations- und Kooperationszentrum dienen, dessen Hauptaufgabe darin besteht, tschechische Unternehmen bei der Auftragsvergabe zu unterstützen. Das Zentrum wird auch im Voraus die Zeitpläne für anstehende Ausschreibungen mitteilen und Informationen über Projektentwicklungen bereitstellen.
"Wir gehen davon aus, dass das neue Zentrum wesentlich dazu beitragen wird, den geplanten Grad der Beteiligung tschechischer Unternehmen zu erreichen. Insbesondere wird es den kleinen und mittleren Firmen den Zugang zu fairen und transparenten Ausschreibungen, die wir ab diesem Jahr bis zum geplanten Abschluss des Projekts im Jahr 2039 durchführen werden, erheblich erleichtern", so Jooho Whang.
Ähnliche Unterstützungszentren werden von den KHNP-Konstruktionspartnern Daewoo E&C und Doosan Enerbility, der Muttergesellschaft von Doosan Skoda Power in Pilsen, betrieben.
KHNP hat außerdem in Zusammenarbeit mit KAIF die Einrichtung eines speziellen Lokalisierungsfonds angekündigt, um tschechische Unternehmen bei der Vorbereitung auf die Ausschreibungsbedingungen zu unterstützen und ein faires Wettbewerbsumfeld zu gewährleisten. Der Fonds wird auch Beratungsprogramme und andere Formen der Unterstützung anbieten, um Unternehmen bei der Anpassung an die Anforderungen von Ausschreibungen zu helfen.
Die südkoreanische Firma KHNP setzt seit langem auf die Zusammenarbeit mit der tschechischen Industrie. Seit dem Jahr 2016 knüpft sie Beziehungen zu den ersten potenziellen Lieferanten und hat bis heute rund 90 Memoranden unterzeichnet. Das gesamte "Team Korea", das das Projekt umsetzen wird, spricht von einer Zusammenarbeit mit bis zu siebenhundert tschechischen Unternehmen.
Das Projekt hat die volle Unterstützung der koreanischen Regierung….
Die Beteiligung der Firma KHNP am Bau der neuen Blöcke des KKW Dukovany findet in der Republik Korea breite Unterstützung im gesamten politischen Spektrum. Dies wurde der tschechischen Seite von Vertretern sowohl der Regierungs- als auch der Oppositionsparteien bei einem Besuch in Korea im Februar zugesichert, an dem eine Delegation unter Leitung von Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek teilnahm. Vertreter des koreanischen Parlaments überbrachten Ende Februar die gleiche Botschaft nach Prag.
Der Bau der neuen Blöcke des KKW Dukovany ist ein strategisches Projekt für die Republik Korea, dessen Erfolg nicht nur für den weiteren Export der lokalen Nuklearindustrie, sondern auch für die künftige umfassende Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik und anderen europäischen Ländern in anderen Bereichen von entscheidender Bedeutung sein wird. Die Firma KHNP ist bereit, ihr Möglichstes zu tun, um das Projekt gemeinsam mit den tschechischen Auftragnehmern qualitativ hochwertig, termingerecht und zum vereinbarten Preis abzuschließen.
/gr/
Präsident Pavel in der Pilsner Region zu Besuch
26.3.2025 MF DNES Jitka Kubikova, Jaroslav Nedved Seite 13
Übersetzung des Teils zur Kernkraft:
Nach dem Mittag besuchte der Präsident die Gesellschaft SKODA JS, wo er die Reaktorhalle besichtigte und ein Modell des Reaktors VVER 1000 entgegennahm, von dem das Pilsener Unternehmen zwei Typen für das Kernkraftwerk Temelín geliefert hatte.
Für ihn und seine Sicherheitsleute gab es während des Rundgangs durch die Reaktorhalle keine Ausnahme, alle mussten Schutzhelme und Schutzbrillen tragen. Der wohl längste Stopp war an einer großen Drehmaschine, wo er eine lange Diskussion mit Mitgliedern der Geschäftsleitung führte.
"Wir zeigten ihm vor allem die Herstellung eines Behälters für abgebrannte Brennelemente, den wir für Brennstoffe aus Dukovany und Temelín verwenden. Wir haben auch über die mögliche Herstellung von Druckbehältern und anderen Teilen des Primärkreislaufs, insbesondere für kleine Reaktoren, gesprochen", erklärte Tomas Pleskac, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Skoda Nuclear Engineering und Mitglied des Vorstands der Energiefirma CEZ.
Frantisek Krcek, Generaldirektor von Nuclear Engineering, bestätigte, dass er und Petr Pavel auch die Möglichkeiten tschechischer Unternehmen bei der Fertigstellung neuer Blöcke des Kernkraftwerks Dukovany besprochen haben. "Der Präsident stimmt zu, dass der Anteil der tschechischen Industrie so hoch wie möglich sein sollte, idealerweise die erwähnten 60 Prozent", sagte der Generaldirektor Krcek. Von der Nukleartechnik begab sich der Präsident ohne die Medien in die angrenzende Halle von Doosan.
"Die nuklearen Fähigkeiten, das Know-how und die Erfahrung in der Tschechischen Republik sind nicht nur in der Vergangenheit glorreich, sie sind auch eine Expertise, die sich fortsetzt. Wir verfügen über professionelles Kapital, technologischen Hintergrund und vorbereitete Leute, und wenn wir jetzt in die Zeit der nuklearen Renaissance eintreten, ist das eine große Chance für unsere Wirtschaft, sich in diesem großen Gebiet durchzusetzen", sagte der Präsident bei seiner Pressekonferenz im Barockschloss Tynec bei Klatovy.
/gr/
Skoda JS aus Pilsen will Ausrüstungen für den neuen Block in Dukovany sowie für kleine Reaktoren liefern
25. März 2025 E15 CTK
Das in Pilsen ansässige Unternehmen Skoda JS möchte Ausrüstungen sowohl für die Primär- als auch für die Sekundärteile neuer Blöcke tschechischer Kernkraftwerke liefern. Das Unternehmen will sich auch an der Montage, der Koordination, der Inbetriebnahme von Teilbetriebssätzen und der Planung beteiligen. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende Frantisek Krcek bei einem Treffen mit dem Präsident Petr Pavel, der am Dienstag die Reaktorhalle des zur CEZ-Gruppe gehörenden Unternehmens besichtigte. Skoda JS ist einer der führenden europäischen Hersteller und Lieferanten von Ausrüstungen für die Kernkraftindustrie.
Skoda JS hat mit KHNP, dem bevorzugten Bieter für den Bau des neuen Dukovany-Blocks, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die auch eine Vertraulichkeitsvereinbarung enthält. "Deshalb können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, über welche Ausrüstungslieferungen wir mit der koreanischen Seite verhandelt haben und verhandeln werden", sagte der Sprecher von Skoda JS, Karel Samec. Sollte das Unternehmen mit Sitz in Pilsen erfolgreich sein, würde es 200 bis 250 neue Mitarbeiter einstellen und über 100 Millionen CZK pro Jahr an zusätzlichen Steuern, einschließlich Sozial- und Krankenversicherung, an den Staatshaushalt abführen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 1.100 Mitarbeiter.
"Die Rolle von Skoda JS könnte perspektivisch auch durch unser Know-how für die künftige Instandhaltung der neuen Blöcke erweitert werden, da wir in diesem Bereich über langjährige Erfahrung und gute Referenzen nicht nur in der Tschechischen Republik verfügen", so Krcek. Das Unternehmen ist Generalunternehmer für die Instandhaltung des Primärkreislaufs aller sechs in Betrieb befindlichen Kernkraftwerksblöcke in der Tschechischen Republik, wo es die Technologie wartet. Darüber hinaus liefert es Ausrüstungen für die Aufrüstung des Primärkreislaufs und Ersatzteile, um die Lebensdauer der Blöcke zu verlängern.
In der Slowakei ist Skoda JS an der Fertigstellung des vierten Blocks des Kernkraftwerks Mochovce beteiligt, dessen dritter Block im vergangenen Jahr den kommerziellen Betrieb aufnahm. Laut Krcek ist dies die Quelle für die Ambitionen des Werks Pilsen für das Projekt Dukovany. "Es ist logisch, dass wir vor allem im eigenen Land die gleiche würdige Rolle spielen wollen wie bei der Fertigstellung von Mochovce. Gemeinsam mit anderen tschechischen Unternehmen haben wir dort Schlüsselkomponenten geliefert und spielen eine wichtige Rolle bei deren Inbetriebnahme", sagte er. Krcek sagte, Dukovany werde Aufträge an andere tschechische Zulieferer von Skoda JS bringen.
Das Unternehmen erwartet auch eine bedeutende Beteiligung seiner Produktions- und Engineering-Kapazitäten an einem gemeinsamen CEZ-Projekt mit dem britischen Unternehmen Rolls-Royce zur Herstellung kleiner SMR-Reaktoren. Nach Angaben von Samec bereitet das Unternehmen seine Betriebe bereits darauf vor und hat mit massiven Investitionen in den Maschinenpark und die Qualifizierung der Produktionsprozesse begonnen. Der Vorteil von Skoda JS auf dem Gebiet der kleinen modularen Reaktoren besteht unter anderem darin, dass das Unternehmen bereits 21 komplette Reaktoren hergestellt und ausgeliefert hat, die in Leistung und Größe den SMR (Typ VVER 440) nahe kommen.
"Die für die Herstellung des Reaktordruckbehälters erforderlichen Technologien und Verfahren werden zum Beispiel bereits in großem Umfang bei der Herstellung von Behältern für abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken eingesetzt", so Krcek.
Quelle:https://www.e15.cz/byznys/prumysl-a-ene ... ry-1423359
/gr/
Temelin: Hochzeit oder Reaktorbesuch?
26.3.2025 Ceskobudejoviky denik Seite 6 – Beilage
Ein virtueller Rundgang durch das Kraftwerk, Hochzeiten, Veranstaltungen für Kinder oder ein Spaziergang am Vogelpfad.
Nicht nur solche Möglichkeiten bietet das Informationszentrum des Kernkraftwerks Temelín. Mit jährlich mehr als vierzigtausend Besuchern ist der Sitz des Informationszentrums des Kraftwerkes im Schloss Vysoky Hradek eines der meistbesuchten Orte in Südböhmen.
Besuchen Sie die interessantesten und am meisten bewachten Orte des Kernkraftwerks Temelín, während Sie bequem im Kinosaal des Informationszentrums sitzen. Eine solche Möglichkeit bietet ein einzigartiger virtueller Rundgang durch das Kraftwerk, die sogenannte ReakTour. Durch eine spezielle Brille blicken die Besucher direkt in die Reaktorhalle, besichtigen den Kontrollraum, blicken in den Kühlturm oder können die Lagerung von frischem und verbrauchtem Brennstoff sehen.
Dabei dürfen viele Temelin - Mitarbeiter in der Realität nicht diese Orte besuchen. "Das Betreten dieser Orte bedeutet, eine Sicherheitsüberprüfung von NBU zu haben und eine Reihe anderer Verpflichtungen zu erfüllen. Auf der anderen Seite wollen wir den Menschen diese Orte näher bringen als durch gewöhnliche Fotografien," sagt Petr Suler, Leiter der Kommunikationsabteilung der Kernkraftwerke von CEZ.
Während der virtuelle Rundgang das Kraftwerk in sechzehn Minuten in einem sehr flotten Tempo präsentiert, ist der Rundgang durch das Informationszentrum selbst deutlich ruhiger und ergänzt die digitale Version passend. "Die Besucher des Infozentrums können bei einzelnen Modellen wie einem Brennstoffmodell, einem Reaktormodell oder einem Querschnitt durch den Hauptproduktionsblock stehen bleiben und die Begleiter fragen, was sie interessiert." fügt Petr Suler hinzu.
Vom Reaktor zum Vogelpfad oder zu den Bienenstöcken …
Nach den technischen Informationen können die Besucher einen Spaziergang an der frischen Luft durch den Schlosspark genießen, der das Temeliner Informationszentrum umgibt. Sie können einer Vogelspur folgen oder in Bienenstöcke schauen. Ornithologen beobachten die Vögel im örtlichen Schlosspark schon seit längerer Zeit. Gegenwärtig sind hier vierzig verschiedene Arten registriert. Laut Ornithologen gibt es im Schlosspark rund um eines der meistbesuchten Informationszentren der Energiefirma CEZ sehr gute Bedingungen für Vögel. "Die hohen Bäume und die Mosaiklandschaft sind gut für Vögel. Darüber hinaus ist das Vorhandensein eines nahegelegenen Kraftwerks für kleine Vögel überhaupt kein Problem, es hat sogar einige größere Arten wie den Falken angelockt", sagte Jakub Vlcek, Ornithologe vom Südböhmischen Vogelwarteverein.
Im Sommer kann man sich auf eine echte Tour durch Temelín und Lipno freuen ….
Während das Informationszentrum praktisch das ganze Jahr über geöffnet ist, müssen Interessierte bis zum Sommer warten, um eine echte Führung durch das Kraftwerk zu erhalten. Und sie haben auch die Möglichkeit, das Wasserkraftwerk Lipno zu besichtigen. Seien Sie schnell bei der Registrierung. Das Interesse an beiden Kraftwerken ist nämlich enorm.
So wurden im vergangenen Jahr in beiden Kraftwerken innerhalb von drei Tagen mehr als tausend Plätze belegt. "Es besteht nach wie vor ein außerordentliches Interesse an den Führungen durch das Wasserkraftwerk Lipno I, das die Kapazität des Wasserkraftwerks deutlich übersteigt. Und wenn es die Betriebssituation zulässt, möchten wir das beliebte Wasserkraftwerk auch in diesem Sommer der Öffentlichkeit zugänglich machen", sagte Katerina Bartuskova, Leiterin des Informationszentrums und der Bildungsabteilung der CEZ-Gruppe.
Kinder können zum Osterprogramm kommen ….
In diesem Jahr wird das Informationszentrum von Temelín auch ein Programm für die Osterferien vorbereiten. Es beginnt hier am Donnerstag, den 17. April und dauert bis Montag. Die Kinder können im Park verschiedene Aufgaben erledigen, die notwendigen Stempel sammeln und eine süße Belohnung erhalten.
"Das werden Wissens- und Sportaufgaben sein. Familien können morgens oder nachmittags anreisen und es liegt an ihnen, wie lange sie bleiben. Es geht vor allem um einen gemütlichen Spaziergang mit einem gewissen Ziel", sagte Jana Gribbinova, Leiterin der Gruppe für interne und externe Kommunikation des KKW Temelín.
Reservierungen und Eintrittsgelder werden vom Energiepersonal nicht verlangt, die Menschen können jederzeit zwischen 9 und 16 Uhr anreisen. Am Samstag erwartet Familien mit Kindern ein reichhaltiges Programm. "Von 10 bis 17 Uhr können sich die Besucher auf Ostermärkte, Theater oder die Herstellung von Peitschen und das Bemalen von Ostereiern freuen", fügte Jana Gribbinová hinzu.
Ja in Temelin ….
Manche Besucher sind so verzaubert von der lokalen Umgebung, dass sie dort einen wichtigen Schritt in ihrem Leben machen wollen. Wir sprechen von einer Hochzeit, und im Fall von Temelín ist es keine Kuriosität. Seit dem Jahr 2006 hat der Bürgermeister des nahegelegenen gleichnamigen Dorfes hier 142 Paare getraut. Deshalb sind die Energiearbeiter schon richtig auf die Verlobten vorbereitet.
Auf einem Inselchen inmitten eines Teiches im Schlosspark bereiten sie ein blumengeschmücktes Burgtor vor. Und sie haben auch eine nasse Variante im Informationszentrum in Reserve.
Ja, Sie können das Informationszentrum des Kernkraftwerks Temelín aus verschiedenen Gründen besuchen.
- Die Insel im Park in der Nähe des Informationszentrums des AKW Temelín ist ein beliebter Ort für verlobte Paare. Seit dem Jahr 2006 haben hier 142 Hochzeiten stattgefunden
- Jedes Jahr bereiten die Energietechniker in ihrem Informationszentrum mehrere Veranstaltungen für Kinder vor
- Dank einer speziellen Brille können die Besucher die bewachtesten und interessantesten Orte des Kernkraftwerks Temelín sehen
/gr/
47 % des Stroms in der EU stammten im vergangenen Jahr aus erneuerbaren Quellen
Erneuerbare Ressourcen
26. März 2025, oenergetice.cz
Autorin: Zuzana Vrbova
Die Europäische Union hat im Jahr 2024 erhebliche Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien erzielt: 46,9 % des Stroms werden aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Gleichzeitig gingen die Energieimporte aus Nicht-EU-Ländern im selben Jahr zurück.
Laut Eurostat war Dänemark mit 88,4 % führend unter den EU-Ländern bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, während Strom hauptsächlich aus Windenergie erzeugt wurde. Dicht gefolgt von Portugal mit 87,5 %, das sowohl Wind- als auch Wasserkraft nutzte, während Kroatien 73,7 % erreichte, hauptsächlich aus Wasserkraft.
Am unteren Ende der Skala lagen Luxemburg, Malta und die Tschechische Republik, die mit 5,1 %, 15,1 % bzw. 15,9 % die geringsten Anteile an Strom aus erneuerbaren Energien verzeichneten. Wind und Wasserkraft blieben die Hauptquellen für erneuerbaren Strom. Sie machten 39,1 % bzw. 29,9 % des Gesamtvolumens aus. Der Anteil der Solarenergie lag bei 22,4 %.
Zwischen den Jahren 2004 und 2023 hat sich der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch der EU von 9,6 % auf 24,5 % fast verdreifacht. Mit der Aktualisierung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie im Jahr 2023 wurde das EU-Ziel für das Jahr 2030 von 32 % auf 42,5 % angehoben, mit zusätzlichen Anstrengungen, um 45 % zu erreichen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, sind weitere Investitionen und das Engagement der EU-Mitgliedstaaten erforderlich.
/leicht gekürzt/
Quelle: https://oenergetice.cz/obnovitelne-zdro ... ych-zdroju
/gr/
Ökologen gegen Ökoogen: Wie wird die Windkraft die tschechische Landschaft verändern?
26.3.2025 Info.cz Marek Kerles
Eines der Argumente gegen den Bau von Temelín war die Beeinträchtigung der malerischen Landschaft Südböhmens. Die Frage ist nun, wie die Tschechen die geplante Umgestaltung der Landschaft für den Bau von Windkraftanlagen akzeptieren werden.
Was jetzt in dem Land geplant ist, ist nicht nur eine Art Energiewende, um den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung zu erhöhen. Wenn die Vision der Regierung, die Windenergie auszubauen, verwirklicht werden soll, bedeutet dies auch eine ziemlich dramatische Veränderung der tschechischen Landschaft, wie wir sie heute gewohnt sind.
Laut dem Umweltminister Petr Hladik soll die Tschechische Republik die installierte Leistung der heimischen Windenergie von derzeit rund 330 Megawatt auf 1 200 Megawatt im Jahr 2030 erhöhen. Damit würde sich die Kapazität der Windparks auf den verschiedenen tschechischen "Hügeln" in nur fünf Jahren vervierfachen.
Und das ist nur möglich, weil die neuen Windräder viel größer und leistungsfähiger sein werden als die meisten, die heute in der Tschechischen Republik stehen. Zum Vergleich: Jeder der beiden Windtürme der ältesten tschechischen Windkraftanlage, die im Jahre 2003 in Jindrichovice pod Smrkem in Betrieb genommen wurde, hat eine Leistung von 600 kW und hat 65 Meter von der Basis bis zur Mitte des Propellers. Der Durchmesser des Propellers beträgt 44 Meter.
In seinem Plan sieht Minister Hladk den Bau von mindestens 240 Windtürmen mit einer Mindestleistung von jeweils 5 MW vor. Das ist achtmal mehr als der Turm in Jindrichovice pod Smrkem. Die Leistung von Windkraftanlagen nimmt aufgrund der technologischen Entwicklung ständig zu: An Land werden Acht-Megawatt-Turbinen gebaut, auf See ist sogar schon eine 20-Megawatt-Turbine in Betrieb.
Hunderte von Türmen in der Landschaft
Damit die Regierung ihr erklärtes Klimaziel des Ausbaus der Windenergie erreichen kann, muss praktisch jeder neue Windturm in der Tschechischen Republik deutlich größer und leistungsfähiger sein als der derzeit größte tschechische Windpark in Zipotín in der Region Svitav. Er hat eine Leistung von 4,2 MW und misst einschließlich des Propellerblatts 179 Meter von der Basis aus. Die neuen Windtürme in der tschechischen Landschaft sollen deutlich größer und besser sichtbar sein.
"Heute werden Sechs-Megawatt-Turbinen in der Regel an Land installiert, und ihre Windtürme messen mit dem Flügel etwa 230 Meter", sagte der Ökologe und Energieberater Edvard Sequens gegenüber INFO.CZ.
Im Vergleich dazu sind die Kühltürme des Kernkraftwerks Temelín, die aus einer Entfernung von mehreren zehn Kilometern sichtbar sind, "nur" 155 Meter hoch. Aber natürlich muss man die Dampfsäule, die aus ihnen austritt, dazuzählen.
Es besteht jedenfalls kein Zweifel, dass die 240 rund 200 Meter hohen "Wind"-Türme, die (bisher) in der Tschechischen Republik gebaut werden sollen, den Charakter der malerischen tschechischen Landschaft viel stärker verändern werden als alle anderen Energiequellen, einschließlich der beiden Kernkraftwerke.
Minister Hladik spricht von etwa 20 Windturbinen pro Region, was seiner Meinung nach keine fatalen Auswirkungen auf die Landschaft haben dürfte. Es ist jedoch zu bedenken, dass die Bedingungen für die Windenergie nicht überall gleich sind und dass einige Regionen für den Bau neuer Turbinen viel besser geeignet sind als andere.
Quelle: https://www.info.cz/zpravodajstvi-a-kom ... energetika
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
KHNP strebt maximale Beteiligung der tschechischen Industrie am Dukovany-Ausbau an
Unterstützung für tschechische Unternehmen
26.03.2025 Hospodarske noviny Seite: 7
Die südkoreanische Firma KHNP plant, tschechische Unternehmen so weit wie möglich an der Fertigstellung neuer Blöcke in Dukovany zu beteiligen. Die ersten Aufträge sollen bereits im Jahre 2025 vergeben werden, mit dem Ziel, bis zum Jahr 2039 einen Anteil von 60 % tschechischer Lieferanten zu erreichen. Die Schlüsselrolle könnte Doosan Skoda Power aus Pilsen spielen, das nicht nur über die Lieferung der Turbine, sondern auch des gesamten Maschinenhauses verhandelt.
Darüber hinaus eröffnet die KHNP ein Unterstützungszentrum für die Lokalisierung und richtet einen speziellen Fonds ein, um tschechischen Unternehmen den Zugang zu Verträgen zu erleichtern. Verträge mit tschechischen Zulieferern werden schrittweise hinzukommen - die ersten im Jahr 2025 und die anderen in den nächsten 14 Jahren. Die Firma KHNP hat in ihrem Angebot bereits eine Reihe potenzieller Unterauftragnehmer identifiziert. Die Ausschreibungen werden so angelegt sein, dass Transparenz und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Bieter gewährleistet sind. Damit will KHNP nicht nur die einheimische Industrie unterstützen, sondern auch eine qualitativ hochwertige und termingerechte Projektdurchführung sicherstellen.
Turbinenhalle von einem tschechischen Auftragnehmer ….
Die Firma KHNP hat bereits einen Vertrag mit dem in Pilsen ansässigen Unternehmen Doosan Skoda Power geschlossen, der die Lieferung der Turbine vorsieht. Derzeit laufen Verhandlungen mit dem Pilsener Unternehmen über die Lieferung nicht nur der Turbine, sondern der gesamten Turbinenhalle. Die Turbine ist einer der beiden Grundbestandteile des Kernkraftwerks und macht daher einen wesentlichen Teil des gesamten Auftrags aus.
Darüber hinaus werden durch den Vertrag mit Doosan Skoda Power Dutzende anderer tschechischer Unterauftragnehmer in das Projekt eingebunden sein. Die Lieferung der gesamten Turbinenhalle ist also ein weiterer wichtiger Schritt zur Erhöhung des Anteils tschechischer Unternehmen.
"Doosan Skoda Power ist ein Unternehmen mit großer Erfahrung, dessen Turbinen weltweit eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit mit Doosan Skoda Power wird uns nicht nur dabei helfen, das Projekt rechtzeitig abzuschließen, sondern auch sicherzustellen, dass möglichst viele tschechische Zulieferer an dem Projekt teilnehmen können", so Jooho Whang, Präsident und Generaldirektor von KHNP.
Nach Unterzeichnung des EPC-Vertrags wird KHNP schrittweise transparente Ausschreibungen durchführen, um die Beteiligung tschechischer Unternehmen weiter zu erhöhen. Dieses Verfahren wird gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Bieter gewährleisten und die Auswahl der hochwertigsten und effizientesten Subunternehmer ermöglichen, die wesentlich zur erfolgreichen Durchführung des Projekts beitragen werden. Um die tschechische Industrie so weit wie möglich einzubeziehen, wird KHNP ein Unterstützungszentrum für Lokalisierung in Prag eröffnen. Dieses wird als Kommunikations- und Kooperationszentrum dienen, dessen Hauptaufgabe darin besteht, tschechische Unternehmen bei der Auftragsvergabe zu unterstützen. Das Zentrum wird auch im Voraus die Zeitpläne für anstehende Ausschreibungen mitteilen und Informationen über Projektentwicklungen bereitstellen.
"Wir gehen davon aus, dass das neue Zentrum wesentlich dazu beitragen wird, den geplanten Grad der Beteiligung tschechischer Unternehmen zu erreichen. Insbesondere wird es den kleinen und mittleren Firmen den Zugang zu fairen und transparenten Ausschreibungen, die wir ab diesem Jahr bis zum geplanten Abschluss des Projekts im Jahr 2039 durchführen werden, erheblich erleichtern", so Jooho Whang.
Ähnliche Unterstützungszentren werden von den KHNP-Konstruktionspartnern Daewoo E&C und Doosan Enerbility, der Muttergesellschaft von Doosan Skoda Power in Pilsen, betrieben.
KHNP hat außerdem in Zusammenarbeit mit KAIF die Einrichtung eines speziellen Lokalisierungsfonds angekündigt, um tschechische Unternehmen bei der Vorbereitung auf die Ausschreibungsbedingungen zu unterstützen und ein faires Wettbewerbsumfeld zu gewährleisten. Der Fonds wird auch Beratungsprogramme und andere Formen der Unterstützung anbieten, um Unternehmen bei der Anpassung an die Anforderungen von Ausschreibungen zu helfen.
Die südkoreanische Firma KHNP setzt seit langem auf die Zusammenarbeit mit der tschechischen Industrie. Seit dem Jahr 2016 knüpft sie Beziehungen zu den ersten potenziellen Lieferanten und hat bis heute rund 90 Memoranden unterzeichnet. Das gesamte "Team Korea", das das Projekt umsetzen wird, spricht von einer Zusammenarbeit mit bis zu siebenhundert tschechischen Unternehmen.
Das Projekt hat die volle Unterstützung der koreanischen Regierung….
Die Beteiligung der Firma KHNP am Bau der neuen Blöcke des KKW Dukovany findet in der Republik Korea breite Unterstützung im gesamten politischen Spektrum. Dies wurde der tschechischen Seite von Vertretern sowohl der Regierungs- als auch der Oppositionsparteien bei einem Besuch in Korea im Februar zugesichert, an dem eine Delegation unter Leitung von Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek teilnahm. Vertreter des koreanischen Parlaments überbrachten Ende Februar die gleiche Botschaft nach Prag.
Der Bau der neuen Blöcke des KKW Dukovany ist ein strategisches Projekt für die Republik Korea, dessen Erfolg nicht nur für den weiteren Export der lokalen Nuklearindustrie, sondern auch für die künftige umfassende Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik und anderen europäischen Ländern in anderen Bereichen von entscheidender Bedeutung sein wird. Die Firma KHNP ist bereit, ihr Möglichstes zu tun, um das Projekt gemeinsam mit den tschechischen Auftragnehmern qualitativ hochwertig, termingerecht und zum vereinbarten Preis abzuschließen.
/gr/
Präsident Pavel in der Pilsner Region zu Besuch
26.3.2025 MF DNES Jitka Kubikova, Jaroslav Nedved Seite 13
Übersetzung des Teils zur Kernkraft:
Nach dem Mittag besuchte der Präsident die Gesellschaft SKODA JS, wo er die Reaktorhalle besichtigte und ein Modell des Reaktors VVER 1000 entgegennahm, von dem das Pilsener Unternehmen zwei Typen für das Kernkraftwerk Temelín geliefert hatte.
Für ihn und seine Sicherheitsleute gab es während des Rundgangs durch die Reaktorhalle keine Ausnahme, alle mussten Schutzhelme und Schutzbrillen tragen. Der wohl längste Stopp war an einer großen Drehmaschine, wo er eine lange Diskussion mit Mitgliedern der Geschäftsleitung führte.
"Wir zeigten ihm vor allem die Herstellung eines Behälters für abgebrannte Brennelemente, den wir für Brennstoffe aus Dukovany und Temelín verwenden. Wir haben auch über die mögliche Herstellung von Druckbehältern und anderen Teilen des Primärkreislaufs, insbesondere für kleine Reaktoren, gesprochen", erklärte Tomas Pleskac, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Skoda Nuclear Engineering und Mitglied des Vorstands der Energiefirma CEZ.
Frantisek Krcek, Generaldirektor von Nuclear Engineering, bestätigte, dass er und Petr Pavel auch die Möglichkeiten tschechischer Unternehmen bei der Fertigstellung neuer Blöcke des Kernkraftwerks Dukovany besprochen haben. "Der Präsident stimmt zu, dass der Anteil der tschechischen Industrie so hoch wie möglich sein sollte, idealerweise die erwähnten 60 Prozent", sagte der Generaldirektor Krcek. Von der Nukleartechnik begab sich der Präsident ohne die Medien in die angrenzende Halle von Doosan.
"Die nuklearen Fähigkeiten, das Know-how und die Erfahrung in der Tschechischen Republik sind nicht nur in der Vergangenheit glorreich, sie sind auch eine Expertise, die sich fortsetzt. Wir verfügen über professionelles Kapital, technologischen Hintergrund und vorbereitete Leute, und wenn wir jetzt in die Zeit der nuklearen Renaissance eintreten, ist das eine große Chance für unsere Wirtschaft, sich in diesem großen Gebiet durchzusetzen", sagte der Präsident bei seiner Pressekonferenz im Barockschloss Tynec bei Klatovy.
/gr/
Skoda JS aus Pilsen will Ausrüstungen für den neuen Block in Dukovany sowie für kleine Reaktoren liefern
25. März 2025 E15 CTK
Das in Pilsen ansässige Unternehmen Skoda JS möchte Ausrüstungen sowohl für die Primär- als auch für die Sekundärteile neuer Blöcke tschechischer Kernkraftwerke liefern. Das Unternehmen will sich auch an der Montage, der Koordination, der Inbetriebnahme von Teilbetriebssätzen und der Planung beteiligen. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende Frantisek Krcek bei einem Treffen mit dem Präsident Petr Pavel, der am Dienstag die Reaktorhalle des zur CEZ-Gruppe gehörenden Unternehmens besichtigte. Skoda JS ist einer der führenden europäischen Hersteller und Lieferanten von Ausrüstungen für die Kernkraftindustrie.
Skoda JS hat mit KHNP, dem bevorzugten Bieter für den Bau des neuen Dukovany-Blocks, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die auch eine Vertraulichkeitsvereinbarung enthält. "Deshalb können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, über welche Ausrüstungslieferungen wir mit der koreanischen Seite verhandelt haben und verhandeln werden", sagte der Sprecher von Skoda JS, Karel Samec. Sollte das Unternehmen mit Sitz in Pilsen erfolgreich sein, würde es 200 bis 250 neue Mitarbeiter einstellen und über 100 Millionen CZK pro Jahr an zusätzlichen Steuern, einschließlich Sozial- und Krankenversicherung, an den Staatshaushalt abführen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 1.100 Mitarbeiter.
"Die Rolle von Skoda JS könnte perspektivisch auch durch unser Know-how für die künftige Instandhaltung der neuen Blöcke erweitert werden, da wir in diesem Bereich über langjährige Erfahrung und gute Referenzen nicht nur in der Tschechischen Republik verfügen", so Krcek. Das Unternehmen ist Generalunternehmer für die Instandhaltung des Primärkreislaufs aller sechs in Betrieb befindlichen Kernkraftwerksblöcke in der Tschechischen Republik, wo es die Technologie wartet. Darüber hinaus liefert es Ausrüstungen für die Aufrüstung des Primärkreislaufs und Ersatzteile, um die Lebensdauer der Blöcke zu verlängern.
In der Slowakei ist Skoda JS an der Fertigstellung des vierten Blocks des Kernkraftwerks Mochovce beteiligt, dessen dritter Block im vergangenen Jahr den kommerziellen Betrieb aufnahm. Laut Krcek ist dies die Quelle für die Ambitionen des Werks Pilsen für das Projekt Dukovany. "Es ist logisch, dass wir vor allem im eigenen Land die gleiche würdige Rolle spielen wollen wie bei der Fertigstellung von Mochovce. Gemeinsam mit anderen tschechischen Unternehmen haben wir dort Schlüsselkomponenten geliefert und spielen eine wichtige Rolle bei deren Inbetriebnahme", sagte er. Krcek sagte, Dukovany werde Aufträge an andere tschechische Zulieferer von Skoda JS bringen.
Das Unternehmen erwartet auch eine bedeutende Beteiligung seiner Produktions- und Engineering-Kapazitäten an einem gemeinsamen CEZ-Projekt mit dem britischen Unternehmen Rolls-Royce zur Herstellung kleiner SMR-Reaktoren. Nach Angaben von Samec bereitet das Unternehmen seine Betriebe bereits darauf vor und hat mit massiven Investitionen in den Maschinenpark und die Qualifizierung der Produktionsprozesse begonnen. Der Vorteil von Skoda JS auf dem Gebiet der kleinen modularen Reaktoren besteht unter anderem darin, dass das Unternehmen bereits 21 komplette Reaktoren hergestellt und ausgeliefert hat, die in Leistung und Größe den SMR (Typ VVER 440) nahe kommen.
"Die für die Herstellung des Reaktordruckbehälters erforderlichen Technologien und Verfahren werden zum Beispiel bereits in großem Umfang bei der Herstellung von Behältern für abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken eingesetzt", so Krcek.
Quelle:https://www.e15.cz/byznys/prumysl-a-ene ... ry-1423359
/gr/
Temelin: Hochzeit oder Reaktorbesuch?
26.3.2025 Ceskobudejoviky denik Seite 6 – Beilage
Ein virtueller Rundgang durch das Kraftwerk, Hochzeiten, Veranstaltungen für Kinder oder ein Spaziergang am Vogelpfad.
Nicht nur solche Möglichkeiten bietet das Informationszentrum des Kernkraftwerks Temelín. Mit jährlich mehr als vierzigtausend Besuchern ist der Sitz des Informationszentrums des Kraftwerkes im Schloss Vysoky Hradek eines der meistbesuchten Orte in Südböhmen.
Besuchen Sie die interessantesten und am meisten bewachten Orte des Kernkraftwerks Temelín, während Sie bequem im Kinosaal des Informationszentrums sitzen. Eine solche Möglichkeit bietet ein einzigartiger virtueller Rundgang durch das Kraftwerk, die sogenannte ReakTour. Durch eine spezielle Brille blicken die Besucher direkt in die Reaktorhalle, besichtigen den Kontrollraum, blicken in den Kühlturm oder können die Lagerung von frischem und verbrauchtem Brennstoff sehen.
Dabei dürfen viele Temelin - Mitarbeiter in der Realität nicht diese Orte besuchen. "Das Betreten dieser Orte bedeutet, eine Sicherheitsüberprüfung von NBU zu haben und eine Reihe anderer Verpflichtungen zu erfüllen. Auf der anderen Seite wollen wir den Menschen diese Orte näher bringen als durch gewöhnliche Fotografien," sagt Petr Suler, Leiter der Kommunikationsabteilung der Kernkraftwerke von CEZ.
Während der virtuelle Rundgang das Kraftwerk in sechzehn Minuten in einem sehr flotten Tempo präsentiert, ist der Rundgang durch das Informationszentrum selbst deutlich ruhiger und ergänzt die digitale Version passend. "Die Besucher des Infozentrums können bei einzelnen Modellen wie einem Brennstoffmodell, einem Reaktormodell oder einem Querschnitt durch den Hauptproduktionsblock stehen bleiben und die Begleiter fragen, was sie interessiert." fügt Petr Suler hinzu.
Vom Reaktor zum Vogelpfad oder zu den Bienenstöcken …
Nach den technischen Informationen können die Besucher einen Spaziergang an der frischen Luft durch den Schlosspark genießen, der das Temeliner Informationszentrum umgibt. Sie können einer Vogelspur folgen oder in Bienenstöcke schauen. Ornithologen beobachten die Vögel im örtlichen Schlosspark schon seit längerer Zeit. Gegenwärtig sind hier vierzig verschiedene Arten registriert. Laut Ornithologen gibt es im Schlosspark rund um eines der meistbesuchten Informationszentren der Energiefirma CEZ sehr gute Bedingungen für Vögel. "Die hohen Bäume und die Mosaiklandschaft sind gut für Vögel. Darüber hinaus ist das Vorhandensein eines nahegelegenen Kraftwerks für kleine Vögel überhaupt kein Problem, es hat sogar einige größere Arten wie den Falken angelockt", sagte Jakub Vlcek, Ornithologe vom Südböhmischen Vogelwarteverein.
Im Sommer kann man sich auf eine echte Tour durch Temelín und Lipno freuen ….
Während das Informationszentrum praktisch das ganze Jahr über geöffnet ist, müssen Interessierte bis zum Sommer warten, um eine echte Führung durch das Kraftwerk zu erhalten. Und sie haben auch die Möglichkeit, das Wasserkraftwerk Lipno zu besichtigen. Seien Sie schnell bei der Registrierung. Das Interesse an beiden Kraftwerken ist nämlich enorm.
So wurden im vergangenen Jahr in beiden Kraftwerken innerhalb von drei Tagen mehr als tausend Plätze belegt. "Es besteht nach wie vor ein außerordentliches Interesse an den Führungen durch das Wasserkraftwerk Lipno I, das die Kapazität des Wasserkraftwerks deutlich übersteigt. Und wenn es die Betriebssituation zulässt, möchten wir das beliebte Wasserkraftwerk auch in diesem Sommer der Öffentlichkeit zugänglich machen", sagte Katerina Bartuskova, Leiterin des Informationszentrums und der Bildungsabteilung der CEZ-Gruppe.
Kinder können zum Osterprogramm kommen ….
In diesem Jahr wird das Informationszentrum von Temelín auch ein Programm für die Osterferien vorbereiten. Es beginnt hier am Donnerstag, den 17. April und dauert bis Montag. Die Kinder können im Park verschiedene Aufgaben erledigen, die notwendigen Stempel sammeln und eine süße Belohnung erhalten.
"Das werden Wissens- und Sportaufgaben sein. Familien können morgens oder nachmittags anreisen und es liegt an ihnen, wie lange sie bleiben. Es geht vor allem um einen gemütlichen Spaziergang mit einem gewissen Ziel", sagte Jana Gribbinova, Leiterin der Gruppe für interne und externe Kommunikation des KKW Temelín.
Reservierungen und Eintrittsgelder werden vom Energiepersonal nicht verlangt, die Menschen können jederzeit zwischen 9 und 16 Uhr anreisen. Am Samstag erwartet Familien mit Kindern ein reichhaltiges Programm. "Von 10 bis 17 Uhr können sich die Besucher auf Ostermärkte, Theater oder die Herstellung von Peitschen und das Bemalen von Ostereiern freuen", fügte Jana Gribbinová hinzu.
Ja in Temelin ….
Manche Besucher sind so verzaubert von der lokalen Umgebung, dass sie dort einen wichtigen Schritt in ihrem Leben machen wollen. Wir sprechen von einer Hochzeit, und im Fall von Temelín ist es keine Kuriosität. Seit dem Jahr 2006 hat der Bürgermeister des nahegelegenen gleichnamigen Dorfes hier 142 Paare getraut. Deshalb sind die Energiearbeiter schon richtig auf die Verlobten vorbereitet.
Auf einem Inselchen inmitten eines Teiches im Schlosspark bereiten sie ein blumengeschmücktes Burgtor vor. Und sie haben auch eine nasse Variante im Informationszentrum in Reserve.
Ja, Sie können das Informationszentrum des Kernkraftwerks Temelín aus verschiedenen Gründen besuchen.
- Die Insel im Park in der Nähe des Informationszentrums des AKW Temelín ist ein beliebter Ort für verlobte Paare. Seit dem Jahr 2006 haben hier 142 Hochzeiten stattgefunden
- Jedes Jahr bereiten die Energietechniker in ihrem Informationszentrum mehrere Veranstaltungen für Kinder vor
- Dank einer speziellen Brille können die Besucher die bewachtesten und interessantesten Orte des Kernkraftwerks Temelín sehen
/gr/
47 % des Stroms in der EU stammten im vergangenen Jahr aus erneuerbaren Quellen
Erneuerbare Ressourcen
26. März 2025, oenergetice.cz
Autorin: Zuzana Vrbova
Die Europäische Union hat im Jahr 2024 erhebliche Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien erzielt: 46,9 % des Stroms werden aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Gleichzeitig gingen die Energieimporte aus Nicht-EU-Ländern im selben Jahr zurück.
Laut Eurostat war Dänemark mit 88,4 % führend unter den EU-Ländern bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, während Strom hauptsächlich aus Windenergie erzeugt wurde. Dicht gefolgt von Portugal mit 87,5 %, das sowohl Wind- als auch Wasserkraft nutzte, während Kroatien 73,7 % erreichte, hauptsächlich aus Wasserkraft.
Am unteren Ende der Skala lagen Luxemburg, Malta und die Tschechische Republik, die mit 5,1 %, 15,1 % bzw. 15,9 % die geringsten Anteile an Strom aus erneuerbaren Energien verzeichneten. Wind und Wasserkraft blieben die Hauptquellen für erneuerbaren Strom. Sie machten 39,1 % bzw. 29,9 % des Gesamtvolumens aus. Der Anteil der Solarenergie lag bei 22,4 %.
Zwischen den Jahren 2004 und 2023 hat sich der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch der EU von 9,6 % auf 24,5 % fast verdreifacht. Mit der Aktualisierung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie im Jahr 2023 wurde das EU-Ziel für das Jahr 2030 von 32 % auf 42,5 % angehoben, mit zusätzlichen Anstrengungen, um 45 % zu erreichen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, sind weitere Investitionen und das Engagement der EU-Mitgliedstaaten erforderlich.
/leicht gekürzt/
Quelle: https://oenergetice.cz/obnovitelne-zdro ... ych-zdroju
/gr/
Ökologen gegen Ökoogen: Wie wird die Windkraft die tschechische Landschaft verändern?
26.3.2025 Info.cz Marek Kerles
Eines der Argumente gegen den Bau von Temelín war die Beeinträchtigung der malerischen Landschaft Südböhmens. Die Frage ist nun, wie die Tschechen die geplante Umgestaltung der Landschaft für den Bau von Windkraftanlagen akzeptieren werden.
Was jetzt in dem Land geplant ist, ist nicht nur eine Art Energiewende, um den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung zu erhöhen. Wenn die Vision der Regierung, die Windenergie auszubauen, verwirklicht werden soll, bedeutet dies auch eine ziemlich dramatische Veränderung der tschechischen Landschaft, wie wir sie heute gewohnt sind.
Laut dem Umweltminister Petr Hladik soll die Tschechische Republik die installierte Leistung der heimischen Windenergie von derzeit rund 330 Megawatt auf 1 200 Megawatt im Jahr 2030 erhöhen. Damit würde sich die Kapazität der Windparks auf den verschiedenen tschechischen "Hügeln" in nur fünf Jahren vervierfachen.
Und das ist nur möglich, weil die neuen Windräder viel größer und leistungsfähiger sein werden als die meisten, die heute in der Tschechischen Republik stehen. Zum Vergleich: Jeder der beiden Windtürme der ältesten tschechischen Windkraftanlage, die im Jahre 2003 in Jindrichovice pod Smrkem in Betrieb genommen wurde, hat eine Leistung von 600 kW und hat 65 Meter von der Basis bis zur Mitte des Propellers. Der Durchmesser des Propellers beträgt 44 Meter.
In seinem Plan sieht Minister Hladk den Bau von mindestens 240 Windtürmen mit einer Mindestleistung von jeweils 5 MW vor. Das ist achtmal mehr als der Turm in Jindrichovice pod Smrkem. Die Leistung von Windkraftanlagen nimmt aufgrund der technologischen Entwicklung ständig zu: An Land werden Acht-Megawatt-Turbinen gebaut, auf See ist sogar schon eine 20-Megawatt-Turbine in Betrieb.
Hunderte von Türmen in der Landschaft
Damit die Regierung ihr erklärtes Klimaziel des Ausbaus der Windenergie erreichen kann, muss praktisch jeder neue Windturm in der Tschechischen Republik deutlich größer und leistungsfähiger sein als der derzeit größte tschechische Windpark in Zipotín in der Region Svitav. Er hat eine Leistung von 4,2 MW und misst einschließlich des Propellerblatts 179 Meter von der Basis aus. Die neuen Windtürme in der tschechischen Landschaft sollen deutlich größer und besser sichtbar sein.
"Heute werden Sechs-Megawatt-Turbinen in der Regel an Land installiert, und ihre Windtürme messen mit dem Flügel etwa 230 Meter", sagte der Ökologe und Energieberater Edvard Sequens gegenüber INFO.CZ.
Im Vergleich dazu sind die Kühltürme des Kernkraftwerks Temelín, die aus einer Entfernung von mehreren zehn Kilometern sichtbar sind, "nur" 155 Meter hoch. Aber natürlich muss man die Dampfsäule, die aus ihnen austritt, dazuzählen.
Es besteht jedenfalls kein Zweifel, dass die 240 rund 200 Meter hohen "Wind"-Türme, die (bisher) in der Tschechischen Republik gebaut werden sollen, den Charakter der malerischen tschechischen Landschaft viel stärker verändern werden als alle anderen Energiequellen, einschließlich der beiden Kernkraftwerke.
Minister Hladik spricht von etwa 20 Windturbinen pro Region, was seiner Meinung nach keine fatalen Auswirkungen auf die Landschaft haben dürfte. Es ist jedoch zu bedenken, dass die Bedingungen für die Windenergie nicht überall gleich sind und dass einige Regionen für den Bau neuer Turbinen viel besser geeignet sind als andere.
Quelle: https://www.info.cz/zpravodajstvi-a-kom ... energetika
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von Zeitungsartikeln aus Tschechien zur Kernkraft vom 27.3.2025:
Unsere Dukovany – Tragödie
27.3.2025 Wochenzeitung Echo Seite 12 Marketa Mala
WELCHE DINGE GESCHEHEN RUND UM DIE NUKLEARE AUSSCHREIBUNG UND CEZ
Na endich.. Die Europäische Kommission (EK) hat den vollständigen Text der Notifizierung für den fünften Dukovany-Block veröffentlicht. Nach fast einem Jahr der Entscheidung über die Genehmigung der öffentlichen Beihilfen für den Bau des neuen Kernkraftwerksblocks. Die teilweise kursierenden Informationen über die ungünstigen Bedingungen für den Betrieb des neuen Kraftwerks haben sich nun endlich bestätigt. Und das ist noch nicht alles, was sich in letzter Zeit um den "größten Auftrag in der tschechischen Geschichte" und auch um CEZ ereignet hat.
Die Zustimmung Brüssels zur Anwendung des Beihilfemodells im EU-Binnenmarkt ist eine notwendige Voraussetzung. Und die Erkenntnis, dass eine Notifizierung eine Unterwerfung unter die Kommission und die von ihr auferlegten Regeln bedeutet, ist entscheidend. Wir müssten jede Abweichung von dem genehmigten Modell für den neuen Block den Beamten in der EK melden. Das heißt, wenn der fünfte Block überhaupt nach diesen Noten aus Brüssel gebaut wird. Erinnern wir uns daran, dass der Zeitplan eine Inbetriebnahme in den Probebetrieb im Jahr 2036 vorsieht, mit dem Start des Kommerzbetriebs im Jahr 2038. Bereits aus der gekürzten Fassung der Notifizierung, die seit dem letzten Frühjahr bekannt war, ging hervor, dass die uns auferlegten Bedingungen (denen die tschechischen Verhandlungsführer zugestimmt haben) gegen die Kerntechnologie selbst und gegen den finanziellen Ertrag gehen.
Und dennoch hat niemand versucht, weiter zu verhandeln oder gar eine erneute Notifizierung vorzunehmen. Dies ist auf weitere zeitliche Verzögerungen zurückzuführen. Es gibt mehrere Problembereiche. Erstens das Prinzip des Stromeinkaufs aus der neuen Quelle. Dieser basiert auf einem Differenzvertrag und nicht, wie ursprünglich angenommen, auf einem festen Abnahmepreis. In diesem Fall bedeutet der Differenzvertrag, dass der neu geschaffene staatliche Händler (in der Notifizierung als "Zweckgesellschaft" bezeichnet) mit dem Strom handelt, und wenn er ihn auf dem Markt zu einem niedrigeren Preis als dem vertraglich festgelegten verkauft, zahlt der Staat die Differenz. "Dies wird aus dem Staatshaushalt und/oder durch Abgaben auf den Verbrauch geschehen", heißt es in der Notifizierung. Also aus dem Geld der Steuerzahler. Der Handel wird auf dem Intraday-Markt, d. h. dem kurzfristigen Markt, stattfinden, was einen weiteren problematischen Aspekt darstellt. Der Notifizierung zufolge verpflichtet sich die Tschechische Republik, während der gesamten Lebensdauer der neuen Anlage mindestens 70 Prozent der erzeugten Energie auf dem Kurzzeitmarkt zu verkaufen. Strom als Ware sollte auf der Grundlage langfristiger Investitionen funktionieren. Er sollte nicht auf einem stark schwankenden Markt gehandelt werden, wo diese Schwankungen durch instabile grüne Quellen verursacht werden. Dies bringt uns zum vielleicht wichtigsten Punkt: Die Leistung des neuen Blocks sollte reguliert, d. h. begrenzt werden, und zwar genau entsprechend der tatsächlichen Erzeugung aus erneuerbaren Quellen. Dies widerspricht der gesamten Technologie der Kernenergie, deren Leistung auf einer stabilen Basis arbeiten und nicht von anderen Quellen gesteuert werden sollte. Das neue Kraftwerk sollte, so die Kommission, "geeignete Anreize erhalten, um zu arbeiten und effektiv an den Strommärkten teilzunehmen, indem es seine Leistung als Reaktion auf Marktsignale im Rahmen der technischen Grenzen des Kraftwerks optimiert".
So viel zu der unglücklichen Notifizierung. Aber es gibt immer noch den sechsten Kernkraftwerksblock, der ebenfalls durch die Genehmigung der Staatsbeihilfe durch Brüssel behandelt werden muss. Und es ist klar, dass eine zweite Notifizierung ganz anders aussehen würde, so dass wir zwei verschiedene Finanzierungsmodelle haben würden. Wie das zusammenpassen soll, hat noch niemand beantwortet. Aber vor allem die tschechische Seite hat noch gar keinen Antrag auf eine weitere Beihilfegenehmigung in Brüssel gestellt. Dies wurde kürzlich von Pavel Cyrani, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden von CEZ, in den Medien erwähnt, als er erklärte, warum sich die Unterzeichnung des Vertrags mit dem bevorzugten Bieter für die Fertigstellung neuer Blöcke in Dukovany, d. h. Mit der koreanischen Firma KHNP, verzögert hat. Ursprünglich sollte die Unterzeichnung bis Ende März erfolgen, aber jetzt wird mit dem zweiten Quartal gerechnet. Cyrani sagt, dass CEZ den Vertrag nicht abschließen kann, solange die Antimonopolbbehörde nicht über den Einspruch der französischen Firma EdF (deren Angebot für die Fertigstellung neuer Blöcke schließlich von CEZ und dem Staat abgelehnt wurde) entschieden hat, und auch solange keine Klarheit über andere Verträge und weitere Notifizierungen besteht. So heißt es, dass der Vertrag zwar ohne Notifizierung abgeschlossen werden kann, das Projekt aber ohne Notifizierung nicht zum Bau selbst fortgesetzt werden darf.
Mit diesen anderen Verträgen meinte Cyrani die Verträge mit dem Staat über die Finanzierung und den Strombezug. Der Investor sollte die Gesellschaft Dukovany II sein, und der Staat sollte das gesamte Unternehmen übernehmen, d.h. eine 100%ige Beteiligung erwerben. Nach aktuellen Informationen wird nur ein Anteil zwischen 70 und 80 Prozent in Betracht gezogen. Dies ist nicht sinnvoll, da die Interessen der Minderheitsaktionäre dadurch beeinflusst werden. Ein börsennotiertes Unternehmen kann keine so große Investition wie Kernkraftwerke tätigen. Und es ist kein Geheimnis, dass das CEZ-Management dies nicht will und versucht, es zu verzögern. Die Frist für die Ausübung der Option, Dukovany II an den Staat zu übertragen, wurde auf Ende Juni verschoben. Darüber hinaus kann CEZ dem Staat nun mitteilen, dass die Übertragung des Unternehmens bis Ende August verschoben werden soll. Angesichts des Termins der Parlamentswahlen Ende September und Anfang Oktober ist dies eine gefährlich lange Verzögerung.
In der Falle der Amerikaner…
Als strategische Investition könnte Dukovany vor allem daran scheitern, dass der erwartete Anteil der tschechischen Industrie an dem Vertrag nicht erfüllt wird. Das Versprechen der Koreaner, dass tschechische Unternehmen 60 Prozent des Auftrags erhalten würden, war zwar verlockend, ließ aber von Anfang an Zweifel aufkommen. Industrieminister Lukas Vlcek sagt nun, dass Druck auf die Koreaner ausgeübt wird, dass sie noch vor der Vertragsunterzeichnung ein Anteil von 30% für die tschechischen Unternehmen gesichert wird. Und das er will, das sie ihm zeigen, wie sie den 60%-igen Anteil für tschechische Unternehmen am Projekt sicherstellen wollen. Es ist gut, das der Staat noch eine Bemühung in dieser Sache ausübt, aber es gilt, dass ein Anteil zwischen 20 und 30% für tschechische Unternehmen ein großes Versagen der tschechischen Regierung wäre. Diese Zahl wurde von den Vertretern der Wirtschaftskammer schon Ende des Jahres erwähnt und sie zeigt sich jetzt, wahr zu sein.
Von Anfang an war das Wesentliche an der Beteiligung der tschechischen Industrie die Beteiligung an Service und Wartung während der Lebensdauer des Kraftwerks, d.h. in den kommenden Jahrzehnten, und die Koreaner versprachen auch, dass sich die Tschechen an anderen Atomprojekten in ganz Europa beteiligen würden. Dies sollte die Wirtschaft ankurbeln, Chancen schaffen und Menschen für Studiengänge gewinnen, mit der Vision, dass sie einen lukrativen Job haben würden. Doch angesichts der aktuellen Entwicklungen scheint das alles passé zu sein. Ohne Erklärung haben die Koreaner die Beziehungen mit dem amerikanischen Unternehmen Westinghouse (das von der tschechischen Ausschreibung ausgeschlossen wurde, weil es die Bedingungen nicht erfüllte) über das Recht zur Nutzung seiner Technologie geregelt. Und plötzlich ziehen sie sich aus anderen europäischen Atomprojekten zurück – aus Slowenien, Schweden und jetzt den Niederlanden. Es sieht so aus, als hätten sie sie absichtlich Westinghouse überlassen, mit dem sie sich möglicherweise auf die Vergabe von Unteraufträgen geeinigt haben. Für tschechische Unternehmen würde dies bedeuten, dass sie aus dem Spiel sind – ohne Koreaner in Europa werden sie nichts haben, woran sie teilnehmen können. Dukovany sollte ihr einziger Vertrag in Europa bleiben. Gleichzeitig haben wir weder von der Regierung noch von der Firma CEZ erfahren, was das koreanische Angebot wirklich so "vorteilhaft" macht – abgesehen von allgemeinen Aussagen, dass es "in jeder Hinsicht besser" sei, dass die Koreaner einen besseren Preis anboten und dass sie Garantien versprachen.
Die Franzosen sind immer noch sehr aktiv, was nichts Besonderes ist, es kann keine Ausschreibung gemacht werden, ohne die andere Seite anzugreifen. Sie wartet nun auf das Ergebnis ihrer Beschwerde bei der Europäischen Kommission und der Einwände, dass KHNP wahrscheinlich Unterstützung von der koreanischen Regierung erhalten könnte, um den angebotenen Preis erfüllen zu können. Es besteht die Gefahr, dass das Warten auf das Urteil sehr lange dauert und dass die Europäische Kommission beginnt, ihre Beschwerde genauer zu prüfen und sich schließlich zugunsten von EdF zu entscheiden. Es ist schwer zu sagen, was passiert wäre, wenn der Vertrag mit den Koreanern zu diesem Zeitpunkt bereits unterschrieben worden wäre. Es ist definitiv richtig, dass jede Zeitverlängerung die Kosten erhöht. Der angegebene Preis von 200 Milliarden Kronen pro Block, d. h. 400 Milliarden für zwei, ist ohne Berücksichtigung der finanziellen Kosten, die schließlich den Großteil des Endpreises ausmachen können. Es ist also sicherlich nicht möglich, es als Endpreis zu betrachten, der leicht um ein Vielfaches höher sein kann. Darüber hinaus sagten die Koreaner unmittelbar nach der Bekanntgabe der Ausschreibungsergebnisse im vergangenen Juli, dass es sich nur um eine Schätzung der tschechischen Regierung handele. "Der endgültige Wert des Auftrags wird nach Verhandlungen mit KHNP festgelegt. Die von der tschechischen Regierung berechneten Gesamtkosten des Projekts, die die Baukosten und einen Reservefonds für Eventualverbindlichkeiten umfassen, geben noch nicht die endgültige Summe des Vertrags mit dem Auftragnehmer an, die je nach Ergebnis der gemeinsamen Verhandlungen variieren kann", sagten sie damals.
Es steht viel auf dem Spiel. Die Tschechische Republik braucht dringend eine neue stabile Quelle in Form von Kernenergie sowie den Ersatz der Leistung bestehender Blöcke nach Ablauf ihrer Lebensdauer. Wir wissen bereits, dass Atomstrom nicht billig sein wird, weil wir ihn über den Markt laufen lassen werden. Aber wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir uns wünschen, dass wir irgendwann überhaupt jemals Strom produzieren.
/gr/
CEZ, die Cash Cow des Staates
27.3.2025 Ekonom Seite 15
Wenn es dem Staatshaushalt schlecht geht, kann er sich auf das halbstaatliche Unternehmen CEZ verlassen.
Seit seiner Gründung im Jahr 1992 hat das Unternehmen bis zum vergangenen Jahr 1,124 Billionen Kronen in die Staatskasse eingezahlt. Dies geschieht in Form von Steuern, Dividenden und Emissionszertifikaten, wie aus den Jahresberichten hervorgeht. Das vergangene Jahr war ein Rekordjahr mit außerordentlichen 176 Milliarden Kronen für den Staatshaushalt.
Wie viel zahlte die Energiefirma CEZ an den Staat (Gesamteinnahmen der Tschechischen Republik im Zeitraum 1992-2024, in Mrd. Kronen):
1,124 Billionen CZK (Gesamtbetrag für 1992-2024):
644 tschechische Steuern
61 Steuer auf unerwartete Gewinne
11 Abgaben auf übermäßige Verkäufe
301 Dividende für die Tschechische Republik
107 Emissionszertifikate der tschechischen Unternehmen
Die CEZ-Gruppe zählt zu den staatlichen Abgaben auch die Ausgaben für den Kauf von Emissionszertifikaten für heimische fossile Ressourcen. In gewisser Weise handelt es sich auch um eine Steuer, die eine Staatshaushaltseinnahme darstellt.
Der Staat hält etwa 70 Prozent der Aktinanteile an CEZ, das im Vorjahr aufgrund des starken Anstiegs der Strompreise Rekordgewinne erzielte. Darüber hinaus wurden fast 100 Prozent der Gewinne in ungewöhnlicher Weise an die Aktionäre ausgeschüttet.
Dank einer außerordentlichen Steuer auf unerwartete Gewinne hat der Staat in den letzten zwei Jahren 61 Milliarden eingenommen.
/gr/
EPH darf die Kontrolle über Slovenske elektrarne übernehmen
27.03.2025 Mladá fronta DNES (CTK) Seite: 9
Die Europäische Kommission (EK) hat die Absicht genehmigt, die Beteiligung der Firma Energetický a průmyslový holding (EPH), die sich im Besitz des tschechischen Geschäftsmanns Daniel Kretinsky befindet, an der Gesellschaft Slovenske elektrarne (SE), dem größten Stromerzeuger der Slowakei, zu erhöhen. Das bedeutet de facto die Übernahme der Kontrolle über dieses slowakische Unternehmen. Die Europäische Kommission, die auch als Antimonopolbehörde der EU fungiert, gab die Entscheidung gestern bekannt.
/gr/
Was ist aus den Versprechen über Dukovany übrig geblieben?
27.3.2025 MF DNES Lukas Kovanda Seite 10
In wenigen Monaten ist alles verschwunden sein, was ein großer Vorteil des Baus neuer Blöcke im Kernkraftwerk Dukovany durch die Südkoreaner sein sollte. Sie ziehen sich aus Europa zurück, und das einzigartige Projekt gibt der tschechischen Industrie nur eine geringe Chance, eine Beschäftigung zu finden.
Das südkoreanische Unternehmen Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP), das im südmährischen Dukovany neue Atomblöcke bauen wird, hat sich letzte Woche bei einer Ausschreibung für Atomkraftwerke in den Niederlanden zurückgezogen, ohne ein größeres Interesse der tschechischen Medien. Die nächsten Blöcke des einzigen niederländischen Kernkraftwerks Borssele werden irgendwann von jemand anderem gebaut – sowohl das amerikanische Westinghouse als auch das französische Unternehmen Électricité de France (EDF) bleiben im Spiel. Dies ist eine weitere schlechte Nachricht für die tschechische Industrie.
Es wird immer deutlicher, dass beide Seiten im Rahmen des wegweisenden Abkommens zwischen den Südkoreanern und dem amerikanischen Unternehmen Westinghouse im Januar diesen Jahres den globalen Markt in diesem Energiesektor "aufgeteilt" haben. KHNP und seine Muttergesellschaft KEPCO haben sich mit der amerikanischen Seite darauf geeinigt, alle gegenseitigen Rechtsstreitigkeiten beizulegen. Die Amerikaner stellen das Recht des südkoreanischen Unternehmens nicht mehr in Frage, die Technologie zu nutzen, die es auch bei der tschechischen Ausschreibung für Dukovany angeboten hat.
Gleichzeitig zog sich KHNP jedoch im Januar dieses Jahres aus der Ausschreibung für den Bau neuer Kernkraftwerksblöcke im slowenischen Kraftwerk Krsko zurück. Gleich wie in den Niederlanden nehmen nur noch Westinghouse und EDF an der Ausschreibung teil. Darüber hinaus zog sich KHNP im vergangenen Dezember aus der Ausschreibung für den Bau neuer Kernkraftwerksblöcke im schwedischen Kraftwerk Ringhals zurück. Bei den übrigen Bietern handelt es sich wieder um die "üblichen Verdächtigen": Westinghouse und EDF.
Auf Wiedersehen, Europa!
Offenbar ziehen sich die Südkoreaner im Rahmen der erwähnten "Marktaufteilung" im Einvernehmen mit den Amerikanern aus europäischen Projekten zurück, um die Chancen von Westinghouse zu erhöhen, für die sie dann als Subunternehmer fungieren würden. Sie werden aber auch weiterhin außereuropäische, zum Beispiel asiatische Projekte entwickeln. In Dukovany könnten sie auch den Anteil von Westinghouse an der Vergabe von Zulieferaufträgen auf Kosten der tschechischen Lieferanten erhöhen.
Die südkoreanische Seite könnte immer noch versuchen, die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump für sich zu gewinnen. Trump und Südkorea drohen mit massiven neuen Zöllen. Berichten zufolge stört ihn die durchschnittlichen Zölle, die Südkorea auf Importe aus den Vereinigten Staaten erhebt, die viermal so hoch sind wie die Zölle, die die Amerikaner auf südkoreanische Exporte erheben.
Durch den Rückzug aus ihren europäischen Projekten schwinden die Chancen der tschechischen Unternehmen, sich an diesen Projekten zu beteiligen. Dabei ist dies genau die Art von Zusammenarbeit, die die südkoreanische Seite der tschechischen Regierung im vergangenen Jahr versprochen hat. Dies wirft eine völlig legitime Überlegung auf, ob die Beteiligung tschechischer Unternehmen an europäischen Projekten möglicherweise erheblich höher sein könnte, wenn das Projekt neuer Blöcke in Dukovany von der französischen Firma EDF durchgeführt würde. Die Franzosen sind bekanntlich bereit, an der Spitze einer gewissen Renaissance der europäischen Kernenergie zu stehen.
In diesem Zusammenhang ist es offensichtlicher, warum die Südkoreaner aufhörten, einen sechzigprozentigen Anteil der tschechischen Industrie am Ausbau von Dukovany zu versprechen. Die Garantie einer nur zwanzigprozentigen "Beteiligung" der tschechischen Firmen am Bau neuer kerntechnischer Blöcke, die auch noch nicht sicher ist, stellt aber eine Garantie von nur einem Drittel des Anteils dar, mit dem KHNP zu dem Zeitpunkt, als die Ausschreibung noch nicht abgeschlossen war, operiert hat. Nur ein Anteil von zwanzig Prozent wäre für Tschechien schlicht ein Verlust. Aber nicht der einzige.
Es zeichnet sich immer mehr ab, dass Dukovany unter südkoreanischer Regie ein einzigartiges Projekt in Europa bleiben wird. Die südkoreanische Nukleartechnologie würde somit auf dem Alten Kontinent nur in der Tschechischen Republik angewandt werden. Aus technologischer Sicht würden sich die neuen Dukovany-Blöcke daher in Europa in einer gewissen Isolation befinden. Und angesichts der Tatsache, dass die Südkoreaner andere europäische Projekte anderen überlassen, müssen sich die tschechischen Lieferanten nicht nur von dem Wunsch verabschieden, sich mit 60 Prozent am Baus der neuen Dukovany-Blöcke zu beteiligen, sondern auch von dem Wunsch, an anderen von KHNP eingereichten europäischen Projekten beteiligt zu sein.
Was bleibt den Tschechen übrig?
Mit einem einzigen europäischen Satz neuer Blöcke, nämlich der Blöcke in Dukovany, werden die Südkoreaner eher alleine zurechtkommen, als auf dem Alten Kontinent Wurzeln zu schlagen und eine robuste Lieferkette zu schaffen, die die tschechische Industrie einschließen sollte. In der Tat wurde innerhalb weniger Monate die Hoffnung der tschechischen Industrie zunichte gemacht, dass sie einen sechzigprozentigen Anteil am Projekt Dukovany halten würde und gleichzeitig die Chance bekommen würde, sich am Bau neuer nuklearer Kapazitäten in Schweden, Slowenien, den Niederlanden oder vielleicht auch anderswo in Europa zu beteiligen. Das ändert aber wirklich dramatisch die Bedingungen, unter denen die tschechische Seite im vergangenen Jahr Dukovany an die Südkoreaner vergeben hat – obwohl der Vertrag immer noch nicht unterschrieben wurde.
Mehr denn je besteht jetzt die Gefahr, dass die tschechische Industrie, natürlich auch die Nuklearindustrie, nicht die Chance bekommen wird, ihr Know-how bei der Umsetzung anderer europäischer Projekte unter der Leitung Südkoreas zu entwickeln. Auf lange Sicht wird also das Know-how der tschechischen Nuklearlieferanten zurückgehen, was die Wartung und Reparatur bestehender kerntechnischer Anlagen in Tschechien in Zukunft teurer machen wird, da sie von ausländischen Spezialisten durchgeführt werden müssen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Tschechische Republik Hunderte von Milliarden Kronen für die neuen Dukovany-Blöcke zahlen wird, ohne dass die auf diese Weise ausgegebenen Mittel einen zufriedenstellenden Multiplikatoreffekt in der heimischen Industrie haben, sei es im Inland, in der Tschechischen Republik oder in ausländischen Nuklearprojekten.
Autor: Lukas Kovanda: Chefökonom der Trinity Bank
/gr/
Tschechische Unternehmen fürchten um ihren Anteil am Projekt Dukovany
27.3.2025 Pravo Martin Prochazka Seite 15
Sie haben sich auf ihren Anteil am Projekt des Baus von neuen Blöcken in Dukovany gefreut. Jetzt beschweren sich jedoch die tschechischen Firmen, dass mit ihnen der bevorzugte Bieter, die koreanische KHNP nicht verhandele und falls ja, ohne Ergebnis. Die koreanische Seite behauptet aber, dass sie in dieser Richtung aktiv sei und Verträge über künftige Verträge vorbereite.
"Leider haben wir uns nicht weiterentwickelt, seit KHNP als bevorzugter Lieferant ausgewählt wurde. Wir haben immer noch keine vertraglichen Vereinbarungen, die die Teilnahme tschechischer Unternehmen garantieren. Wenn Verhandlungen stattfinden, führen sie nirgendwo hin", sagte Jiri Nouza, Präsident des Verbandes der Bauunternehmer.
Bei der öffentlichen Ausschreibung haben sich die letzten Bieter, d.h. KHNP und die französische EDF, zu einen Anteil von 65 Prozent für die tschechischen Unternehmen verpflichtet. KHNP gewann die von der Energiefirma CEZ im vergangenen Juli angekündigte Ausschreibung. "Es wurde davon ausgegangen, dass, sobald einer der Bieter den Zuschlag hat, weiter an den Arbeiten zur Beteiligung der Industrie gearbeitet wird. Das heißt, es wird nicht enden", sagte Nouza.
Seither ist es dem Verband jedoch nicht gelungen, die Art und den Umfang der Beteiligung der tschechischen Industrie näher zu definieren. "Die Lokalisierung der tschechischen Industrie als solche ist in den Hintergrund gedrängt worden", sagte Josef Perlik, Geschäftsführer der Tschechischen Energieallianz.
Ihm zufolge hat die Allianz Dokumente und eine Definition der strategischen Bereiche vorbereitet, in die die tschechische Industrie einbezogen werden soll, einschließlich möglicher Lösungen.
Zu späte Antwort ...
Ihm zufolge kam der Meilenstein im vergangenen Dezember. "Wir sind mit der Idee nach Südkorea gereist, dass die Verhandlungen wirklich beginnen sollten. Wir einigten uns auf das Vorgehen, legten die Grundentwürfe von Verträgen über zukünftige Verträge fest. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir bis Weihnachten eine Antwort darauf erhalten werden. Am Ende haben wir es aber erst Anfang Februar bekommen", beschwert er sich.
Ihm zufolge wuchs die Nervosität im Verband und die Verhandlungen mit dem Industrieministerium und Minister Lukas Vlcek (STAN) wurden intensiviert. Er selbst besuchte Südkorea Mitte Februar.
"Meine Forderung ist, dass die tschechische Beteiligung an dem Projekt zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des endgültigen Vertrags zu etwa dreißig Prozent verbindlich gesichert wird und dass es einen transparenten Plan für die Beteiligung der tschechischen Unternehmen beim Bau und der Inbetriebnahme des Kraftwerks im Umfang der angekündigten sechzig Prozent gibt. Eine große Chance für die tschechische Industrie wäre die Bestätigung bei der Vertragsunterzeichnung, dass das in Pilsen ansässige Unternehmen Doosan Skoda Power nicht nur die Turbine liefern, sondern auch die Lieferung der gesamten Turbinenhalle abdecken wird", sagte Vlcek gegenüber Pravo.
In der Zwischenzeit wurde die Frist für die Unterzeichnung der endgültigen Verträge von Ende März auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, so der Chef der Energiefirma CEZ, Daniel Benes, unter anderem, um Zeit für die Feinabstimmung des Anteils der tschechischen Unternehmen zu haben.
"Theoretisch haben wir mehr Spielraum für Verhandlungen gewonnen, aber die Frage ist, ob es etwas bringen wird. Jetzt stehen wir unter Zeitdruck. Der Bauzeitplan ist eng und ich halte die Tatsache, dass auch im Bereich der Vorbereitungen für die Genehmigungsverfahren noch nichts passiert, für einen riskanten Moment des Projekts", sagte Nouza.
Das koreanische Unternehmen KNHP behauptet, es bemüht sich, die Lokalisierungsraten zu erhöhen, bevor endgültige Verträge unterzeichnet werden. "Obwohl die Hauptarbeiten im Rahmen von Ausschreibungen vergeben werden, gehen wir davon aus, dass viele Arbeiten von tschechischen Unternehmen im Hinblick auf die Reduzierung der Logistikkosten, die Nähe bei der Beschaffung von Ausrüstung und Materialien oder den Einsatz lokaler Arbeitskräfte durchgeführt werden", fügte das Unternehmen hinzu.
Ein inakzeptabler Vorschlag ….
Laut Perlik ist der Vorschlag, dass fast alles ausgeschrieben wird, nicht akzeptabel, da es strategische Bereiche gibt, in denen die tschechische Industrie vertreten sein muss.
"Die tschechischen Unternehmen sind auf dem europäischen und globalen Markt wettbewerbsfähig und erwarten, dass sie sich den von KHNP angebotenen Preisen anpassen können. Vor allem nach mehreren Zusicherungen von koreanischer Seite, dass die Kalkulation des Projekts auf europäischen Preisen basiert", sagte er.
KHNP sieht das jedoch anders. "Das Grundprinzip für die Auswahl der Lieferanten im Rahmen des Dukovany-Projekts besteht darin, Ausschreibungen auf der Grundlage von Ausschreibungsbedingungen zu veröffentlichen. Da die Vertragsstruktur schlüsselfertig ist und einen Festpreis hat, müssen alle Subunternehmer an Ausschreibungen im Rahmen des Gesamtprojektbudgets teilnehmen. Dies ist eine Voraussetzung für Kosteneffizienz und vertragliche Verpflichtungen zugleich", so das koreanische Unternehmen.
Ihr zufolge werden die Ausschreibungen nach der Unterzeichnung des endgültigen Vertrags beginnen, beginnend mit dem Bereich Engineering. Daran sollen sich Verfahren für die Lieferung von Einrichtungen und Bauarbeiten anschließen.
/gr/
Die Regierung wird einen Antrag auf Notifizierung der Staatsbeihilfe für zwei Reaktoren stellen, die Papiere werden von FTI - Beratern erstellt
26. 03. 2025
ekonomickydenik.cz
Autor: David Tramba
Das Ministerium für Industrie und Handel hat FTI France von der FTI Consulting Group den Auftrag erteilt, die Unterlagen für ein neues Notifizierungsverfahren bei der Europäischen Kommission vorzubereiten, das den Weg für den Bau von zwei Kernkraftwerksblöcken im Kraftwerk Dukovany II ebnen würde. Der Wert des Auftrags übersteigt 4,4 Mio. Kronen und die Frist für seine Erfüllung endet am 31. Juli.
"Gegenstand der Leistung im Rahmen dieser Aufforderung ist die Unterstützung bei der Vorbereitung der Notifizierung über die öffentliche Unterstützung für eine neue Kernkraftquelle am Standort Dukovany für ein geändertes Investorenmodell und für zwei Blöcke, insbesondere die Unterstützung bei der Vorbereitung der Strategie, der Vorbereitung von Dokumenten und Präsentationen für Sitzungen und die Teilnahme an Sitzungen und anderen Beratungstätigkeiten im Zusammenhang mit diesem Rahmenthema, sowohl in der Voranmeldephase als auch während der Notifizierung selbst, " heißt es im Vertragstext, der im Vertragsregister veröffentlicht wurde.
Dieser Vertrag folgt auf die Rahmenvereinbarung, die das Ministerium für Industrie und Handel im Februar mit FTI Frankreich geschlossen hat. Ihre Gültigkeit ist auf einen Zeithorizont von vier Jahren oder auf die Ausschöpfung des Höchstbetrags der auf 50 Mio. Kronen festgesetzten Vergütung beschränkt. Gegenstand dieses Rahmenabkommens ist die Gewährung einer umfassenden wirtschaftlichen und finanziellen Unterstützung im Zusammenhang mit der Vorbereitung neuer nuklearer Quellen und dem Abschluss von Verträgen zwischen dem Staat und dem Investor.
Im Einzelnen umfasst diese Beratungstätigkeit:
-Unterstützung im Wirtschafts- und Finanzbereich bei der Fertigstellung der vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Staat und dem Investor für den Bau des fünften Blocks von Dukovany.
- Unterstützung im Wirtschafts- und Finanzbereich bei dem Vorschlag einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Staat und dem Investor für den Bau der Blöcke Dukovany 6, und 3 und 4 in Temelín und möglicherweise kleinerer modularer Reaktoren.
-Unterstützung bei der Verteidigung der Position der Tschechischen Republik gegenüber der Europäischen Kommission in der Frage der staatlichen Unterstützung für neue Kernkraftwerksprojekte, einschließlich der Vorbereitung von Dokumenten für die Voranmeldung und Notifizierung der finanzellen Unterstützung.
-Verteidigung der Position des Staates im Bereich der wirtschaftlichen und finanziellen Regelung der Beziehungen mit der Firma CEZ.
- Beratung bei der Vorbereitung verschiedener Investorenmodelle für neue Kernkraftwerke.
Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich der Beratungsanbieter für das Ministerium für Industrie und Handel verändert. Von 2020 bis 2024 wurden diese Dienstleistungen von der Londoner Firma N.M. Rothschild & Sons erbracht. Nach den Angaben im Vertragsregister zahlte der Staat an das Unternehmen insgesamt 34,25 Mio. Kronen (ohne MwSt.) für die Beratung.
Die Europäische Kommission hat Ende April des letzten Jahres beschlossen, eine staatliche Beihilfe für den Bau des fünften Kernkraftwerksblocks des Kraftwerks Dukovany zu genehmigen. Der neue Block in Dukovany wird durch rückzahlbare finanzielle Hilfen des Staates finanziert. Er garantiert auch die Stabilität der Einnahmen des Kraftwerks durch einen Stromabnahmevertrag für einen Zeitraum von 40 Jahren und deckt die möglichen politischen Risiken dieser Investition in Höhe von Hunderten von Milliarden ab.
Das Problem ist, dass die tschechische Regierung die Notifizierung nur für einen neuen Block beantragt hat. Im vergangenen Januar wurde beschlossen, zwei Blöcke in Dukovany und später noch zwei weitere im Kraftwerk Temelín zu bauen. Der Bau von zwei neuen Blöcken am Standort Dukovany ist ebenfalls in einem Vertrag vorgesehen, den die beteiligten Parteien – der Staat, die Firma CEZ und die koreanische KHNP – in den kommenden Wochen unterzeichnen sollen. Der Staat muss daher die Bedingungen für die staatliche Beihilfe für die neuen Blöcke von der Europäischen Kommission erneut genehmigen lassen.
/gr/
--
Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
Unsere Dukovany – Tragödie
27.3.2025 Wochenzeitung Echo Seite 12 Marketa Mala
WELCHE DINGE GESCHEHEN RUND UM DIE NUKLEARE AUSSCHREIBUNG UND CEZ
Na endich.. Die Europäische Kommission (EK) hat den vollständigen Text der Notifizierung für den fünften Dukovany-Block veröffentlicht. Nach fast einem Jahr der Entscheidung über die Genehmigung der öffentlichen Beihilfen für den Bau des neuen Kernkraftwerksblocks. Die teilweise kursierenden Informationen über die ungünstigen Bedingungen für den Betrieb des neuen Kraftwerks haben sich nun endlich bestätigt. Und das ist noch nicht alles, was sich in letzter Zeit um den "größten Auftrag in der tschechischen Geschichte" und auch um CEZ ereignet hat.
Die Zustimmung Brüssels zur Anwendung des Beihilfemodells im EU-Binnenmarkt ist eine notwendige Voraussetzung. Und die Erkenntnis, dass eine Notifizierung eine Unterwerfung unter die Kommission und die von ihr auferlegten Regeln bedeutet, ist entscheidend. Wir müssten jede Abweichung von dem genehmigten Modell für den neuen Block den Beamten in der EK melden. Das heißt, wenn der fünfte Block überhaupt nach diesen Noten aus Brüssel gebaut wird. Erinnern wir uns daran, dass der Zeitplan eine Inbetriebnahme in den Probebetrieb im Jahr 2036 vorsieht, mit dem Start des Kommerzbetriebs im Jahr 2038. Bereits aus der gekürzten Fassung der Notifizierung, die seit dem letzten Frühjahr bekannt war, ging hervor, dass die uns auferlegten Bedingungen (denen die tschechischen Verhandlungsführer zugestimmt haben) gegen die Kerntechnologie selbst und gegen den finanziellen Ertrag gehen.
Und dennoch hat niemand versucht, weiter zu verhandeln oder gar eine erneute Notifizierung vorzunehmen. Dies ist auf weitere zeitliche Verzögerungen zurückzuführen. Es gibt mehrere Problembereiche. Erstens das Prinzip des Stromeinkaufs aus der neuen Quelle. Dieser basiert auf einem Differenzvertrag und nicht, wie ursprünglich angenommen, auf einem festen Abnahmepreis. In diesem Fall bedeutet der Differenzvertrag, dass der neu geschaffene staatliche Händler (in der Notifizierung als "Zweckgesellschaft" bezeichnet) mit dem Strom handelt, und wenn er ihn auf dem Markt zu einem niedrigeren Preis als dem vertraglich festgelegten verkauft, zahlt der Staat die Differenz. "Dies wird aus dem Staatshaushalt und/oder durch Abgaben auf den Verbrauch geschehen", heißt es in der Notifizierung. Also aus dem Geld der Steuerzahler. Der Handel wird auf dem Intraday-Markt, d. h. dem kurzfristigen Markt, stattfinden, was einen weiteren problematischen Aspekt darstellt. Der Notifizierung zufolge verpflichtet sich die Tschechische Republik, während der gesamten Lebensdauer der neuen Anlage mindestens 70 Prozent der erzeugten Energie auf dem Kurzzeitmarkt zu verkaufen. Strom als Ware sollte auf der Grundlage langfristiger Investitionen funktionieren. Er sollte nicht auf einem stark schwankenden Markt gehandelt werden, wo diese Schwankungen durch instabile grüne Quellen verursacht werden. Dies bringt uns zum vielleicht wichtigsten Punkt: Die Leistung des neuen Blocks sollte reguliert, d. h. begrenzt werden, und zwar genau entsprechend der tatsächlichen Erzeugung aus erneuerbaren Quellen. Dies widerspricht der gesamten Technologie der Kernenergie, deren Leistung auf einer stabilen Basis arbeiten und nicht von anderen Quellen gesteuert werden sollte. Das neue Kraftwerk sollte, so die Kommission, "geeignete Anreize erhalten, um zu arbeiten und effektiv an den Strommärkten teilzunehmen, indem es seine Leistung als Reaktion auf Marktsignale im Rahmen der technischen Grenzen des Kraftwerks optimiert".
So viel zu der unglücklichen Notifizierung. Aber es gibt immer noch den sechsten Kernkraftwerksblock, der ebenfalls durch die Genehmigung der Staatsbeihilfe durch Brüssel behandelt werden muss. Und es ist klar, dass eine zweite Notifizierung ganz anders aussehen würde, so dass wir zwei verschiedene Finanzierungsmodelle haben würden. Wie das zusammenpassen soll, hat noch niemand beantwortet. Aber vor allem die tschechische Seite hat noch gar keinen Antrag auf eine weitere Beihilfegenehmigung in Brüssel gestellt. Dies wurde kürzlich von Pavel Cyrani, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden von CEZ, in den Medien erwähnt, als er erklärte, warum sich die Unterzeichnung des Vertrags mit dem bevorzugten Bieter für die Fertigstellung neuer Blöcke in Dukovany, d. h. Mit der koreanischen Firma KHNP, verzögert hat. Ursprünglich sollte die Unterzeichnung bis Ende März erfolgen, aber jetzt wird mit dem zweiten Quartal gerechnet. Cyrani sagt, dass CEZ den Vertrag nicht abschließen kann, solange die Antimonopolbbehörde nicht über den Einspruch der französischen Firma EdF (deren Angebot für die Fertigstellung neuer Blöcke schließlich von CEZ und dem Staat abgelehnt wurde) entschieden hat, und auch solange keine Klarheit über andere Verträge und weitere Notifizierungen besteht. So heißt es, dass der Vertrag zwar ohne Notifizierung abgeschlossen werden kann, das Projekt aber ohne Notifizierung nicht zum Bau selbst fortgesetzt werden darf.
Mit diesen anderen Verträgen meinte Cyrani die Verträge mit dem Staat über die Finanzierung und den Strombezug. Der Investor sollte die Gesellschaft Dukovany II sein, und der Staat sollte das gesamte Unternehmen übernehmen, d.h. eine 100%ige Beteiligung erwerben. Nach aktuellen Informationen wird nur ein Anteil zwischen 70 und 80 Prozent in Betracht gezogen. Dies ist nicht sinnvoll, da die Interessen der Minderheitsaktionäre dadurch beeinflusst werden. Ein börsennotiertes Unternehmen kann keine so große Investition wie Kernkraftwerke tätigen. Und es ist kein Geheimnis, dass das CEZ-Management dies nicht will und versucht, es zu verzögern. Die Frist für die Ausübung der Option, Dukovany II an den Staat zu übertragen, wurde auf Ende Juni verschoben. Darüber hinaus kann CEZ dem Staat nun mitteilen, dass die Übertragung des Unternehmens bis Ende August verschoben werden soll. Angesichts des Termins der Parlamentswahlen Ende September und Anfang Oktober ist dies eine gefährlich lange Verzögerung.
In der Falle der Amerikaner…
Als strategische Investition könnte Dukovany vor allem daran scheitern, dass der erwartete Anteil der tschechischen Industrie an dem Vertrag nicht erfüllt wird. Das Versprechen der Koreaner, dass tschechische Unternehmen 60 Prozent des Auftrags erhalten würden, war zwar verlockend, ließ aber von Anfang an Zweifel aufkommen. Industrieminister Lukas Vlcek sagt nun, dass Druck auf die Koreaner ausgeübt wird, dass sie noch vor der Vertragsunterzeichnung ein Anteil von 30% für die tschechischen Unternehmen gesichert wird. Und das er will, das sie ihm zeigen, wie sie den 60%-igen Anteil für tschechische Unternehmen am Projekt sicherstellen wollen. Es ist gut, das der Staat noch eine Bemühung in dieser Sache ausübt, aber es gilt, dass ein Anteil zwischen 20 und 30% für tschechische Unternehmen ein großes Versagen der tschechischen Regierung wäre. Diese Zahl wurde von den Vertretern der Wirtschaftskammer schon Ende des Jahres erwähnt und sie zeigt sich jetzt, wahr zu sein.
Von Anfang an war das Wesentliche an der Beteiligung der tschechischen Industrie die Beteiligung an Service und Wartung während der Lebensdauer des Kraftwerks, d.h. in den kommenden Jahrzehnten, und die Koreaner versprachen auch, dass sich die Tschechen an anderen Atomprojekten in ganz Europa beteiligen würden. Dies sollte die Wirtschaft ankurbeln, Chancen schaffen und Menschen für Studiengänge gewinnen, mit der Vision, dass sie einen lukrativen Job haben würden. Doch angesichts der aktuellen Entwicklungen scheint das alles passé zu sein. Ohne Erklärung haben die Koreaner die Beziehungen mit dem amerikanischen Unternehmen Westinghouse (das von der tschechischen Ausschreibung ausgeschlossen wurde, weil es die Bedingungen nicht erfüllte) über das Recht zur Nutzung seiner Technologie geregelt. Und plötzlich ziehen sie sich aus anderen europäischen Atomprojekten zurück – aus Slowenien, Schweden und jetzt den Niederlanden. Es sieht so aus, als hätten sie sie absichtlich Westinghouse überlassen, mit dem sie sich möglicherweise auf die Vergabe von Unteraufträgen geeinigt haben. Für tschechische Unternehmen würde dies bedeuten, dass sie aus dem Spiel sind – ohne Koreaner in Europa werden sie nichts haben, woran sie teilnehmen können. Dukovany sollte ihr einziger Vertrag in Europa bleiben. Gleichzeitig haben wir weder von der Regierung noch von der Firma CEZ erfahren, was das koreanische Angebot wirklich so "vorteilhaft" macht – abgesehen von allgemeinen Aussagen, dass es "in jeder Hinsicht besser" sei, dass die Koreaner einen besseren Preis anboten und dass sie Garantien versprachen.
Die Franzosen sind immer noch sehr aktiv, was nichts Besonderes ist, es kann keine Ausschreibung gemacht werden, ohne die andere Seite anzugreifen. Sie wartet nun auf das Ergebnis ihrer Beschwerde bei der Europäischen Kommission und der Einwände, dass KHNP wahrscheinlich Unterstützung von der koreanischen Regierung erhalten könnte, um den angebotenen Preis erfüllen zu können. Es besteht die Gefahr, dass das Warten auf das Urteil sehr lange dauert und dass die Europäische Kommission beginnt, ihre Beschwerde genauer zu prüfen und sich schließlich zugunsten von EdF zu entscheiden. Es ist schwer zu sagen, was passiert wäre, wenn der Vertrag mit den Koreanern zu diesem Zeitpunkt bereits unterschrieben worden wäre. Es ist definitiv richtig, dass jede Zeitverlängerung die Kosten erhöht. Der angegebene Preis von 200 Milliarden Kronen pro Block, d. h. 400 Milliarden für zwei, ist ohne Berücksichtigung der finanziellen Kosten, die schließlich den Großteil des Endpreises ausmachen können. Es ist also sicherlich nicht möglich, es als Endpreis zu betrachten, der leicht um ein Vielfaches höher sein kann. Darüber hinaus sagten die Koreaner unmittelbar nach der Bekanntgabe der Ausschreibungsergebnisse im vergangenen Juli, dass es sich nur um eine Schätzung der tschechischen Regierung handele. "Der endgültige Wert des Auftrags wird nach Verhandlungen mit KHNP festgelegt. Die von der tschechischen Regierung berechneten Gesamtkosten des Projekts, die die Baukosten und einen Reservefonds für Eventualverbindlichkeiten umfassen, geben noch nicht die endgültige Summe des Vertrags mit dem Auftragnehmer an, die je nach Ergebnis der gemeinsamen Verhandlungen variieren kann", sagten sie damals.
Es steht viel auf dem Spiel. Die Tschechische Republik braucht dringend eine neue stabile Quelle in Form von Kernenergie sowie den Ersatz der Leistung bestehender Blöcke nach Ablauf ihrer Lebensdauer. Wir wissen bereits, dass Atomstrom nicht billig sein wird, weil wir ihn über den Markt laufen lassen werden. Aber wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir uns wünschen, dass wir irgendwann überhaupt jemals Strom produzieren.
/gr/
CEZ, die Cash Cow des Staates
27.3.2025 Ekonom Seite 15
Wenn es dem Staatshaushalt schlecht geht, kann er sich auf das halbstaatliche Unternehmen CEZ verlassen.
Seit seiner Gründung im Jahr 1992 hat das Unternehmen bis zum vergangenen Jahr 1,124 Billionen Kronen in die Staatskasse eingezahlt. Dies geschieht in Form von Steuern, Dividenden und Emissionszertifikaten, wie aus den Jahresberichten hervorgeht. Das vergangene Jahr war ein Rekordjahr mit außerordentlichen 176 Milliarden Kronen für den Staatshaushalt.
Wie viel zahlte die Energiefirma CEZ an den Staat (Gesamteinnahmen der Tschechischen Republik im Zeitraum 1992-2024, in Mrd. Kronen):
1,124 Billionen CZK (Gesamtbetrag für 1992-2024):
644 tschechische Steuern
61 Steuer auf unerwartete Gewinne
11 Abgaben auf übermäßige Verkäufe
301 Dividende für die Tschechische Republik
107 Emissionszertifikate der tschechischen Unternehmen
Die CEZ-Gruppe zählt zu den staatlichen Abgaben auch die Ausgaben für den Kauf von Emissionszertifikaten für heimische fossile Ressourcen. In gewisser Weise handelt es sich auch um eine Steuer, die eine Staatshaushaltseinnahme darstellt.
Der Staat hält etwa 70 Prozent der Aktinanteile an CEZ, das im Vorjahr aufgrund des starken Anstiegs der Strompreise Rekordgewinne erzielte. Darüber hinaus wurden fast 100 Prozent der Gewinne in ungewöhnlicher Weise an die Aktionäre ausgeschüttet.
Dank einer außerordentlichen Steuer auf unerwartete Gewinne hat der Staat in den letzten zwei Jahren 61 Milliarden eingenommen.
/gr/
EPH darf die Kontrolle über Slovenske elektrarne übernehmen
27.03.2025 Mladá fronta DNES (CTK) Seite: 9
Die Europäische Kommission (EK) hat die Absicht genehmigt, die Beteiligung der Firma Energetický a průmyslový holding (EPH), die sich im Besitz des tschechischen Geschäftsmanns Daniel Kretinsky befindet, an der Gesellschaft Slovenske elektrarne (SE), dem größten Stromerzeuger der Slowakei, zu erhöhen. Das bedeutet de facto die Übernahme der Kontrolle über dieses slowakische Unternehmen. Die Europäische Kommission, die auch als Antimonopolbehörde der EU fungiert, gab die Entscheidung gestern bekannt.
/gr/
Was ist aus den Versprechen über Dukovany übrig geblieben?
27.3.2025 MF DNES Lukas Kovanda Seite 10
In wenigen Monaten ist alles verschwunden sein, was ein großer Vorteil des Baus neuer Blöcke im Kernkraftwerk Dukovany durch die Südkoreaner sein sollte. Sie ziehen sich aus Europa zurück, und das einzigartige Projekt gibt der tschechischen Industrie nur eine geringe Chance, eine Beschäftigung zu finden.
Das südkoreanische Unternehmen Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP), das im südmährischen Dukovany neue Atomblöcke bauen wird, hat sich letzte Woche bei einer Ausschreibung für Atomkraftwerke in den Niederlanden zurückgezogen, ohne ein größeres Interesse der tschechischen Medien. Die nächsten Blöcke des einzigen niederländischen Kernkraftwerks Borssele werden irgendwann von jemand anderem gebaut – sowohl das amerikanische Westinghouse als auch das französische Unternehmen Électricité de France (EDF) bleiben im Spiel. Dies ist eine weitere schlechte Nachricht für die tschechische Industrie.
Es wird immer deutlicher, dass beide Seiten im Rahmen des wegweisenden Abkommens zwischen den Südkoreanern und dem amerikanischen Unternehmen Westinghouse im Januar diesen Jahres den globalen Markt in diesem Energiesektor "aufgeteilt" haben. KHNP und seine Muttergesellschaft KEPCO haben sich mit der amerikanischen Seite darauf geeinigt, alle gegenseitigen Rechtsstreitigkeiten beizulegen. Die Amerikaner stellen das Recht des südkoreanischen Unternehmens nicht mehr in Frage, die Technologie zu nutzen, die es auch bei der tschechischen Ausschreibung für Dukovany angeboten hat.
Gleichzeitig zog sich KHNP jedoch im Januar dieses Jahres aus der Ausschreibung für den Bau neuer Kernkraftwerksblöcke im slowenischen Kraftwerk Krsko zurück. Gleich wie in den Niederlanden nehmen nur noch Westinghouse und EDF an der Ausschreibung teil. Darüber hinaus zog sich KHNP im vergangenen Dezember aus der Ausschreibung für den Bau neuer Kernkraftwerksblöcke im schwedischen Kraftwerk Ringhals zurück. Bei den übrigen Bietern handelt es sich wieder um die "üblichen Verdächtigen": Westinghouse und EDF.
Auf Wiedersehen, Europa!
Offenbar ziehen sich die Südkoreaner im Rahmen der erwähnten "Marktaufteilung" im Einvernehmen mit den Amerikanern aus europäischen Projekten zurück, um die Chancen von Westinghouse zu erhöhen, für die sie dann als Subunternehmer fungieren würden. Sie werden aber auch weiterhin außereuropäische, zum Beispiel asiatische Projekte entwickeln. In Dukovany könnten sie auch den Anteil von Westinghouse an der Vergabe von Zulieferaufträgen auf Kosten der tschechischen Lieferanten erhöhen.
Die südkoreanische Seite könnte immer noch versuchen, die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump für sich zu gewinnen. Trump und Südkorea drohen mit massiven neuen Zöllen. Berichten zufolge stört ihn die durchschnittlichen Zölle, die Südkorea auf Importe aus den Vereinigten Staaten erhebt, die viermal so hoch sind wie die Zölle, die die Amerikaner auf südkoreanische Exporte erheben.
Durch den Rückzug aus ihren europäischen Projekten schwinden die Chancen der tschechischen Unternehmen, sich an diesen Projekten zu beteiligen. Dabei ist dies genau die Art von Zusammenarbeit, die die südkoreanische Seite der tschechischen Regierung im vergangenen Jahr versprochen hat. Dies wirft eine völlig legitime Überlegung auf, ob die Beteiligung tschechischer Unternehmen an europäischen Projekten möglicherweise erheblich höher sein könnte, wenn das Projekt neuer Blöcke in Dukovany von der französischen Firma EDF durchgeführt würde. Die Franzosen sind bekanntlich bereit, an der Spitze einer gewissen Renaissance der europäischen Kernenergie zu stehen.
In diesem Zusammenhang ist es offensichtlicher, warum die Südkoreaner aufhörten, einen sechzigprozentigen Anteil der tschechischen Industrie am Ausbau von Dukovany zu versprechen. Die Garantie einer nur zwanzigprozentigen "Beteiligung" der tschechischen Firmen am Bau neuer kerntechnischer Blöcke, die auch noch nicht sicher ist, stellt aber eine Garantie von nur einem Drittel des Anteils dar, mit dem KHNP zu dem Zeitpunkt, als die Ausschreibung noch nicht abgeschlossen war, operiert hat. Nur ein Anteil von zwanzig Prozent wäre für Tschechien schlicht ein Verlust. Aber nicht der einzige.
Es zeichnet sich immer mehr ab, dass Dukovany unter südkoreanischer Regie ein einzigartiges Projekt in Europa bleiben wird. Die südkoreanische Nukleartechnologie würde somit auf dem Alten Kontinent nur in der Tschechischen Republik angewandt werden. Aus technologischer Sicht würden sich die neuen Dukovany-Blöcke daher in Europa in einer gewissen Isolation befinden. Und angesichts der Tatsache, dass die Südkoreaner andere europäische Projekte anderen überlassen, müssen sich die tschechischen Lieferanten nicht nur von dem Wunsch verabschieden, sich mit 60 Prozent am Baus der neuen Dukovany-Blöcke zu beteiligen, sondern auch von dem Wunsch, an anderen von KHNP eingereichten europäischen Projekten beteiligt zu sein.
Was bleibt den Tschechen übrig?
Mit einem einzigen europäischen Satz neuer Blöcke, nämlich der Blöcke in Dukovany, werden die Südkoreaner eher alleine zurechtkommen, als auf dem Alten Kontinent Wurzeln zu schlagen und eine robuste Lieferkette zu schaffen, die die tschechische Industrie einschließen sollte. In der Tat wurde innerhalb weniger Monate die Hoffnung der tschechischen Industrie zunichte gemacht, dass sie einen sechzigprozentigen Anteil am Projekt Dukovany halten würde und gleichzeitig die Chance bekommen würde, sich am Bau neuer nuklearer Kapazitäten in Schweden, Slowenien, den Niederlanden oder vielleicht auch anderswo in Europa zu beteiligen. Das ändert aber wirklich dramatisch die Bedingungen, unter denen die tschechische Seite im vergangenen Jahr Dukovany an die Südkoreaner vergeben hat – obwohl der Vertrag immer noch nicht unterschrieben wurde.
Mehr denn je besteht jetzt die Gefahr, dass die tschechische Industrie, natürlich auch die Nuklearindustrie, nicht die Chance bekommen wird, ihr Know-how bei der Umsetzung anderer europäischer Projekte unter der Leitung Südkoreas zu entwickeln. Auf lange Sicht wird also das Know-how der tschechischen Nuklearlieferanten zurückgehen, was die Wartung und Reparatur bestehender kerntechnischer Anlagen in Tschechien in Zukunft teurer machen wird, da sie von ausländischen Spezialisten durchgeführt werden müssen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Tschechische Republik Hunderte von Milliarden Kronen für die neuen Dukovany-Blöcke zahlen wird, ohne dass die auf diese Weise ausgegebenen Mittel einen zufriedenstellenden Multiplikatoreffekt in der heimischen Industrie haben, sei es im Inland, in der Tschechischen Republik oder in ausländischen Nuklearprojekten.
Autor: Lukas Kovanda: Chefökonom der Trinity Bank
/gr/
Tschechische Unternehmen fürchten um ihren Anteil am Projekt Dukovany
27.3.2025 Pravo Martin Prochazka Seite 15
Sie haben sich auf ihren Anteil am Projekt des Baus von neuen Blöcken in Dukovany gefreut. Jetzt beschweren sich jedoch die tschechischen Firmen, dass mit ihnen der bevorzugte Bieter, die koreanische KHNP nicht verhandele und falls ja, ohne Ergebnis. Die koreanische Seite behauptet aber, dass sie in dieser Richtung aktiv sei und Verträge über künftige Verträge vorbereite.
"Leider haben wir uns nicht weiterentwickelt, seit KHNP als bevorzugter Lieferant ausgewählt wurde. Wir haben immer noch keine vertraglichen Vereinbarungen, die die Teilnahme tschechischer Unternehmen garantieren. Wenn Verhandlungen stattfinden, führen sie nirgendwo hin", sagte Jiri Nouza, Präsident des Verbandes der Bauunternehmer.
Bei der öffentlichen Ausschreibung haben sich die letzten Bieter, d.h. KHNP und die französische EDF, zu einen Anteil von 65 Prozent für die tschechischen Unternehmen verpflichtet. KHNP gewann die von der Energiefirma CEZ im vergangenen Juli angekündigte Ausschreibung. "Es wurde davon ausgegangen, dass, sobald einer der Bieter den Zuschlag hat, weiter an den Arbeiten zur Beteiligung der Industrie gearbeitet wird. Das heißt, es wird nicht enden", sagte Nouza.
Seither ist es dem Verband jedoch nicht gelungen, die Art und den Umfang der Beteiligung der tschechischen Industrie näher zu definieren. "Die Lokalisierung der tschechischen Industrie als solche ist in den Hintergrund gedrängt worden", sagte Josef Perlik, Geschäftsführer der Tschechischen Energieallianz.
Ihm zufolge hat die Allianz Dokumente und eine Definition der strategischen Bereiche vorbereitet, in die die tschechische Industrie einbezogen werden soll, einschließlich möglicher Lösungen.
Zu späte Antwort ...
Ihm zufolge kam der Meilenstein im vergangenen Dezember. "Wir sind mit der Idee nach Südkorea gereist, dass die Verhandlungen wirklich beginnen sollten. Wir einigten uns auf das Vorgehen, legten die Grundentwürfe von Verträgen über zukünftige Verträge fest. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir bis Weihnachten eine Antwort darauf erhalten werden. Am Ende haben wir es aber erst Anfang Februar bekommen", beschwert er sich.
Ihm zufolge wuchs die Nervosität im Verband und die Verhandlungen mit dem Industrieministerium und Minister Lukas Vlcek (STAN) wurden intensiviert. Er selbst besuchte Südkorea Mitte Februar.
"Meine Forderung ist, dass die tschechische Beteiligung an dem Projekt zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des endgültigen Vertrags zu etwa dreißig Prozent verbindlich gesichert wird und dass es einen transparenten Plan für die Beteiligung der tschechischen Unternehmen beim Bau und der Inbetriebnahme des Kraftwerks im Umfang der angekündigten sechzig Prozent gibt. Eine große Chance für die tschechische Industrie wäre die Bestätigung bei der Vertragsunterzeichnung, dass das in Pilsen ansässige Unternehmen Doosan Skoda Power nicht nur die Turbine liefern, sondern auch die Lieferung der gesamten Turbinenhalle abdecken wird", sagte Vlcek gegenüber Pravo.
In der Zwischenzeit wurde die Frist für die Unterzeichnung der endgültigen Verträge von Ende März auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, so der Chef der Energiefirma CEZ, Daniel Benes, unter anderem, um Zeit für die Feinabstimmung des Anteils der tschechischen Unternehmen zu haben.
"Theoretisch haben wir mehr Spielraum für Verhandlungen gewonnen, aber die Frage ist, ob es etwas bringen wird. Jetzt stehen wir unter Zeitdruck. Der Bauzeitplan ist eng und ich halte die Tatsache, dass auch im Bereich der Vorbereitungen für die Genehmigungsverfahren noch nichts passiert, für einen riskanten Moment des Projekts", sagte Nouza.
Das koreanische Unternehmen KNHP behauptet, es bemüht sich, die Lokalisierungsraten zu erhöhen, bevor endgültige Verträge unterzeichnet werden. "Obwohl die Hauptarbeiten im Rahmen von Ausschreibungen vergeben werden, gehen wir davon aus, dass viele Arbeiten von tschechischen Unternehmen im Hinblick auf die Reduzierung der Logistikkosten, die Nähe bei der Beschaffung von Ausrüstung und Materialien oder den Einsatz lokaler Arbeitskräfte durchgeführt werden", fügte das Unternehmen hinzu.
Ein inakzeptabler Vorschlag ….
Laut Perlik ist der Vorschlag, dass fast alles ausgeschrieben wird, nicht akzeptabel, da es strategische Bereiche gibt, in denen die tschechische Industrie vertreten sein muss.
"Die tschechischen Unternehmen sind auf dem europäischen und globalen Markt wettbewerbsfähig und erwarten, dass sie sich den von KHNP angebotenen Preisen anpassen können. Vor allem nach mehreren Zusicherungen von koreanischer Seite, dass die Kalkulation des Projekts auf europäischen Preisen basiert", sagte er.
KHNP sieht das jedoch anders. "Das Grundprinzip für die Auswahl der Lieferanten im Rahmen des Dukovany-Projekts besteht darin, Ausschreibungen auf der Grundlage von Ausschreibungsbedingungen zu veröffentlichen. Da die Vertragsstruktur schlüsselfertig ist und einen Festpreis hat, müssen alle Subunternehmer an Ausschreibungen im Rahmen des Gesamtprojektbudgets teilnehmen. Dies ist eine Voraussetzung für Kosteneffizienz und vertragliche Verpflichtungen zugleich", so das koreanische Unternehmen.
Ihr zufolge werden die Ausschreibungen nach der Unterzeichnung des endgültigen Vertrags beginnen, beginnend mit dem Bereich Engineering. Daran sollen sich Verfahren für die Lieferung von Einrichtungen und Bauarbeiten anschließen.
/gr/
Die Regierung wird einen Antrag auf Notifizierung der Staatsbeihilfe für zwei Reaktoren stellen, die Papiere werden von FTI - Beratern erstellt
26. 03. 2025
ekonomickydenik.cz
Autor: David Tramba
Das Ministerium für Industrie und Handel hat FTI France von der FTI Consulting Group den Auftrag erteilt, die Unterlagen für ein neues Notifizierungsverfahren bei der Europäischen Kommission vorzubereiten, das den Weg für den Bau von zwei Kernkraftwerksblöcken im Kraftwerk Dukovany II ebnen würde. Der Wert des Auftrags übersteigt 4,4 Mio. Kronen und die Frist für seine Erfüllung endet am 31. Juli.
"Gegenstand der Leistung im Rahmen dieser Aufforderung ist die Unterstützung bei der Vorbereitung der Notifizierung über die öffentliche Unterstützung für eine neue Kernkraftquelle am Standort Dukovany für ein geändertes Investorenmodell und für zwei Blöcke, insbesondere die Unterstützung bei der Vorbereitung der Strategie, der Vorbereitung von Dokumenten und Präsentationen für Sitzungen und die Teilnahme an Sitzungen und anderen Beratungstätigkeiten im Zusammenhang mit diesem Rahmenthema, sowohl in der Voranmeldephase als auch während der Notifizierung selbst, " heißt es im Vertragstext, der im Vertragsregister veröffentlicht wurde.
Dieser Vertrag folgt auf die Rahmenvereinbarung, die das Ministerium für Industrie und Handel im Februar mit FTI Frankreich geschlossen hat. Ihre Gültigkeit ist auf einen Zeithorizont von vier Jahren oder auf die Ausschöpfung des Höchstbetrags der auf 50 Mio. Kronen festgesetzten Vergütung beschränkt. Gegenstand dieses Rahmenabkommens ist die Gewährung einer umfassenden wirtschaftlichen und finanziellen Unterstützung im Zusammenhang mit der Vorbereitung neuer nuklearer Quellen und dem Abschluss von Verträgen zwischen dem Staat und dem Investor.
Im Einzelnen umfasst diese Beratungstätigkeit:
-Unterstützung im Wirtschafts- und Finanzbereich bei der Fertigstellung der vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Staat und dem Investor für den Bau des fünften Blocks von Dukovany.
- Unterstützung im Wirtschafts- und Finanzbereich bei dem Vorschlag einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Staat und dem Investor für den Bau der Blöcke Dukovany 6, und 3 und 4 in Temelín und möglicherweise kleinerer modularer Reaktoren.
-Unterstützung bei der Verteidigung der Position der Tschechischen Republik gegenüber der Europäischen Kommission in der Frage der staatlichen Unterstützung für neue Kernkraftwerksprojekte, einschließlich der Vorbereitung von Dokumenten für die Voranmeldung und Notifizierung der finanzellen Unterstützung.
-Verteidigung der Position des Staates im Bereich der wirtschaftlichen und finanziellen Regelung der Beziehungen mit der Firma CEZ.
- Beratung bei der Vorbereitung verschiedener Investorenmodelle für neue Kernkraftwerke.
Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich der Beratungsanbieter für das Ministerium für Industrie und Handel verändert. Von 2020 bis 2024 wurden diese Dienstleistungen von der Londoner Firma N.M. Rothschild & Sons erbracht. Nach den Angaben im Vertragsregister zahlte der Staat an das Unternehmen insgesamt 34,25 Mio. Kronen (ohne MwSt.) für die Beratung.
Die Europäische Kommission hat Ende April des letzten Jahres beschlossen, eine staatliche Beihilfe für den Bau des fünften Kernkraftwerksblocks des Kraftwerks Dukovany zu genehmigen. Der neue Block in Dukovany wird durch rückzahlbare finanzielle Hilfen des Staates finanziert. Er garantiert auch die Stabilität der Einnahmen des Kraftwerks durch einen Stromabnahmevertrag für einen Zeitraum von 40 Jahren und deckt die möglichen politischen Risiken dieser Investition in Höhe von Hunderten von Milliarden ab.
Das Problem ist, dass die tschechische Regierung die Notifizierung nur für einen neuen Block beantragt hat. Im vergangenen Januar wurde beschlossen, zwei Blöcke in Dukovany und später noch zwei weitere im Kraftwerk Temelín zu bauen. Der Bau von zwei neuen Blöcken am Standort Dukovany ist ebenfalls in einem Vertrag vorgesehen, den die beteiligten Parteien – der Staat, die Firma CEZ und die koreanische KHNP – in den kommenden Wochen unterzeichnen sollen. Der Staat muss daher die Bedingungen für die staatliche Beihilfe für die neuen Blöcke von der Europäischen Kommission erneut genehmigen lassen.
/gr/
--
Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
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E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von relevanten Zeitungsartikeln aus Tschechien aus dem Energiebereich vom 28.3.2025:
Inhalt:
Von Theorie zur Praxis: Studenten aus Hnevkovice im Atomkraftwerk Temmelin
28.3.2025 Ceskobudejovicky denik Marek Svitak Seite 6
Eine einzigartige Praxis machen vier Studenten des zweiten Jahrgangs der Fachrichtung Schweißer und Rohrmacher der Fachmittelschule und Berufsmittelschule Hnevkovice. Sie werden insgesamt drei Monate, mit Pausen, in der Umgebung des Kernkraftwerks verbringen. Nach Abschluss ihrer Ausbildung haben sie große Chancen, eine Anstellung in Temelín oder bei seinen wichtigsten Lieferanten zu finden.
ZWEI UND ZWEI
Zwei Wochen Praxis, zwei Wochen in der Schule. Vier junge Studenten der Berufsmittelschule in Hnevkovice werden bis Ende Mai in diesem Modus arbeiten. Während des einzigartigen Praktikums lernen sie das Umfeld der drei wichtigsten Lieferanten des Kernkraftwerks Temelín kennen. "Wir haben die Studenten in Paare eingeteilt und sie werden schrittweise zwei Wochen Praktikum bei SKODA JS, CEZ Energoservis und I&C Energo absolvieren. Dies wird ihnen eine einzigartige Gelegenheit geben, das Umfeld unserer wichtigsten Temelin - Lieferanten kennenzulernen", sagte Zdenek Cancura, Direktor der Abteilung Qualitätsmanagement der Kernkraftwerke von CEZ.
Während ihres Praktikums probieren die Studenten zum Beispiel das Schneiden, Biegen, Bohren, Schleifen oder Schweißen von metallischen Werkstoffen aus. "Ich arbeite sehr gerne mit Eisen. Ich bin ausgebildeter Kunstschmied und Hufschmied, wir haben dort geschweißt. Als man den Bereich Schweißer und Rohrmacher in der Kernenergie eröffnete, beschloss ich, mich zu bewerben. Ich schweiße gerne, ich würde gerne einen Job in Temelín finden", sagte der einundzwanzigjährige David Hunady aus Budweis.
Frantisek Prazak, ein Jahr älter, pendelt von Tyn nad Vltavou nach Hnevkovice. "Ich habe bereits einen Ausbildungsabschluss von der Schule in Hnevkovice als Landmaschinenmechaniker, wo wir auch viel geschweißt haben. Meiner Meinung nach hat das Schweißen eine Zukunft, außerdem wohne ich nicht weit vom Kernkraftwerk entfernt, also habe ich auch angefangen, als Schweißer und Rohrschlosser in der Kernenergie zu arbeiten. Ich mag die Praxis, wir werden andere Dinge ausprobieren als die, die wir direkt in der Schule machen", so die junge Studeten.
Interesse…
In letzter Zeit haben CEZ und seine Zulieferer Interesse an ausgebildeten Schweißern bekundet. Aus diesem Grund war die Fachmittelschule und die Berufsmittelschule Hnevkovice im vergangenen September in Zusammenarbeit mit der Energiefirma CEZ die erste in der Tschechischen Republik, die den neuen Studiengang Schweißer und Rohrmacher in der Kernenergie eröffnete. "Neben der Instandhaltung beschäftigen wir uns mit einer Reihe weiterer Projekte zur Erneuerung der Einrichtung, einschließlich des erwarteten Baus neuer Quellen. Und die gezielt gerichtete Fachrichtungen sind eine Möglichkeit, die notwendigen Berufe langfristig mit qualifizierten Mitarbeitern abzudecken, um die Kapazität für neue Projekte und mindestens sechzig Jahre Betrieb von Temelín und Dukovany zu sichern", sagte Bohdan Zronek, Mitglied des Vorstands der Energiefirma CEZ und Direktor der Abteilung Kernenergie.
/gr/
Fiala lehnte Verschiebung der Vertragsunterzeichnung zu Dukovany ab
28.03.2025 Pravo Seite 2
Tschechiens Ministerpräsident Petr Fiala (ODS) hat die Forderung der Oppositionsbewegung ANO an seine Regierung nicht akzeptiert, die Unterzeichnung des Vertrags über den Bau neuer Blöcke des Kernkraftwerks Dukovany dem kommenden Kabinett zu überlassen.
„Sobald der Vertrag abgeschlossen sei, werde er ihn gleich unterschreiben,“ sagte Fiala gestern.
Die Vertragsunterzeichnung mit der koreanischen Firma KHNP wurde für Ende März erwartet. Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden der ANO-Bewegung , Karel Havlíček, hat die Regierung nicht dafür gesorgt, dass ein ausreichender Anteil tschechischer Unternehmen an dem Projekt gewährleistet ist.
/gr/
ANO: Die Regierung darf den Dukovany-Vertrag nicht unterzeichnen, ohne den Anteil der tschechischen Unternehmen zu sichern
27. 03. 2025 Energy-hub CTK
Nach Ansicht von Karel Havlicek, dem stellvertretenden Vorsitzenden der oppositionellen ANO-Bewegung, sollte die Regierung die Unterzeichnung des Vertrags über die Fertigstellung neuer Blöcke des Kernkraftwerks Dukovany dem Kabinett überlassen, das aus den Wahlen im Herbst hervorgehen wird, da sie noch immer keinen ausreichenden Anteil tschechischer Unternehmen an dem Projekt gesichert hat. Der Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek (STAN) sagte Anfang des Monats, dass eine 20-prozentige Beteiligung bis auf weiteres gesichert sei. Gleichzeitig erklärte er, dass die Unterzeichnung des Vertrags mit der koreanischen Firma KHNP bis Ende März erfolgen soll. Havlicek zufolge sind erst 18 Prozent der Produktion in der Tschechischen Republik gesichert, und die Regierung sollte geduldig weiterverhandeln, bis sie mindestens 50 Prozent erreicht hat. Das sei bis zum Herbst technisch nicht zu bewältigen, sagte er.
"Die Tschechische Republik zahlt alles. Dies ist ein beispielloser Vertrag, und solange die Beteiligung tschechischer Unternehmen nicht durch eine Vereinbarung bestätigt ist, besteht noch ein gewisser kommerzieller Spielraum, denn wir legen die Bedingungen fest, weil wir zahlen", sagte Havlicek. Er wirft der Regierung vor, die 60 %ige Beteiligung der tschechschen Industrie nicht im Auge behalten zu haben, da sie nun unter Zeitdruck stehe.
Laut dem Industrie- und Handelsminister Luka Vlcek (STAN) versucht die tschechische Seite, eine 60-prozentige Beteiligung der tschechischen Industrie auszuhandeln, und möchte vor der Unterzeichnung des so genannten EPC-Vertrags (ein schlüsselfertiger Technologievertrag vom Entwurf über die Produktion, Installation, Inbetriebnahme und anschließende Wartung) von der koreanischen Seite die Zusicherung erhalten, dass tschechische Zulieferer an mindestens 30 Prozent des Vertrags beteiligt sein werden.
Die KHNP-Vertreter erklärten Ende Februar auf der tschechisch-koreanischen Nuklearindustriekonferenz in Prag, dass das Unternehmen weiterhin mit einer 60-prozentigen Beteiligung tschechischer Zulieferer am Bau der neuen Kernkraftwerksblöcke in Dukovany rechnet. Tschechische Firmen sollen diesen Anteil bis zum Jahr 2039 erreichen, wenn die beiden neuen Reaktoren in Dukovany fertiggestellt sein sollen. In den letzten Wochen haben Vertreter der tschechischen Industrie Bedenken geäußert, ob dieses Ziel wirklich erreicht werden kann, da es noch keine verbindlichen Kooperationsvereinbarungen gibt.
Das südkoreanische Unternehmen KHNP war im vergangenen Jahr bei der tschechischen Ausschreibung für neue Kernkraftwerksblöcke erfolgreich und erhielt von der Regierung den Vorzug vor der französischen Firma EDF und dem amerikanischen Unternehmen Westinghouse. Der erste Block in Dukovany soll im Jahr 2036 fertiggestellt werden. Die CEZ-Gruppe, die für die Ausschreibung verantwortlich ist, verhandelt nun mit der koreanischen Firma KHNP über den endgültigen Vertrag für das Projekt. Vlcek erörterte im vergangenen Monat die Beteiligung tschechischer Unternehmen am Bau der Reaktoren in Südkorea.
Der Bau neuer Kernkraftwerke in der Tschechischen Republik wird voraussichtlich der größte inländische Auftrag in der Geschichte sein. Die Kosten für den derzeit bevorzugten Bau von zwei Reaktoren in Dukovany belaufen sich auf 400 Milliarden Kronen zu aktuellen Preisen. In den nächsten drei bis fünf Jahren soll CEZ jedoch auch mit den Koreanern über eine Option für den Bau von zwei weiteren Blöcken in Temelin verhandeln, so die Entscheidung der Regierung.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113676 ... firem-z-cr
/gr/
Schweden bietet staatliche Kredite zur Unterstützung des Baus von neuen Kernreaktoren an
27.03.2025 CTK ENERGY-HUB
Die schwedische Regierung wird staatliche Kredite und Garantien für den Strompreis anbieten. Sie will Unternehmen bei der Finanzierung des Baus von vier neuen Kernkraftwerken unterstützen. Der Plan ist Teil der Strategie der Regierung, die Stromproduktion zu steigern und die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren, berichtet die Agentur Reuters.
Nach Angaben der Regierung könnte das nordische Land bis zum Jahr 2045 zehn neue große Kernreaktoren benötigen. Verkehr und Industrie wenden sich von fossilen Brennstoffen ab, der Strombedarf wird voraussichtlich von 135 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2023 auf rund 300 Terawattstunden steigen.
Laut Expertenstudien werden die Baukosten auf mehrere zehn Milliarden Dollar geschätzt. Die Regierung hat daher eingeräumt, dass sie bei der Finanzierung helfen muss.
"Es handelt sich um eine begrenzte, ausgewogene und verantwortungsvolle Unterstützung, die etwas ermöglicht, was wir schon lange nicht mehr getan haben, nämlich den Bau neuer Kernreaktoren", sagte Finanzmarktminister Niklas Wykman über den Vorschlag der Regierung. "Unserer Meinung nach ist dies auch ein Weg, um die Zustimmung der Europäischen Kommission zu erhalten", fügte er hinzu.
Nach den Vorschriften über staatliche Beihilfen benötigen die Länder der Europäischen Union die Zustimmung der Europäischen Kommission, um Subventionen zur Finanzierung neuer Kernkraftwerke anbieten zu können.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113693 ... h-reaktoru
Temelin: Hochzeit oder Reaktorbesuch?
28.3.2025 Spezial – MF DNES Seite 11
Ein virtueller Rundgang durch das Kraftwerk, Hochzeiten, Veranstaltungen für Kinder oder ein Spaziergang am Vogelpfad. Nicht nur solche Möglichkeiten bietet das Informationszentrum des Kernkraftwerks Temelín. Mit jährlich mehr als vierzigtausend Besuchern ist der Sitz des Informationszentrums des Kraftwerkes im Schloss Vysoky Hradek eines der meistbesuchten Orte in Südböhmen.
Besuchen Sie die interessantesten und am meisten bewachten Orte des Kernkraftwerks Temelín, während Sie bequem im Kinosaal des Informationszentrums sitzen. Eine solche Möglichkeit bietet ein einzigartiger virtueller Rundgang durch das Kraftwerk, die sogenannte ReakTour. Durch eine spezielle Brille blicken die Besucher direkt in die Reaktorhalle, besichtigen den Kontrollraum, blicken in den Kühlturm oder können die Lagerung von frischem und verbrauchtem Brennstoff sehen.
Dabei dürfen viele Temelin - Mitarbeiter in der Realität nicht diese Orte besuchen. "Das Betreten dieser Orte bedeutet, eine Sicherheitsüberprüfung von NBU zu haben und eine Reihe anderer Verpflichtungen zu erfüllen. Auf der anderen Seite wollen wir den Menschen diese Orte näher bringen als durch gewöhnliche Fotografien," sagt Petr Suler, Leiter der Kommunikationsabteilung der Kernkraftwerke von CEZ.
Während der virtuelle Rundgang das Kraftwerk in sechzehn Minuten in einem sehr flotten Tempo präsentiert, ist der Rundgang durch das Informationszentrum selbst deutlich ruhiger und ergänzt die digitale Version passend. "Die Besucher des Infozentrums können bei einzelnen Modellen wie einem Brennstoffmodell, einem Reaktormodell oder einem Querschnitt durch den Hauptproduktionsblock stehen bleiben und die Begleiter fragen, was sie interessiert." fügt Petr Suler hinzu.
Vom Reaktor zum Vogelpfad oder zu den Bienenstöcken …
Nach den technischen Informationen können die Besucher einen Spaziergang an der frischen Luft durch den Schlosspark genießen, der das Temeliner Informationszentrum umgibt. Sie können einer Vogelspur folgen oder in Bienenstöcke schauen. Ornithologen beobachten die Vögel im örtlichen Schlosspark schon seit längerer Zeit. Gegenwärtig sind hier vierzig verschiedene Arten registriert. Laut Ornithologen gibt es im Schlosspark rund um eines der meistbesuchten Informationszentren der Energiefirma CEZ sehr gute Bedingungen für Vögel. "Die hohen Bäume und die Mosaiklandschaft sind gut für Vögel. Darüber hinaus ist das Vorhandensein eines nahegelegenen Kraftwerks für kleine Vögel überhaupt kein Problem, es hat sogar einige größere Arten wie den Falken angelockt", sagte Jakub Vlcek, Ornithologe vom Südböhmischen Vogelwarteverein.
Im Sommer kann man sich auf eine echte Tour durch Temelín und Lipno freuen ….
Während das Informationszentrum praktisch das ganze Jahr über geöffnet ist, müssen Interessierte bis zum Sommer warten, um eine echte Führung durch das Kraftwerk zu erhalten. Und sie haben auch die Möglichkeit, das Wasserkraftwerk Lipno zu besichtigen. Seien Sie schnell bei der Registrierung. Das Interesse an beiden Kraftwerken ist nämlich enorm.
So wurden im vergangenen Jahr in beiden Kraftwerken innerhalb von drei Tagen mehr als tausend Plätze belegt. "Es besteht nach wie vor ein außerordentliches Interesse an den Führungen durch das Wasserkraftwerk Lipno I, das die Kapazität des Wasserkraftwerks deutlich übersteigt. Und wenn es die Betriebssituation zulässt, möchten wir das beliebte Wasserkraftwerk auch in diesem Sommer der Öffentlichkeit zugänglich machen", sagte Katerina Bartuskova, Leiterin des Informationszentrums und der Bildungsabteilung der CEZ-Gruppe.
Kinder können zum Osterprogramm kommen ….
In diesem Jahr wird das Informationszentrum von Temelín auch ein Programm für die Osterferien vorbereiten. Es beginnt hier am Donnerstag, den 17. April und dauert bis Montag. Die Kinder können im Park verschiedene Aufgaben erledigen, die notwendigen Stempel sammeln und eine süße Belohnung erhalten.
"Das werden Wissens- und Sportaufgaben sein. Familien können morgens oder nachmittags anreisen und es liegt an ihnen, wie lange sie bleiben. Es geht vor allem um einen gemütlichen Spaziergang mit einem gewissen Ziel", sagte Jana Gribbinova, Leiterin der Gruppe für interne und externe Kommunikation des KKW Temelín.
Reservierungen und Eintrittsgelder werden vom Energiepersonal nicht verlangt, die Menschen können jederzeit zwischen 9 und 16 Uhr anreisen. Am Samstag erwartet Familien mit Kindern ein reichhaltiges Programm. "Von 10 bis 17 Uhr können sich die Besucher auf Ostermärkte, Theater oder die Herstellung von Peitschen und das Bemalen von Ostereiern freuen", fügte Jana Gribbinová hinzu.
Ja in Temelin ….
Manche Besucher sind so verzaubert von der lokalen Umgebung, dass sie dort einen wichtigen Schritt in ihrem Leben machen wollen. Wir sprechen von einer Hochzeit, und im Fall von Temelín ist es keine Kuriosität. Seit dem Jahr 2006 hat der Bürgermeister des nahegelegenen gleichnamigen Dorfes hier 142 Paare getraut. Deshalb sind die Energiearbeiter schon richtig auf die Verlobten vorbereitet.
Auf einem Inselchen inmitten eines Teiches im Schlosspark bereiten sie ein blumengeschmücktes Burgtor vor. Und sie haben auch eine nasse Variante im Informationszentrum in Reserve.
Ja, Sie können das Informationszentrum des Kernkraftwerks Temelín aus verschiedenen Gründen besuchen.
- Die Insel im Park in der Nähe des Informationszentrums des AKW Temelín ist ein beliebter Ort für verlobte Paare. Seit dem Jahr 2006 haben hier 142 Hochzeiten stattgefunden
- Jedes Jahr bereiten die Energietechniker in ihrem Informationszentrum mehrere Veranstaltungen für Kinder vor
- Dank einer speziellen Brille können die Besucher die bewachtesten und interessantesten Orte des Kernkraftwerks Temelín sehen
/gr/
Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des vierten Blocks von Mochovce schreiten voran, es wurde ein Heißwassertest gestartet
21.03.2025, hnonline.sk
Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des Blocks 4 des Kernkraftwerks in Mochovce sind in die nächste Phase übergegangen. Das Unternehmen Slovenské elektrárne (Slowakische Elektrizitätswerke) SE teilte am Freitag mit, dass es einen Heißwassertest an der Anlage begonnen habe.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113334 ... ydroskusku
/gr/
In Fukushima wurden spezielle Roboter entwickelt, die bei der Entfernung von radioaktiven Sandsäcken helfen sollen
21.03.2025 hnonline.sk
Roboter werden ab nächster Woche damit beginnen, Sandsäcke im japanischen Atomkraftwerk Fukushima zu entfernen. Kurz nach dem Unfall im Jahr 2011 sollten diese Sandsäcke dabei helfen, kontaminiertes radioaktives Wasser zu absorbieren, sagte ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers am Freitag. Davon berichtete die Agentur AFP.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113318 ... -s-pieskom
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
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Tel: 603 805 799
Inhalt:
Von Theorie zur Praxis: Studenten aus Hnevkovice im Atomkraftwerk Temmelin
28.3.2025 Ceskobudejovicky denik Marek Svitak Seite 6
Eine einzigartige Praxis machen vier Studenten des zweiten Jahrgangs der Fachrichtung Schweißer und Rohrmacher der Fachmittelschule und Berufsmittelschule Hnevkovice. Sie werden insgesamt drei Monate, mit Pausen, in der Umgebung des Kernkraftwerks verbringen. Nach Abschluss ihrer Ausbildung haben sie große Chancen, eine Anstellung in Temelín oder bei seinen wichtigsten Lieferanten zu finden.
ZWEI UND ZWEI
Zwei Wochen Praxis, zwei Wochen in der Schule. Vier junge Studenten der Berufsmittelschule in Hnevkovice werden bis Ende Mai in diesem Modus arbeiten. Während des einzigartigen Praktikums lernen sie das Umfeld der drei wichtigsten Lieferanten des Kernkraftwerks Temelín kennen. "Wir haben die Studenten in Paare eingeteilt und sie werden schrittweise zwei Wochen Praktikum bei SKODA JS, CEZ Energoservis und I&C Energo absolvieren. Dies wird ihnen eine einzigartige Gelegenheit geben, das Umfeld unserer wichtigsten Temelin - Lieferanten kennenzulernen", sagte Zdenek Cancura, Direktor der Abteilung Qualitätsmanagement der Kernkraftwerke von CEZ.
Während ihres Praktikums probieren die Studenten zum Beispiel das Schneiden, Biegen, Bohren, Schleifen oder Schweißen von metallischen Werkstoffen aus. "Ich arbeite sehr gerne mit Eisen. Ich bin ausgebildeter Kunstschmied und Hufschmied, wir haben dort geschweißt. Als man den Bereich Schweißer und Rohrmacher in der Kernenergie eröffnete, beschloss ich, mich zu bewerben. Ich schweiße gerne, ich würde gerne einen Job in Temelín finden", sagte der einundzwanzigjährige David Hunady aus Budweis.
Frantisek Prazak, ein Jahr älter, pendelt von Tyn nad Vltavou nach Hnevkovice. "Ich habe bereits einen Ausbildungsabschluss von der Schule in Hnevkovice als Landmaschinenmechaniker, wo wir auch viel geschweißt haben. Meiner Meinung nach hat das Schweißen eine Zukunft, außerdem wohne ich nicht weit vom Kernkraftwerk entfernt, also habe ich auch angefangen, als Schweißer und Rohrschlosser in der Kernenergie zu arbeiten. Ich mag die Praxis, wir werden andere Dinge ausprobieren als die, die wir direkt in der Schule machen", so die junge Studeten.
Interesse…
In letzter Zeit haben CEZ und seine Zulieferer Interesse an ausgebildeten Schweißern bekundet. Aus diesem Grund war die Fachmittelschule und die Berufsmittelschule Hnevkovice im vergangenen September in Zusammenarbeit mit der Energiefirma CEZ die erste in der Tschechischen Republik, die den neuen Studiengang Schweißer und Rohrmacher in der Kernenergie eröffnete. "Neben der Instandhaltung beschäftigen wir uns mit einer Reihe weiterer Projekte zur Erneuerung der Einrichtung, einschließlich des erwarteten Baus neuer Quellen. Und die gezielt gerichtete Fachrichtungen sind eine Möglichkeit, die notwendigen Berufe langfristig mit qualifizierten Mitarbeitern abzudecken, um die Kapazität für neue Projekte und mindestens sechzig Jahre Betrieb von Temelín und Dukovany zu sichern", sagte Bohdan Zronek, Mitglied des Vorstands der Energiefirma CEZ und Direktor der Abteilung Kernenergie.
/gr/
Fiala lehnte Verschiebung der Vertragsunterzeichnung zu Dukovany ab
28.03.2025 Pravo Seite 2
Tschechiens Ministerpräsident Petr Fiala (ODS) hat die Forderung der Oppositionsbewegung ANO an seine Regierung nicht akzeptiert, die Unterzeichnung des Vertrags über den Bau neuer Blöcke des Kernkraftwerks Dukovany dem kommenden Kabinett zu überlassen.
„Sobald der Vertrag abgeschlossen sei, werde er ihn gleich unterschreiben,“ sagte Fiala gestern.
Die Vertragsunterzeichnung mit der koreanischen Firma KHNP wurde für Ende März erwartet. Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden der ANO-Bewegung , Karel Havlíček, hat die Regierung nicht dafür gesorgt, dass ein ausreichender Anteil tschechischer Unternehmen an dem Projekt gewährleistet ist.
/gr/
ANO: Die Regierung darf den Dukovany-Vertrag nicht unterzeichnen, ohne den Anteil der tschechischen Unternehmen zu sichern
27. 03. 2025 Energy-hub CTK
Nach Ansicht von Karel Havlicek, dem stellvertretenden Vorsitzenden der oppositionellen ANO-Bewegung, sollte die Regierung die Unterzeichnung des Vertrags über die Fertigstellung neuer Blöcke des Kernkraftwerks Dukovany dem Kabinett überlassen, das aus den Wahlen im Herbst hervorgehen wird, da sie noch immer keinen ausreichenden Anteil tschechischer Unternehmen an dem Projekt gesichert hat. Der Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek (STAN) sagte Anfang des Monats, dass eine 20-prozentige Beteiligung bis auf weiteres gesichert sei. Gleichzeitig erklärte er, dass die Unterzeichnung des Vertrags mit der koreanischen Firma KHNP bis Ende März erfolgen soll. Havlicek zufolge sind erst 18 Prozent der Produktion in der Tschechischen Republik gesichert, und die Regierung sollte geduldig weiterverhandeln, bis sie mindestens 50 Prozent erreicht hat. Das sei bis zum Herbst technisch nicht zu bewältigen, sagte er.
"Die Tschechische Republik zahlt alles. Dies ist ein beispielloser Vertrag, und solange die Beteiligung tschechischer Unternehmen nicht durch eine Vereinbarung bestätigt ist, besteht noch ein gewisser kommerzieller Spielraum, denn wir legen die Bedingungen fest, weil wir zahlen", sagte Havlicek. Er wirft der Regierung vor, die 60 %ige Beteiligung der tschechschen Industrie nicht im Auge behalten zu haben, da sie nun unter Zeitdruck stehe.
Laut dem Industrie- und Handelsminister Luka Vlcek (STAN) versucht die tschechische Seite, eine 60-prozentige Beteiligung der tschechischen Industrie auszuhandeln, und möchte vor der Unterzeichnung des so genannten EPC-Vertrags (ein schlüsselfertiger Technologievertrag vom Entwurf über die Produktion, Installation, Inbetriebnahme und anschließende Wartung) von der koreanischen Seite die Zusicherung erhalten, dass tschechische Zulieferer an mindestens 30 Prozent des Vertrags beteiligt sein werden.
Die KHNP-Vertreter erklärten Ende Februar auf der tschechisch-koreanischen Nuklearindustriekonferenz in Prag, dass das Unternehmen weiterhin mit einer 60-prozentigen Beteiligung tschechischer Zulieferer am Bau der neuen Kernkraftwerksblöcke in Dukovany rechnet. Tschechische Firmen sollen diesen Anteil bis zum Jahr 2039 erreichen, wenn die beiden neuen Reaktoren in Dukovany fertiggestellt sein sollen. In den letzten Wochen haben Vertreter der tschechischen Industrie Bedenken geäußert, ob dieses Ziel wirklich erreicht werden kann, da es noch keine verbindlichen Kooperationsvereinbarungen gibt.
Das südkoreanische Unternehmen KHNP war im vergangenen Jahr bei der tschechischen Ausschreibung für neue Kernkraftwerksblöcke erfolgreich und erhielt von der Regierung den Vorzug vor der französischen Firma EDF und dem amerikanischen Unternehmen Westinghouse. Der erste Block in Dukovany soll im Jahr 2036 fertiggestellt werden. Die CEZ-Gruppe, die für die Ausschreibung verantwortlich ist, verhandelt nun mit der koreanischen Firma KHNP über den endgültigen Vertrag für das Projekt. Vlcek erörterte im vergangenen Monat die Beteiligung tschechischer Unternehmen am Bau der Reaktoren in Südkorea.
Der Bau neuer Kernkraftwerke in der Tschechischen Republik wird voraussichtlich der größte inländische Auftrag in der Geschichte sein. Die Kosten für den derzeit bevorzugten Bau von zwei Reaktoren in Dukovany belaufen sich auf 400 Milliarden Kronen zu aktuellen Preisen. In den nächsten drei bis fünf Jahren soll CEZ jedoch auch mit den Koreanern über eine Option für den Bau von zwei weiteren Blöcken in Temelin verhandeln, so die Entscheidung der Regierung.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113676 ... firem-z-cr
/gr/
Schweden bietet staatliche Kredite zur Unterstützung des Baus von neuen Kernreaktoren an
27.03.2025 CTK ENERGY-HUB
Die schwedische Regierung wird staatliche Kredite und Garantien für den Strompreis anbieten. Sie will Unternehmen bei der Finanzierung des Baus von vier neuen Kernkraftwerken unterstützen. Der Plan ist Teil der Strategie der Regierung, die Stromproduktion zu steigern und die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren, berichtet die Agentur Reuters.
Nach Angaben der Regierung könnte das nordische Land bis zum Jahr 2045 zehn neue große Kernreaktoren benötigen. Verkehr und Industrie wenden sich von fossilen Brennstoffen ab, der Strombedarf wird voraussichtlich von 135 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2023 auf rund 300 Terawattstunden steigen.
Laut Expertenstudien werden die Baukosten auf mehrere zehn Milliarden Dollar geschätzt. Die Regierung hat daher eingeräumt, dass sie bei der Finanzierung helfen muss.
"Es handelt sich um eine begrenzte, ausgewogene und verantwortungsvolle Unterstützung, die etwas ermöglicht, was wir schon lange nicht mehr getan haben, nämlich den Bau neuer Kernreaktoren", sagte Finanzmarktminister Niklas Wykman über den Vorschlag der Regierung. "Unserer Meinung nach ist dies auch ein Weg, um die Zustimmung der Europäischen Kommission zu erhalten", fügte er hinzu.
Nach den Vorschriften über staatliche Beihilfen benötigen die Länder der Europäischen Union die Zustimmung der Europäischen Kommission, um Subventionen zur Finanzierung neuer Kernkraftwerke anbieten zu können.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113693 ... h-reaktoru
Temelin: Hochzeit oder Reaktorbesuch?
28.3.2025 Spezial – MF DNES Seite 11
Ein virtueller Rundgang durch das Kraftwerk, Hochzeiten, Veranstaltungen für Kinder oder ein Spaziergang am Vogelpfad. Nicht nur solche Möglichkeiten bietet das Informationszentrum des Kernkraftwerks Temelín. Mit jährlich mehr als vierzigtausend Besuchern ist der Sitz des Informationszentrums des Kraftwerkes im Schloss Vysoky Hradek eines der meistbesuchten Orte in Südböhmen.
Besuchen Sie die interessantesten und am meisten bewachten Orte des Kernkraftwerks Temelín, während Sie bequem im Kinosaal des Informationszentrums sitzen. Eine solche Möglichkeit bietet ein einzigartiger virtueller Rundgang durch das Kraftwerk, die sogenannte ReakTour. Durch eine spezielle Brille blicken die Besucher direkt in die Reaktorhalle, besichtigen den Kontrollraum, blicken in den Kühlturm oder können die Lagerung von frischem und verbrauchtem Brennstoff sehen.
Dabei dürfen viele Temelin - Mitarbeiter in der Realität nicht diese Orte besuchen. "Das Betreten dieser Orte bedeutet, eine Sicherheitsüberprüfung von NBU zu haben und eine Reihe anderer Verpflichtungen zu erfüllen. Auf der anderen Seite wollen wir den Menschen diese Orte näher bringen als durch gewöhnliche Fotografien," sagt Petr Suler, Leiter der Kommunikationsabteilung der Kernkraftwerke von CEZ.
Während der virtuelle Rundgang das Kraftwerk in sechzehn Minuten in einem sehr flotten Tempo präsentiert, ist der Rundgang durch das Informationszentrum selbst deutlich ruhiger und ergänzt die digitale Version passend. "Die Besucher des Infozentrums können bei einzelnen Modellen wie einem Brennstoffmodell, einem Reaktormodell oder einem Querschnitt durch den Hauptproduktionsblock stehen bleiben und die Begleiter fragen, was sie interessiert." fügt Petr Suler hinzu.
Vom Reaktor zum Vogelpfad oder zu den Bienenstöcken …
Nach den technischen Informationen können die Besucher einen Spaziergang an der frischen Luft durch den Schlosspark genießen, der das Temeliner Informationszentrum umgibt. Sie können einer Vogelspur folgen oder in Bienenstöcke schauen. Ornithologen beobachten die Vögel im örtlichen Schlosspark schon seit längerer Zeit. Gegenwärtig sind hier vierzig verschiedene Arten registriert. Laut Ornithologen gibt es im Schlosspark rund um eines der meistbesuchten Informationszentren der Energiefirma CEZ sehr gute Bedingungen für Vögel. "Die hohen Bäume und die Mosaiklandschaft sind gut für Vögel. Darüber hinaus ist das Vorhandensein eines nahegelegenen Kraftwerks für kleine Vögel überhaupt kein Problem, es hat sogar einige größere Arten wie den Falken angelockt", sagte Jakub Vlcek, Ornithologe vom Südböhmischen Vogelwarteverein.
Im Sommer kann man sich auf eine echte Tour durch Temelín und Lipno freuen ….
Während das Informationszentrum praktisch das ganze Jahr über geöffnet ist, müssen Interessierte bis zum Sommer warten, um eine echte Führung durch das Kraftwerk zu erhalten. Und sie haben auch die Möglichkeit, das Wasserkraftwerk Lipno zu besichtigen. Seien Sie schnell bei der Registrierung. Das Interesse an beiden Kraftwerken ist nämlich enorm.
So wurden im vergangenen Jahr in beiden Kraftwerken innerhalb von drei Tagen mehr als tausend Plätze belegt. "Es besteht nach wie vor ein außerordentliches Interesse an den Führungen durch das Wasserkraftwerk Lipno I, das die Kapazität des Wasserkraftwerks deutlich übersteigt. Und wenn es die Betriebssituation zulässt, möchten wir das beliebte Wasserkraftwerk auch in diesem Sommer der Öffentlichkeit zugänglich machen", sagte Katerina Bartuskova, Leiterin des Informationszentrums und der Bildungsabteilung der CEZ-Gruppe.
Kinder können zum Osterprogramm kommen ….
In diesem Jahr wird das Informationszentrum von Temelín auch ein Programm für die Osterferien vorbereiten. Es beginnt hier am Donnerstag, den 17. April und dauert bis Montag. Die Kinder können im Park verschiedene Aufgaben erledigen, die notwendigen Stempel sammeln und eine süße Belohnung erhalten.
"Das werden Wissens- und Sportaufgaben sein. Familien können morgens oder nachmittags anreisen und es liegt an ihnen, wie lange sie bleiben. Es geht vor allem um einen gemütlichen Spaziergang mit einem gewissen Ziel", sagte Jana Gribbinova, Leiterin der Gruppe für interne und externe Kommunikation des KKW Temelín.
Reservierungen und Eintrittsgelder werden vom Energiepersonal nicht verlangt, die Menschen können jederzeit zwischen 9 und 16 Uhr anreisen. Am Samstag erwartet Familien mit Kindern ein reichhaltiges Programm. "Von 10 bis 17 Uhr können sich die Besucher auf Ostermärkte, Theater oder die Herstellung von Peitschen und das Bemalen von Ostereiern freuen", fügte Jana Gribbinová hinzu.
Ja in Temelin ….
Manche Besucher sind so verzaubert von der lokalen Umgebung, dass sie dort einen wichtigen Schritt in ihrem Leben machen wollen. Wir sprechen von einer Hochzeit, und im Fall von Temelín ist es keine Kuriosität. Seit dem Jahr 2006 hat der Bürgermeister des nahegelegenen gleichnamigen Dorfes hier 142 Paare getraut. Deshalb sind die Energiearbeiter schon richtig auf die Verlobten vorbereitet.
Auf einem Inselchen inmitten eines Teiches im Schlosspark bereiten sie ein blumengeschmücktes Burgtor vor. Und sie haben auch eine nasse Variante im Informationszentrum in Reserve.
Ja, Sie können das Informationszentrum des Kernkraftwerks Temelín aus verschiedenen Gründen besuchen.
- Die Insel im Park in der Nähe des Informationszentrums des AKW Temelín ist ein beliebter Ort für verlobte Paare. Seit dem Jahr 2006 haben hier 142 Hochzeiten stattgefunden
- Jedes Jahr bereiten die Energietechniker in ihrem Informationszentrum mehrere Veranstaltungen für Kinder vor
- Dank einer speziellen Brille können die Besucher die bewachtesten und interessantesten Orte des Kernkraftwerks Temelín sehen
/gr/
Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des vierten Blocks von Mochovce schreiten voran, es wurde ein Heißwassertest gestartet
21.03.2025, hnonline.sk
Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des Blocks 4 des Kernkraftwerks in Mochovce sind in die nächste Phase übergegangen. Das Unternehmen Slovenské elektrárne (Slowakische Elektrizitätswerke) SE teilte am Freitag mit, dass es einen Heißwassertest an der Anlage begonnen habe.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113334 ... ydroskusku
/gr/
In Fukushima wurden spezielle Roboter entwickelt, die bei der Entfernung von radioaktiven Sandsäcken helfen sollen
21.03.2025 hnonline.sk
Roboter werden ab nächster Woche damit beginnen, Sandsäcke im japanischen Atomkraftwerk Fukushima zu entfernen. Kurz nach dem Unfall im Jahr 2011 sollten diese Sandsäcke dabei helfen, kontaminiertes radioaktives Wasser zu absorbieren, sagte ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers am Freitag. Davon berichtete die Agentur AFP.
Quelle: https://energyhub.eu/cs/articles/113318 ... -s-pieskom
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von Zeitungsartikeln aus Tschechien zum Thema Kernkraft vom 31.3.2025:
Die Tschechische Republik ist dem Bau eines Atommüll-Endlagers näher gekommen. Gemeinden scheitern mit ihren Einsprüchen
CTK 28. März 2025
Quelle: CNN Prima NEWS
Gemeinden aus den Standorten Brezovy potok und Janoch (Janoch bei Temelin) in der Region Klatovy sind mit ihren Einsprüchen gegen die Festlegung von Erkundungsgebieten für das geplante Tiefenlager für radioaktive Abfälle gescheitert. Der Einspruch ist vom Umweltministerium abgelehnt worden, sagte Martina Bila, Sprecherin der Verwaltung für die Endlagerung radioaktiver Abfälle (SURAO), am Freitag. Sie sagte, die gültige Ausweisung der Erkundungsgebiete sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Auswahl des End- und des Ersatzstandorts für das Tieenlager. Die Gemeinden haben sich lange gegen das Endlager gewehrt und überlegen nun den nächsten Schritt.
Nach Angaben von SURAO können nun die Erkundungsarbeiten an den genannten Standorten in West- und Südböhmen beginnen. Dazu gehören detaillierte geologische Kartierungen, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und Tiefbohrungen. Nach Angaben der Verwaltung SURAO werden die Geologen das Massiv, in dem sich das Endlager in Zukunft befinden könnte, eingehend untersuchen können. Das Ziel ist es, Informationen über die mineralogische Zusammensetzung der Gesteine, ihre Festigkeit, Brüche oder Klüfte sowie über die Zusammensetzung des Grundwassers oder seinen Fluss zu sammeln.
Nach Angaben von SURAO können nun die Erkundungsarbeiten an den genannten Standorten im Westen und Süden der Tschechischen Republik beginnen. Dazu gehören detaillierte geologische Kartierungen, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und Tiefbohrungen. Nach Angaben der Verwaltung werden die Geologen das Massiv, in dem sich das Endlager in Zukunft befinden könnte, eingehend untersuchen können. Ziel ist es, Informationen über die mineralogische Zusammensetzung des Gesteins, seine Festigkeit, Brüche oder Klüfte sowie über die Zusammensetzung des Grundwassers oder seinen Fluss zu sammeln.
Nach Angaben von SURAO werden alle Arbeiten dazu beitragen, den geeignetsten und sichersten Standort für ein Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle und abgebrannte Brennelemente auszuwählen. Sobald die Erkundungsgebiete festgelegt sind, wird der Staat damit beginnen, den Gemeinden die ihnen gesetzlich zustehenden Beiträge zu zahlen. Nach Angaben von SURAO erhält der Standort Brezovy potok 31,2 Mio. Kronen pro Jahr und der Standort Janoch 17 Mio. Kronen pro Jahr.
Quelle: https://cnn.iprima.cz/cesko-je-bliz-sta ... dem-470238
/gr/
Die Erkundungsgebiete an den Standorten Brezovy potok und Janoch, die für den möglichen Standort eines Atommüllendlagers untersucht werden, sind endgültig festgelegt
29.3.2025 SURAO.cz
Das Umweltministerium hat den Widerspruch gegen die Festlegung von Erkundungsgebieten für spezielle Eingriffe in die Erdkruste an den Standorten Brezovy potok und Janoch abgelehnt. Die rechtskräftige Festlegung der Erkundungsgebiete ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Auswahl eines End- und eines Reservestandortes für das Atommüllendlager. Sobald das Erkundungsgebiet festgelegt ist, werden die gesetzlichen finanziellen Beiträge an die Gemeinden gezahlt.
Dann können die Erkundungsarbeiten an den Standorten beginnen, d. h. eine detaillierte geologische Kartierung, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und natürlich Tiefbohrungen. Damit können die Geologen das Massiv, in dem sich das Endlager eines Tages befinden könnte, sehr detailliert untersuchen. So erhalten sie Informationen über die mineralogische Zusammensetzung der Gesteine, ihre Festigkeit, Brüche oder Klüfte, aber auch über die Zusammensetzung des Grundwassers oder dessen Strömung. Alle Arbeiten werden somit zur Auswahl des am besten geeigneten und sichersten Standorts für ein Tiefenlager für die in der Tschechischen Republik anfallenden radioaktiven Abfälle und abgebrannte Brennelemente beitragen.
Die Festlegung von Erkundungsgebieten ist auch mit finanziellen Beiträgen an die Gemeinden verbunden, die aufgrund des Gesetzes gezahlt werden. Für den Standort Brezovy potok belaufen sich diese auf 31,2 Mio. Kronen pro Jahr und für den Standort Janoch 17 Mio. Kronen pro Jahr. Nähere Informationen zu den finanziellen Beiträgen finden Sie hier:
Quelle: https://surao.gov.cz/prispevky-obcim/
/gr/
Paris hat den Befehl "France First" gegeben, und der Chef von EDF muss sich verabschieden.
Dies könnte auch Auswirkungen auf die tschechischen Nuklearpläne haben. Und nicht nur das
31.3.2025 HN Jan Broz Seite 10
Luc Rémont war in den letzten zwei Jahren häufig zu Gast in der Tschechischen Republik. Der Chef des französischen Unternehmens EDF war hier, um die Einzelheiten der Beteiligung seines Unternehmens an der tschechischen Atomausschreibung auszuhandeln, und begleitete Emmanuel Macron im vergangenen März auf einer Reise nach Prag, als der französische Präsident kam, um für das Angebot von EDF zu werben. Obwohl die tschechische Regierung schließlich das südkoreanische Unternehmen KHNP als sogenannten bevorzugten Bieter für den Bau von zwei neuen Blöcken in Dukovany ausgewählt hat, ist der Vertrag noch immer nicht unterzeichnet und die Franzosen sind noch nicht ganz aus dem Spiel.
Gerad die Remontss Pläne für den Ausbau der Kernkraft in der Tschechischen Republik und in anderen Ländern waren einer der Gründe, die ihn angeblich seinen Job an der Spitze des französischen staatlichen Unternehmens gekostet haben. Und das trotz der guten wirtschaftlichen Ergebnisse der Firma EDF und der Tatsache, dass es ihm gelungen ist, die französische Atomflotte wieder in Betrieb zu nehmen, nachdem sie vor drei Jahren mitten in der Energiekrise wegen technischer Probleme weitgehend stillgelegt worden war.
Laut Politico wurde die Entscheidung, das im Juni auslaufende dreijährige Mandat von Rémont nicht zu verlängern, nach einem Treffen zwischen Präsident Macron und Vertretern der Atomindustrie am Montag getroffen. "Der Präsident der Republik beabsichtigt, Herrn Bernard Fontana auf Vorschlag des Premierministers zum Präsidenten und Generaldirektor von Électricité de France (EDF) zu ernennen", teilte der Elysee-Palast am Mittwoch mit.
Fontana ist derzeit Chef von Framatome, einer Tochtergesellschaft der Firma EDF, die demnächst mit der Lieferung von Brennstoff an die tschechischen Kernkraftwerke beginnen wird. Der scheidende EDF-Chef steht seit einiger Zeit in der Kritik von Industrie-Vertretern. Nach Angaben der Financial Times hat die Firma EDF jahrelang französische Unternehmen zu Vorzugskonditionen mit Strom versorgt. Rémont wollte sich für einen stärker marktorientierten Ansatz einsetzen.
"Meiner Meinung nach muss die Firma EDF, wenn sie ihren Auftrag im öffentlichen Interesse erfüllen soll, in erster Linie effizient und wettbewerbsfähig sein und entsprechend geführt werden. Ein großer Teil der Regierung ist der Meinung, dass das Unternehmen seinem Auftrag gerecht werden sollte, indem es seine Entscheidungen so trifft, dass es wie ein öffentlicher Dienst aussieht, was es rechtlich gesehen aber nicht ist", sagte Rémont der Zeitung Le Figaro anlässlich seiner Berufung.
Wichtiger aus tschechischer Sicht ist jedoch, dass Rémonts Strategie der Auslandsexpansion in die Tschechische Republik und andere Länder mit Macrons Programm zum Bau von sechs neuen Atomreaktoren in Frankreich kollidierte. Der Plan ist ins Stocken geraten und die Verzögerung war eines der Hauptthemen des Treffens am Montag im Elysee-Palast, wie Politico berichtet. Laut Joël Barre, dem Beauftragten der französischen Regierung für Atomenergie, muss die Firma EDF im Ausland tätig werden. Aber "in Synergie mit dem französischen Programm", sagte er diplomatisch.
In der Zwischenzeit hat EDF den Sieg von KHNP in der Dukovany-Ausschreibung bei der Europäischen Kommission und der Antimonopolbehörde angefochten, und die tschechische Regierung hat auch klargestellt, dass sie sich immer noch an EDF wenden kann, wenn die Zusammenarbeit mit den Koreanern aus irgendeinem Grund nicht klappt. Das ist immer noch keine völlig unrealistische Option. Nach den ursprünglichen Plänen sollte der Vertrag zwischen dem Staat, CEZ und KHNP im März unterzeichnet werden.
Die Verhandlungen blieben jedoch vor allem an der Frage der Beteiligung der tschechischen Industrie an dem 400-Milliarden-Kronen-Auftrag für zwei Blöcke hängen. Die langfristige "patriotische" Vision der Tschechischen Republik ist, dass mindestens 60 Prozent an einheimische Unternehmen gehen sollten. Dies ist jedoch nicht gewährleistet.
Laut dem tschechischen Industrieminister Lukas Vlcek (STAN) ist es unmöglich, "bis zur letzten Schraube zu bestimmen, wer welches Bauteil liefern wird". Vlcek will vor der Vertragsunterzeichnung 30 Prozent der Lieferungen vertraglich abgesichert haben, mit der Aussicht auf weitere 30 Prozent. Der ehemalige Industrieminister der ANO, Karel Havlicek, forderte die Regierung jedoch auf, den Vertragsabschluss dem nächsten Kabinett zu überlassen und den Vertrag erst zu unterzeichnen, wenn 50 Prozent gesichert sind.
In den letzten Wochen gab es weitere schlechte Nachrichten für die tschechischen Atomindustrieunternehmen. Die südkoreanische KHNP hat sich aus mehreren Projekten in anderen europäischen Ländern zurückgezogen. Zuletzt aus einer Ausschreibung für den Bau von zwei Blöcken im niederländischen Kernkraftwerk Borssele. "Das Management des Unternehmens hat beschlossen, sich auf den Bereich der kleinen modularen Reaktoren und das laufende Kernkraftwerksprojekt in der Tschechischen Republik zu konzentrieren", erklärte KHNP. Zuvor hatte das Unternehmen Aufträge in Slowenien und Schweden aufgegeben.
In der Branche wird vermutet, dass das plötzliche koreanische Desinteresse am europäischen Markt mit der Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Westinghouse zur Beilegung eines Patentstreits zusammenhängt. KHNP wird sich zugunsten der Amerikaner aus einigen Märkten zurückziehen, so dass EDF der einzige Konkurrent von Westinghouse in den Niederlanden, Slowenien und Schweden bleibt. Im Gegenzug könnte sich KHNP an einigen Unterauftragsprojekten beteiligen, bei denen Westinghouse den Zuschlag erhält.
Die einheimischen Auftragnehmer hofften jedoch, dass der Bau des neuen Dukovany-Blocks nicht nur einen Hundert-Milliarden-Auftrag in der Tschechischen Republik eröffnen würde, sondern auch die Beteiligung tschechischer Unternehmen an anderen koreanischen Projekten, wenn sie im Ausland erfolgreich wären. Sollten sie jedoch das Interesse an anderen europäischen Projekten verlieren, würden sich diese Hoffnungen als vergeblich erweisen.
"Ich bin fest davon überzeugt, dass sich tschechische Unternehmen an mehr als 60 Prozent des neuen Dukovany-Projekts beteiligen können. Wir bei EDF sind bereit, dieses Potenzial voll auszuschöpfen", erklärte Roman Zdebor, Leiter der EDF-Inlandsvertretung, auf LinkedIn.
Die Franzosen haben wiederholt von der Schaffung einer paneuropäischen Nuklearindustrie unter der Führung der Firma EDF gesprochen, die auch tschechische Unternehmen einschließen würde. Wie sich diese Einstellung auf die Vision von "France First" auswirken wird, bleibt offen.
Autor: Jan Brož, jan.broz@hn.cz
/gr/
Die Menschen wollen kein Atommüll-Endlager. Der Protest wird die Straße blockieren
31.03.2025 Mlada fronta DNES CTK Seite 12 - Westböhmen
CHANOVICE - Am Samstag, den 26. April, protestieren Menschen aus der Region Bähmerald gegen den geplanten Bau eines Tiefenlagers für radioaktive Abfälle am Standort Brezovy potok in der Region Klatovy. Sie fordern die Stärkung der Rechte der Gemeinden bei der endgültigen Entscheidung über den Standort, der nach geltendem Recht bis zum Jahr 2028 ausschließlich von der Regierung ausgewählt werden soll. Wir werden die Hauptstraße Plzen - Horazdovice, an der täglich 15.000 Autos vorbeifahren, ab 14 Uhr in Velky Bor mit Transparenten überqueren", sagte Petr Cotek, der Bürgermeister von Chanovice (Verein für die Zukunft).
"Der Protestaktionstag gegen das Endlager ist ein traditioneller synchronisierter Frühjahrsaufstand aller vier Endlager - Ortschaften. Früher sind wir mit Fahrrädern und Motorrädern um das geplante Endlager herumgefahren. Aber das war sehr schwer zu organisieren, die Leute konnten auch nicht immer kommen, und wir werden alt durch die Verlängerung der ganzen Sache, über die seit 23 Jahren geredet wird. Der siebzehnte Industrieminister kommuniziert wieder nicht, obwohl er noch nicht lange in der Funktion ist", sagte der Bürgermeister von Chanovice.
Cotek sagte, dass die Gemeinden vor allem deshalb protestieren werden, weil der Staat sie nicht in den Einwendungsprozess einbeziehen will. "Unser Ausschluss wurde mit der Verabschiedung des Endlagergesetzes (im November letzten Jahres) im Parlament eindeutig erklärt. Wir geben trotzdem nicht auf, wir haben viel Unterstützung", sagte Cotek. Das Datum 26. April wurde von den Gemeinden auch deshalb gewählt, weil es mit dem Unfall im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl zusammenfällt.
Am 26. April werden die Gemeinden zum x-ten Mal den öffentlichen Verkehr blockieren. "Das hat seine Wirkung gezeigt und wurde von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Hunderte von Menschen nehmen daran teil, viele kommen sogar aus weiter entfernten Orten, um uns zu unterstützen", so Cotek. Die Veranstaltung wird mit der Dorfkultur verbunden sein. "Wir werden Flugblätter in den Autos der Leute verteilen. Alles wird unter der Kontrolle der Feuerwehr sein, uns geht es vor allem um die Sicherheit der Teilnehmer und des Verkehrs, wir verhalten uns nicht unverantwortlich. Aber wir wollen unsere Unzufriedenheit mit dem Arbeitsablauf bei der Auswahl des Endlage zr-Ortes um Ausdruck bringen", sagte er.
Im Kultursaal werden die Bürgermeister von Velky Bor und Horazdovice über die neuesten Entwicklungen bei der Vorbereitung des Endlagers, die Aktivitäten der Gemeinden, die Verschiebungen bei den Verhandlungen mit den Ministerien und die bevorstehenden Rechtsschritte gegen die Genehmigungen für Erkundungs- und Forschungsbohrungen, die die Gemeinden über das Rechtsanwroaltsbü angefochten haben, berichten. Der Widerspruch der Gemeinden aus den Gebieten Brezovy potok und Janoch bei Temelin gegen die Ausweisung von Erkundungsgebieten für das geplante Tiefenlager wurde jedoch vom Umweltministerium zurückgewiesen.
Außerdem befürchten die Gemeinden, dass das Endlagergebiet im Hinblick auf die anstehenden neuen Blöcke der Kernkraftwerke Dukovany und Temelín und die vorbereiteten Projekte für kleine modulare Reaktoren vergrößert werden muss. "Unser Standort ist kernenergiefreundlich. Was uns aber stört, ist, dass wir aus den Verhandlungen über das Endlager ausgeschlossen wurden und dass die Entschädigung für die Gemeinden beschämend ist", so Cotek.
Fakten: Die Erkundungen können beginnen - Gemeinden aus dem Gebiet Brezovy potok in der Region Klatovy potok und Janoch bei Temelín sind mit ihrem Einspruch gegen die Ausweisung von Erkundungsgebieten für das geplante Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle gescheitert. Ihr Einspruch wurde vom Umweltministerium abgelehnt. Nach Angaben von SURAO ist die gültige Ausweisung der Erkundungsgebiete ein wichtiger Schritt zur Auswahl des End- und des Ersatzstandortes für das Tiefenlager. Die Gemeinden haben sich lange gegen das Endlager ausgesprochen. Nach Angaben von SURAO können nun die Erkundungsarbeiten an den genannten Standorten in West- und Südböhmen beginnen. Dazu gehören detaillierte geologische Kartierungen, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und Tiefbohrungen.
/gr/
Energietechniker organisieren eine Open-Air-Ausstellung
31.03.2025 Mlada fronta DNES cov Seite: 12
Melnik:
Auf dem Mirovy Platz in der mittelböhmischen Stadt Melník kann die Außenausstellung "Nachhaltigkeit und Zivilisation" besichtigt werden. Sie knüpft an die beiden vorangegangenen thematischen Ausstellungen "Wasser und Zivilisation" und "Energie und Zivilisation" an, die dort in den letzten Jahren von Experten des Energieunternehmens CEZ installiert wurden. Unter freiem Himmel erfahren Interessierte anhand von 40 umfassenden Themen auf den solarbeleuchteten Paneelen, wie Nachhaltigkeit in der fernen und jüngsten Vergangenheit war und wie sie heute ist. Die Ausstellung ist kostenlos und bis Sonntag, den 13. April in Melnik zu sehen.
/gr/
Westinghouse kann tschechischen Unternehmen ihre Beteiligung am Projekt Dukovany nehmen
31.03.2025 Pravo Martin Prochazka Seite: 1
Noch weiß niemand genau, was die Vereinbarung vom Januar zwischen der südkoreanischen KHNP und der nordamerikanischen Westinghouse, die ihre Rechtsstreitigkeiten beendete, aussagt, nur die beiden Firmen selbst. Klar ist jedoch, dass die Vereinbarung keine guten Nachrichten für die tschechischen Unternehmen bringt, die bei der Hundert-Milliarden-Ausschreibung für den Bau von zwei neuen Atomblöcken in Dukovany um den höchstmöglichen Anteil an den Lieferungen kämpften.
Experten zufolge haben sich KHNP und Westinghouse wahrscheinlich darauf geeinigt, in welchen Teilen der Welt sie nicht miteinander konkurrieren und wo sie sich die Atomaufträge teilen werden. Das bedeutet, dass Westinghouse auf Kosten einiger tschechischer Unternehmen der Lieferant für die Fertigstellung neuer Kernkraftwerksblöcke werden kömnte, für die seit letztem Sommer KHNP als Gewinner einer von CEZ ausgeschriebenen öffentlichen Ausschreibung zuständig ist.
Gleichzeitig ziehen sich die Koreaner aus den Ausschreibungen für andere Blöcke in Europa zurück, so dass die Chancen für tschechische Unternehmen, diese Projekte in Zukunft zu beliefern, sinken. "Wir wissen nicht, was der Inhalt der Vereinbarung ist. Alles ist reine Spekulation. Aber wir müssen es wissen, zumindest was den Umfang betrifft, damit wir wissen, was Westinghouse liefern wird", sagte Josef Perlik, Geschäftsführer der Tschechischen Energieallianz, gegenüber Pravo. Der Verband vertritt die größten Lieferfirmen im Bereich der Kernraft in der Tschechischen Republik. Das nordamerikanische Unternehmen äußerte sich auf Anfrage von Pravo nicht zum Inhalt der Vereinbarung mit KHNP und seiner möglichen Beteiligung am Bau der Dukovany-Blöcke. "Westinghouse wird sich zu Ihren Fragen nicht äußern", so die Presseabteilung des Unternehmens.
Das Unternehmen hatte im Januar zur Beendigung der Streitigkeiten erklärt, ohne näher darauf einzugehen, dass "die Vereinbarung die Grundlage für eine künftige Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien bei der Unterstützung neuer Nuklearprojekte in der ganzen Welt bildet."
Die koreanische Seite wollte dazu auch nichts Detailliertes sagen. "KHNP und Westinghouse haben eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit auf dem globalen Nuklearmarkt geschlossen. Aufgrund der Vertraulichkeitsklausel der Vereinbarung kann KHNP zum jetzigen Zeitpunkt keine Einzelheiten bekannt geben", teilte das Unternehmen mit.
Perlik beschwert sich, dass das Schweigen der Südkoreaner die tschechischen Unternehmen im Ungewissen lässt. "Es muss diskutiert werden, es muss eine Lösung gefunden werden. Das Ausbleiben dieser Gespräche mit KHNP ist ein Problem und ein weiterer Grund für die Befürchtung, dass wir uns in ein oder zwei Monaten wirklich nur noch minimal bewegen werden", warnte er.
In der Zwischenzeit versprach dabei die südkoreanische Firma KHNP eine 60-prozentige Beteiligung der lokalen Industrie am Ausschreibungsverfahren. Ursprünglich sollten die Verträge mit den Südkoreanern bis Ende März unterzeichnet werden, doch nun ist von einer Verzögerung von bis zu mehreren Monaten die Rede. Der Generaldirektor von CEZ Daniel Benes begründete dies kürzlich unter anderem mit den laufenden Verhandlungen über die Beteiligung tschechischer Industrieunternehmen.
Der Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek (STAN) fordert, dass vor der Unterzeichnung der endgültigen Verträge mit CEZ mindestens 30%-iger Anteil der tschechischen Unternehmen am Projekt unter Vertrag genommen werden und dass ein klarer Plan erstellt wird, wie die versprochenen 60 Prozent bei der Fertigstellung von neuen Blöcken in Dukovany für tschechische Unternehmen erreicht werden sollen. Dies ist jedoch noch nicht erreicht worden.
"Wenn zum Beispiel Westinghouse für das Kontroll- und Steuerungssystem in Dukovany verantwortlich sein soll, muss klar sein, was die tschechische Industrie dafür liefern kann und ob sie überhaupt an diesen Lieferungen interessiert ist", sagte Perlík.
Laut dem ENA-Analysten Jiri Gavor könnten auch Steuerungssysteme Gegenstand der Lieferungen von Westinghouse sein. "Westinghouse ist eher ein Ingenieurunternehmen, das Know-how verkauft. Das kann aber in der Tschechischen Republik nicht der Fall sein, wo die koreanische Seite die Reaktorlösung liefern wird", so Gavor.
Damit bleiben zwei Bereiche übrig, in denen Westinghouse stark ist, sagte er. Der eine ist die Lieferung von Kernbrennstoff, der jedoch nicht in den Geltungsbereich des Dukovany-Vertrags fällt. Laut CEZ-Sprecher Ladislav Kriz wird das nordamerikanische Unternehmen in diesem Jahr den ersten neuen Brennstoff für beide tschechischen Kernkraftwerke liefern, außer Dukovany und nach Temelin.
Der zweite Bereich, so Gavor, ist das Kontrollsystem, das es im Rahmen des Dukovany-Projekts anbietet. "Und es ist eine Frage, wie das mit tschechischen Subunternehmern zusammenkommen wird. Es überrascht mich überhaupt nicht, dass tschechische Unternehmen klären wollen, ob die Lieferung des Steuerungssystems von Westinghouse bereits vereinbart wurde", sagte er.
Laut Perlik stehen diese Informationen auch im Zusammenhang mit der Sicherheit, der Zuverlässigkeit und der Effizienz des Betriebs der Anlage.
"Das Kernkraftwerk Dukovany wird zum Beispiel zu achtzig Prozent vom tschechischen ZAT-Steuerungssystem gesteuert, und alle Wartungsarbeiten werden von tschechischen Firmen durchgeführt. Es geht also darum, tschechische Unternehmen in die Lieferungen einzubinden, damit sie in der Lage sind, Ersatzteile zu liefern und das Kraftwerk effizient zu warten", so Gavor.
Laut Gavor versuchen die Koreaner, die Bereiche hervorzuheben, in denen sie eine tschechische Beteiligung erwarten. So sprechen sie über die Turbine, die von Doosan Skoda Power aus Pilsen geliefert werden soll. Im Gespräch ist auch, dass die tschechische Industrie den gesamten Maschinenbau übernimmt, was laut Perlík einen Anteil von etwa 18 % am Auftragsvolumen bedeuten würde.
Darüber hinaus sei aber noch nichts vereinbart worden, sagte er. "Bisher sind es die Turbine, eventuell die Turbinenhalle und offensichtliche Dinge wie die Lieferung von Baumaterialien. Das Steuerungssystem ist jedoch eine Lieferung mit hoher Wertschöpfung, und es ist beunruhigend, dass die koreanische Seite nicht darüber spricht", sagte Gavor.
In den letzten Monaten hat sich dabei KHNP in großer Zahl aus europäischen Ausschreibungen für Kernkraftwerke zurückgezogen. Nachdem sie sich Anfang Februar aus der Ausschreibung in Schweden zurückgezogen hatte, kündigte sie an, nicht mehr an der Ausschreibung für bis zu zwei Reaktoren im slowenischen Kraftwerk Krsko teilzunehmen. Und zuletzt gab KHNP in der zweiten Märzhälfte einen Rückzug aus dem Zwei-Block-Wettbewerb im niederländischen Borselle bekannt.
An diesen Standorten sind Westinghouse und der erfolglose Teilnehmer an der Dukovany-Ausschreibung, die französische EDF, an dem Bau interessiert. Es gibt Spekulationen, dass das Verhalten des koreanischen Unternehmens auf die Vereinbarung mit Westinghouse zurückzuführen ist.
"Wenn das tschechische Projekt von KHNP danach das einzige KHNP-Projekt in Europa wäre und wir über die Wartung eines einzigen Kraftwerks und die Aufrechterhaltung des Know-hows sprechen würden, dann wäre die Lieferung von Ersatzteilen und der Service von tschechischen Unternehmen ein wichtiger Punkt", sagte Perlík. Wenn es wegen des Verzichts auf Bauausschreibungen in anderen europäischen Ländern nicht dazu käme, dass sich die tschechische Industrie an anderen ausländischen Projekten beteilige, sei ihre Beteiligung in der Tschechischen Republik umso wichtiger, so Perlík.
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Mgr. Gabriela Reitingerova
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Die Tschechische Republik ist dem Bau eines Atommüll-Endlagers näher gekommen. Gemeinden scheitern mit ihren Einsprüchen
CTK 28. März 2025
Quelle: CNN Prima NEWS
Gemeinden aus den Standorten Brezovy potok und Janoch (Janoch bei Temelin) in der Region Klatovy sind mit ihren Einsprüchen gegen die Festlegung von Erkundungsgebieten für das geplante Tiefenlager für radioaktive Abfälle gescheitert. Der Einspruch ist vom Umweltministerium abgelehnt worden, sagte Martina Bila, Sprecherin der Verwaltung für die Endlagerung radioaktiver Abfälle (SURAO), am Freitag. Sie sagte, die gültige Ausweisung der Erkundungsgebiete sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Auswahl des End- und des Ersatzstandorts für das Tieenlager. Die Gemeinden haben sich lange gegen das Endlager gewehrt und überlegen nun den nächsten Schritt.
Nach Angaben von SURAO können nun die Erkundungsarbeiten an den genannten Standorten in West- und Südböhmen beginnen. Dazu gehören detaillierte geologische Kartierungen, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und Tiefbohrungen. Nach Angaben der Verwaltung SURAO werden die Geologen das Massiv, in dem sich das Endlager in Zukunft befinden könnte, eingehend untersuchen können. Das Ziel ist es, Informationen über die mineralogische Zusammensetzung der Gesteine, ihre Festigkeit, Brüche oder Klüfte sowie über die Zusammensetzung des Grundwassers oder seinen Fluss zu sammeln.
Nach Angaben von SURAO können nun die Erkundungsarbeiten an den genannten Standorten im Westen und Süden der Tschechischen Republik beginnen. Dazu gehören detaillierte geologische Kartierungen, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und Tiefbohrungen. Nach Angaben der Verwaltung werden die Geologen das Massiv, in dem sich das Endlager in Zukunft befinden könnte, eingehend untersuchen können. Ziel ist es, Informationen über die mineralogische Zusammensetzung des Gesteins, seine Festigkeit, Brüche oder Klüfte sowie über die Zusammensetzung des Grundwassers oder seinen Fluss zu sammeln.
Nach Angaben von SURAO werden alle Arbeiten dazu beitragen, den geeignetsten und sichersten Standort für ein Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle und abgebrannte Brennelemente auszuwählen. Sobald die Erkundungsgebiete festgelegt sind, wird der Staat damit beginnen, den Gemeinden die ihnen gesetzlich zustehenden Beiträge zu zahlen. Nach Angaben von SURAO erhält der Standort Brezovy potok 31,2 Mio. Kronen pro Jahr und der Standort Janoch 17 Mio. Kronen pro Jahr.
Quelle: https://cnn.iprima.cz/cesko-je-bliz-sta ... dem-470238
/gr/
Die Erkundungsgebiete an den Standorten Brezovy potok und Janoch, die für den möglichen Standort eines Atommüllendlagers untersucht werden, sind endgültig festgelegt
29.3.2025 SURAO.cz
Das Umweltministerium hat den Widerspruch gegen die Festlegung von Erkundungsgebieten für spezielle Eingriffe in die Erdkruste an den Standorten Brezovy potok und Janoch abgelehnt. Die rechtskräftige Festlegung der Erkundungsgebiete ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Auswahl eines End- und eines Reservestandortes für das Atommüllendlager. Sobald das Erkundungsgebiet festgelegt ist, werden die gesetzlichen finanziellen Beiträge an die Gemeinden gezahlt.
Dann können die Erkundungsarbeiten an den Standorten beginnen, d. h. eine detaillierte geologische Kartierung, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und natürlich Tiefbohrungen. Damit können die Geologen das Massiv, in dem sich das Endlager eines Tages befinden könnte, sehr detailliert untersuchen. So erhalten sie Informationen über die mineralogische Zusammensetzung der Gesteine, ihre Festigkeit, Brüche oder Klüfte, aber auch über die Zusammensetzung des Grundwassers oder dessen Strömung. Alle Arbeiten werden somit zur Auswahl des am besten geeigneten und sichersten Standorts für ein Tiefenlager für die in der Tschechischen Republik anfallenden radioaktiven Abfälle und abgebrannte Brennelemente beitragen.
Die Festlegung von Erkundungsgebieten ist auch mit finanziellen Beiträgen an die Gemeinden verbunden, die aufgrund des Gesetzes gezahlt werden. Für den Standort Brezovy potok belaufen sich diese auf 31,2 Mio. Kronen pro Jahr und für den Standort Janoch 17 Mio. Kronen pro Jahr. Nähere Informationen zu den finanziellen Beiträgen finden Sie hier:
Quelle: https://surao.gov.cz/prispevky-obcim/
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Paris hat den Befehl "France First" gegeben, und der Chef von EDF muss sich verabschieden.
Dies könnte auch Auswirkungen auf die tschechischen Nuklearpläne haben. Und nicht nur das
31.3.2025 HN Jan Broz Seite 10
Luc Rémont war in den letzten zwei Jahren häufig zu Gast in der Tschechischen Republik. Der Chef des französischen Unternehmens EDF war hier, um die Einzelheiten der Beteiligung seines Unternehmens an der tschechischen Atomausschreibung auszuhandeln, und begleitete Emmanuel Macron im vergangenen März auf einer Reise nach Prag, als der französische Präsident kam, um für das Angebot von EDF zu werben. Obwohl die tschechische Regierung schließlich das südkoreanische Unternehmen KHNP als sogenannten bevorzugten Bieter für den Bau von zwei neuen Blöcken in Dukovany ausgewählt hat, ist der Vertrag noch immer nicht unterzeichnet und die Franzosen sind noch nicht ganz aus dem Spiel.
Gerad die Remontss Pläne für den Ausbau der Kernkraft in der Tschechischen Republik und in anderen Ländern waren einer der Gründe, die ihn angeblich seinen Job an der Spitze des französischen staatlichen Unternehmens gekostet haben. Und das trotz der guten wirtschaftlichen Ergebnisse der Firma EDF und der Tatsache, dass es ihm gelungen ist, die französische Atomflotte wieder in Betrieb zu nehmen, nachdem sie vor drei Jahren mitten in der Energiekrise wegen technischer Probleme weitgehend stillgelegt worden war.
Laut Politico wurde die Entscheidung, das im Juni auslaufende dreijährige Mandat von Rémont nicht zu verlängern, nach einem Treffen zwischen Präsident Macron und Vertretern der Atomindustrie am Montag getroffen. "Der Präsident der Republik beabsichtigt, Herrn Bernard Fontana auf Vorschlag des Premierministers zum Präsidenten und Generaldirektor von Électricité de France (EDF) zu ernennen", teilte der Elysee-Palast am Mittwoch mit.
Fontana ist derzeit Chef von Framatome, einer Tochtergesellschaft der Firma EDF, die demnächst mit der Lieferung von Brennstoff an die tschechischen Kernkraftwerke beginnen wird. Der scheidende EDF-Chef steht seit einiger Zeit in der Kritik von Industrie-Vertretern. Nach Angaben der Financial Times hat die Firma EDF jahrelang französische Unternehmen zu Vorzugskonditionen mit Strom versorgt. Rémont wollte sich für einen stärker marktorientierten Ansatz einsetzen.
"Meiner Meinung nach muss die Firma EDF, wenn sie ihren Auftrag im öffentlichen Interesse erfüllen soll, in erster Linie effizient und wettbewerbsfähig sein und entsprechend geführt werden. Ein großer Teil der Regierung ist der Meinung, dass das Unternehmen seinem Auftrag gerecht werden sollte, indem es seine Entscheidungen so trifft, dass es wie ein öffentlicher Dienst aussieht, was es rechtlich gesehen aber nicht ist", sagte Rémont der Zeitung Le Figaro anlässlich seiner Berufung.
Wichtiger aus tschechischer Sicht ist jedoch, dass Rémonts Strategie der Auslandsexpansion in die Tschechische Republik und andere Länder mit Macrons Programm zum Bau von sechs neuen Atomreaktoren in Frankreich kollidierte. Der Plan ist ins Stocken geraten und die Verzögerung war eines der Hauptthemen des Treffens am Montag im Elysee-Palast, wie Politico berichtet. Laut Joël Barre, dem Beauftragten der französischen Regierung für Atomenergie, muss die Firma EDF im Ausland tätig werden. Aber "in Synergie mit dem französischen Programm", sagte er diplomatisch.
In der Zwischenzeit hat EDF den Sieg von KHNP in der Dukovany-Ausschreibung bei der Europäischen Kommission und der Antimonopolbehörde angefochten, und die tschechische Regierung hat auch klargestellt, dass sie sich immer noch an EDF wenden kann, wenn die Zusammenarbeit mit den Koreanern aus irgendeinem Grund nicht klappt. Das ist immer noch keine völlig unrealistische Option. Nach den ursprünglichen Plänen sollte der Vertrag zwischen dem Staat, CEZ und KHNP im März unterzeichnet werden.
Die Verhandlungen blieben jedoch vor allem an der Frage der Beteiligung der tschechischen Industrie an dem 400-Milliarden-Kronen-Auftrag für zwei Blöcke hängen. Die langfristige "patriotische" Vision der Tschechischen Republik ist, dass mindestens 60 Prozent an einheimische Unternehmen gehen sollten. Dies ist jedoch nicht gewährleistet.
Laut dem tschechischen Industrieminister Lukas Vlcek (STAN) ist es unmöglich, "bis zur letzten Schraube zu bestimmen, wer welches Bauteil liefern wird". Vlcek will vor der Vertragsunterzeichnung 30 Prozent der Lieferungen vertraglich abgesichert haben, mit der Aussicht auf weitere 30 Prozent. Der ehemalige Industrieminister der ANO, Karel Havlicek, forderte die Regierung jedoch auf, den Vertragsabschluss dem nächsten Kabinett zu überlassen und den Vertrag erst zu unterzeichnen, wenn 50 Prozent gesichert sind.
In den letzten Wochen gab es weitere schlechte Nachrichten für die tschechischen Atomindustrieunternehmen. Die südkoreanische KHNP hat sich aus mehreren Projekten in anderen europäischen Ländern zurückgezogen. Zuletzt aus einer Ausschreibung für den Bau von zwei Blöcken im niederländischen Kernkraftwerk Borssele. "Das Management des Unternehmens hat beschlossen, sich auf den Bereich der kleinen modularen Reaktoren und das laufende Kernkraftwerksprojekt in der Tschechischen Republik zu konzentrieren", erklärte KHNP. Zuvor hatte das Unternehmen Aufträge in Slowenien und Schweden aufgegeben.
In der Branche wird vermutet, dass das plötzliche koreanische Desinteresse am europäischen Markt mit der Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Westinghouse zur Beilegung eines Patentstreits zusammenhängt. KHNP wird sich zugunsten der Amerikaner aus einigen Märkten zurückziehen, so dass EDF der einzige Konkurrent von Westinghouse in den Niederlanden, Slowenien und Schweden bleibt. Im Gegenzug könnte sich KHNP an einigen Unterauftragsprojekten beteiligen, bei denen Westinghouse den Zuschlag erhält.
Die einheimischen Auftragnehmer hofften jedoch, dass der Bau des neuen Dukovany-Blocks nicht nur einen Hundert-Milliarden-Auftrag in der Tschechischen Republik eröffnen würde, sondern auch die Beteiligung tschechischer Unternehmen an anderen koreanischen Projekten, wenn sie im Ausland erfolgreich wären. Sollten sie jedoch das Interesse an anderen europäischen Projekten verlieren, würden sich diese Hoffnungen als vergeblich erweisen.
"Ich bin fest davon überzeugt, dass sich tschechische Unternehmen an mehr als 60 Prozent des neuen Dukovany-Projekts beteiligen können. Wir bei EDF sind bereit, dieses Potenzial voll auszuschöpfen", erklärte Roman Zdebor, Leiter der EDF-Inlandsvertretung, auf LinkedIn.
Die Franzosen haben wiederholt von der Schaffung einer paneuropäischen Nuklearindustrie unter der Führung der Firma EDF gesprochen, die auch tschechische Unternehmen einschließen würde. Wie sich diese Einstellung auf die Vision von "France First" auswirken wird, bleibt offen.
Autor: Jan Brož, jan.broz@hn.cz
/gr/
Die Menschen wollen kein Atommüll-Endlager. Der Protest wird die Straße blockieren
31.03.2025 Mlada fronta DNES CTK Seite 12 - Westböhmen
CHANOVICE - Am Samstag, den 26. April, protestieren Menschen aus der Region Bähmerald gegen den geplanten Bau eines Tiefenlagers für radioaktive Abfälle am Standort Brezovy potok in der Region Klatovy. Sie fordern die Stärkung der Rechte der Gemeinden bei der endgültigen Entscheidung über den Standort, der nach geltendem Recht bis zum Jahr 2028 ausschließlich von der Regierung ausgewählt werden soll. Wir werden die Hauptstraße Plzen - Horazdovice, an der täglich 15.000 Autos vorbeifahren, ab 14 Uhr in Velky Bor mit Transparenten überqueren", sagte Petr Cotek, der Bürgermeister von Chanovice (Verein für die Zukunft).
"Der Protestaktionstag gegen das Endlager ist ein traditioneller synchronisierter Frühjahrsaufstand aller vier Endlager - Ortschaften. Früher sind wir mit Fahrrädern und Motorrädern um das geplante Endlager herumgefahren. Aber das war sehr schwer zu organisieren, die Leute konnten auch nicht immer kommen, und wir werden alt durch die Verlängerung der ganzen Sache, über die seit 23 Jahren geredet wird. Der siebzehnte Industrieminister kommuniziert wieder nicht, obwohl er noch nicht lange in der Funktion ist", sagte der Bürgermeister von Chanovice.
Cotek sagte, dass die Gemeinden vor allem deshalb protestieren werden, weil der Staat sie nicht in den Einwendungsprozess einbeziehen will. "Unser Ausschluss wurde mit der Verabschiedung des Endlagergesetzes (im November letzten Jahres) im Parlament eindeutig erklärt. Wir geben trotzdem nicht auf, wir haben viel Unterstützung", sagte Cotek. Das Datum 26. April wurde von den Gemeinden auch deshalb gewählt, weil es mit dem Unfall im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl zusammenfällt.
Am 26. April werden die Gemeinden zum x-ten Mal den öffentlichen Verkehr blockieren. "Das hat seine Wirkung gezeigt und wurde von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Hunderte von Menschen nehmen daran teil, viele kommen sogar aus weiter entfernten Orten, um uns zu unterstützen", so Cotek. Die Veranstaltung wird mit der Dorfkultur verbunden sein. "Wir werden Flugblätter in den Autos der Leute verteilen. Alles wird unter der Kontrolle der Feuerwehr sein, uns geht es vor allem um die Sicherheit der Teilnehmer und des Verkehrs, wir verhalten uns nicht unverantwortlich. Aber wir wollen unsere Unzufriedenheit mit dem Arbeitsablauf bei der Auswahl des Endlage zr-Ortes um Ausdruck bringen", sagte er.
Im Kultursaal werden die Bürgermeister von Velky Bor und Horazdovice über die neuesten Entwicklungen bei der Vorbereitung des Endlagers, die Aktivitäten der Gemeinden, die Verschiebungen bei den Verhandlungen mit den Ministerien und die bevorstehenden Rechtsschritte gegen die Genehmigungen für Erkundungs- und Forschungsbohrungen, die die Gemeinden über das Rechtsanwroaltsbü angefochten haben, berichten. Der Widerspruch der Gemeinden aus den Gebieten Brezovy potok und Janoch bei Temelin gegen die Ausweisung von Erkundungsgebieten für das geplante Tiefenlager wurde jedoch vom Umweltministerium zurückgewiesen.
Außerdem befürchten die Gemeinden, dass das Endlagergebiet im Hinblick auf die anstehenden neuen Blöcke der Kernkraftwerke Dukovany und Temelín und die vorbereiteten Projekte für kleine modulare Reaktoren vergrößert werden muss. "Unser Standort ist kernenergiefreundlich. Was uns aber stört, ist, dass wir aus den Verhandlungen über das Endlager ausgeschlossen wurden und dass die Entschädigung für die Gemeinden beschämend ist", so Cotek.
Fakten: Die Erkundungen können beginnen - Gemeinden aus dem Gebiet Brezovy potok in der Region Klatovy potok und Janoch bei Temelín sind mit ihrem Einspruch gegen die Ausweisung von Erkundungsgebieten für das geplante Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle gescheitert. Ihr Einspruch wurde vom Umweltministerium abgelehnt. Nach Angaben von SURAO ist die gültige Ausweisung der Erkundungsgebiete ein wichtiger Schritt zur Auswahl des End- und des Ersatzstandortes für das Tiefenlager. Die Gemeinden haben sich lange gegen das Endlager ausgesprochen. Nach Angaben von SURAO können nun die Erkundungsarbeiten an den genannten Standorten in West- und Südböhmen beginnen. Dazu gehören detaillierte geologische Kartierungen, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und Tiefbohrungen.
/gr/
Energietechniker organisieren eine Open-Air-Ausstellung
31.03.2025 Mlada fronta DNES cov Seite: 12
Melnik:
Auf dem Mirovy Platz in der mittelböhmischen Stadt Melník kann die Außenausstellung "Nachhaltigkeit und Zivilisation" besichtigt werden. Sie knüpft an die beiden vorangegangenen thematischen Ausstellungen "Wasser und Zivilisation" und "Energie und Zivilisation" an, die dort in den letzten Jahren von Experten des Energieunternehmens CEZ installiert wurden. Unter freiem Himmel erfahren Interessierte anhand von 40 umfassenden Themen auf den solarbeleuchteten Paneelen, wie Nachhaltigkeit in der fernen und jüngsten Vergangenheit war und wie sie heute ist. Die Ausstellung ist kostenlos und bis Sonntag, den 13. April in Melnik zu sehen.
/gr/
Westinghouse kann tschechischen Unternehmen ihre Beteiligung am Projekt Dukovany nehmen
31.03.2025 Pravo Martin Prochazka Seite: 1
Noch weiß niemand genau, was die Vereinbarung vom Januar zwischen der südkoreanischen KHNP und der nordamerikanischen Westinghouse, die ihre Rechtsstreitigkeiten beendete, aussagt, nur die beiden Firmen selbst. Klar ist jedoch, dass die Vereinbarung keine guten Nachrichten für die tschechischen Unternehmen bringt, die bei der Hundert-Milliarden-Ausschreibung für den Bau von zwei neuen Atomblöcken in Dukovany um den höchstmöglichen Anteil an den Lieferungen kämpften.
Experten zufolge haben sich KHNP und Westinghouse wahrscheinlich darauf geeinigt, in welchen Teilen der Welt sie nicht miteinander konkurrieren und wo sie sich die Atomaufträge teilen werden. Das bedeutet, dass Westinghouse auf Kosten einiger tschechischer Unternehmen der Lieferant für die Fertigstellung neuer Kernkraftwerksblöcke werden kömnte, für die seit letztem Sommer KHNP als Gewinner einer von CEZ ausgeschriebenen öffentlichen Ausschreibung zuständig ist.
Gleichzeitig ziehen sich die Koreaner aus den Ausschreibungen für andere Blöcke in Europa zurück, so dass die Chancen für tschechische Unternehmen, diese Projekte in Zukunft zu beliefern, sinken. "Wir wissen nicht, was der Inhalt der Vereinbarung ist. Alles ist reine Spekulation. Aber wir müssen es wissen, zumindest was den Umfang betrifft, damit wir wissen, was Westinghouse liefern wird", sagte Josef Perlik, Geschäftsführer der Tschechischen Energieallianz, gegenüber Pravo. Der Verband vertritt die größten Lieferfirmen im Bereich der Kernraft in der Tschechischen Republik. Das nordamerikanische Unternehmen äußerte sich auf Anfrage von Pravo nicht zum Inhalt der Vereinbarung mit KHNP und seiner möglichen Beteiligung am Bau der Dukovany-Blöcke. "Westinghouse wird sich zu Ihren Fragen nicht äußern", so die Presseabteilung des Unternehmens.
Das Unternehmen hatte im Januar zur Beendigung der Streitigkeiten erklärt, ohne näher darauf einzugehen, dass "die Vereinbarung die Grundlage für eine künftige Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien bei der Unterstützung neuer Nuklearprojekte in der ganzen Welt bildet."
Die koreanische Seite wollte dazu auch nichts Detailliertes sagen. "KHNP und Westinghouse haben eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit auf dem globalen Nuklearmarkt geschlossen. Aufgrund der Vertraulichkeitsklausel der Vereinbarung kann KHNP zum jetzigen Zeitpunkt keine Einzelheiten bekannt geben", teilte das Unternehmen mit.
Perlik beschwert sich, dass das Schweigen der Südkoreaner die tschechischen Unternehmen im Ungewissen lässt. "Es muss diskutiert werden, es muss eine Lösung gefunden werden. Das Ausbleiben dieser Gespräche mit KHNP ist ein Problem und ein weiterer Grund für die Befürchtung, dass wir uns in ein oder zwei Monaten wirklich nur noch minimal bewegen werden", warnte er.
In der Zwischenzeit versprach dabei die südkoreanische Firma KHNP eine 60-prozentige Beteiligung der lokalen Industrie am Ausschreibungsverfahren. Ursprünglich sollten die Verträge mit den Südkoreanern bis Ende März unterzeichnet werden, doch nun ist von einer Verzögerung von bis zu mehreren Monaten die Rede. Der Generaldirektor von CEZ Daniel Benes begründete dies kürzlich unter anderem mit den laufenden Verhandlungen über die Beteiligung tschechischer Industrieunternehmen.
Der Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek (STAN) fordert, dass vor der Unterzeichnung der endgültigen Verträge mit CEZ mindestens 30%-iger Anteil der tschechischen Unternehmen am Projekt unter Vertrag genommen werden und dass ein klarer Plan erstellt wird, wie die versprochenen 60 Prozent bei der Fertigstellung von neuen Blöcken in Dukovany für tschechische Unternehmen erreicht werden sollen. Dies ist jedoch noch nicht erreicht worden.
"Wenn zum Beispiel Westinghouse für das Kontroll- und Steuerungssystem in Dukovany verantwortlich sein soll, muss klar sein, was die tschechische Industrie dafür liefern kann und ob sie überhaupt an diesen Lieferungen interessiert ist", sagte Perlík.
Laut dem ENA-Analysten Jiri Gavor könnten auch Steuerungssysteme Gegenstand der Lieferungen von Westinghouse sein. "Westinghouse ist eher ein Ingenieurunternehmen, das Know-how verkauft. Das kann aber in der Tschechischen Republik nicht der Fall sein, wo die koreanische Seite die Reaktorlösung liefern wird", so Gavor.
Damit bleiben zwei Bereiche übrig, in denen Westinghouse stark ist, sagte er. Der eine ist die Lieferung von Kernbrennstoff, der jedoch nicht in den Geltungsbereich des Dukovany-Vertrags fällt. Laut CEZ-Sprecher Ladislav Kriz wird das nordamerikanische Unternehmen in diesem Jahr den ersten neuen Brennstoff für beide tschechischen Kernkraftwerke liefern, außer Dukovany und nach Temelin.
Der zweite Bereich, so Gavor, ist das Kontrollsystem, das es im Rahmen des Dukovany-Projekts anbietet. "Und es ist eine Frage, wie das mit tschechischen Subunternehmern zusammenkommen wird. Es überrascht mich überhaupt nicht, dass tschechische Unternehmen klären wollen, ob die Lieferung des Steuerungssystems von Westinghouse bereits vereinbart wurde", sagte er.
Laut Perlik stehen diese Informationen auch im Zusammenhang mit der Sicherheit, der Zuverlässigkeit und der Effizienz des Betriebs der Anlage.
"Das Kernkraftwerk Dukovany wird zum Beispiel zu achtzig Prozent vom tschechischen ZAT-Steuerungssystem gesteuert, und alle Wartungsarbeiten werden von tschechischen Firmen durchgeführt. Es geht also darum, tschechische Unternehmen in die Lieferungen einzubinden, damit sie in der Lage sind, Ersatzteile zu liefern und das Kraftwerk effizient zu warten", so Gavor.
Laut Gavor versuchen die Koreaner, die Bereiche hervorzuheben, in denen sie eine tschechische Beteiligung erwarten. So sprechen sie über die Turbine, die von Doosan Skoda Power aus Pilsen geliefert werden soll. Im Gespräch ist auch, dass die tschechische Industrie den gesamten Maschinenbau übernimmt, was laut Perlík einen Anteil von etwa 18 % am Auftragsvolumen bedeuten würde.
Darüber hinaus sei aber noch nichts vereinbart worden, sagte er. "Bisher sind es die Turbine, eventuell die Turbinenhalle und offensichtliche Dinge wie die Lieferung von Baumaterialien. Das Steuerungssystem ist jedoch eine Lieferung mit hoher Wertschöpfung, und es ist beunruhigend, dass die koreanische Seite nicht darüber spricht", sagte Gavor.
In den letzten Monaten hat sich dabei KHNP in großer Zahl aus europäischen Ausschreibungen für Kernkraftwerke zurückgezogen. Nachdem sie sich Anfang Februar aus der Ausschreibung in Schweden zurückgezogen hatte, kündigte sie an, nicht mehr an der Ausschreibung für bis zu zwei Reaktoren im slowenischen Kraftwerk Krsko teilzunehmen. Und zuletzt gab KHNP in der zweiten Märzhälfte einen Rückzug aus dem Zwei-Block-Wettbewerb im niederländischen Borselle bekannt.
An diesen Standorten sind Westinghouse und der erfolglose Teilnehmer an der Dukovany-Ausschreibung, die französische EDF, an dem Bau interessiert. Es gibt Spekulationen, dass das Verhalten des koreanischen Unternehmens auf die Vereinbarung mit Westinghouse zurückzuführen ist.
"Wenn das tschechische Projekt von KHNP danach das einzige KHNP-Projekt in Europa wäre und wir über die Wartung eines einzigen Kraftwerks und die Aufrechterhaltung des Know-hows sprechen würden, dann wäre die Lieferung von Ersatzteilen und der Service von tschechischen Unternehmen ein wichtiger Punkt", sagte Perlík. Wenn es wegen des Verzichts auf Bauausschreibungen in anderen europäischen Ländern nicht dazu käme, dass sich die tschechische Industrie an anderen ausländischen Projekten beteilige, sei ihre Beteiligung in der Tschechischen Republik umso wichtiger, so Perlík.
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von Zeitungsartikeln aus Tschechien aus dem Energiebereich vom 1.April 2025:
Kleiner Atomreaktor frühestens in 20 Jahren, sagt der Chef der Pilsner Heizkraftwerke
Gespräch mit Vaclav Pásek
31.3.2025
Idnes.cz
Frage: Ist die Plzeňská teplárenská (Pilsner Heizkraftwerke) nicht der Beweis dafür, dass das Ziel erreicht wird, weil sie ständig modernisieren? Jetzt erhalten Sie sogar einen Zuschuss in der Höhe von 3,2 Mrd. Kronen aus dem EU-Modernisierungsfonds für die Umstellung von Kohle auf Gas, die etwa 7 Mrd. CZK kosten wird. Es ist allerdings nicht sicher, dass Gas ein vollständig grüner Rohstoff ist.
Pásek: Ob Gas grün ist, ist eine andere Frage, aber es ist auf jeden Fall wesentlich sauberer als Kohle. Gas als Brennstoff emitiert etwa 40 Prozent der CO2-Emissionen von Kohle, so dass wir die Emissionen um etwa 60 Prozent reduzieren. Tatsächlich gibt es derzeit keinen anderen Primärenergieträger, der keine Emissionen auslässt. Wir können über kleine modulare Reaktoren sprechen, aber für sie gibt es noch keine eigenen Rechtsvorschriften. Wenn alles gut geht, wird die erste solche Quelle im Jahr 2035 am Standort Temelín stehen. Aber wir können nicht noch zehn Jahre warten. Außerdem hat der modulare Reaktor, von dem ich da spreche, eine so große Kapazität, dass er für Pilsen nicht geeignet ist. Mit seiner Leistung bräuchten wir weder ein Müllheizkraftwerk noch ein Biomassekraftwerk. Das müssten wir alles abreißen.
Frage: Aber Sie haben doch sicher auch die Nutzung der Kernenergie in Betracht gezogen, als Sie sich für diesen Weg entschieden haben, oder?
Antwort: Ja, wir haben sie in Betracht gezogen, wir haben alles bewertet, wir haben die Vor- und Nachteile nebeneinander gestellt, seien es technische, wirtschaftliche oder ökologische Aspekte.
Frage: Die Gesellschaft CEZ ist bereits bei der Firma Rolls-Royce eingestiegen, die auf die Herstellung von modularen Reaktoren spezialisiert ist.
Antwort : Ja, aber diese Quelle ist für Pilsen in den nächsten zwanzig Jahren nicht wirklich geeignet, und sie ist noch nicht bereit für die kommerzielle Nutzung. Aber nach der Ära des Gases wird es definitiv eine Ära der kleinen modularen Reaktoren geben.
Frage : Es wird also eines Tages einen kleinen modularen Reaktor in Pilsen geben, um die Stadt und ihre Umgebung zu beheizen?
Antwort: Ich weiß nicht, ob es ihn geben wird oder nicht, aber seine Zeit für Pilsen wird nach der Gas-Ära kommen, also erst in 20 oder 25 Jahren.
/Auszug zur Kernkraft(
Quelle: https://www.idnes.cz/plzen/zpravy/plzen ... -zpravy_vb
/gr/
Gemeinden in der Region Klatovy stören die Erkundungen des Atommüllendlager-Standorts, sie werden das Ministerium verklagen
Autor: CTK-Agentur iDNES.cz
31. März 2025
Alle zehn Gemeinden aus dem Standort Brezovy potok bei Horazdovice in der Region Klatovy, auf dessen Gebiet ein Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle gebaut werden könnte, haben sich darauf geeinigt, eine Klage gegen das Umweltministerium einzureichen. Sie sind damit nicht einverstanden, dass das Ministerium eine geologische Untersuchung und Erkundung des Gebiets genehmigt hat, die etwa zwei Jahre dauern dürfte.
Die Gemeinden wehren sich seit 23 Jahren gegen das Endlager. Sie fordern, dass ihre Rechte bei der endgültigen Entscheidung über den Standort gestärkt werden, der bis zum Jahr 2028 ausschließlich von der Regierung aus vier möglichen Standorten im Land ausgewählt werden soll. Das Endlager im Wert von mehr als 100 Milliarden Kronen soll bis zum Jahr 2050 gebaut werden.
"Über die Anwaltskanzlei Doucha Sikola reichen wir Klage gegen die Entscheidung des Umweltministeriums ein, Erkundungs- und Forschungsbohrungen an dem Standort zuzulassen. Alle zehn Gemeinden haben der Klage am Wochenende zugestimmt", sagte Cotek.
Er sagte, die Klage habe keine aufschiebende Wirkung und GeoTec könne mit geologischen Bohrungen auf kommunalem und staatlichem Boden beginnen. „Alles, was wir tun können, ist vor Gericht zu gehen“, sagte er. Er sagte, dass die Gemeinden im Gegensatz zu privaten Grundstück-Besitzern nicht die Möglichkeit haben, den Eintritt der Geologen zu verhindern.
Laut ihrer Website hat die Verwaltung für die Endlagerung radioaktiver Abfälle (SURAO) im vergangenen Mai einen Vertrag mit GEOtest-GeoTec unterzeichnet, um die hydrogeologische Überwachung aller vier potenziellen Standorte zu gewährleisten. Neben der Region Horazdovice im Böhmerwald handelt es sich um die Standorte Hradek und Horka in der Region Trebic und Janoch bei Temelín in Südböhmen.
Die Standorte Brezovy potok und Janoch sind mit ihrem Einspruch gescheitert
Das Umweltministerium hat die Untersuchung im vergangenen Jahr genehmigt, neben Janoch und Brezovy potok auch im.Standort Horka. Die Gemeinden legten jedoch Einspruch ein, der aufschiebende Wirkung hatte. Am Freitag berichtete SURAO, dass Brezovy potok und Janoch mit ihrem Einspruch gegen die Ausweisung von Erkundungsgebieten für das geplante Endlager gescheitert sind, der vom Umweltministerium abgelehnt wurde. Vertreter der Gemeinden am Standort Janoch werden heute über das weitere Vorgehen entscheiden.
Laut SURAO-Sprecherin Martina Bila ist die rechtskräftige Festlegung der Erkundungsgebiete ein wichtiger Schritt zur Auswahl des End- und des Ersatzstandortes für das Endlager. Nach Angaben von SURAO können jetzt die Erkundungsarbeiten an beiden Standorten beginnen. Dazu gehören detaillierte geologische Kartierungen, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und Tiefbohrungen.
Mit Hilfe der Untersuchungen können die Geologen das Massiv, in dem das Endlager künftig stehen könnte, nach Angaben der Behörde (SURAO ) genau untersuchen. Das Ziel ist es, Informationen über die mineralogische Zusammensetzung der Gesteine, ihre Festigkeit, Brüche oder Klüfte sowie über die Zusammensetzung des Grundwassers oder dessen Strömung zu sammeln.
Sobald die Erkundungsgebiete festgelegt sind, wird der Staat damit beginnen, den Gemeinden die ihnen gesetzlich zustehenden finanziellen Beiträge zu zahlen. Nach Angaben von SURAO belaufen sich diese auf 31,2 Millionen Kronen pro Jahr für den Standort Brezovy potok und 17 Millionen Kromen pro Jahr für den Standort Janoch.
"Unser Standort ist atomkraftfreundlich. Was uns aber am meisten stört, ist, dass wir aus den Verhandlungen über das Endlager ‚rausgeschmissen‘ wurden und dass die Entschädigung für die Gemeinden beschämend ist. Und es ist eine Schande für den Staat, sie diesen Gemeinden anzubieten", sagte Cotek.
Die Regierung wird eine Arbeitsgruppe einrichten, die mit den Kommunen kommunizieren soll, um ihre Beteiligung an der Vorbereitung und dem Betrieb des Endlagers zu erleichtern. Die Gemeinden haben jedoch kein Vetorecht bei der endgültigen Standortentscheidung.
https://www.idnes.cz/plzen/zpravy/ulozi ... -zpravy_vb
Studie zur Energiegemeinschaft
1.4.2025 Novinky ze Sezimova Usti /Neues von Sezimovo Ústí ~ Petr Klíma Seite: 3
Die Stadt Sezimovo Usti erhielt einen Zuschuss aus dem Förderprogramm "Hilfsgutscheine der Region Südböhmen – Energie" für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Gründung einer Energiegemeinschaft in der Stadt Sezimovo Usti.
Über diese sogenannte Energiegemeinschaft würde der Strom, der von Photovoltaik-Kraftwerken auf den Dächern der Gebäude der Stadt Sezimovo Usti erzeugt wird, geteilt werden. Die gemeinsame Nutzung von Energie würde die Kosten für den Kauf dieser Energie senken und den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch der Stadt erhöhen.
Das Projekt wurde von der Europäischen Union aus dem Operationellen Programm Jan Amos Comenius und der Region Südböhmen in Höhe von 947.206 CZK unterstützt. Die Gesamtkosten werden sich voraussichtlich auf 1.114.361 Kronen belaufen.
Autor: Petr Klíma, Ministerium für Umwelt
/gr/
Die Gemeinden aus Böhmerwald werden das Umweltministerium wegen des Endlagers verklagen
01.04.2025 Mlada fronta DNES (CTK) Seite: 7
Atomenergie
Alle zehn Gemeinden aus dem Atommüllendlager-Standort Brezovy potok bei Horazdovice in der Region Klatovy, auf deren Gebiet ein geologisches Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle errichtet werden könnte, haben sich bereit erklärt, eine Klage beim Umweltministerium einzureichen.
Die Gemeinden sind nicht damit einverstanden, dass das Ministerium die geologische Erkundung und Erforschung des Gebiets ermöglicht hat, die etwa zwei Jahre dauern sollte. Die Behörden haben sich noch nicht zu der Klage geäußert, aber sie haben daran erinnert, dass es bisher nur über die Erkundungsarbeiten in den Endlagerlokalitäten entschieden wurde.
Seit 23 Jahren wehren sich die Kommunen gegen das Endlager. Sie fordern, dass ihre Rechte bei der Entscheidung über den Standort gestärkt werden, den die Regierung bis zum Jahr 2028 aus vier möglichen Standorten in Tschechien auswählen soll. Bis zum Jahr 2050 soll ein Endlager im Wert von mehr als 100 Mrd. Kronen errichtet werden.
/gr/
Unterzeichnung des Vertrags des Projekts Dukovany
01.04.2025 Blesk Seite: 4
PRAG – Die Unterzeichnung der endgültigen Verträge mit dem koreanischen Unternehmen über die Fertigstellung neuer Atomblöcke in Dukovany soll "in den nächsten Wochen" erfolgen. Dies erklärte Tschechiens Ministerpräsident Petr Fiala (60, ODS). Nach Angaben des Kabinetts sind die Vereinbarungen fast fertig, und ein Anteil tschechischer Unternehmen am Projekt von etwa dreißig Prozent soll garantiert sein, wenn der Vertrag unterzeichnet wird,
/gr/
Premierminister: CEZ wird die finalen Verträge zum Bau neuer Atomblöcke in Dukovany in kommenden Wochen unterzeichnen
31.3.2025 Tschechischer Rundfunk Abendnachrichten
Die CEZ-Gruppe wird in wenigen Wochen die endgültigen Verträge für den Bau neuer Kernkraftwerksblöcke in Dukovany unterzeichnen. Das sagte der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala von der Demokratischen Bürgerpartei (ODS). Ihm zufolge wird die Regierung auch vorstellen, wie sie den Bau finanzieren wird.
Zwei Atomblöcke werden von der südkoreanischen Firma KHNP gebaut, die die Ausschreibung im vergangenen Jahr gewonnen hat. Laut Vertrag sollten sich auch tschechische Firmen am Bau beteiligen, mindestens mit einem Anteil von 30%. Laut dem Finanzminister Zbynek Stanjura von der Demokratischen Bürgerpartei (ODS) wird der endgültige Anteil jedoch von der Entwicklung des Baus abhängen. Der erste neue Block in Dukovany soll im Jahre 2036 fertiggestellt werden.
/gr/
Gemeinden aus dem Standort Brezovy potok werden das Umweltministerium verklagen
31.3.2025 Tschechischer Rundfunk
Redakteurin:
Der Standort Brezovy potok in der Region Klatovy wird das Umweltministerium verklagen, das ihren Einspruch gegen die Erkundung eines Endlagers für radioaktive Abfälle abgelehnt hat. Wir werden gleich darüber sprechen.
Alle 10 Gemeinden aus dem Gebiet Brezovy potok bei Horazdovice in der Region Klatovy werden eine Klage gegen das Umweltministerium einreichen. Sie sind nicht damit einverstanden, dass das Ministerium die geologische Erkundung und Erforschung des Gebiets ermöglicht hat. Der Standort gehört zu denen, an denen ein geologisches Tiefenlager für hoch radioaktive Abfälle errichtet werden könnte. Dagegen wehren sich die Kommunen seit über 20 Jahren.
Bürger: Sie wissen sicher , dass niemand hier solch ein Lager für Atommüll haben will, naja.
Frau Marie geht hier in Velky Bor einkaufen und sagt:
Die Politiker werden sowieso entscheiden, wie sie wollen. Ich denke, wir werden wahrscheinlich kein Druckmittel dagegen haben.
Nun, und Herr Antonín sieht das ähnlich:
Natürlich bin ich hundertprozentig dagegen, aber ich bin so ein Mensch, dass ich es laufen lasse, weil ich irgendwie nicht glaube, ich kann es irgendwie beeinflussen. Ich bin schon davon müde und immer wieder ist es dasselbe. Ich denke, die Politiker werden es so wie so auf ihre Weise machen. Selbst diese Leute hier sind schon erschöpft davon.
„Nein, wir dürfen nicht aufgeben.“
Fügt der Bürgermeister von Velky Bor, Vaclav Zabransky von der Vereinigung der unabhängigen Kandidaten, hinzu.
„Auch wenn die Bürger schon aus dem langjährigen Kampf dagegen ermüdet sind. Wir sind schon seit 22 Jahren wütend deswegen und immer noch passiert nichts.
Das Umweltministerium hat die Untersuchung des Gebiets im vergangenen Jahr genehmigt und die Gemeinden haben dagegen Einspruch eingelegt, aber der Einspruch wurde nun vom Ministerium abgelehnt.
Nun, die Reaktion der Kommunen ist klar. Wir erwarteten, dass das Ministerium darüber nachdenkt und Erlaubnis nicht bestätigt, dass es unseren Einspruch anerkennen würde.
Es ist leider nicht passiert, naja.“
„Deswegen trafen sich gestern die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden und wir einigten uns darauf, dass wir gegen den Bescheid des Umweltministeriums eine Klage wegen der Genehmigung des Erkundungsgebiets einreichen werden.“
reagierte der Bürgermeister von Horazdovice, Michael Forman vom Verband der unabhängigen Kandidaten und ergänzt:
„Wir reichen die Klage über einen gesetzlichen Vertreter, der eine Vollmacht von all diesen Gemeinden hat, so dass er sie für alle zehn Gemeinden aus dem Standort Brezovy potok enreicht.
Redakteurin:
Das Umweltministerium hat sich noch nicht zu der geplanten Klage geäußert, aber die Sprecherin des Ministeriums, Veronika Krejci, fügte hinzu, dass die geologische Untersuchung nur dazu diene, zu überprüfen, ob die Einrichtung eines geologischen Tiefenlagers an dem gegebenen Standort überhaupt möglich sei.
Sprecherin des Ministeriums, Veronika Krejci:
„Jeder Standort stellt nur eine von vielen Alternativen dar, so dass nicht einmal sicher ist, ob auf die Phase der geologischen Untersuchung weitere Verfahrensphasen folgen werden, die zur tatsächlichen Umsetzung des Baus des Endlagers führen, die am Ende stattfinden kann oder auch nicht. Diese geologische Untersuchung dient somit nur dazu, der Endlagerbehörde für radioaktive Abfälle SURAO die notwendigen ersten Informationen über die Eignung des Standortes zu liefern.
Das Handeln der Kommunen hat keine aufschiebende Wirkung, und die Endlagerbehörde für radioaktive Abfälle kann somit mit den Erkundungsarbeiten beginnen.
Am Anfang kommen die Geologen mit Hammern, die das Gebiet detailliert kartografieren werden,“sagt Lukas Vondrovic, Direktor der Endlagerbehörde für radioaktive Abfälle SURAO und ergänzt:
„Im Anschluss werden Geophysiker Oberflächenmessungen der Eigenschaften der Gesteine durchführen, und in der letzten Phase werden tiefe Bohrungen durchgeführt.“
Redakteurin:
Für das geologische Tiefenlager wurden vier Standorte in Tschechien ausgewählt: der Standort Brezovy potok in der Region Horazdovice, Hradek und Horka in der Region Trebic und Janoch bei Temelín in Südböhmen. Die Regierung soll den Standort bis zum Jahr 2028 auswählen. Das mehr als 100 Milliarden Kronen teure Endlager soll bis zum Jahr 2050 fertiggestellt sein. Aus der Region Horazdovice Jitka Englova, Tschechischer Rundfunk.
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Die Deutschen diskutieren über eine mögliche Rückkehr zur Atomkraft. Das macht keinen Sinn, argumentiert Drabova
31.3.2025 Aktualne.cz Jaroslav Synčák
Deutschland erwägt, seine sechs Kernkraftwerke bis zum Jah 2030 wieder in Betrieb zu nehmen. Das berichtet die deutsche Tageszeitung Die Welt. Die Unternehmen, die die Kraftwerke verwalten, sagen, sie seien bereit für einen eventuellen Neustart. Die Kernenergieexpertin Dana Drabova sagte, ein solcher Plan sei unrealistisch. Das letzte Kernkraftwerk des Landes wurde im April 2023 abgeschaltet. In der Vergangenheit hat Deutschland bis zu einem Drittel seiner Energie aus der Kernkraft gewonnen.
In Deutschland wurden in den letzten Jahren zunehmend Forderungen nach einem Wiederanfahren der Kernkraftwerke laut. Das Argument der Befürworter ist, dass die Kosten für die Stromerzeugung und damit die Preise für die Verbraucher niedriger wären.
"Unsere Stromkosten sind im internationalen Vergleich nicht mehr wettbewerbsfähig und bedrohen die Existenz unserer Wirtschaft", schreibt in der Erklärung von Kerntechnik Deutschland einer der deutschen Industrieverbände.
Die größten Energiekonzerne, die Atomriesen Westinghouse, Framatome und Urenco, haben sich bereits beeilt zu erklären, dass sechs solcher Anlagen theoretisch innerhalb von fünf Jahren "aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen" könnten. Sie wurden von der Tageszeitung Welt zitiert.
"Das Wiederanfahren von Kernkraftwerken ist bereits vor dem Jahr 2030 möglich", sagte Martin Pache, Geschäftsführer von Westinghouse Electric Deutschland, der deutschen Zeitung. Auch andere Unternehmen haben ihre Bereitschaft für einen möglichen Neustart erklärt.
Unrealistisch, sagt Drabova
Aber ist das wirklich realistisch? Nach Ansicht von Dana Drabova, der langjährigen Vorsitzenden des tschechischen Staatsamtes für nukleare Sicherheit, SUJB nicht. Sie glaubt, dass dies extrem schwierig wäre. "Das macht für mich einfach keinen Sinn. Zum einen wäre es sehr schwierig, den wichtigsten Teil des Ganzen zu finden - das Personal", sagte sie gegenüber Aktualne.cz. Sie ist der Meinung, dass es in letzter Zeit kein Interesse an den Atomfachrichtungen gibt, was auf die geringe Perspektive in diesem Bereich zurückzuführen ist.
"Zweitens haben sie keinen Kernbrennstoff, den die Deutschen in Lingen selbst hergestellt haben. Und drittens wäre es sehr teuer, die Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen", erklärt die tschechische Nuklearingenieurin. Sinnvoller sei eine Lösung, bei der die deutsche Atomindustrie auf kleine Kernkraftwerkstypen, sogenannte Modulreaktoren SMR, setzen würde.
Vor mehr als einem Monat fanden in Deutschland Wahlen statt, und die siegreichen Parteien verhandeln nun über die Bildung einer Regierung. Auch Fragen der Kernenergie scheinen Teil der Debatten zu sein, da kürzlich ein Entwurf für ein Kapitel des Koalitionsvertrags zum Thema Energie durchgesickert ist, in dem es um die Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke geht. Die Wahlsieger von CDU/CSU wollen prüfen, inwieweit es technisch und finanziell machbar ist, die kürzlich stillgelegten Kernkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen. Die SPD, ein potenzieller Koalitionspartner, lehnt dies ab.
Quelle: https://zpravy.aktualne.cz/zahranici/ne ... n=mediafed
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Energie in der Tschechischen Republik
Tschechischer Energiesektor erwartet Abkehr von der Kohle, hat aber noch keine alternativen Energiequellen
31.3.2025 evropavdatech.cz (Europe in Data)
Die Tschechische Republik steht vor einer energiepolitischen Herausforderung. Wenn die geplante Abschaltung von Kohlekraftwerken ohne Ersatzquellen erfolgt, könnte dies ernsthafte Folgen für die Stabilität der Stromversorgung haben. Nach einer Analyse des Energieunternehmens CEPS wird der Rückgang der Kohleverstromung, die derzeit etwa 40 % der Nettostromproduktion abdeckt, zu einer Verknappung der einheimischen Stromproduktion und zur Notwendigkeit von Stromimporten führen. Die Stromerzeugung in der Tschechischen Republik wird im Jahr 2024 mit 74 TWh den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2000 erreichen. Ohne ausreichenden Ersatz von Kohle durch erneuerbare Energien oder Kernkraft wird die Tschechische Republik wahrscheinlich auf Importe angewiesen sein. Europa setzt verstärkt auf erneuerbare Energien: Im vergangenen Jahr stammte fast die Hälfte des europäischen Stroms aus erneuerbaren Quellen.
Im Jahr 2024 verzeichnete die Tschechische Republik eine rekordverdächtig niedrige Stromproduktion: Nach Angaben der Energieregulierungsbehörde (ERU) erzeugte die Tschechische Republik 74 TWh Strom, den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2000, als das Kernkraftwerk Temelín in Betrieb genommen wurde. Die Stromerzeugung ohne die für den Betrieb der Anlagen selbst benötigte Energie betrug 69 TWh, was einem Rückgang von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Gesamtstromverbrauch in der Tschechischen Republik lag im vergangenen Jahr bei 58 TWh, was einem Rückgang von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nach Angaben der ERU ist dieser Rückgang auf den Rückgang des Verbrauchs mehrerer Unternehmen zurückzuführen, die ihre Tätigkeit eingestellt haben. Traditionell verbrauchten die Industrie (34 %) und die Haushalte (31 %) den größten Teil des erzeugten Stroms.
Wie in den Vorjahren entfiel der größte Teil der Erzeugung auf Dampf-, d. h. Kohlekraftwerke, die ebenso wie Kernkraftwerke etwa 40 % der Nettostromerzeugung ausmachten. Der Produktionsrückgang im Vergleich zum Vorjahr war bei den Kohlekraftwerken am stärksten ausgeprägt.
Sonnenkollektoren werden in der Tschechischen Republik immer noch hauptsächlich von Haushalten installiert
Im Gegensatz dazu erleben Photovoltaik-Kraftwerke (PV) in der Tschechischen Republik seit dem Jahr 2022 einen großen Boom. Ende des Jahres 2023, einem Rekordjahr für neue PV-Installationen, lag die installierte Leistung bei 3,3 GWe (Einheiten der installierten Leistung), ein Jahr später waren es bereits 4 GWe. Die meisten Neuinstallationen entfallen auf Einfamilienhäuser; so lag der Anteil der Haus-PV im Jahr 2023 nach Angaben der Solar -Assoziation bei 96,7 % aller Neuanschlüsse. Die durchschnittliche Größe einer PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus beträgt 12 kWp, wobei die Kapazität von Unternehmensanlagen deutlich größer ist als die von Hausanlagen.
Trotz des Ausbaus von Solarkraftwerken hinkt die Tschechische Republik bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien jedoch seit langem hinterher und produziert Analysen zufolge mit rund 13 % pro Jahr den wenigsten Strom aus erneuerbaren Energien in der EU insgesamt. Dies ist auch auf den geringen und stagnierenden Bau von Windkraftanlagen zurückzuführen. Dies ist auf die langwierigen Genehmigungsverfahren und den Widerstand der Öffentlichkeit zurückzuführen, wie wir hier geschrieben haben. "Zwischen den Jahren 2015 und 2024 stieg die installierte Leistung von Windkraftanlagen in der Tschechischen Republik nur sehr langsam auf derzeit 351 MW an. In manchen Jahren wurden gar keine neuen Turbinen mehr gebaut. Die Größe der Windturbinen liegt normalerweise bei 2-5 MW, aber große Offshore-Anlagen können eine Kapazität von bis zu 15 MW haben", sagt Katerina Novotna, Analystin des Portals Europe in Data.
Die Windenergie kann in der Tschechischen Republik ein großes Potenzial haben, und eine Vereinfachung des Genehmigungsverfahrens würde die Situation verbessern, wie Martin Sedlak, Programmdirektor der Assoziation, für moderne Energie erklärt: "Der grundlegende Schritt besteht darin, das Genehmigungsverfahren für neue Solar- und Windkraftanlagen zu vereinfachen. Wir können damit beginnen, sicherzustellen, dass die Netzsysteme und Baubehörden über ausreichende Kapazitäten verfügen, aber auch, dass die Behörden strategischen Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien Vorrang einräumen können. Weitere Schritte könnten darin bestehen, Doppelarbeit zu beseitigen - zum Beispiel könnte der Landschaftscharakter nur einmal im Verfahren berücksichtigt werden. Neben den gesetzgeberischen Maßnahmen wäre auch eine Informationsinitiative der Regierung hilfreich.
Das Umweltministerium arbeitet derzeit an einer Liste von Beschleunigungsgebieten, so genannten Go-to-Zonen, vorausgewählten Standorten, an denen Turbinen oder Solarpaneele schneller und unter vereinfachten Bedingungen gebaut werden können, was auch von den europäischen Rechtsvorschriften gefordert wird. Das Ziel ist es, mögliche Konflikte mit anderen öffentlichen Interessen zu lösen, bevor sich Unternehmen und Gemeinden auf einen Standort einigen. "Dies dürfte die Probleme bei der Genehmigung der Pläne selbst verringern, die nicht länger als ein Jahr dauern sollte. Der Gesetzentwurf zur Beschleunigung der Nutzung erneuerbarer Energiequellen (Lex Erneuerbare), mit dem Beschleunigungsgebiete eingeführt werden, wird derzeit im Legislativrat der Regierung erörtert und dürfte in den kommenden Wochen von der Regierung diskutiert werden", sagt Veronika Krejci, Sprecherin des Umweltministeriums. Das Ministerium vergleicht auch die mögliche Abgrenzung von Beschleunigungszonen und anderen öffentlichen Interessen, wie Naturschutz, Kulturdenkmäler oder Infrastruktur. Das bedeutet unter anderem, dass Zonen für den Bau von erneuerbaren Energieanlagen nicht in Gebieten mit strengem Schutz vorgeschlagen werden können.
Erneuerbare Energien deckten letztes Jahr die Hälfte des Stromverbrauchs in der EU
Jüngsten Analysen zufolge war das Jahr 2024 ein Wendepunkt für den europäischen Energiesektor. Zum ersten Mal erreichte der Anteil des aus erneuerbaren Quellen erzeugten Stroms 47 % der gesamten Stromerzeugung in der EU. 24 % der Stromerzeugung entfielen auf die Kernenergie, weniger als 10 % auf Kohle und 15 % auf Gas. Auch der Gesamtverbrauch ist nach Angaben der Denkfabrik EMBER leicht gestiegen. Die Kapazität der Solarenergie wuchs im Jahresvergleich am stärksten, nämlich um fast 22 % im Vergleich zu 2023, aber die Windenergie hat weiterhin den größten Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Europa.
Die Daten der Plattform Wind Europe zeigen ein Rekordwachstum der installierten Windkraftkapazität in der gesamten EU im Jahr 2023, mit insgesamt 16,2 GW neu installierter Kapazität im Jahr 2023 und 6,4 GW in der ersten Hälfte des Jahres 2024, für die derzeit Daten verfügbar sind. Obwohl die Zahl der so genannten Offshore-Windturbinen rasch zunimmt, wird die absolute Mehrheit der Neuinstallationen nach wie vor an Land vorgenommen. In Deutschland und den Niederlanden wurden die meisten neuen Windkraftanlagen installiert, wobei der Schwerpunkt auf Offshore-Anlagen liegt.
Doch trotz des Rekordwachstums bei den Windkraftanlagen müsste die EU das Bautempo beschleunigen und jährlich rund 33 GW an Kapazität installieren, um ihre Klimaziele für das Jahr 2030 zu erreichen.
Viele Länder sind jedoch nach wie vor auf einen großen Anteil stabiler Energiequellen wie die heimische Kohle angewiesen. Diese macht einen großen Teil des Energiemixes in Deutschland, Polen, aber auch Bulgarien aus. Diese Länder gehören auch zu den letzten, die einen Ausstieg aus der Kohle planen: Deutschland erwägt dieses Ziel für 2038, ebenso wie Bulgarien und Polen. In der Zwischenzeit fordert das Pariser Abkommen einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis spätestens 2030, und die europäische Gesetzgebung setzt dies in konkrete Ziele für eine 55%ige Reduzierung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um. Im März wird auf europäischer Ebene voraussichtlich über die Verabschiedung eines Reduktionsziels von 90 % bis zum Jahr 2040 im Vergleich zu 1990 beraten.
Immer mehr Strom wird auf kurzfristigen Märkten gehandelt und bietet mehr Flexibilität
Die Tschechische Republik ist zwar seit langem ein Nettoexporteur von Strom, aber wir exportieren und importieren das ganze Jahr über Strom, um zu jeder Tageszeit ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verbrauch und Erzeugung aufrechtzuerhalten. Wie im Straßengüterverkehr ist die Tschechische Republik daher im Wesentlichen ein Transitland. Der gesamte grenzüberschreitende Saldo belief sich im vergangenen Jahr auf 6 659 GWh. Im Jahre 2024 exportierte die Tschechische Republik nach Angaben der ERU den meisten Strom in die Slowakei (2 966,2 GWh), gefolgt von Österreich (2 127,4 GWh). Auf der anderen Seite importierten wir den meisten Strom aus Deutschland (2 284,2 GWh) und Polen (1 944,7 GWh).
Der Energiemarkt wird in Zukunft flexibler und vernetzter werden. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies, dass wir bei einer Verknappung der heimischen Ressourcen stärker auf Quellen aus anderen EU-Ländern angewiesen sein werden und mehr und in kürzeren Abständen Handel treiben. Ein größerer Markt hat auch den Vorteil einer höheren Liquidität. Die Integration der europäischen Märkte ist seit Jahrzehnten im Gange, und die Tschechische Republik hat dabei eine aktive Rolle gespielt. Eine größere Flexibilität des gesamten Energiemarktes ist eine wichtige Komponente für die Integration der erneuerbaren Energiequellen, auf die Europa in Zukunft angewiesen ist.
Aus den Daten der Marktbetreiber geht bereits hervor, dass sich ein viel größerer Teil des Marktes auf kurzfristige, flexiblere Märkte verlagert. Im Jahr 2024 wurden rekordverdächtige 51 % des inländischen Stromverbrauchs auf kurzfristigen Märkten gehandelt.
Darüber hinaus gab es im vergangenen Jahr eine Änderung auf dem so genannten Intraday-Strommarkt: Es wurde eine 15-minütige Handelsperiode eingeführt. Dies ermöglicht einen flexibleren An- und Verkauf von Strom als die zuvor verwendeten stündlichen Intervalle. "Die Umstellung auf eine viertelstündliche Abrechnungs- und Handelsperiode ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass sich Themen wie der Ausbau dezentraler erneuerbarer Energien, Strom-Sharing, Speicherung und Flexibilitätsbereitstellung weiter entwickeln können. Diese grundlegende Veränderung bringt erweiterte Möglichkeiten für das Angebot kommerzieller Produkte an die Endverbraucher, eine effizientere Nutzung von Informationen und Daten aus parallel eingeführten intelligenten Zählern", erklärt Igor Chemišinec, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der OTE, a.s. Kurz und gut kann es zur Strompreisreduzierung beitragen.
Strompreis am Tagesmarkt um 15 % gegenüber dem Vorjahr gesunken
Auch an den Kurzfristmärkten ist der Strompreis im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Der durchschnittliche Preis auf dem Tagesmarkt ist im Vergleich zum Vorjahr um 15 % und im Vergleich zu 2022 um 65 % gesunken. Der Preisrückgang spiegelt die Beruhigung der Lage auf dem Strom- und Gasmarkt nach einer schwierigen Zeit in den Jahren 2022 und 2023 wider, die durch den russischen Einmarsch in der Ukraine und die geopolitische Lage in der Welt geprägt war. "Die erneuerbare Stromerzeugung in West- und Nordeuropa, wo die Zahl der Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Allgemeinen sehr schnell wächst, und die zunehmende Verfügbarkeit von Kernkraftwerken in Frankreich trugen ebenfalls erheblich zu diesem Rückgang bei. Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien hatte einen großen Einfluss auf den Anstieg der Anzahl der Stunden mit negativen Preisen auf dem täglichen Strommarkt in der Tschechischen Republik im Jahr 2024, mit einem Anstieg von mehr als 230 % im Vergleich zum Vorjahr", so Igor Chemisinec.
Dieser Trend ist übrigens nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern in ganz Europa zu beobachten. Im Jahr 2023 verzeichneten die 27 Mitgliedstaaten insgesamt 7.117 Stunden auf dem täglichen Strommarkt mit Preisen unter 5 €/MWh. Es ist nicht leicht vorherzusagen, wie sich der Strompreis in Zukunft entwickeln wird, da er von einer Reihe von Faktoren beeinflusst wird, die von der Geopolitik über das Wetter bis hin zum Energiemix der einzelnen Länder reichen. Darüber hinaus wirken sich auch regulatorische Eingriffe auf die Strompreise aus, und zwar nicht nur direkt auf den Strom- und Gasmärkten, sondern beispielsweise auch auf dem Markt für Emissionszertifikate.
Vom Nettoexporteur zum Importeur: Die Tschechische Republik wird in Zukunft Strom importieren
Es ist unwahrscheinlich, dass die Tschechische Republik in Zukunft ihren eigenen Verbrauch durch die Erzeugung vor Ort decken wird. Laut dem CEPS-Dokument Assessment of the Resource Adequacy of the Electricity System of the Czech Republic until 2040 sind kohlebefeuerte Kraftwerke derzeit ein wichtiges stabilisierendes Element des Systems, aber ihre Rolle dürfte um 2030 aufgrund des steigenden Preises für Emissionszertifikate und der Gesamtkosten der Dekarbonisierung deutlich abnehmen. Es ist auch wichtig, die Auswirkungen der möglichen Stilllegung von Kohlekraftwerken auf den Wärmemarkt zu berücksichtigen. Die beiden Segmente sind weitgehend miteinander verknüpft.
In dem Dokument werden zwei mögliche Szenarien vorgestellt, die beide die Umstellung einiger Energiequellen auf Gaskraft und größere Stromimporte aus dem Ausland beinhalten. CEPS warnt auch vor möglichen Problemen mit der Angemessenheit der Ressourcen im Jahr 2035, sofern sie trotz der hohen prognostizierten Importmengen die Zuverlässigkeitsnorm überschreiten.
Bei einer Debatte im Rahmen der Euro Weekly im Januar erwähnte der Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek, dass die Tschechische Republik 90 % ihrer Stromerzeugung selbst erzeugen und den Rest durch Importe abdecken könnte. Der Minister nannte Gaskraftwerke als Übergangsmedium für eine Zeit, in der die Tschechische Republik keinen Strom aus Kohle produzieren wird, aber gleichzeitig nicht über ausreichende Kapazitäten aus Kernkraft oder erneuerbaren Quellen verfügt. Dasselbe Szenario wird auch im CEPS-Dokument ins Auge gefasst.
Langfristig würde die Tschechische Republik von größerer Flexibilität und robusten internationalen Netzverbindungen profitieren.
Auch der von der Regierung im Dezember 2024 verabschiedete Nationale Klima- und Energieplan setzt auf diese Übergangsquelle: Demnach soll die Tschechische Republik in Zukunft vor allem auf Kernkraftwerke, die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen und Gas als Übergangsquelle setzen. Der Plan sieht beispielsweise auch einen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2033 und Maßnahmen zur schnelleren Entwicklung erneuerbarer Energiequellen vor.
Würden die Kohlekraftwerke schon früher abgeschaltet, müsste die Tschechische Republik mit einem Mangel an installierten Ressourcen fertig werden und wäre wahrscheinlich auf Importe angewiesen. Es stellt sich die Frage, ob andere europäische Länder über ausreichende Kapazitäten für den Export verfügen werden. Die Rolle der Interkonnektoren, d. h. des internationalen Netzverbunds, wird auch in der Analyse des Projekts Climate Facts für den tschechischen Energiesektor prognostiziert. Auf der Grundlage von Modellierungen empfiehlt es unter anderem die Entwicklung von Wind- und Solarkraftwerken, die Entwicklung steuerbarer Stromquellen, insbesondere neuer Kraft-Wärme-Kopplungsquellen, sowie die Entwicklung von Flexibilität und Stromspeicherung.
Flexibilität und Speicherung sind eine Voraussetzung für den Ausbau der nicht steuerbaren erneuerbaren Energiequellen. Dennoch ist die Tschechische Republik das letzte EU-Land, das zögert, ein Gesetz zu verabschieden, das den Einsatz von Batteriespeichern vorschreibt. Die Änderung des Energiegesetzes, das so genannte LEX Erneuerbare III, wurde Anfang März mit großer Verspätung von den Abgeordneten angenommen und wartet nun auf die Unterschrift des Präsidenten. "LEX Erneuerbare III wird unter anderem die Entwicklung großer Batteriespeicher ermöglichen, an denen es in der Tschechischen Republik noch mangelt und ohne die die Transformation des Energiesektors und die Integration von mehr erneuerbaren Energiequellen in das Netz nicht möglich sein wird. Darüber hinaus bringt die Novelle auch mehr Sicherheit für die Verbraucher durch die obligatorische Rückversicherung seitens des Versorgers", sagt Katerina Novotná.
Die Kernenergie gilt in der Tschechischen Republik als die Technologie der Zukunft, aber wir haben sie nicht gebaut
Dennoch wird die Kernenergie in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. "Der Zeitplan für die beiden neuen Reaktorblöcke in Dukovany sieht die Inbetriebnahme von Block 6 bis Ende 2039 vor. Dies ist jedoch ein Termin, den EDU II in seinem Vertrag mit KHNP fordern wird, und KHNP behauptet, dass dieser Termin eingehalten wird. Es bleibt zu hoffen, dass der Bau großer kerntechnischer Blöcke in Europa innerhalb der geforderten Frist ohne Verzögerungen und KOstenerhöhungen erfolgen wird, wie es leider bisher der Fall war", sagt Alois Míka, Senior Energy Expert bei ČSOB Advisory.
Es ist aber auch von sogenannten kleinen modularen Reaktoren die Rede, deren Vorteil gegenüber "klassischen" Blöcken der leichtere Aufbau sein soll. Niemand hat jedoch wirklich die Wirtschaftlichkeit kleiner modularer Reaktoren gemessen. Der Start der ersten kleinen modularen Reaktorprojekte außerhalb Russlands und Chinas wird nach Angaben der Internationalen Energieagentur um das Jahr 2030 erwartet. "Unter kleinen modularen Reaktoren versteht man in erster Linie kleine Reaktoren der Generation 3+. Daneben werden kleine Reaktoren der 4. Generation entwickelt, die aber sicherlich noch länger brauchen werden. Kleine modulare Reaktoren sollen die Produktionskosten senken, indem mehr produzierte Komponenten wiederholt werden. Ihr praktischer Einsatz ist realistischerweise im nächsten Jahrzehnt zu erwarten. Tatsache ist, dass diese vielversprechende neue Reaktorserie ihre wirtschaftliche Berechtigung in der Praxis im Vergleich zu anderen Stromquellen auf dem Markt unter Beweis stellen muss", fügt Míka hinzu
"Aus der Sicht der Tschechischen Republik besteht meiner Meinung nach das Hauptproblem bei der Rolle der Kernenergie darin, dass wir neue Quellen errichten müssen, um die Kohle zu ersetzen, die in wenigen Jahren aus dem Weg geräumt wird. Auf einen hypothetischen Großblock um 2040 zu warten oder sich darauf zu verlassen, dass das modulare Reaktorprojekt erfolgreich ist und um 2035 gebaut werden kann, löst das Problem, vor dem wir stehen, nicht. ", sagt der Abgeordnete des Europäischen Parlaments Ludek Niedermayer. Ein weiteres Problem ist die Anwendbarkeit von teurem Strom aus Kernenergie in einem Markt, der von erneuerbaren Quellen mit niedrigen variablen Kosten dominiert wird.
Dennoch wird die Kernenergie in der Tschechischen Republik langfristig unterstützt. Laut einer Eurobarometer-Umfrage vom Februar gaben mehr als 29 Prozent der Tschechen an, dass sie an die sehr positiven Auswirkungen der Kernenergie auf die weitere technologische und energetische Entwicklung des Landes glauben. Eine eher positive Haltung äußerten sich weitere 48 % der Befragten in der Befragung.
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
Kleiner Atomreaktor frühestens in 20 Jahren, sagt der Chef der Pilsner Heizkraftwerke
Gespräch mit Vaclav Pásek
31.3.2025
Idnes.cz
Frage: Ist die Plzeňská teplárenská (Pilsner Heizkraftwerke) nicht der Beweis dafür, dass das Ziel erreicht wird, weil sie ständig modernisieren? Jetzt erhalten Sie sogar einen Zuschuss in der Höhe von 3,2 Mrd. Kronen aus dem EU-Modernisierungsfonds für die Umstellung von Kohle auf Gas, die etwa 7 Mrd. CZK kosten wird. Es ist allerdings nicht sicher, dass Gas ein vollständig grüner Rohstoff ist.
Pásek: Ob Gas grün ist, ist eine andere Frage, aber es ist auf jeden Fall wesentlich sauberer als Kohle. Gas als Brennstoff emitiert etwa 40 Prozent der CO2-Emissionen von Kohle, so dass wir die Emissionen um etwa 60 Prozent reduzieren. Tatsächlich gibt es derzeit keinen anderen Primärenergieträger, der keine Emissionen auslässt. Wir können über kleine modulare Reaktoren sprechen, aber für sie gibt es noch keine eigenen Rechtsvorschriften. Wenn alles gut geht, wird die erste solche Quelle im Jahr 2035 am Standort Temelín stehen. Aber wir können nicht noch zehn Jahre warten. Außerdem hat der modulare Reaktor, von dem ich da spreche, eine so große Kapazität, dass er für Pilsen nicht geeignet ist. Mit seiner Leistung bräuchten wir weder ein Müllheizkraftwerk noch ein Biomassekraftwerk. Das müssten wir alles abreißen.
Frage: Aber Sie haben doch sicher auch die Nutzung der Kernenergie in Betracht gezogen, als Sie sich für diesen Weg entschieden haben, oder?
Antwort: Ja, wir haben sie in Betracht gezogen, wir haben alles bewertet, wir haben die Vor- und Nachteile nebeneinander gestellt, seien es technische, wirtschaftliche oder ökologische Aspekte.
Frage: Die Gesellschaft CEZ ist bereits bei der Firma Rolls-Royce eingestiegen, die auf die Herstellung von modularen Reaktoren spezialisiert ist.
Antwort : Ja, aber diese Quelle ist für Pilsen in den nächsten zwanzig Jahren nicht wirklich geeignet, und sie ist noch nicht bereit für die kommerzielle Nutzung. Aber nach der Ära des Gases wird es definitiv eine Ära der kleinen modularen Reaktoren geben.
Frage : Es wird also eines Tages einen kleinen modularen Reaktor in Pilsen geben, um die Stadt und ihre Umgebung zu beheizen?
Antwort: Ich weiß nicht, ob es ihn geben wird oder nicht, aber seine Zeit für Pilsen wird nach der Gas-Ära kommen, also erst in 20 oder 25 Jahren.
/Auszug zur Kernkraft(
Quelle: https://www.idnes.cz/plzen/zpravy/plzen ... -zpravy_vb
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Gemeinden in der Region Klatovy stören die Erkundungen des Atommüllendlager-Standorts, sie werden das Ministerium verklagen
Autor: CTK-Agentur iDNES.cz
31. März 2025
Alle zehn Gemeinden aus dem Standort Brezovy potok bei Horazdovice in der Region Klatovy, auf dessen Gebiet ein Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle gebaut werden könnte, haben sich darauf geeinigt, eine Klage gegen das Umweltministerium einzureichen. Sie sind damit nicht einverstanden, dass das Ministerium eine geologische Untersuchung und Erkundung des Gebiets genehmigt hat, die etwa zwei Jahre dauern dürfte.
Die Gemeinden wehren sich seit 23 Jahren gegen das Endlager. Sie fordern, dass ihre Rechte bei der endgültigen Entscheidung über den Standort gestärkt werden, der bis zum Jahr 2028 ausschließlich von der Regierung aus vier möglichen Standorten im Land ausgewählt werden soll. Das Endlager im Wert von mehr als 100 Milliarden Kronen soll bis zum Jahr 2050 gebaut werden.
"Über die Anwaltskanzlei Doucha Sikola reichen wir Klage gegen die Entscheidung des Umweltministeriums ein, Erkundungs- und Forschungsbohrungen an dem Standort zuzulassen. Alle zehn Gemeinden haben der Klage am Wochenende zugestimmt", sagte Cotek.
Er sagte, die Klage habe keine aufschiebende Wirkung und GeoTec könne mit geologischen Bohrungen auf kommunalem und staatlichem Boden beginnen. „Alles, was wir tun können, ist vor Gericht zu gehen“, sagte er. Er sagte, dass die Gemeinden im Gegensatz zu privaten Grundstück-Besitzern nicht die Möglichkeit haben, den Eintritt der Geologen zu verhindern.
Laut ihrer Website hat die Verwaltung für die Endlagerung radioaktiver Abfälle (SURAO) im vergangenen Mai einen Vertrag mit GEOtest-GeoTec unterzeichnet, um die hydrogeologische Überwachung aller vier potenziellen Standorte zu gewährleisten. Neben der Region Horazdovice im Böhmerwald handelt es sich um die Standorte Hradek und Horka in der Region Trebic und Janoch bei Temelín in Südböhmen.
Die Standorte Brezovy potok und Janoch sind mit ihrem Einspruch gescheitert
Das Umweltministerium hat die Untersuchung im vergangenen Jahr genehmigt, neben Janoch und Brezovy potok auch im.Standort Horka. Die Gemeinden legten jedoch Einspruch ein, der aufschiebende Wirkung hatte. Am Freitag berichtete SURAO, dass Brezovy potok und Janoch mit ihrem Einspruch gegen die Ausweisung von Erkundungsgebieten für das geplante Endlager gescheitert sind, der vom Umweltministerium abgelehnt wurde. Vertreter der Gemeinden am Standort Janoch werden heute über das weitere Vorgehen entscheiden.
Laut SURAO-Sprecherin Martina Bila ist die rechtskräftige Festlegung der Erkundungsgebiete ein wichtiger Schritt zur Auswahl des End- und des Ersatzstandortes für das Endlager. Nach Angaben von SURAO können jetzt die Erkundungsarbeiten an beiden Standorten beginnen. Dazu gehören detaillierte geologische Kartierungen, gefolgt von geophysikalischen Untersuchungen und Tiefbohrungen.
Mit Hilfe der Untersuchungen können die Geologen das Massiv, in dem das Endlager künftig stehen könnte, nach Angaben der Behörde (SURAO ) genau untersuchen. Das Ziel ist es, Informationen über die mineralogische Zusammensetzung der Gesteine, ihre Festigkeit, Brüche oder Klüfte sowie über die Zusammensetzung des Grundwassers oder dessen Strömung zu sammeln.
Sobald die Erkundungsgebiete festgelegt sind, wird der Staat damit beginnen, den Gemeinden die ihnen gesetzlich zustehenden finanziellen Beiträge zu zahlen. Nach Angaben von SURAO belaufen sich diese auf 31,2 Millionen Kronen pro Jahr für den Standort Brezovy potok und 17 Millionen Kromen pro Jahr für den Standort Janoch.
"Unser Standort ist atomkraftfreundlich. Was uns aber am meisten stört, ist, dass wir aus den Verhandlungen über das Endlager ‚rausgeschmissen‘ wurden und dass die Entschädigung für die Gemeinden beschämend ist. Und es ist eine Schande für den Staat, sie diesen Gemeinden anzubieten", sagte Cotek.
Die Regierung wird eine Arbeitsgruppe einrichten, die mit den Kommunen kommunizieren soll, um ihre Beteiligung an der Vorbereitung und dem Betrieb des Endlagers zu erleichtern. Die Gemeinden haben jedoch kein Vetorecht bei der endgültigen Standortentscheidung.
https://www.idnes.cz/plzen/zpravy/ulozi ... -zpravy_vb
Studie zur Energiegemeinschaft
1.4.2025 Novinky ze Sezimova Usti /Neues von Sezimovo Ústí ~ Petr Klíma Seite: 3
Die Stadt Sezimovo Usti erhielt einen Zuschuss aus dem Förderprogramm "Hilfsgutscheine der Region Südböhmen – Energie" für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Gründung einer Energiegemeinschaft in der Stadt Sezimovo Usti.
Über diese sogenannte Energiegemeinschaft würde der Strom, der von Photovoltaik-Kraftwerken auf den Dächern der Gebäude der Stadt Sezimovo Usti erzeugt wird, geteilt werden. Die gemeinsame Nutzung von Energie würde die Kosten für den Kauf dieser Energie senken und den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch der Stadt erhöhen.
Das Projekt wurde von der Europäischen Union aus dem Operationellen Programm Jan Amos Comenius und der Region Südböhmen in Höhe von 947.206 CZK unterstützt. Die Gesamtkosten werden sich voraussichtlich auf 1.114.361 Kronen belaufen.
Autor: Petr Klíma, Ministerium für Umwelt
/gr/
Die Gemeinden aus Böhmerwald werden das Umweltministerium wegen des Endlagers verklagen
01.04.2025 Mlada fronta DNES (CTK) Seite: 7
Atomenergie
Alle zehn Gemeinden aus dem Atommüllendlager-Standort Brezovy potok bei Horazdovice in der Region Klatovy, auf deren Gebiet ein geologisches Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle errichtet werden könnte, haben sich bereit erklärt, eine Klage beim Umweltministerium einzureichen.
Die Gemeinden sind nicht damit einverstanden, dass das Ministerium die geologische Erkundung und Erforschung des Gebiets ermöglicht hat, die etwa zwei Jahre dauern sollte. Die Behörden haben sich noch nicht zu der Klage geäußert, aber sie haben daran erinnert, dass es bisher nur über die Erkundungsarbeiten in den Endlagerlokalitäten entschieden wurde.
Seit 23 Jahren wehren sich die Kommunen gegen das Endlager. Sie fordern, dass ihre Rechte bei der Entscheidung über den Standort gestärkt werden, den die Regierung bis zum Jahr 2028 aus vier möglichen Standorten in Tschechien auswählen soll. Bis zum Jahr 2050 soll ein Endlager im Wert von mehr als 100 Mrd. Kronen errichtet werden.
/gr/
Unterzeichnung des Vertrags des Projekts Dukovany
01.04.2025 Blesk Seite: 4
PRAG – Die Unterzeichnung der endgültigen Verträge mit dem koreanischen Unternehmen über die Fertigstellung neuer Atomblöcke in Dukovany soll "in den nächsten Wochen" erfolgen. Dies erklärte Tschechiens Ministerpräsident Petr Fiala (60, ODS). Nach Angaben des Kabinetts sind die Vereinbarungen fast fertig, und ein Anteil tschechischer Unternehmen am Projekt von etwa dreißig Prozent soll garantiert sein, wenn der Vertrag unterzeichnet wird,
/gr/
Premierminister: CEZ wird die finalen Verträge zum Bau neuer Atomblöcke in Dukovany in kommenden Wochen unterzeichnen
31.3.2025 Tschechischer Rundfunk Abendnachrichten
Die CEZ-Gruppe wird in wenigen Wochen die endgültigen Verträge für den Bau neuer Kernkraftwerksblöcke in Dukovany unterzeichnen. Das sagte der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala von der Demokratischen Bürgerpartei (ODS). Ihm zufolge wird die Regierung auch vorstellen, wie sie den Bau finanzieren wird.
Zwei Atomblöcke werden von der südkoreanischen Firma KHNP gebaut, die die Ausschreibung im vergangenen Jahr gewonnen hat. Laut Vertrag sollten sich auch tschechische Firmen am Bau beteiligen, mindestens mit einem Anteil von 30%. Laut dem Finanzminister Zbynek Stanjura von der Demokratischen Bürgerpartei (ODS) wird der endgültige Anteil jedoch von der Entwicklung des Baus abhängen. Der erste neue Block in Dukovany soll im Jahre 2036 fertiggestellt werden.
/gr/
Gemeinden aus dem Standort Brezovy potok werden das Umweltministerium verklagen
31.3.2025 Tschechischer Rundfunk
Redakteurin:
Der Standort Brezovy potok in der Region Klatovy wird das Umweltministerium verklagen, das ihren Einspruch gegen die Erkundung eines Endlagers für radioaktive Abfälle abgelehnt hat. Wir werden gleich darüber sprechen.
Alle 10 Gemeinden aus dem Gebiet Brezovy potok bei Horazdovice in der Region Klatovy werden eine Klage gegen das Umweltministerium einreichen. Sie sind nicht damit einverstanden, dass das Ministerium die geologische Erkundung und Erforschung des Gebiets ermöglicht hat. Der Standort gehört zu denen, an denen ein geologisches Tiefenlager für hoch radioaktive Abfälle errichtet werden könnte. Dagegen wehren sich die Kommunen seit über 20 Jahren.
Bürger: Sie wissen sicher , dass niemand hier solch ein Lager für Atommüll haben will, naja.
Frau Marie geht hier in Velky Bor einkaufen und sagt:
Die Politiker werden sowieso entscheiden, wie sie wollen. Ich denke, wir werden wahrscheinlich kein Druckmittel dagegen haben.
Nun, und Herr Antonín sieht das ähnlich:
Natürlich bin ich hundertprozentig dagegen, aber ich bin so ein Mensch, dass ich es laufen lasse, weil ich irgendwie nicht glaube, ich kann es irgendwie beeinflussen. Ich bin schon davon müde und immer wieder ist es dasselbe. Ich denke, die Politiker werden es so wie so auf ihre Weise machen. Selbst diese Leute hier sind schon erschöpft davon.
„Nein, wir dürfen nicht aufgeben.“
Fügt der Bürgermeister von Velky Bor, Vaclav Zabransky von der Vereinigung der unabhängigen Kandidaten, hinzu.
„Auch wenn die Bürger schon aus dem langjährigen Kampf dagegen ermüdet sind. Wir sind schon seit 22 Jahren wütend deswegen und immer noch passiert nichts.
Das Umweltministerium hat die Untersuchung des Gebiets im vergangenen Jahr genehmigt und die Gemeinden haben dagegen Einspruch eingelegt, aber der Einspruch wurde nun vom Ministerium abgelehnt.
Nun, die Reaktion der Kommunen ist klar. Wir erwarteten, dass das Ministerium darüber nachdenkt und Erlaubnis nicht bestätigt, dass es unseren Einspruch anerkennen würde.
Es ist leider nicht passiert, naja.“
„Deswegen trafen sich gestern die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden und wir einigten uns darauf, dass wir gegen den Bescheid des Umweltministeriums eine Klage wegen der Genehmigung des Erkundungsgebiets einreichen werden.“
reagierte der Bürgermeister von Horazdovice, Michael Forman vom Verband der unabhängigen Kandidaten und ergänzt:
„Wir reichen die Klage über einen gesetzlichen Vertreter, der eine Vollmacht von all diesen Gemeinden hat, so dass er sie für alle zehn Gemeinden aus dem Standort Brezovy potok enreicht.
Redakteurin:
Das Umweltministerium hat sich noch nicht zu der geplanten Klage geäußert, aber die Sprecherin des Ministeriums, Veronika Krejci, fügte hinzu, dass die geologische Untersuchung nur dazu diene, zu überprüfen, ob die Einrichtung eines geologischen Tiefenlagers an dem gegebenen Standort überhaupt möglich sei.
Sprecherin des Ministeriums, Veronika Krejci:
„Jeder Standort stellt nur eine von vielen Alternativen dar, so dass nicht einmal sicher ist, ob auf die Phase der geologischen Untersuchung weitere Verfahrensphasen folgen werden, die zur tatsächlichen Umsetzung des Baus des Endlagers führen, die am Ende stattfinden kann oder auch nicht. Diese geologische Untersuchung dient somit nur dazu, der Endlagerbehörde für radioaktive Abfälle SURAO die notwendigen ersten Informationen über die Eignung des Standortes zu liefern.
Das Handeln der Kommunen hat keine aufschiebende Wirkung, und die Endlagerbehörde für radioaktive Abfälle kann somit mit den Erkundungsarbeiten beginnen.
Am Anfang kommen die Geologen mit Hammern, die das Gebiet detailliert kartografieren werden,“sagt Lukas Vondrovic, Direktor der Endlagerbehörde für radioaktive Abfälle SURAO und ergänzt:
„Im Anschluss werden Geophysiker Oberflächenmessungen der Eigenschaften der Gesteine durchführen, und in der letzten Phase werden tiefe Bohrungen durchgeführt.“
Redakteurin:
Für das geologische Tiefenlager wurden vier Standorte in Tschechien ausgewählt: der Standort Brezovy potok in der Region Horazdovice, Hradek und Horka in der Region Trebic und Janoch bei Temelín in Südböhmen. Die Regierung soll den Standort bis zum Jahr 2028 auswählen. Das mehr als 100 Milliarden Kronen teure Endlager soll bis zum Jahr 2050 fertiggestellt sein. Aus der Region Horazdovice Jitka Englova, Tschechischer Rundfunk.
/gr/
Die Deutschen diskutieren über eine mögliche Rückkehr zur Atomkraft. Das macht keinen Sinn, argumentiert Drabova
31.3.2025 Aktualne.cz Jaroslav Synčák
Deutschland erwägt, seine sechs Kernkraftwerke bis zum Jah 2030 wieder in Betrieb zu nehmen. Das berichtet die deutsche Tageszeitung Die Welt. Die Unternehmen, die die Kraftwerke verwalten, sagen, sie seien bereit für einen eventuellen Neustart. Die Kernenergieexpertin Dana Drabova sagte, ein solcher Plan sei unrealistisch. Das letzte Kernkraftwerk des Landes wurde im April 2023 abgeschaltet. In der Vergangenheit hat Deutschland bis zu einem Drittel seiner Energie aus der Kernkraft gewonnen.
In Deutschland wurden in den letzten Jahren zunehmend Forderungen nach einem Wiederanfahren der Kernkraftwerke laut. Das Argument der Befürworter ist, dass die Kosten für die Stromerzeugung und damit die Preise für die Verbraucher niedriger wären.
"Unsere Stromkosten sind im internationalen Vergleich nicht mehr wettbewerbsfähig und bedrohen die Existenz unserer Wirtschaft", schreibt in der Erklärung von Kerntechnik Deutschland einer der deutschen Industrieverbände.
Die größten Energiekonzerne, die Atomriesen Westinghouse, Framatome und Urenco, haben sich bereits beeilt zu erklären, dass sechs solcher Anlagen theoretisch innerhalb von fünf Jahren "aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen" könnten. Sie wurden von der Tageszeitung Welt zitiert.
"Das Wiederanfahren von Kernkraftwerken ist bereits vor dem Jahr 2030 möglich", sagte Martin Pache, Geschäftsführer von Westinghouse Electric Deutschland, der deutschen Zeitung. Auch andere Unternehmen haben ihre Bereitschaft für einen möglichen Neustart erklärt.
Unrealistisch, sagt Drabova
Aber ist das wirklich realistisch? Nach Ansicht von Dana Drabova, der langjährigen Vorsitzenden des tschechischen Staatsamtes für nukleare Sicherheit, SUJB nicht. Sie glaubt, dass dies extrem schwierig wäre. "Das macht für mich einfach keinen Sinn. Zum einen wäre es sehr schwierig, den wichtigsten Teil des Ganzen zu finden - das Personal", sagte sie gegenüber Aktualne.cz. Sie ist der Meinung, dass es in letzter Zeit kein Interesse an den Atomfachrichtungen gibt, was auf die geringe Perspektive in diesem Bereich zurückzuführen ist.
"Zweitens haben sie keinen Kernbrennstoff, den die Deutschen in Lingen selbst hergestellt haben. Und drittens wäre es sehr teuer, die Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen", erklärt die tschechische Nuklearingenieurin. Sinnvoller sei eine Lösung, bei der die deutsche Atomindustrie auf kleine Kernkraftwerkstypen, sogenannte Modulreaktoren SMR, setzen würde.
Vor mehr als einem Monat fanden in Deutschland Wahlen statt, und die siegreichen Parteien verhandeln nun über die Bildung einer Regierung. Auch Fragen der Kernenergie scheinen Teil der Debatten zu sein, da kürzlich ein Entwurf für ein Kapitel des Koalitionsvertrags zum Thema Energie durchgesickert ist, in dem es um die Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke geht. Die Wahlsieger von CDU/CSU wollen prüfen, inwieweit es technisch und finanziell machbar ist, die kürzlich stillgelegten Kernkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen. Die SPD, ein potenzieller Koalitionspartner, lehnt dies ab.
Quelle: https://zpravy.aktualne.cz/zahranici/ne ... n=mediafed
/gr/
Energie in der Tschechischen Republik
Tschechischer Energiesektor erwartet Abkehr von der Kohle, hat aber noch keine alternativen Energiequellen
31.3.2025 evropavdatech.cz (Europe in Data)
Die Tschechische Republik steht vor einer energiepolitischen Herausforderung. Wenn die geplante Abschaltung von Kohlekraftwerken ohne Ersatzquellen erfolgt, könnte dies ernsthafte Folgen für die Stabilität der Stromversorgung haben. Nach einer Analyse des Energieunternehmens CEPS wird der Rückgang der Kohleverstromung, die derzeit etwa 40 % der Nettostromproduktion abdeckt, zu einer Verknappung der einheimischen Stromproduktion und zur Notwendigkeit von Stromimporten führen. Die Stromerzeugung in der Tschechischen Republik wird im Jahr 2024 mit 74 TWh den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2000 erreichen. Ohne ausreichenden Ersatz von Kohle durch erneuerbare Energien oder Kernkraft wird die Tschechische Republik wahrscheinlich auf Importe angewiesen sein. Europa setzt verstärkt auf erneuerbare Energien: Im vergangenen Jahr stammte fast die Hälfte des europäischen Stroms aus erneuerbaren Quellen.
Im Jahr 2024 verzeichnete die Tschechische Republik eine rekordverdächtig niedrige Stromproduktion: Nach Angaben der Energieregulierungsbehörde (ERU) erzeugte die Tschechische Republik 74 TWh Strom, den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2000, als das Kernkraftwerk Temelín in Betrieb genommen wurde. Die Stromerzeugung ohne die für den Betrieb der Anlagen selbst benötigte Energie betrug 69 TWh, was einem Rückgang von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Gesamtstromverbrauch in der Tschechischen Republik lag im vergangenen Jahr bei 58 TWh, was einem Rückgang von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nach Angaben der ERU ist dieser Rückgang auf den Rückgang des Verbrauchs mehrerer Unternehmen zurückzuführen, die ihre Tätigkeit eingestellt haben. Traditionell verbrauchten die Industrie (34 %) und die Haushalte (31 %) den größten Teil des erzeugten Stroms.
Wie in den Vorjahren entfiel der größte Teil der Erzeugung auf Dampf-, d. h. Kohlekraftwerke, die ebenso wie Kernkraftwerke etwa 40 % der Nettostromerzeugung ausmachten. Der Produktionsrückgang im Vergleich zum Vorjahr war bei den Kohlekraftwerken am stärksten ausgeprägt.
Sonnenkollektoren werden in der Tschechischen Republik immer noch hauptsächlich von Haushalten installiert
Im Gegensatz dazu erleben Photovoltaik-Kraftwerke (PV) in der Tschechischen Republik seit dem Jahr 2022 einen großen Boom. Ende des Jahres 2023, einem Rekordjahr für neue PV-Installationen, lag die installierte Leistung bei 3,3 GWe (Einheiten der installierten Leistung), ein Jahr später waren es bereits 4 GWe. Die meisten Neuinstallationen entfallen auf Einfamilienhäuser; so lag der Anteil der Haus-PV im Jahr 2023 nach Angaben der Solar -Assoziation bei 96,7 % aller Neuanschlüsse. Die durchschnittliche Größe einer PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus beträgt 12 kWp, wobei die Kapazität von Unternehmensanlagen deutlich größer ist als die von Hausanlagen.
Trotz des Ausbaus von Solarkraftwerken hinkt die Tschechische Republik bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien jedoch seit langem hinterher und produziert Analysen zufolge mit rund 13 % pro Jahr den wenigsten Strom aus erneuerbaren Energien in der EU insgesamt. Dies ist auch auf den geringen und stagnierenden Bau von Windkraftanlagen zurückzuführen. Dies ist auf die langwierigen Genehmigungsverfahren und den Widerstand der Öffentlichkeit zurückzuführen, wie wir hier geschrieben haben. "Zwischen den Jahren 2015 und 2024 stieg die installierte Leistung von Windkraftanlagen in der Tschechischen Republik nur sehr langsam auf derzeit 351 MW an. In manchen Jahren wurden gar keine neuen Turbinen mehr gebaut. Die Größe der Windturbinen liegt normalerweise bei 2-5 MW, aber große Offshore-Anlagen können eine Kapazität von bis zu 15 MW haben", sagt Katerina Novotna, Analystin des Portals Europe in Data.
Die Windenergie kann in der Tschechischen Republik ein großes Potenzial haben, und eine Vereinfachung des Genehmigungsverfahrens würde die Situation verbessern, wie Martin Sedlak, Programmdirektor der Assoziation, für moderne Energie erklärt: "Der grundlegende Schritt besteht darin, das Genehmigungsverfahren für neue Solar- und Windkraftanlagen zu vereinfachen. Wir können damit beginnen, sicherzustellen, dass die Netzsysteme und Baubehörden über ausreichende Kapazitäten verfügen, aber auch, dass die Behörden strategischen Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien Vorrang einräumen können. Weitere Schritte könnten darin bestehen, Doppelarbeit zu beseitigen - zum Beispiel könnte der Landschaftscharakter nur einmal im Verfahren berücksichtigt werden. Neben den gesetzgeberischen Maßnahmen wäre auch eine Informationsinitiative der Regierung hilfreich.
Das Umweltministerium arbeitet derzeit an einer Liste von Beschleunigungsgebieten, so genannten Go-to-Zonen, vorausgewählten Standorten, an denen Turbinen oder Solarpaneele schneller und unter vereinfachten Bedingungen gebaut werden können, was auch von den europäischen Rechtsvorschriften gefordert wird. Das Ziel ist es, mögliche Konflikte mit anderen öffentlichen Interessen zu lösen, bevor sich Unternehmen und Gemeinden auf einen Standort einigen. "Dies dürfte die Probleme bei der Genehmigung der Pläne selbst verringern, die nicht länger als ein Jahr dauern sollte. Der Gesetzentwurf zur Beschleunigung der Nutzung erneuerbarer Energiequellen (Lex Erneuerbare), mit dem Beschleunigungsgebiete eingeführt werden, wird derzeit im Legislativrat der Regierung erörtert und dürfte in den kommenden Wochen von der Regierung diskutiert werden", sagt Veronika Krejci, Sprecherin des Umweltministeriums. Das Ministerium vergleicht auch die mögliche Abgrenzung von Beschleunigungszonen und anderen öffentlichen Interessen, wie Naturschutz, Kulturdenkmäler oder Infrastruktur. Das bedeutet unter anderem, dass Zonen für den Bau von erneuerbaren Energieanlagen nicht in Gebieten mit strengem Schutz vorgeschlagen werden können.
Erneuerbare Energien deckten letztes Jahr die Hälfte des Stromverbrauchs in der EU
Jüngsten Analysen zufolge war das Jahr 2024 ein Wendepunkt für den europäischen Energiesektor. Zum ersten Mal erreichte der Anteil des aus erneuerbaren Quellen erzeugten Stroms 47 % der gesamten Stromerzeugung in der EU. 24 % der Stromerzeugung entfielen auf die Kernenergie, weniger als 10 % auf Kohle und 15 % auf Gas. Auch der Gesamtverbrauch ist nach Angaben der Denkfabrik EMBER leicht gestiegen. Die Kapazität der Solarenergie wuchs im Jahresvergleich am stärksten, nämlich um fast 22 % im Vergleich zu 2023, aber die Windenergie hat weiterhin den größten Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Europa.
Die Daten der Plattform Wind Europe zeigen ein Rekordwachstum der installierten Windkraftkapazität in der gesamten EU im Jahr 2023, mit insgesamt 16,2 GW neu installierter Kapazität im Jahr 2023 und 6,4 GW in der ersten Hälfte des Jahres 2024, für die derzeit Daten verfügbar sind. Obwohl die Zahl der so genannten Offshore-Windturbinen rasch zunimmt, wird die absolute Mehrheit der Neuinstallationen nach wie vor an Land vorgenommen. In Deutschland und den Niederlanden wurden die meisten neuen Windkraftanlagen installiert, wobei der Schwerpunkt auf Offshore-Anlagen liegt.
Doch trotz des Rekordwachstums bei den Windkraftanlagen müsste die EU das Bautempo beschleunigen und jährlich rund 33 GW an Kapazität installieren, um ihre Klimaziele für das Jahr 2030 zu erreichen.
Viele Länder sind jedoch nach wie vor auf einen großen Anteil stabiler Energiequellen wie die heimische Kohle angewiesen. Diese macht einen großen Teil des Energiemixes in Deutschland, Polen, aber auch Bulgarien aus. Diese Länder gehören auch zu den letzten, die einen Ausstieg aus der Kohle planen: Deutschland erwägt dieses Ziel für 2038, ebenso wie Bulgarien und Polen. In der Zwischenzeit fordert das Pariser Abkommen einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis spätestens 2030, und die europäische Gesetzgebung setzt dies in konkrete Ziele für eine 55%ige Reduzierung der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um. Im März wird auf europäischer Ebene voraussichtlich über die Verabschiedung eines Reduktionsziels von 90 % bis zum Jahr 2040 im Vergleich zu 1990 beraten.
Immer mehr Strom wird auf kurzfristigen Märkten gehandelt und bietet mehr Flexibilität
Die Tschechische Republik ist zwar seit langem ein Nettoexporteur von Strom, aber wir exportieren und importieren das ganze Jahr über Strom, um zu jeder Tageszeit ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verbrauch und Erzeugung aufrechtzuerhalten. Wie im Straßengüterverkehr ist die Tschechische Republik daher im Wesentlichen ein Transitland. Der gesamte grenzüberschreitende Saldo belief sich im vergangenen Jahr auf 6 659 GWh. Im Jahre 2024 exportierte die Tschechische Republik nach Angaben der ERU den meisten Strom in die Slowakei (2 966,2 GWh), gefolgt von Österreich (2 127,4 GWh). Auf der anderen Seite importierten wir den meisten Strom aus Deutschland (2 284,2 GWh) und Polen (1 944,7 GWh).
Der Energiemarkt wird in Zukunft flexibler und vernetzter werden. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies, dass wir bei einer Verknappung der heimischen Ressourcen stärker auf Quellen aus anderen EU-Ländern angewiesen sein werden und mehr und in kürzeren Abständen Handel treiben. Ein größerer Markt hat auch den Vorteil einer höheren Liquidität. Die Integration der europäischen Märkte ist seit Jahrzehnten im Gange, und die Tschechische Republik hat dabei eine aktive Rolle gespielt. Eine größere Flexibilität des gesamten Energiemarktes ist eine wichtige Komponente für die Integration der erneuerbaren Energiequellen, auf die Europa in Zukunft angewiesen ist.
Aus den Daten der Marktbetreiber geht bereits hervor, dass sich ein viel größerer Teil des Marktes auf kurzfristige, flexiblere Märkte verlagert. Im Jahr 2024 wurden rekordverdächtige 51 % des inländischen Stromverbrauchs auf kurzfristigen Märkten gehandelt.
Darüber hinaus gab es im vergangenen Jahr eine Änderung auf dem so genannten Intraday-Strommarkt: Es wurde eine 15-minütige Handelsperiode eingeführt. Dies ermöglicht einen flexibleren An- und Verkauf von Strom als die zuvor verwendeten stündlichen Intervalle. "Die Umstellung auf eine viertelstündliche Abrechnungs- und Handelsperiode ist eine notwendige Voraussetzung dafür, dass sich Themen wie der Ausbau dezentraler erneuerbarer Energien, Strom-Sharing, Speicherung und Flexibilitätsbereitstellung weiter entwickeln können. Diese grundlegende Veränderung bringt erweiterte Möglichkeiten für das Angebot kommerzieller Produkte an die Endverbraucher, eine effizientere Nutzung von Informationen und Daten aus parallel eingeführten intelligenten Zählern", erklärt Igor Chemišinec, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der OTE, a.s. Kurz und gut kann es zur Strompreisreduzierung beitragen.
Strompreis am Tagesmarkt um 15 % gegenüber dem Vorjahr gesunken
Auch an den Kurzfristmärkten ist der Strompreis im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Der durchschnittliche Preis auf dem Tagesmarkt ist im Vergleich zum Vorjahr um 15 % und im Vergleich zu 2022 um 65 % gesunken. Der Preisrückgang spiegelt die Beruhigung der Lage auf dem Strom- und Gasmarkt nach einer schwierigen Zeit in den Jahren 2022 und 2023 wider, die durch den russischen Einmarsch in der Ukraine und die geopolitische Lage in der Welt geprägt war. "Die erneuerbare Stromerzeugung in West- und Nordeuropa, wo die Zahl der Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Allgemeinen sehr schnell wächst, und die zunehmende Verfügbarkeit von Kernkraftwerken in Frankreich trugen ebenfalls erheblich zu diesem Rückgang bei. Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien hatte einen großen Einfluss auf den Anstieg der Anzahl der Stunden mit negativen Preisen auf dem täglichen Strommarkt in der Tschechischen Republik im Jahr 2024, mit einem Anstieg von mehr als 230 % im Vergleich zum Vorjahr", so Igor Chemisinec.
Dieser Trend ist übrigens nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern in ganz Europa zu beobachten. Im Jahr 2023 verzeichneten die 27 Mitgliedstaaten insgesamt 7.117 Stunden auf dem täglichen Strommarkt mit Preisen unter 5 €/MWh. Es ist nicht leicht vorherzusagen, wie sich der Strompreis in Zukunft entwickeln wird, da er von einer Reihe von Faktoren beeinflusst wird, die von der Geopolitik über das Wetter bis hin zum Energiemix der einzelnen Länder reichen. Darüber hinaus wirken sich auch regulatorische Eingriffe auf die Strompreise aus, und zwar nicht nur direkt auf den Strom- und Gasmärkten, sondern beispielsweise auch auf dem Markt für Emissionszertifikate.
Vom Nettoexporteur zum Importeur: Die Tschechische Republik wird in Zukunft Strom importieren
Es ist unwahrscheinlich, dass die Tschechische Republik in Zukunft ihren eigenen Verbrauch durch die Erzeugung vor Ort decken wird. Laut dem CEPS-Dokument Assessment of the Resource Adequacy of the Electricity System of the Czech Republic until 2040 sind kohlebefeuerte Kraftwerke derzeit ein wichtiges stabilisierendes Element des Systems, aber ihre Rolle dürfte um 2030 aufgrund des steigenden Preises für Emissionszertifikate und der Gesamtkosten der Dekarbonisierung deutlich abnehmen. Es ist auch wichtig, die Auswirkungen der möglichen Stilllegung von Kohlekraftwerken auf den Wärmemarkt zu berücksichtigen. Die beiden Segmente sind weitgehend miteinander verknüpft.
In dem Dokument werden zwei mögliche Szenarien vorgestellt, die beide die Umstellung einiger Energiequellen auf Gaskraft und größere Stromimporte aus dem Ausland beinhalten. CEPS warnt auch vor möglichen Problemen mit der Angemessenheit der Ressourcen im Jahr 2035, sofern sie trotz der hohen prognostizierten Importmengen die Zuverlässigkeitsnorm überschreiten.
Bei einer Debatte im Rahmen der Euro Weekly im Januar erwähnte der Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek, dass die Tschechische Republik 90 % ihrer Stromerzeugung selbst erzeugen und den Rest durch Importe abdecken könnte. Der Minister nannte Gaskraftwerke als Übergangsmedium für eine Zeit, in der die Tschechische Republik keinen Strom aus Kohle produzieren wird, aber gleichzeitig nicht über ausreichende Kapazitäten aus Kernkraft oder erneuerbaren Quellen verfügt. Dasselbe Szenario wird auch im CEPS-Dokument ins Auge gefasst.
Langfristig würde die Tschechische Republik von größerer Flexibilität und robusten internationalen Netzverbindungen profitieren.
Auch der von der Regierung im Dezember 2024 verabschiedete Nationale Klima- und Energieplan setzt auf diese Übergangsquelle: Demnach soll die Tschechische Republik in Zukunft vor allem auf Kernkraftwerke, die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen und Gas als Übergangsquelle setzen. Der Plan sieht beispielsweise auch einen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2033 und Maßnahmen zur schnelleren Entwicklung erneuerbarer Energiequellen vor.
Würden die Kohlekraftwerke schon früher abgeschaltet, müsste die Tschechische Republik mit einem Mangel an installierten Ressourcen fertig werden und wäre wahrscheinlich auf Importe angewiesen. Es stellt sich die Frage, ob andere europäische Länder über ausreichende Kapazitäten für den Export verfügen werden. Die Rolle der Interkonnektoren, d. h. des internationalen Netzverbunds, wird auch in der Analyse des Projekts Climate Facts für den tschechischen Energiesektor prognostiziert. Auf der Grundlage von Modellierungen empfiehlt es unter anderem die Entwicklung von Wind- und Solarkraftwerken, die Entwicklung steuerbarer Stromquellen, insbesondere neuer Kraft-Wärme-Kopplungsquellen, sowie die Entwicklung von Flexibilität und Stromspeicherung.
Flexibilität und Speicherung sind eine Voraussetzung für den Ausbau der nicht steuerbaren erneuerbaren Energiequellen. Dennoch ist die Tschechische Republik das letzte EU-Land, das zögert, ein Gesetz zu verabschieden, das den Einsatz von Batteriespeichern vorschreibt. Die Änderung des Energiegesetzes, das so genannte LEX Erneuerbare III, wurde Anfang März mit großer Verspätung von den Abgeordneten angenommen und wartet nun auf die Unterschrift des Präsidenten. "LEX Erneuerbare III wird unter anderem die Entwicklung großer Batteriespeicher ermöglichen, an denen es in der Tschechischen Republik noch mangelt und ohne die die Transformation des Energiesektors und die Integration von mehr erneuerbaren Energiequellen in das Netz nicht möglich sein wird. Darüber hinaus bringt die Novelle auch mehr Sicherheit für die Verbraucher durch die obligatorische Rückversicherung seitens des Versorgers", sagt Katerina Novotná.
Die Kernenergie gilt in der Tschechischen Republik als die Technologie der Zukunft, aber wir haben sie nicht gebaut
Dennoch wird die Kernenergie in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. "Der Zeitplan für die beiden neuen Reaktorblöcke in Dukovany sieht die Inbetriebnahme von Block 6 bis Ende 2039 vor. Dies ist jedoch ein Termin, den EDU II in seinem Vertrag mit KHNP fordern wird, und KHNP behauptet, dass dieser Termin eingehalten wird. Es bleibt zu hoffen, dass der Bau großer kerntechnischer Blöcke in Europa innerhalb der geforderten Frist ohne Verzögerungen und KOstenerhöhungen erfolgen wird, wie es leider bisher der Fall war", sagt Alois Míka, Senior Energy Expert bei ČSOB Advisory.
Es ist aber auch von sogenannten kleinen modularen Reaktoren die Rede, deren Vorteil gegenüber "klassischen" Blöcken der leichtere Aufbau sein soll. Niemand hat jedoch wirklich die Wirtschaftlichkeit kleiner modularer Reaktoren gemessen. Der Start der ersten kleinen modularen Reaktorprojekte außerhalb Russlands und Chinas wird nach Angaben der Internationalen Energieagentur um das Jahr 2030 erwartet. "Unter kleinen modularen Reaktoren versteht man in erster Linie kleine Reaktoren der Generation 3+. Daneben werden kleine Reaktoren der 4. Generation entwickelt, die aber sicherlich noch länger brauchen werden. Kleine modulare Reaktoren sollen die Produktionskosten senken, indem mehr produzierte Komponenten wiederholt werden. Ihr praktischer Einsatz ist realistischerweise im nächsten Jahrzehnt zu erwarten. Tatsache ist, dass diese vielversprechende neue Reaktorserie ihre wirtschaftliche Berechtigung in der Praxis im Vergleich zu anderen Stromquellen auf dem Markt unter Beweis stellen muss", fügt Míka hinzu
"Aus der Sicht der Tschechischen Republik besteht meiner Meinung nach das Hauptproblem bei der Rolle der Kernenergie darin, dass wir neue Quellen errichten müssen, um die Kohle zu ersetzen, die in wenigen Jahren aus dem Weg geräumt wird. Auf einen hypothetischen Großblock um 2040 zu warten oder sich darauf zu verlassen, dass das modulare Reaktorprojekt erfolgreich ist und um 2035 gebaut werden kann, löst das Problem, vor dem wir stehen, nicht. ", sagt der Abgeordnete des Europäischen Parlaments Ludek Niedermayer. Ein weiteres Problem ist die Anwendbarkeit von teurem Strom aus Kernenergie in einem Markt, der von erneuerbaren Quellen mit niedrigen variablen Kosten dominiert wird.
Dennoch wird die Kernenergie in der Tschechischen Republik langfristig unterstützt. Laut einer Eurobarometer-Umfrage vom Februar gaben mehr als 29 Prozent der Tschechen an, dass sie an die sehr positiven Auswirkungen der Kernenergie auf die weitere technologische und energetische Entwicklung des Landes glauben. Eine eher positive Haltung äußerten sich weitere 48 % der Befragten in der Befragung.
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
-
- Beiträge: 368
- Registriert: Mi 6. Okt 2021, 11:34
Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von relevanten Zeitungsartikeln aus Tschechien zur Atomkraft vom 2.April 2025:
Treffen mit der koreanischen Bürgervereinigung
26. März 2025 energeticketrebicsko.cz
Am Mittwoch, den 26. März, fand in Trebic in den Räumlichkeiten von TES, einem Mitglied des Energieverbands Trebic, ein Arbeitstreffen mit Vertretern der koreanischen Bürgervereinigung statt. Diese vertritt mehr als 3 000 in der Tschechischen Republik lebende Koreaner. Das Hauptthema des Treffens war die mögliche Zusammenarbeit im Zusammenhang mit geplanten Investitionen koreanischer Unternehmen in der Region.
An dem Treffen nahmen der Vorsitzende Vitezslav Jonas und die Geschäftsführerin Eva Fruhwirtova teil. Auch Mitglieder des Energieverbands Trebic - Richard Horky, Michal Kazda, Martin Stajgl, Jan Frelich.
Es wurden Gespräche über Unterkunftsmöglichkeiten, Dienstleistungen für die koreanische Gemeinschaft, Sprachunterricht und kulturelle Verbindungen geführt. Die Vertreter der koreanischen Vereinigung bekundeten ihr Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit und an der Unterstützung koreanischer Unternehmen und Einzelpersonen bei der Ansiedlung in der Region um das Kernkraftwerk Dukovany.
Das gemeinsame Ziel ist es, eine reibungslose Integration der koreanischen Arbeitnehmer zu gewährleisten und die kulturellen Unterschiede zwischen den Gemeinschaften zu minimieren. Es zeichnen sich bereits konkrete Schritte ab, die zu einer für beide Seiten vorteilhaften Partnerschaft führen werden.
Quelle:
https://www.energeticketrebicsko.cz/akt ... nim-437-5/
/gr/
Fiala: Die Regierung erwartet Unterzeichnung der endgültigen Verträge für Dukovany innerhalb weniger Wochen
31. März 2025 oenergetice.cz
CTK
Die Regierung erwartet die Unterzeichnung der endgültigen Verträge für den Bau neuer Atomblöcke in Dukovany innerhalb der nächsten Wochen. Nach Angaben des tschechischen Kabinetts stehen die Verträge kurz vor der Unterzeichnung und sollen den tschechischen Lieferanten einen Anteil von etwa 30 Prozent an dem Projekt garantieren. Die Regierung wird dann ein Modell für die Finanzierung der neuen Reaktoren vorlegen.
Die neuen Reaktorblöcke in Dukovany sollen von dem koreanischen Unternehmen KHNP gebaut werden, das sich im vergangenen Jahr bei der tschechischen Atomausschreibung durchgesetzt hat und dessen Angebot von der Regierung gegenüber EDF und Westinghouse bevorzugt wurde. Die mit der Ausschreibung beauftragte CEZ-Gruppe verhandelt derzeit mit KHNP über die endgültigen Verträge für das Projekt. Nach den ursprünglichen Plänen sollten sie bis Ende März abgeschlossen werden. Kürzlich räumte CEZ jedoch ein, dass sich die Unterzeichnung der Verträge etwas verzögern wird.
Laut dem Finanzminister Zbynek Stanjura (ODS) stehen die endgültigen Verträge für Dukovany jetzt kurz vor dem Abschluss. Er wies darauf hin, dass der Hauptbauvertrag mehrere hundert Seiten und die Anhänge zu den technischen Spezifikationen weitere mehrere tausend Seiten umfassen.
Einer der Hauptpunkte, der die Unterzeichnung der Verträge im Vergleich zum ursprünglichen Plan verzögern wird, ist der Umfang der Beteiligung tschechischer Unternehmen an dem Dukovany- Projekt. Das koreanische Unternehmen hat eine Beteiligung tschechischer Auftragnehmer an der Ausschreibung von bis zu 60 Prozent zugesagt. Die Vertreter des Unternehmens wiederholten diesen Anteil kürzlich. Sie wiesen jedoch darauf hin, dass sie diesen Anteil schrittweise erst nach der Fertigstellung der beiden Reaktoren, d. h. nach 2038, erreichen werden.
In den letzten Monaten haben Vertreter tschechischer Unternehmen jedoch wiederholt darauf hingewiesen, dass die angekündigte Beteiligung der tschechischen Industrie gefährdet ist, da es noch keine verbindlichen Liefervereinbarungen mit den Koreanern gibt. Der Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek (STAN) kündigte daraufhin an, dass die tschechische Regierung die koreanische Firma auffordern werde, vor der Unterzeichnung des endgültigen Projektvertrags einen Anteil von mindestens 30 % tschechischer Unternehmen am Bau zu garantieren. Insgesamt sei eine Beteiligung der tschechischen Industrie an 60 Prozent des Projekts erforderlich. Stanjura bestätigte heute, dass der garantierte Anteil der Beteiligung tschechischer Unternehmen vor der Unterzeichnung der Verträge nahe bei 30 Prozent liegen soll.
Gleichzeitig will die Regierung nach der Unterzeichnung der Verträge mit KHNP ein Modell für die Finanzierung der neuen Reaktoren vorlegen. Stanjura zufolge wollte sie es vorher nicht veröffentlichen, damit CEZ bei den Verhandlungen mit den Koreanern nicht einen möglichen Vorteil verliert.
Der Bau neuer Reaktorblöcke in der Tschechischen Republik wird voraussichtlich der größte inländische Auftrag in der Geschichte sein. Die Kosten für den derzeit bevorzugten Bau von zwei Reaktoren in Dukovany belaufen sich auf 400 Milliarden Kromen zu aktuellen Preisen. Der erste Reaktorblock in Dukovany soll im Jahr 2036 fertiggestellt werden. In den nächsten drei bis fünf Jahren sollte CEZ jedoch gemäß der Regierungsentscheidung auch mit den Koreanern über eine Option für den Bau von zwei weiteren Blöcken in Temelin verhandeln.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... lika-tydnu
/gr/
Der geplante Termin für Dukovany ist heute abgelaufen
31.03.2025 Fernsehen CT 1 Abendnachrichten
Romana Lehmannova, Moderatorin:
Die Unterzeichnung des Vertrags über den Bau von zwei neuen Kernreaktoren in Dukovany ist verschoben worden. Nach Angaben der Regierung sollte der teuerste Vertrag in der modernen Geschichte des Landes bis Ende März unterzeichnet werden. Aber bis heute ist es nicht passiert. Hier ist die aktuelle Erklärung des Premierministers.
Petr Fiala, Ministerpräsident der Tschechischen Republik/ODS/:
Ich gehe davon aus, dass den Vertrag nicht direkt wir unterzeichnen werden, aber das ist nicht wichtig. Die Vertragsunterzeichnung erfolgt in wenigen Wochen.
Redakteurin:
Sind die Verträge nach Ihren Informationen bereits vorbereitet oder nicht?
Zbynek Stanjura, Finanzminister /ODS/:
Sie stehen kurz vor der endgültigen Version. Nur zur Vorstellung, wenn ich sie verraten darf.: Der Vertrag selbst umfasst mehrere hundert Seiten, und die technischen Spezifikationen, die Teil der Anhänge zum Vertrag sind, umfassen mehrere Tausend Seiten.
/gr/
Verschiebung der Vertragsunterzeichnung über die Fertigstellung neuer Blöcke in Dukovany
31.03.2025 Fernsehen CT 1
Romana Lehmannova, Moderatorin
Grund für das Warten ist die Entscheidung des Antimonopolamtes über die Beschwerde, die von dem in der Ausschreibung unterlegenen französischen Unternehmen EDF eingereicht wurde. Auch die Gemeinden in der Nähe des Kernkraftwerks Dukovany warten auf die Vertragsunterzeichnung und wollen mit dem Bau von Wohnungen für diejenigen beginnen, die zum Arbeiten in die Region kommen. Behindert werden sie jedoch häufig durch fehlendes Geld, also die versprochene finanzielle Beteiligung des Staates an Projekten.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens
Dalesice, eine Gemeinde mit fast 600 Einwohnern, hat inzwischen in die Sicherheit der Bürger investiert und baut Gehwege. Laut einer sozioökonomischen Studie könnten hier bis zu 100 neue Menschen hinzukommen, also solche, die neue Atomblöcke in Dukovany bauen werden.
Jiri Loukota, Bürgermeister von Dalesice /Unabhängige/:
Alle Ferienhäuser, die älter waren, wurden im Grunde von Bauunternehmern gekauft. Sie bauen sie derzeit nicht für dauerhafte Wohnungen, sondern für Mietwohnungen, Wohnungen und Hostels um.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens:
Die Gemeinde plant den Bau eines Wohnungshauses für rund 50 neue Personen und die Erweiterung des Kindergartens. Nicht nur dafür braucht sie eine Finanzspritze vom Staat. Kläranlage Dalesice. Allein die Erhöhung der Kapazität wegen neuen Bürgern würde 30.000.000 Kronen kosten. Die Gemeinde verwaltet 10.000.000 Kronen pro Jahr. In Rouchovany hat man bereits mit der Arbeit begonnen. In wenigen Wochen wird die ursprüngliche Wirtschaftsschule abgerissen.
Vladimir Cerny, Bürgermeister von Rouchovany /Sozial-Demokratie/:
Die Grundstücke, die hier geschaffen werden, und es werden nicht viele sein, werden wir hier für Familienwohnungen nutzen und hier in kurzer Entfernung von uns wollen wir wieder Mehrfamilienhäuser bauen.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens:
Dem Bau von Einfamilienhäusern und einem Mehrfamilienhaus folgt eine Erweiterung des Kindergartens. Die Kapazität ist bereits voll, so dass die Gemeinde einen neuen Pavillon für 25 Kinder plant. Und genau dafür werden sie Geld vom Staat brauchen. Gleichzeitig beschäftigen sie sich aber bereits damit, welche Einwohner die Zahl der Einheimischen erhöhen werden.
Vladimir Cerny, Bürgermeister von Rouchovany /Sozialdemokratie/
Wenn 500, 700 Ausländer hier zukämen, würde das das Dorf enorm belasten. Und das ist nicht unser Ziel.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens:
Man will bis zu 1500 Menschen in Moravsky Krumlov aufnehmen, weil es eine Stadt mit fast 6000 Einwohnern ist. Dieses Grundstück am Rande der Stadt soll noch in diesem Jahr vernetzt werden. Es wird her 31 neue Einfamilienhäuser geben.
Vojtech Kocab, stellvertretender Bürgermeister von Moravsky Krumlov /Unabhängige/:
Was die Grundschulen angeht, reicht die Kapazität noch aus, aber bei den Kindergärten da müssten wir die Kapazitäten wohl erweitern. Zwei können erweitert werden.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens:
Wie hoch sind die finanziellen Anforderungen der Projekte und möglichen Maßnahmen? Im Zusammenhang mit der Ankunft der neuen Arbeitskräfte soll ein Aktionsplan erstellt werden, den das Ministerium für Regionalentwicklung bis zu den Sommerferien erstellen will. Blanka Poulova, Tschechisches Fernsehen.
/gr/
Im Atomkraftwerk Dukovany starten die Reparaturen der dortigen Kühltürme
1.4.2025 TV Nova 19.30 Uhr – Nachrichten
Martin Cermak, Moderator:
Im Kernkraftwerk Dukovany haben außerordentliche Reparaturen an den ikonischen Kühltürmen begonnen. Zum ersten Mal werden sie mit einer neuen, einzigartigen Methode mit Hilfe von Drohnen und künstlicher Intelligenz durchgeführt. Die Arbeit soll es schneller, genauer und billiger machen.
David Pik, Redakteur:
Die Drohne scannt jeden Zentimeter der Oberfläche des 125 Meter hohen Kühlturms des Kraftwerks Dukovany. Es handelt sich um insgesamt 48.000 m2 Beton, d.h. etwa 10 Fußballfelder. Acht Stunden braucht der Operator, um den gesamten Dukovany-Turm zu fotografieren.
Martin Herzog, Drohnenpilot:
Rund um die Türme ist es natürlich aufgrund der Wetterbedingungen schwieriger. Der Wind sorgt hier sogar für Turbulenzen.
David Pik, Redakteur:
Dank Drohnenbildern wird herausgefunden, wo und wie stark die Betonoberfläche und das Bauwerk selbst beschädigt sind und wo eine Reparatur erforderlich ist.
Edita Zarybnicka, Spezialistin in der Abteilung Qualitätsmanagement des KKW Dukovany:
Es geht schneller und zweitens kann man den ganzen Mantel der Kühlturms aufnehmen.
David Pik, Redakteur:
Früher wurde all dies lange Zeit von Arbeitern von der Fußgängerbrücke aus überprüft, unvollständig und ungenau. Es war eine Arbeit für mehrere Wochen.
Jiri Jezek, Mitarbeiter:
Es ist notwendig, den Steg zu reparieren, wo Risse gefunden wurden.
David Pik, Redakteur:
So sieht das Innere des Turms aus, man kann es wegen des Dampfes überhaupt nicht sehen. Und so sieht der Blick von der Spitze des Kraftwerks aus. Mit Hilfe einer Drohne schafft man die Kontrolle des Kühlturms in einigen Stunden. Von dort aus gelangen die gescannten Daten direkt an das Computersystem. Statt wie bisher 80 Stunden dauert die Auswertung etwa acht Minuten. Die künstliche Intelligenz zeichnet dann einen digital identischen Zwilling des gesamten Turms und erfasst alle Defekte in der Betonstruktur mit einer Genauigkeit von einem Quadratzentimeter.
Person:
Wenn wir hier hineinzoomen, sehen Sie ein Stück delaminierten Beton und Sie sehen die Armaturen, die in irgendeiner Weise freigelegt sind.
Hana Chladkova, Spezialistin in der Abteilung für Alterungsmanagement von Gebäuden im KKW Dukovany:
Einige Reparaturen sind erforderlich. Die Arbeiter müssen sich ansehen, wie es darunter aussieht, und die oberste Schicht abtragen.
David Pik, Redakteur:
Arbeiter können Reparaturen dann nur noch an genau ausgewiesenen Schadstellen durchführen.
Jiri Bezdek, Sprecher des AKW Dukovany:
Und es spart auch Geld in der Größenordnung von Millionen von Kronen.
David Pik, Redakteur:
Darüber hinaus werden die Daten gespeichert, so dass die Techniker in vier Jahren bei der nächsten Inspektion die Möglichkeit haben werden, den Zustand des Turms auf den Zentimeter genau zu vergleichen und das Ausmaß weiterer Reparaturen im Detail zu bestimmen.
David Pik, TV Nova.
/gr/
Die Energietechniker haben die Leistung des Blocks erhöht
2.4.2025 MF DNES tb Seite 14
Die Techniker des Kraftwerkes Dukovany haben am Sonntag eine neue Leistungsteigerung im vierten Produktionsblock des Kernkraftwerks Dukovany erreicht. "CEZ hat damit die Umstellung aller vier Dukovany-Blöcke von 500 auf 512 MWe erfolgreich abgeschlossen. Die erreichbare Gesamtleistung des Kraftwerks ist seit dem Jahr 2024 um 48 MWe gestiegen", sagte Jiri Bezdek, der Sprecher des Kernkraftwerks. Dank der Leistungssteigerung wird die Jahresproduktion des Kraftwerks Dukovany in diesem Jahr um bis zu 350.000 MWh steigen.
/gr/
Grundschule Holzova: Besuch in Dukovany und Dalesice
2.4.2024 Lisenske noviny Seite 10 Mgr. Sarka Prokesova
Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Grundschule Holzova nutzten die Gelegenheit, um sich mit dem Betrieb des Kernkraftwerks Dukovany und des Wasserkraftwerks Dalesice vertraut zu machen. Nach einem Rundgang durch einige Teile der Kraftwerke begaben sich alle in die virtuelle Realität, die es ihnen unter anderem ermöglichte, sich im Inneren des Reaktors zu befinden.
Am Ende konnten die Teilnehmer der Exkursion zum Beispiel elektrostatische Entladungen, die Leistungsfähigkeit ihres Körpers oder die Radioaktivität ihrer Mobiltelefone messen. Sarka Chitova und Anicka Novaková von der Klasse 9.A fassten das Erlebnis als eine Reihe von Überraschungen zusammen: "Wir waren überrascht, dass beide Kraftwerke miteinander verbunden sind und dass Tschechien das einzige Land der Welt ist, in dem beide Blöcke eines Kernkraftwerks in einem Jahr in Betrieb genommen wurden. Uns hat die virtuelle Realität sehr gut gefallen, dank der wir den Betrieb des Kraftwerks und die Arbeit der Mitarbeiter verstanden haben. Zwei lustige Begleiter, die sich die ganze Zeit um uns gekümmert haben, trugen ebenfalls zu dem tollen Erlebnis bei."
Autorin: Mgr. Irena Piskova Dvorakova
/gr/
--
Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
Treffen mit der koreanischen Bürgervereinigung
26. März 2025 energeticketrebicsko.cz
Am Mittwoch, den 26. März, fand in Trebic in den Räumlichkeiten von TES, einem Mitglied des Energieverbands Trebic, ein Arbeitstreffen mit Vertretern der koreanischen Bürgervereinigung statt. Diese vertritt mehr als 3 000 in der Tschechischen Republik lebende Koreaner. Das Hauptthema des Treffens war die mögliche Zusammenarbeit im Zusammenhang mit geplanten Investitionen koreanischer Unternehmen in der Region.
An dem Treffen nahmen der Vorsitzende Vitezslav Jonas und die Geschäftsführerin Eva Fruhwirtova teil. Auch Mitglieder des Energieverbands Trebic - Richard Horky, Michal Kazda, Martin Stajgl, Jan Frelich.
Es wurden Gespräche über Unterkunftsmöglichkeiten, Dienstleistungen für die koreanische Gemeinschaft, Sprachunterricht und kulturelle Verbindungen geführt. Die Vertreter der koreanischen Vereinigung bekundeten ihr Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit und an der Unterstützung koreanischer Unternehmen und Einzelpersonen bei der Ansiedlung in der Region um das Kernkraftwerk Dukovany.
Das gemeinsame Ziel ist es, eine reibungslose Integration der koreanischen Arbeitnehmer zu gewährleisten und die kulturellen Unterschiede zwischen den Gemeinschaften zu minimieren. Es zeichnen sich bereits konkrete Schritte ab, die zu einer für beide Seiten vorteilhaften Partnerschaft führen werden.
Quelle:
https://www.energeticketrebicsko.cz/akt ... nim-437-5/
/gr/
Fiala: Die Regierung erwartet Unterzeichnung der endgültigen Verträge für Dukovany innerhalb weniger Wochen
31. März 2025 oenergetice.cz
CTK
Die Regierung erwartet die Unterzeichnung der endgültigen Verträge für den Bau neuer Atomblöcke in Dukovany innerhalb der nächsten Wochen. Nach Angaben des tschechischen Kabinetts stehen die Verträge kurz vor der Unterzeichnung und sollen den tschechischen Lieferanten einen Anteil von etwa 30 Prozent an dem Projekt garantieren. Die Regierung wird dann ein Modell für die Finanzierung der neuen Reaktoren vorlegen.
Die neuen Reaktorblöcke in Dukovany sollen von dem koreanischen Unternehmen KHNP gebaut werden, das sich im vergangenen Jahr bei der tschechischen Atomausschreibung durchgesetzt hat und dessen Angebot von der Regierung gegenüber EDF und Westinghouse bevorzugt wurde. Die mit der Ausschreibung beauftragte CEZ-Gruppe verhandelt derzeit mit KHNP über die endgültigen Verträge für das Projekt. Nach den ursprünglichen Plänen sollten sie bis Ende März abgeschlossen werden. Kürzlich räumte CEZ jedoch ein, dass sich die Unterzeichnung der Verträge etwas verzögern wird.
Laut dem Finanzminister Zbynek Stanjura (ODS) stehen die endgültigen Verträge für Dukovany jetzt kurz vor dem Abschluss. Er wies darauf hin, dass der Hauptbauvertrag mehrere hundert Seiten und die Anhänge zu den technischen Spezifikationen weitere mehrere tausend Seiten umfassen.
Einer der Hauptpunkte, der die Unterzeichnung der Verträge im Vergleich zum ursprünglichen Plan verzögern wird, ist der Umfang der Beteiligung tschechischer Unternehmen an dem Dukovany- Projekt. Das koreanische Unternehmen hat eine Beteiligung tschechischer Auftragnehmer an der Ausschreibung von bis zu 60 Prozent zugesagt. Die Vertreter des Unternehmens wiederholten diesen Anteil kürzlich. Sie wiesen jedoch darauf hin, dass sie diesen Anteil schrittweise erst nach der Fertigstellung der beiden Reaktoren, d. h. nach 2038, erreichen werden.
In den letzten Monaten haben Vertreter tschechischer Unternehmen jedoch wiederholt darauf hingewiesen, dass die angekündigte Beteiligung der tschechischen Industrie gefährdet ist, da es noch keine verbindlichen Liefervereinbarungen mit den Koreanern gibt. Der Industrie- und Handelsminister Lukas Vlcek (STAN) kündigte daraufhin an, dass die tschechische Regierung die koreanische Firma auffordern werde, vor der Unterzeichnung des endgültigen Projektvertrags einen Anteil von mindestens 30 % tschechischer Unternehmen am Bau zu garantieren. Insgesamt sei eine Beteiligung der tschechischen Industrie an 60 Prozent des Projekts erforderlich. Stanjura bestätigte heute, dass der garantierte Anteil der Beteiligung tschechischer Unternehmen vor der Unterzeichnung der Verträge nahe bei 30 Prozent liegen soll.
Gleichzeitig will die Regierung nach der Unterzeichnung der Verträge mit KHNP ein Modell für die Finanzierung der neuen Reaktoren vorlegen. Stanjura zufolge wollte sie es vorher nicht veröffentlichen, damit CEZ bei den Verhandlungen mit den Koreanern nicht einen möglichen Vorteil verliert.
Der Bau neuer Reaktorblöcke in der Tschechischen Republik wird voraussichtlich der größte inländische Auftrag in der Geschichte sein. Die Kosten für den derzeit bevorzugten Bau von zwei Reaktoren in Dukovany belaufen sich auf 400 Milliarden Kromen zu aktuellen Preisen. Der erste Reaktorblock in Dukovany soll im Jahr 2036 fertiggestellt werden. In den nächsten drei bis fünf Jahren sollte CEZ jedoch gemäß der Regierungsentscheidung auch mit den Koreanern über eine Option für den Bau von zwei weiteren Blöcken in Temelin verhandeln.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... lika-tydnu
/gr/
Der geplante Termin für Dukovany ist heute abgelaufen
31.03.2025 Fernsehen CT 1 Abendnachrichten
Romana Lehmannova, Moderatorin:
Die Unterzeichnung des Vertrags über den Bau von zwei neuen Kernreaktoren in Dukovany ist verschoben worden. Nach Angaben der Regierung sollte der teuerste Vertrag in der modernen Geschichte des Landes bis Ende März unterzeichnet werden. Aber bis heute ist es nicht passiert. Hier ist die aktuelle Erklärung des Premierministers.
Petr Fiala, Ministerpräsident der Tschechischen Republik/ODS/:
Ich gehe davon aus, dass den Vertrag nicht direkt wir unterzeichnen werden, aber das ist nicht wichtig. Die Vertragsunterzeichnung erfolgt in wenigen Wochen.
Redakteurin:
Sind die Verträge nach Ihren Informationen bereits vorbereitet oder nicht?
Zbynek Stanjura, Finanzminister /ODS/:
Sie stehen kurz vor der endgültigen Version. Nur zur Vorstellung, wenn ich sie verraten darf.: Der Vertrag selbst umfasst mehrere hundert Seiten, und die technischen Spezifikationen, die Teil der Anhänge zum Vertrag sind, umfassen mehrere Tausend Seiten.
/gr/
Verschiebung der Vertragsunterzeichnung über die Fertigstellung neuer Blöcke in Dukovany
31.03.2025 Fernsehen CT 1
Romana Lehmannova, Moderatorin
Grund für das Warten ist die Entscheidung des Antimonopolamtes über die Beschwerde, die von dem in der Ausschreibung unterlegenen französischen Unternehmen EDF eingereicht wurde. Auch die Gemeinden in der Nähe des Kernkraftwerks Dukovany warten auf die Vertragsunterzeichnung und wollen mit dem Bau von Wohnungen für diejenigen beginnen, die zum Arbeiten in die Region kommen. Behindert werden sie jedoch häufig durch fehlendes Geld, also die versprochene finanzielle Beteiligung des Staates an Projekten.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens
Dalesice, eine Gemeinde mit fast 600 Einwohnern, hat inzwischen in die Sicherheit der Bürger investiert und baut Gehwege. Laut einer sozioökonomischen Studie könnten hier bis zu 100 neue Menschen hinzukommen, also solche, die neue Atomblöcke in Dukovany bauen werden.
Jiri Loukota, Bürgermeister von Dalesice /Unabhängige/:
Alle Ferienhäuser, die älter waren, wurden im Grunde von Bauunternehmern gekauft. Sie bauen sie derzeit nicht für dauerhafte Wohnungen, sondern für Mietwohnungen, Wohnungen und Hostels um.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens:
Die Gemeinde plant den Bau eines Wohnungshauses für rund 50 neue Personen und die Erweiterung des Kindergartens. Nicht nur dafür braucht sie eine Finanzspritze vom Staat. Kläranlage Dalesice. Allein die Erhöhung der Kapazität wegen neuen Bürgern würde 30.000.000 Kronen kosten. Die Gemeinde verwaltet 10.000.000 Kronen pro Jahr. In Rouchovany hat man bereits mit der Arbeit begonnen. In wenigen Wochen wird die ursprüngliche Wirtschaftsschule abgerissen.
Vladimir Cerny, Bürgermeister von Rouchovany /Sozial-Demokratie/:
Die Grundstücke, die hier geschaffen werden, und es werden nicht viele sein, werden wir hier für Familienwohnungen nutzen und hier in kurzer Entfernung von uns wollen wir wieder Mehrfamilienhäuser bauen.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens:
Dem Bau von Einfamilienhäusern und einem Mehrfamilienhaus folgt eine Erweiterung des Kindergartens. Die Kapazität ist bereits voll, so dass die Gemeinde einen neuen Pavillon für 25 Kinder plant. Und genau dafür werden sie Geld vom Staat brauchen. Gleichzeitig beschäftigen sie sich aber bereits damit, welche Einwohner die Zahl der Einheimischen erhöhen werden.
Vladimir Cerny, Bürgermeister von Rouchovany /Sozialdemokratie/
Wenn 500, 700 Ausländer hier zukämen, würde das das Dorf enorm belasten. Und das ist nicht unser Ziel.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens:
Man will bis zu 1500 Menschen in Moravsky Krumlov aufnehmen, weil es eine Stadt mit fast 6000 Einwohnern ist. Dieses Grundstück am Rande der Stadt soll noch in diesem Jahr vernetzt werden. Es wird her 31 neue Einfamilienhäuser geben.
Vojtech Kocab, stellvertretender Bürgermeister von Moravsky Krumlov /Unabhängige/:
Was die Grundschulen angeht, reicht die Kapazität noch aus, aber bei den Kindergärten da müssten wir die Kapazitäten wohl erweitern. Zwei können erweitert werden.
Blanka Poulova, Redakteurin des Tschechischen Fernsehens:
Wie hoch sind die finanziellen Anforderungen der Projekte und möglichen Maßnahmen? Im Zusammenhang mit der Ankunft der neuen Arbeitskräfte soll ein Aktionsplan erstellt werden, den das Ministerium für Regionalentwicklung bis zu den Sommerferien erstellen will. Blanka Poulova, Tschechisches Fernsehen.
/gr/
Im Atomkraftwerk Dukovany starten die Reparaturen der dortigen Kühltürme
1.4.2025 TV Nova 19.30 Uhr – Nachrichten
Martin Cermak, Moderator:
Im Kernkraftwerk Dukovany haben außerordentliche Reparaturen an den ikonischen Kühltürmen begonnen. Zum ersten Mal werden sie mit einer neuen, einzigartigen Methode mit Hilfe von Drohnen und künstlicher Intelligenz durchgeführt. Die Arbeit soll es schneller, genauer und billiger machen.
David Pik, Redakteur:
Die Drohne scannt jeden Zentimeter der Oberfläche des 125 Meter hohen Kühlturms des Kraftwerks Dukovany. Es handelt sich um insgesamt 48.000 m2 Beton, d.h. etwa 10 Fußballfelder. Acht Stunden braucht der Operator, um den gesamten Dukovany-Turm zu fotografieren.
Martin Herzog, Drohnenpilot:
Rund um die Türme ist es natürlich aufgrund der Wetterbedingungen schwieriger. Der Wind sorgt hier sogar für Turbulenzen.
David Pik, Redakteur:
Dank Drohnenbildern wird herausgefunden, wo und wie stark die Betonoberfläche und das Bauwerk selbst beschädigt sind und wo eine Reparatur erforderlich ist.
Edita Zarybnicka, Spezialistin in der Abteilung Qualitätsmanagement des KKW Dukovany:
Es geht schneller und zweitens kann man den ganzen Mantel der Kühlturms aufnehmen.
David Pik, Redakteur:
Früher wurde all dies lange Zeit von Arbeitern von der Fußgängerbrücke aus überprüft, unvollständig und ungenau. Es war eine Arbeit für mehrere Wochen.
Jiri Jezek, Mitarbeiter:
Es ist notwendig, den Steg zu reparieren, wo Risse gefunden wurden.
David Pik, Redakteur:
So sieht das Innere des Turms aus, man kann es wegen des Dampfes überhaupt nicht sehen. Und so sieht der Blick von der Spitze des Kraftwerks aus. Mit Hilfe einer Drohne schafft man die Kontrolle des Kühlturms in einigen Stunden. Von dort aus gelangen die gescannten Daten direkt an das Computersystem. Statt wie bisher 80 Stunden dauert die Auswertung etwa acht Minuten. Die künstliche Intelligenz zeichnet dann einen digital identischen Zwilling des gesamten Turms und erfasst alle Defekte in der Betonstruktur mit einer Genauigkeit von einem Quadratzentimeter.
Person:
Wenn wir hier hineinzoomen, sehen Sie ein Stück delaminierten Beton und Sie sehen die Armaturen, die in irgendeiner Weise freigelegt sind.
Hana Chladkova, Spezialistin in der Abteilung für Alterungsmanagement von Gebäuden im KKW Dukovany:
Einige Reparaturen sind erforderlich. Die Arbeiter müssen sich ansehen, wie es darunter aussieht, und die oberste Schicht abtragen.
David Pik, Redakteur:
Arbeiter können Reparaturen dann nur noch an genau ausgewiesenen Schadstellen durchführen.
Jiri Bezdek, Sprecher des AKW Dukovany:
Und es spart auch Geld in der Größenordnung von Millionen von Kronen.
David Pik, Redakteur:
Darüber hinaus werden die Daten gespeichert, so dass die Techniker in vier Jahren bei der nächsten Inspektion die Möglichkeit haben werden, den Zustand des Turms auf den Zentimeter genau zu vergleichen und das Ausmaß weiterer Reparaturen im Detail zu bestimmen.
David Pik, TV Nova.
/gr/
Die Energietechniker haben die Leistung des Blocks erhöht
2.4.2025 MF DNES tb Seite 14
Die Techniker des Kraftwerkes Dukovany haben am Sonntag eine neue Leistungsteigerung im vierten Produktionsblock des Kernkraftwerks Dukovany erreicht. "CEZ hat damit die Umstellung aller vier Dukovany-Blöcke von 500 auf 512 MWe erfolgreich abgeschlossen. Die erreichbare Gesamtleistung des Kraftwerks ist seit dem Jahr 2024 um 48 MWe gestiegen", sagte Jiri Bezdek, der Sprecher des Kernkraftwerks. Dank der Leistungssteigerung wird die Jahresproduktion des Kraftwerks Dukovany in diesem Jahr um bis zu 350.000 MWh steigen.
/gr/
Grundschule Holzova: Besuch in Dukovany und Dalesice
2.4.2024 Lisenske noviny Seite 10 Mgr. Sarka Prokesova
Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Grundschule Holzova nutzten die Gelegenheit, um sich mit dem Betrieb des Kernkraftwerks Dukovany und des Wasserkraftwerks Dalesice vertraut zu machen. Nach einem Rundgang durch einige Teile der Kraftwerke begaben sich alle in die virtuelle Realität, die es ihnen unter anderem ermöglichte, sich im Inneren des Reaktors zu befinden.
Am Ende konnten die Teilnehmer der Exkursion zum Beispiel elektrostatische Entladungen, die Leistungsfähigkeit ihres Körpers oder die Radioaktivität ihrer Mobiltelefone messen. Sarka Chitova und Anicka Novaková von der Klasse 9.A fassten das Erlebnis als eine Reihe von Überraschungen zusammen: "Wir waren überrascht, dass beide Kraftwerke miteinander verbunden sind und dass Tschechien das einzige Land der Welt ist, in dem beide Blöcke eines Kernkraftwerks in einem Jahr in Betrieb genommen wurden. Uns hat die virtuelle Realität sehr gut gefallen, dank der wir den Betrieb des Kraftwerks und die Arbeit der Mitarbeiter verstanden haben. Zwei lustige Begleiter, die sich die ganze Zeit um uns gekümmert haben, trugen ebenfalls zu dem tollen Erlebnis bei."
Autorin: Mgr. Irena Piskova Dvorakova
/gr/
--
Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799